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Kriminalprävention
Crailsheim. Die Stadt Crailsheim plant eine Bürgerbefragung zum Thema Kriminalität.
Einen ersten Schritt in Sachen Prävention habe die Stadt schon getan, so
Bürgermeister Harald Rilk, indem die Polzeiverordnung der Stadt neu gefasst
worden sei. Nun werden noch vor der Sommerpause Fragebogen für die Bevölkerung
im Crailsheimer Stadtblatt erscheinen.
Fröber im Landesvorstand
Ilshofen. Park-Hotel-Gastronom Walter Fröber aus Ilshofen ist jetzt neues
Mitglied im Landesvorstand des Bundes der Selbständigen in Baden-Württemberg.
Wiedergewählt beim Landesverbandstag wurde die Gerabronner Unternehmerin
Lilo Bauer in den Landesvorstand Unternehmerinnen im BdS. Für 25jährige
Tätigkeit im Regionalverband wurde Gudrun Wankmüller, ebenfalls Gerabronn
mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet.
Kindergarten-Beiträge erhöht
Öhringen. Der Öhringer Gemeinderat hat gestern abend die Kindergartenbeiträge
angehoben. Öhringen folgt dabei weitgehend den Empfehlungen des baden-württembergischen
Städte- und Gemeindetages. Für Einzelkinder sind künftig 120
Mark, für Kinder aus Mehrkinderfamilien gestaffelt 92, 2 oder 16 Mark pro
Monat zu entrichten. Trotz dieser Erhöhung werden nur etwa 20 Prozent der
Betriebskosten über Elternbeiträge erwirtschaftet.
Magic Bus
Schrozberg. Kinder und Jugendliche in Schrozberg und Umgebung haben im Juli
eine Attraktion mehr: der magic bus der Drogenpräventionsstelle des Landkreises
macht im Juli Station. Erster Höhepunkt ist gleich am Donnerstag das Comedy-Musical
"Rave the Dealer". Es folgen ein Ska-Konzert am Freitag, Disco am
Samstag und ein Skatertreffen am kommenden Dienstag. Ab Donnerstag ist der Bus
dann als Cafe beim Güterschuppen, bietet das Team bis Ende Juli verschiedene
Aktivitäten vom Gesprächskreis bis zum Kreativ-Workshop.
Hamlet Premiere
Schwäbisch Hall. Der Prinz von Dänemark kehrt zurück nach Schwäbisch
Hall. Heute abend ist die Premiere der Wiederaufnahme des Shakespeare-Stückes
Hamlet bei den Haller Freilichtspielen auf der Treppe vor St. Michael. Nahezu
das gesamte Ensemble der erfolgreichen Inszenierung des vergangenen Jahres konnte
von Intendant Achim Plato wieder engagiert werden. Thomas Höhne, Kurt Sternik
und Christiane Pauli spielen die Hauptrollen. Premierenbeginn heute abend 20:30
Uhr
Gewässer-Sanierung
Obersontheim. Auf Markung Obersontheim beginnt jetzt der 450 Tsd Mark teure
zweite Bauabschnitt im Gewässer-Sanierungsplan. dabei werden Rinnsale und
Nebenbäche der Bühler renaturiert. Unverständlich ist in Obersontheim
allerdings, daß die Mittel erst nach einem förmlichen Protest freigegeben
wurden und damit fast das halbfertige Projekt gefährdet worden wäre.
Neues Dekanat
Blaufelden. Fast zu schnell gehe ihm das, sagte Dekan Emil Haag beim Richtfest
des neuen Gebäudes für Dekanat und Diakonische Sozialstation in Blaufelden.
Schon in zehn Monaten soll das Haus von Landesbischof Eberhard Renz eingeweiht
werden. Dann müssen aber auch die Finanzierungsmittel von 2,8 Mio Mark
bereitsgestellt werden, die Kirchenbezirk und Gemeinde aufzubringen haben..
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Umnutzungserleichterung
Schwäbisch Hall/Stuttgart. Die Umnutzung von einst landwirtschaftlichen
Gebäuden im Außenbereich soll erleichtert werden. Um drei bis vier
Prozent jährlich etwa auf Aussiedlerhöfen wächst der Bestand
solcher Gebäude, die aufgrund bisheriger Baugesetze kaum anders genutzt
werden können. Ein Gesetzesentwurf des baden-württembergischen Wirtschaftsministers
und Schwäbisch Haller FDP-Abgeordneten Dr. Walter Döring soll nun
eine bislang gültige Umnutzungsfrist von sieben Jahren bis zum Jahr 2004
aussetzen. Vor allem die Gründung von Handwerks- und kleingewerblichen
Betrieben will Döring auf diese Weise erleichtern.
Tagesklinik gefordert
Schwäbisch Hall. Die Einrichtung einer Tagesklinik zur Verbesserung der
Versorgung von psychisch Kranken im ländlichen Raum Hohenlohe forderte
jetzt der Haller Landtags-Abgeordneter Dr. Walter Müller. Nach Auskunft
Müllers wären Fördergelder beim Sozialministerium mit maximal
70 Tsd Mark pro Platz kurzfristig abrufbar. Notwendig wären in Schwäbisch
Hall etwa 20 bis 25 Plätze. Für nicht durchsetzbar hält Müller
einen vom Haller Diakoniekrankenhaus gewünschten vollstationären Bereich,
ohne daß an anderer Stelle Betten abgebaut werden.
Delegation nach USA
Crailsheim. Eine 62köpfige Delegation aus Crailsheim ist heute vormittag
zu einer Reise in die USA aufgebrochen. Am amerikanischen Unabhängigkeitstag
wollen die Crailsheimer mit ihrer Partnerstadt Worthington in Minnesota das
über fünfzigjährige Bestehen dieser ältesten deutsch-amerikanischen
Partnerschaft feiern. Zugleich wird in Worthington das 125jährige Bestehen
der Stadt gefeiert.
Generalversammlung
Kirchberg an der Jagst. Die Rund 1700 Mitglieder der Raiffeisenbank Kirchberg-Ruppertshofen
werden heute zur Generalversammlung in die Turn- und Liederhalle nach Kirchberg
geladen. Die nach mißglückten Kreditgeschäften ins Bilanzminus
geratene Bank hat einen Fusionsvertrag mit der Volksbank Hohenlohe geschlossen,
den die Mitglieder heute abend bestätigen sollen. Die Generalversammlung
beginnt um 19:30 Uhr.
Hohenloher Weindorf
Öhringen. Sieben Weingenossenschaften, elf selbstvermarktende Weingüter
an einem Gemeinschaftsstand, die fürstliche Schloßkellerei dazu sechs
Gastronomen und ein Bäcker, in der Mitte eine Schaubühne und als Kulisse
das Öhringer Schloß, die Stiftskirche und der Öhringer Marktplatz:
heute um 18 Uhr wird das 3. Hohenloher Weindorf in Öhringen eröffnet.
Erstmals in diesem Jahr wird dabei der Hohenloher Weinpreis "Riesling98"
vergeben.
"Arbeits"-Jubiläum
Schwäbisch Hall. Die Haller Arbeit feiert ihr einjähriges Bestehen.
Elf Beschäftigte hat die zur Erlacher Höhe gehörende diakonische
Einrichtung, die Langzeitarbeitslose wieder ans Berufsleben heranführt.
Neben Zuschüssen und Spenden finanziert sich die Haller Arbeit über
Dienstleistungsangebote, eine Werkstatt und ein Second-Hand Kaufhaus in der
Haller Spitalmühlenstraße. Beim Jahresfest am kommenden Sonntag diskutieren
in einem Podiumsgespräch Bundestags- und Landtagsabgeordnete über
Wege aus der Arbeitslosigkeit
Umweltpreis für Haushalte
Gerabronn/Stuttgart. "Umweltfreundliche Haushalte 98" hieß der
Wettbewerb, den die Aktionsgemeinschaft Umwelt, Gesundheit und Ernährung
initiiert hatte. 140 Tsd Haushalten beteiligten sich bundesweit. Dritter Sieger
im Land Baden-Württemberg wurde der Haushalt von Elke Franz aus dem Hohenlohischen
Michelbach an der Heide bei Gerabronn. Bei dem Wettbewerb ging es u. a. darum,
den umweltfreundlichen Umgang der Haushalte mit Wasser, Energie und Abfall zu
dokumentieren. Die baden-württembergischen Landessieger erhalten ihre Preis
am kommenden Montag (6.7.98) während einer kleinen Feier im Großen
Sitzungssaal des Umwelt- und Verkehrsministeriums aus der Hand von Minister
Hermann Schaufler..
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Urteil für Taximörder
Heilbronn/Hohenlohe. Lebenslang lautet das Urteil für den Russland-Deutschen
Leonid Ebermann, der im Januar diesen Jahres nahe des Hohenlohischen Ortes Sindringen
im Wald die Taxifahrerin Renate Fetzer aus Heilbronn mit einem Wagenheber erschlagen
hatte. Das Heilbronner Schwurgericht entsprach der Forderung des Staatsanwaltes
und verurteilte den 23jährigen wegen Modes in Tateinheit mit räuberischer
Erpressung. Leonid Ebermanns Verteidiger sagte, noch nie habe er einen derart
verschlossenen Mandanten gehabt. Auch er bezeichnete die Tat als grausam und
plädierte auf lebenslang. Allerdings forderte die Verteidigung eine Überprüfung
nach 15 Jahren mit der Möglichkeit einer Therapie für den mit Integrationsproblemen
kämpfenden Russlanddeutschen.
Bilanzloch gestopft
Kirchberg an der Jagst. Auf rund 865 Tsd Mark belief sich das Bilanzloch, das
die Raiffeisenbank Kirchberg Ruppertshofen durch Inanspruchnahme des Garantiefonds
der Volks- und Raiffeisenbanken stopfen mußte. Den zwei Bankvorständen
kosteten die unsicheren Kreditgeschäfte den Job. Sie wurden entlassen,
bei der Generalversammlung aber nicht entlastet, ebensowenig der Aufsichtsrat
der Bank. Im Mai hatte die Bank einen Fusionsvertrag mit der Volksbank Hohenlohe
ausgehandelt, dem die Mitglieder bei der Generalversammlung gestern abend in
der Kirchberger Turnhalle mit knapp 98 Prozent zustimmten.
Psycho Statistik
Künzelsau. 482 Menschen wurden im vergangenen Jahr von der psychosozialen
Beratungsstelle im Hohenlohekreis beraten, so der jetzt veröffentlichte
Jahresbericht. 68 Prozent aller Beratungssuchenden kam wegen Alkoholproblemen.
Mit Problemen durch illegale Drogen kamen 17 Prozent. Insgesamt stieg die Klientenzahl
der Beratungsstelle um 9,3 Prozent. Größtes Problem: die Sparmaßnahmen
im Bereich medizinischer Rehabilitation, durch die Thearpiemaßnahmen erschwert
oder verzögert wurden.
Einweihung
Mulfingen. Eingeweiht wird heute nachmittag das neue Forschungs- und Entwicklungszentrum
des Hohenloher Ventilator-Herstellers ebm in Mulfingen. Zur Betriebsbesichtigung
ab 14:30 Uhr, der anschließenden Podiumsdiskussion und zum Empfang hat
sich zahlreich Prominenz aus Politik und Wirtschaft der Region angesagt.
Neuer Sportplatz
Gaisbach. Sein 25jähriges Bestehen feiert der Gaisbacher Sportverein SSV.
Rechtzeitig zum Jubiläum hat die Stadt Künzelsau die neue Sportanlage
Ballenwasen fertiggestellt. Für rund vier Mio entstanden ein Naturrasenspielfeld,
ein Kunstrasenspielfeld mit Flutlicht, ein Kleinspielfeld und eine Stehtribüne.
Seinen bisherigen Sportplatz verliert der SSV an die Schraubenhandelsfirma Würth,
die dort ihr Paket-Sortierzentrum bauen wird. Würth spendierte dafür
drei Tennisplätze
Bollinger in Ruhestand
Schwäbisch Hall. Bei der Polizeidirektion in Schwäbisch Hall war er
der "oberste Vorbeuger": Kriminal-Hauptkommissar Heinz Bollinger.
Jahrzehntelang stand er Firmen wie Privatpersonen mit Rat und Tat in allen Bereichen
der Sicherheit zur Verfügung. Dabei brachte der Kriminalist sein in langjähriger
Praxis erworbenes geballtes Fachwissen ein und vermasselte so manchem Einbrecher
die Tour. Heute wurde Heinz Bollinger während einer kleinen Feier in den
Ruhestand verabschiedet. Als sein Nachfolger bei der polizeilichen Beratungsstelle
wurde Kriminalhauptkommisar Werner Deufel bestellt.
Vier Positionen
Schwäbisch Hall. Vier Positionen aus Hohenlohe heißt die Sommer-Ausstellung
des Hällisch Fränkischen Museums. Ausgestellt werden Skulpturen und
bilder der heimischen Künstler Reingard Glass, Wolfgang Bier, Eberhard
Stein und Edgar Gutbub. Vom 5. August bis 9. September gibt es zudem für
Kinder wie Erwachsene ein Workshop-Begleitprogramm. Die Ausstellung dauert bis
zum 27. September.
Querbeet-Festival
Crailsheim. Mit einem Band-Wettbewerb beginnt heute in Crailsheim das Queerbeet-Festival
des Stadtjugendrings. Die Siegerband darf einen Tag ins Aufnahmestudio. Am Samstag
dann präsentieren sich die Mitgliedsverbände des Stadtjugendrings
mit zahlreichen Aktivitäten und Attraktionen, etwa einem Stadtspiel oder
mit einem Internetcafe. Ganz Mutige können sich auch sportlich betätigen
und sich unter Anleitung vom über 40 Meter hohen Rathausturm abseilen..
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Millionen-Investition
Mulfingen. Eingeweiht wurde jetzt eine 40 Mio Mark Investition beim größten
produzierenden Betrieb in Hohenlohe, dem Motoren- und Ventilatoren-Hersteller
ebm in Mulfingen. In nur 18 Monaten Bauzeit vergrößerte ebm seine
Forschungs- und Entwicklungsabteilung 4000 qm Fläche und 150 Arbeitsplätze.
Zugleich erstellte man ein neues Logistikzentrum mit über 12 Tsd Quadratmetern
Fläche für Versand, Lager und Produktion mit weitere 100 Arbeitsplätzen.
ebm überschreitet in diesem Jahr erstmals die 1 Mrd Umsatzgrenze, wovon
etwa die Hälfte im Stammwerk Mulfingen erzielt wird. Die ebm Gruppe beschäftigt
weltweit mehr als 5000 Mitarbeiter.
Weinbrunnenfest
Vellberg. Eines der größten Sommerfeste der Region ist das dreitägige
Weinbrunnenfest von Vellberg. Gestern abend begann es mit dem Lagerleben der
Landsknechte. Heute am Samstag werden rund 25 Tsd Besucher das mittelalterliche
Zentrum von Vellberg, das Städtle besuchen, wo der Wein tatsächlich
aus dem Stadtbrunnen von 1720 fließt. Der ort ist illuminiert und um 23
Uhr findet das Fest mit einem Feuerwerk seinen Höhepunkt. Interessant auch
der Sonntag. Mit einem kleinen Festzug um 13:30 Uhr wird die alljährliche
Einbringung des Weinzehnten nachgespielt, den die Vellberger Herren einst von
Winzern aus bestimmten Gegenden des Unterlandes und des Kochertal erhoben.
Noch ein Jahr
Crailsheim. Ein Jahr noch dauert die Amtszeit von Crailsheims Oberbürgermeister
Georg Schlenvoigt, der am 17. Juni 1991 sein Amt angetreten hat. Der Gemeinderat
hat jetzt den Wahltermin für die nächste OB-Wahl festgelegt auf den
28. März, den eventuell notwendigen zweiten Wahltermin auf den 18. April
1999. Ausgeschrieben wird die OB-Stelle am 11. Januar im Staatsanzeiger, sowie
örtlichen Publikationen. Bewerbungsschluß ist am 1. März für
den ersten, am 1. April für den zweiten Wahlgang. Die Kosten für eine
Wählbarkeitsbescheinigung wurden auf 40 Mark festgesetzt. Amtsinhaber Schlenvoigt
hat bereits seine Wiederkandidatur angekündigt.
50000 to kontaminiert
Schwäbisch Hall. 50 Tsd Tonnen kontaminierte Erde werden derzeit auf dem
einstigen Militärgelände Dolan Barracks in Schwäbisch Hall ausgebaggert.
50 Mal täglich fahren große 25-Tonner-Sattelzüge das Erdreich
zu den Deponien Beltersrot im benachbarten Hohenlohekreis bzw. Nattheim im Landkreis
Heidenheim. 2,1 Mio Mark kostet die Maßnahme, die von der Crailsheimer
Baufirma Weiß ausgeführt wird. Gleichzeitig werden für weitere
600 Tsd Mark von der Fa Stumpp aus Stuttgart vier unterirdische Bunker, ein
Gebäude und etwa 1200 Metzer unterirdische Heizkanäle abgebrochen.
Dieser Bauschutt wird zerkleinert und vor Ort wieder verwendet. dennoch such
die Stadt noch unbelastetes Erdreich und bietet kostenfreie Abnahme von Aushub
an. Schon ab September sollen in dem künftig Solpark genannten Gewerbegelände
die ersten Grundstücke vermarktet werden.
Fliegerfest
Schwäbisch Hall. Seine Leistungsfähigkeit demonstrieren will alljährlich
der aus sieben Teilvereinen bestehende Luftsportverband Schwäbisch Hall.
Heute und morgen lädt der verband zum Fliegerfest auf das Fluggelände
Weckrieden. Fallschirmspringer, Ultraleichtflieger, Drachenflieger und Paraglider,
die Ballonsportler, die Segelflieger und nach natürlich der Motorfliegerclub
erwarten wie im Vorjahr zwischen zehn und fünfzehntausend Gäste am
Flugplatz. Geboten werden einige Attraktionen., u.a. Flüge mit dem Wellblechflugzeug
Ju 52, Vorführungen eines amerikanischen P51 Jagdflugzeuges aus dem Zweiten
Weltkrieg, ein sogenanntes Entenflügel-Flugzeug "Speed Canard",
dessen hintere Tragflächen größer als die vorderen sind, ein
Kunstflug-Doppeldecker, moderne Turboprop und Düsen-Geschäftsflugzeuge
wie die Cessna Citation, Dassault Falcon 50 EX oder Beechcraft King Air 300.
Dazu gibt es natürlich Fallschirm-Absprünge, Ballonstarts, Segelkunstflug
und Segelflug-Schleppvorführungen., und so mancher, der nur als Zuschauer
kam , wird die eine oder andere Mitflug-Gelegenheit bekommen. Rund um all die
Flugvorführungen gibt´s natürlich auch Musik und allerlei für´s
sogenannte leibliche Wohl. Das Programm endet am Sonntag mit einer Falschirmabsprung-Vorführung.-
Stadtfest mit Kitsch und Kunst
Waldenburg. Die Stadt waldenburg feiert an diesem Wochenende ihr Stadtfest.
Die Ortsdurchfahrt der Stadt hoch oben auf dem Bergrücken ist an beiden
tagen voll gesperrt. Umleitungen gibt es nur über schmale Gemeindeverbindungsstraßen.
Mit dem Kitsch, Kunst und Antiquitätenmarkt lockt die Stadt an diesem Wochenende
tausende von Besuchern in die Stadt. Dazu gibt es zahlreiche Veranstaltungen
von Vereinen in der Stadt. Die Stadtkapelle spielt und das Urweltmuseum ist
kostenlos geöffnet..
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Bombenanschlag
Crailsheim/Budapest. Knapp einem Bombenanschlag entgangen ist eine 38köpfige
Reisegruppe aus Crailsheim. Bei dem Anschlag in Budapest wurden vier Menschen
getötet und 20 verletzt. Die Crailsheimer Gruppe flanierte gerade durch
die Budapester Fußgängerzone, als es plötzlich einen Riesenknall
gab und die Erde bebte. Rund 100 Meter von der Gruppe entfernt, so ein Teilnehmer,
habe ein Haus Feuer gefangen. Zunächst habe die Gruppe an eine Gasexplosion
gedacht. Man habe dann aber erfahren, daß sich in Budapest zwei rivalisierende
Gruppen von Schutzgelderpressern bekriegen. Ihnen wird der Anschlag zugeordnet.
Aus der Crailsheimer Gruppe wurde niemand verletzt.
Schulerweiterung eingeweiht
Obersontheim. Bezeichnend für die gegenwärtige Situation in Obersontheim:
der noch amtierende Bürgermeister Detlef Klauck war nicht anwesend, als
jetzt die Schulerweiterung eingeweiht wurde,. wohl aber der gewählte, aber
noch nicht ins Amt eingeführte neue Bürgermeister Siegfried Trittner.
So nahmen die beiden ehrenamtliche stellvertretenden Bürgermeister aus
den Reihen des Gemeinderates Harry Schwerin und Otto Heiselbetz zusammen mit
Rektor Friedrich Pratz den symbolischen Schlüssel aus den Händen von
Architekt Franz Eichenbrenner entgegen. 2,1 Mio Mark hat der Anbau an die Obersontheimer
Schule gekostet. 682 Tsd Mark davon mußte die Gemeinde selbst aufbringen.
Die fünf neuen Klassenzimmer verbessern die Situation an der Obersontheimer
Hauptschule doch erheblich. Wenn allerdings die Träume von Schulrektor
Friedrich Pratz in Erfüllung gehen sollen, daß nämlich eines
Tages auch in Obersontheim ein mittlerer Bildungsabschluß (Realschule)
angeboten werden soll, dann wird das neuen Platzangebot schon nicht mehr ausreichen.
Neues Gemeindezentrum
Schwäbisch Hall. Das Wohngebiet Teurershof soll ein eigenes Gemeindezentrum
bekommen. Das gegenwärtige Provisorium soll ab dem Jahr 2003 ausgedient
haben. Dies beschloss der Evangelische Gesamtkirchengemeinderat auf seiner jüngsten
Sitzung. Gebaut werden soll für die größte Einzelgemeinde der
Stadt Schwäbisch hall mit nominell immerhin 2000 Mitgliedern ein Kirchenraum,
der zugleich auch als Gemeindehaus vielfältig anderweitig genutzt werden
könne. So die Vorstellungen des Rates. Schwierig wird allerdings die Finanzierung
eines solchen Projektes. Doch könne man noch nicht konkret über Millionenbeträge
reden, solange noch nicht einmal konkrete Planungen vorliegen. Schon vor einiger
Zeit gegründet wurde ein Förderverein Gemeindezentrum, der mittlerweile
schon mehr als 50 Mitglieder hat..
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Null-Bock-Bank
Gaildorf. Eine Null-Bock-Bank gestiftet bekamen jetzt die Gaildorfer Schüler
von den Gaildorfer und Gaildorferinnen des Jahrganges 38. Anlässlich ihrer
60er-Feier hatten die "Großeltern" gesammelt und den Kindern
eine Bank spendiert, die von vorneherein die Lehne als Sitzfläche vorsieht,
während die Füße dort abgestellt werden, wo bei normalen Sitzbänken
Platz genommen wird. Bürgermeister Engel höchstpersönlich half
bei der Einweihung dieser "kreativ konstruktiven Kritik" der älteren
Generation an den Sitzgewohnheiten junger Leute im öffentlichen Raum. Die
Null-Bock-Bank wurde im Hof der früheren Stadtschule aufgestellt.
Neues Zustellzentrum
Blaufelden. Die Post hat im Hohenloher Land bereits viele Postfilialen geschlossen
und teilweise durch Postagenturen in Einzelhandelsgeschäften ersetzt. Ein
neues Gebäude aber hat die Post nun doch bezogen: das neue Zustellzentrum
in Blaufelden. Alle Briefträger aus Blaufelden, Schrozberg, Rot am See,
Wallhausen, Gerabronn und Langenburg stellen ihre Touren, die teilweise auch
neu eingeteilt wurden, seit heute dort zusammen. Das neue Zustellzentrum wurde
von einer Obersontheimer Privatfirma gebaut und von der Post lediglich angemietet.
40 Jahre Kunst
Langenburg. Im Barocksaal des Schlosses von Langenburg feierte der Kunstverein
Hohenlohe sein 40jähriges Bestehen. Im Gegensatz zu manch anderen Kunstvereinen,
die sich auf eine Stadt beziehen, ist der Hohenloher Kunstverein eine Zusammenfassung
von Kunstschaffenden und Kunstinteressierten aus dem gesamten Hohenloher Raum,
von Bad Mergentheim bis Schwäbisch Hall, von Öhringen bis Crailsheim.
Trotz erheblicher Verknappung finanzieller Mittel und manchem Rückschlag
- so trennte sich vor Jahren ein Teil der Künstler vom Verein - hat es
der Hohenloher Kunstverein verstanden, seine Aufgabe fortzuführen, nämlich
Plattform und Forum für vielfältige Darstellungsweisen und Auseinandersetzungen
über und mit der Kunst zu bleiben. 47 Künstlermitglieder hat der Verein
derzeit, die zum Jubiläum natürlich auch eine Ausstellung mit Skulputern
im Schloßhof und mit Gemälden im Vereinseigenen Hofratshaus von Langenburg
beisteuerten
BM wiedergewählt
Wolpertshausen. Jürgen Silberzahn wurde gestern als Bürgermeister
von Wolpertshausen für eine zweite Amtsperiode wiedergewählt. Nur
789 Bürger traten aber in der kleinen Gemeinde im Zentrum des landkreises
Schwäbisch Hall den Gang zur wahlurne an, das sind 67,7 Prozent. Zehn Stimmzettel
waren ungültig auf 17 weiteren waren alternativ andere Namen angegeben,
was nach dem Wahlrecht ja jederzeit möglich ist. Da Silberzahn ohne offfizielle
Gegenkandidaten angetreten war, vereinigte er die restlichen 97 Prozent der
abgegebenen Stimmen auf sich. Gratulationen gab es noch am Abend u.a. von den
Bürgermeistern Roland Wurmthaler aus derNachbargemeinde Ilshofen und von
Rüdiger Zibold au der Stadt Langenburg.
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Preis für Ladendiebstahl
Crailsheim/Stuttgart. Preise für Ladendiebstahl gabt es heute vormittag
bei der Landesregierung in Stuttgart. Nicht für echten, sondern für
Schülerzeitschriften, die sich an einem Schreibwettbewerb zu diesem Thema
beteiligten. Im Bereich Realschulen ging ein Preis an die Schülerzeitung
Point aus Crailsheim und die 15jährige Redakteurin Stefanie Pflanz.
Geld für Wehren
Hohenlohe. Die Landesregierung hat "ein Herz" für die Feuerwehren
im Land. Statt kalter Dusche gibt es jetzt doch einen Geldsegen, meint das Regierungspräsidium
in einer Pressemitteilung. Im Regierungsbezirk Stuttgart werden die Feuerwehren
in diesem Jahr mit insgesamt 23 Mio Mark gefördert. Allerdings müssen
die Gemeinden all die bewilligten Zuschüsse vorfinanzieren, denn das Land
sieht sich aufgrund haushaltsrechtlicher Beschlüsse erst in den Jahren
2002 und 2003 in der Lage, die Zuschüsse auszuzahlen. Im Hohenlohischen
werden die Feuerwehren von Ingelfingen, Forchtenberg, Fichtenberg, Schrozberg,
Mainhardt und Obersontheim gefördert. Insgesamt fließen mehr als
1,5 Mio Mark nach Hohenlohe. 1,8 Mio bekommen Gemeinden im Ostalbkreis, rund
1 Mio in den Rems-Murr-Kreis
Kein Löwenkreisel
Öhringen. Den Löwenkreisel in Öhringen wird es nicht geben. Die
an der Hauptverkehrsader durch Öhringen gelegene sogenannte Löwenkreuzung
läßt sich nicht in einen Kreisverkehr umbauen. Dies ergab die Untersuchung
eines Ingenieursbüros. Ein Kreisverkehr wäre zwar durchaus noch leistungsfähig,
würde aber bereits am oberen Ende seiner Kapazität funktionieren.
Eine Verkehrszunahme um nur zehn Prozent würde bereits zum Verkehrsinfarkt
am Kreisel führen. Die Stadt sieht deshalb von dem angedachten Projekt
ab.
Pflegeplatzbedarf
Hohenlohekreis. Der Hohenlohekreis hat rechnerisch einen Bedarf von 480 Dauer,
20 Kurzzeit und 40 Tagespflegeplätzen in Heimen. Bislang waren dem landesweiten
Pflegeheimverzeichnis aber zu wenige Plätze gemeldet. Der Kreistag beschloß
daher Plätze aus bestehenden Einrichtungen offiziell nachzumelden und die
Einrichtung von 33 neuen Dauerpflegeplätzen zu befürworten. Diese
Plätze sollten im Planugsraum Hohenloher Ebene bei Neuenstein, Waldenburg
oder Kupferzell entstehen.
Fliegerpreis
Gerabronn. Einen ersten Preis in der Mannschaftswertung errangen beim Süddeutschen
Rundflug vergangenes Wochenende die Piloten der Luftsportgruppe Gerabronn. Zwei
Teams mit Helmut Jericho und Andreas Meunier sowie Eginhardt Wolf und Frieder
Stöhr waren gestartet. Für sie ein besonders großer Erfolg,
da sie sich normalerweise mit Segelflug und weniger mit Wettbewerben dieser
Art beschäftigen.
Sanierung nicht finanzierbar
Ilshofen. Die Stadt Ilshofen kann sich eine umfassende Sanierung ihrer Abwasserleitungen
derzeit nicht leisten. ursprünglich wollte man jetzt in der Haller Straße
anfangen. Doch die geplanten Kosten von 876 Tsd Mark sind zu hoch. Zuschüsse
vom Land gibt es derzeit nicht. Jetzt beschloß der Gemeinderat, die alte
Kanalisation zu belassen und statt dessen das Regenwasser in einer getrennten
Leitung zu einem alten Regenüberlaufbecken zu leiten. Kosten auch da: über
620 Tsd Mark.
170 Jahre Anlagencafe
Schwäbisch Hall. 170 Jahre alt wird jetzt das Anlagen-Cafe in Schwäbisch
all. Das Gebäude hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Erbaut wurde
es als Schießhaus für die Haller Schützen-Compagnie. Um 1900
diente es als Wohnhaus des Stadtgärtners. In den 20er Jahren als Hall seinen
Kurbetrieb forcierte wurde es erstmals Cafe. In den späten Sechzigern nahm
dort der Club alpha sein Domizil und seit der Landesgartenschau 82 ist in dem
Gebäude wieder ein Cafe untergebracht..
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Pfadfinderleiter verurteilt
Schwäbisch Hall. Schwäbisch Hall. Zu einer Gesamt-Freiheitsstrafe
von von 2 Jahren und 3 Monaten verurteilt wurde heute nachmittag ein 37jähriger
Mann aus Schwäbisch Hall. Als Pfadfinderleiter und Aushilfstrainer in einem
Sportverein hatte er drei Buben in 22 Fällen sexuell mißbraucht.
Reuig und durchaus bereit eine Strafe für sein Fehlverhalten auf sich zu
nehmen zeigte sich der Angeklagte, der seit neun Monaten bereits in Untersuchungshaft
sitzt. Dort wurde er mehrfach von Mithäftlingen zusammen geschlagen, zuletzt
in der Nacht vor dieser Verhandlung. Heftige Kritik hatte der Verteidiger am
Staat geübt, der Leute zur Strafe in eine Umgebung stecke, in der er anscheinend
nicht in der Lage sei, die ihm anbefohlenen Strafgefangenen zu schützen.
Wenn der Angeklagte es nicht selbst tue, dann werde er Strafanzeige gegen die
mißhandelnden Mitgefangenen stellen. Doch all das wa kein Milderungsgrund
für das Schöffengericht, wohl aber die Tatsache, daß der Angeklagte
sich schon während der U-Haft um Therapie bemühte. 2 Jahre und 9 Monate
hatte der Staatsanwalt gefordert, maximal 2 Jahre die Verteidigung.
Kein Betriebsrat
Crailsheim. Beim Toasthersteller Zimmermann in Crailsheim wird es vorläufig
keinen Betriebsrat geben. Zwar hatte es zwischen Gewerkschaft und Arbeitgeber
nach langem Streit vor dem Arbeitsgericht eine Übereinkunft für eine
Betriebsversammlung gegeben. Doch von den dort anwesenden 163 der 205 Beschäftigten
wurde dort kein Wahlvorstand benannt. Die Gewerkschaft NGG hatte Deutschlands
größtem Toastbrothersteller vorgeworfen, eine Betriebsratsgründung
durch Einschüchterung der Beschäftigten massiv zu behindern. Dieser
Streit geht möglicherweise weiter, denn auch das Arbeitsgericht kann auf
Antrag von mindestens drei Wahlberechtigten oder der Gewerkschaft einen Betriebsrat
bestimmen.
Schlag gegen Drogenkriminelle
Schwäbisch Hall. Festnahmen gab es in Ansbach, Künzelsau und in Rosengarten,
als die Polizei grenzübergreifend in drei Landkreisen zuschlug. Die Kollegen
aus Ansbach hatten dem Rauschgiftdezernat in Künzelsau den Tip gegeben.
Ein 21jähriger, der als Zivi in Künzelsau beschäftigt war, wurde
aufhält daraufhin bei einem Rauschgift-Deal auf frischer Tat ertappt. Die
Ermittlungen ergaben, daß er in den letzten Monaten über 1000 Ecstasy
Pillen verkauft hatte. Eine weitere Spur führte in den Landkreis Hall.
Ein weitere 21jähriger Zivildienstleistender in Schwäbisch Hall war
wohl Lieferant des Künzelsauer Zivis gewesen. Im Auto und in der Wohnung
des Haller Zivis wurden weitere Ecstasy-Tabletten und LSD-Trips gefunden. Schnell
führte die Spur aber weiter nach Rosengarten. Ein weiterer Zivi, ebenfalls
21 Jahre alt, gilt als Hauptdrahtzieher der ganzen Verkaufskette. In seiner
Wohnung fanden die Rauschgiftfahnder über 250 Gramm Amphetamine, knapp
300 Gramm Haschisch, 469 Ecstasy Tabletten, knapp 9 Gramm Kokain, einige LSD-Trips
und über 150Gramm Marihuana. Die Drogen waren teilweise verkaufsfertig
in Portionstütchen verpackt. Auch ein 28jähriger und drei weitere
21jährige Männer aus dem Raum Gaildorf und Schwäbisch hall wurden
festgenommen. Gegen den 21jährigen aus Rosengarten erließ das Haller
Amtsgericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl. Er sitzt jetzt in
U-Haft.
Michelbach unterstützt Schulprojekt
Michelbach/Bilz. Der Gemeinderat von Michelbach an der Bilz stimmte gestern
abend mit 14:1 bei 1 Enthaltung dafür, mit 450 Tsd Mark das evangelisch
kirchliche Aufbaugymnasium unterstützen. Aus dem seit über 50 Jahren
bestehenden Internat soll eine Ganztagesschule mit Vollgymnasium und Realschule
werden. Da auch der Architekten-Wettbewerb bereits abgeschlossen ist, rechnet
Schulleiter Kurt Hertweck mit einem Baubeginn am 13 Mio Mark Schulgebäudekomplex
schon im nächsten Jahr.
Bombendrohung
Blaufelden. Eine Bombendrohung legte gestern einen Betrieb in Blaufelden stundenlang
lahm. Aus Aalen und Heilbronn wurden spezielle Sprengstoff-Suchhunde angefordert,
die jedoch nicht fündig wurden. Die Kriminalpolizei von Crailsheim geht
mittlerweile von einem üblen Scherz aus, den sich möglicherweise auch
ein einstiger Mitarbeiter geleistet hat. Sollte der Anrufer ermittelt werden,
steht ihm eine empfindliche Strafe ins Haus.
Unterschiedliche Quoten
Schwäbisch Hall. Deutliche Unterschiede gibt es bei den Arbeitslosenzahlen
im Bereich des Arbeitsamtes Schwäbisch Hall. Die Spanne der Arbeitslosenquoten
reichen von 5,7 Prozent im Raum Künzelsau bis 7,1 Prozent in Schwäbisch
Hall. Öhringen meldet 6,5, Blaufelden 5,9 und Crailsheim 6,5 Prozent. Hinter
der Durchschnittsquote 6,5 Prozent des gesamten Amtes stehen immerhin 7960 Männer
und Frauen, die ohne Arbeit sind.
98er Defizit
Schwäbisch hall. Der Landkreis Schwäbisch Hall wird seinen Haushalt
98 möglicherweise mit einen dicken Minus abschließen, wenn sich an
der gegenwärtigen Situation nichts ändert. So Kreiskämmerer Dieter
Häusler in einem ersten Haushaltszwischenbericht vor dem Verwaltungs- und
Finanzausschuß des Kreistages. Zur Jahreshälfte betrug das Defizit
bereits 950 Tsd Mark, trotz eines Kreisumlage-Hebesatzes von 35 Prozent. Kreiskämmerer
Dieter Häussler ist allerdings zuversichtlich, das Defizit durch sparsame
Haushaltsführung und mögliche weitere Verbesserungen im Sozialhaushalt
eindämmen zu können.
Sonnenhoftage
Schwäbisch Hall. Morgen beginnen in Schwäbisch Hall die Sonnenhoftage.
Das Festwochenende wird aus Anlaß des 30jährigen Bestehens von Heim
und Schule der Behinderteneinrichtung veranstaltet. Das Festprogramm beginnt
mit einem Vortrag des Freien Journalisten und Geschwister-Scholl-Preisträgers
Ernst Klee. Es folgen Konzerte von Folklore bis Hipp-Jazz, ein Festgottesdienst,
ein Spielnachmittag und zahlreiche weitere Aktivitäten. So kann am etwa
am Sonntag in einer von den Lehrern aufwendig gestalteten Ausstellung einmal
erlebt werden, wie es ist, als geistig Behinderter einen Schulraum zu erleben
und Schritt für Schritt an das herangeführt zu werden, was Nichtbehinderten
völlig selbstverständlich erscheint..
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Extraschule für Spätaussiedler
Hohenlohe. Einen Schulversuch mit intensiven Praktikumsphasen will der Hohenlohekreis
im kaufmännischen Bereich speziell für Spätaussiedler mit Sprachdefiziten
einrichten. Die sogenannte kooperative zweijährige Berufsfachschule soll
an der Kaufmännischen Berufsschule in Künzelsau eingerichtet werden.
An der gewerblichen Schule Öhringen wird es ebenfalls versuchsweise den
dreieinhalbjährigen Ausbildungsgang zum Mechatroniker geben. Dieser neue
Kombinationsberuf wird erstmals mit dem jetzt beginnenden Ausbildungsjahrgang
IHK-weit angeboten.
Besuch vom Woiwoden
Landkreis Schwäbisch Hall. Offiziellen Besuch aus Polen hatte der Landkreis
Schwäbisch Hall. Der Woiwode von Zamosc informierte sich über kommunale
Selbstverwaltung und deren Einrichtungen sowie über die Agrar- und Industrieentwicklung
im Landkreis Hall. Die Kontakte zwischen Landkreis und Woiwodschaft kamen im
Jahr 1995 über die Städtepartnerschaft zwischen Hall und Zamosc zustande
und sollen fortgeführt werden.
Brecht ausgestellt
Schwäbisch Hall. Die diesjährige Begleitausstellung zu den Freilichtspielen
in Schwäbisch Hall ist Berthold Brecht gewidmet. Gezeigt werden in der
Johanniterhalle Bild und Textdokumente, Theaterfotografien, Plakate sowie Film-
und Tondokumente. Weitere Fotos und Dokumente beziehen sich auf Brecht-Inszenierungen
der vergangenen Jahre auf der Haller Treppe der Freilichtspiele. Die Ausstellung
wird heute abend um 18 Uhr eröffnet und ist bis zum 23. August zu sehen.
Zum 20sten einen Namen
Schwäbisch Hall. Wolfgang-Wendlandt-Schule wird die Schwäbisch Haller
Sprachheilschule künftig nach dem wohl bedeutendsten deutschen Sprachtherapeuten
heißen. Wendlandt kommt heute abend zu einem Vortrag mit dem Thema "Stottern
- was ist zu tun" nach Schwäbisch Hall und läutet damit die Jubiläumsfeierlichkeiten
zum 20jährigen Bestehen der Schule ein. Die offizielle Namensgebung erfolgt
am Freitagvormittag während eine kleinen Feierstunde.
Erfolgreich umgeschult
Neuenstein. Ihre Facharbeiterbriefe bekamen heute vormittag die Absolventen
der ersten zweijährigen Umschulungsmaßnahme für Spätaussiedler
beim Zahnradwerk Neuenstein. Diese von der Arbeitsinitiative Hohenlohekreis
initiierte Maßnahme war über Sonderzuschüsse des Arbeitsamtes
und des Hohenloher Sozialamtes finanziert worden. Die erfolgreichen Teilnehmer
der Maßnahme sind jetzt vollwertige IHK-geprüfte Industriemechaniker
der Fachrichtung Produktionstechnik.
Bangemann bei Optima
Schwäbisch Hall. Der FDP-Kreisverband Schwäbisch Hall und dessen Vorsitzender
Wirtschaftsminister Dr Walter Döring haben hochkarätigen Besuch. Dr.
Martin Bangemann, Mitglied der Europäischen Kommission wird über wirtschaftliche,
kulturelle und politische Aspekte der Globalisierung sprechen. Gastgeber für
diesen Vortrag ist die Optima Maschinenfabrik, die selbst zu den mittelständischen
global players in ihrem Sektor Verpackungsmaschinen gehört. Die Veranstaltung
im Casino der Firma beginnt um 20 Uhr
Festakt
Forchtenberg. Mit einem großen Festwochenende feiert die Stadt Forchtenberg
im Kochertal ihr Jubiläum 700 Jahre Stadtrecht. Forchtenberg entstand rund
um ein Schloß, das schon im Jahr 1240 erbaut wurde. Nachweise über
die Vorgänger-Siedlung Wülfingen am selben Ort reichen gar bis ins
3. Jahrhundert zurück. Das Festwochende beginnt heute abend ab 18 Uhr mit
einem Festakt in der Sporthalle und endet mit einem Heimattag am Sonntag ab
14 Uhr.
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Würth-Erpresser verurteilt
Heilbronn. Der 45ährige Bauschlosser und ehemalige Gebrauchtwagenhändler
aus Lauda-Königshofen, der im vergangenen Jahr den Würth-Konzern in
Künzelsau versucht hatte zu erpressen, wurde jetzt vom Heilbronner Landgericht
zu 3 Jahren Haft verurteilt. Nachdem er außer einer kurzen Untersuchungshaft
bis zum Prozeßbeginn hatte auf freiem Fuß bleiben können -
der 45jährige hatte sich nach seiner Enttarnung beim Firmenchef Reinhold
Würth persönlich entschuldigt - wurde er jetzt noch im Gerichtssaal
verhaftet. Am 4 März vergangenen Jahres hatte der geborene Ungarndeutsche
in Ungarn einen Erpresserbrief abgeschickt: Eine angebliche Veteranengruppe
aus dem Bosnienkrieg wollte, daß der Würth Konzern für 1,65
Mio plus weitere 10 Mio für die Bosnier ein Betriebsgrundstück in
Lauda-Königshofen zu kaufen habe, andernfalls es "Krieg" geben
werde. Das benannte Grundstück war das des jetzt verurteilten 45jährigen,
der sich beim Bau des Firmengebäudes zu hoch verschuldet hatte. Auch weitere
Drohbriefe an sich selbst, bzw. seine Familie gab der Mann später zu, habe
er selbst geschrieben. Er habe gedacht, der geschickt eingefädelte Plan
funktioniere und befreie ihn von seinen drückenden Schulden, so der Angeklagte
damals, als er von der Kriminalpolizei überführt worden war. 3 Jahre
7 Monate hatte die Staatsanwaltschaft für "versuchten Betrug"
gefordert. Die Verteidigung hielt 1 Jahr und neun Monate auf Bewährung
für ausreichend. Die Zweite Große Strafkammer des Heilbronner Landgerichtes
sah das anders und verurteilte den Mann zu 3 Jahren wegen "räuberischer
Erpressung" drei Jahren und ließ den 45jährigen, der damit sichtlich
nicht gerechnet hatte, noch im Gerichtssaal verhaften.
Streit um Diakonie-Vertrag
Waldenburg. Kupferzell berät noch, Neuenstein hat akzeptiert nur Waldenburg
ist der Auffassung ein von der evangelischen Kirchengemeinde vorgelegter neuer
Vertragsentwurf über die gemeinsame Diakoniestation widerspreche der Gemeindeordnung.
Von Kommunen in den Betriebsausschuß entsandte Mitglieder müssten
nicht nochmals durch einen Kirchengemeinderat bestätigt werden, so die
Waldenburger Gemeinderäte. Dies gäbe ja schon Probleme, wenn ein entsandtes
Mitglied nicht evangelisch oder gar religionslos wäre. Bürgerliche
Gemeinden, die 2/3 der Kosten tragen, müssten sich eine derartige Bevormundung
durch die Kirche nicht bieten lassen.
Wohnungs-Statistik
Landkreis Schwäbisch Hall. Insgesamt 74388 Wohnungen gibt es im gesamten
Landkreis Schwäbisch Hall. Sie befinden sich in 42579 Gebäuden. So
die Statistik, die das Amt für Wirtschafts- und Wohnbauförderung im
Haller Landratsamt jetzt veröffentlicht hat. In den vergangenen zehn Jahren
sind für die stark wachsende Bevölkerung 15 712 neue Wohnungen gebaut
worden, eine Zunahme um 27 Prozent.
NABU-Aktion(ismus)
Crailsheim. NABU vor Ort heißt eine Informationskampagne, die derzeit
in Crailsheim läuft. Noch bis morgen sind NABU-Mitglieder in Stadtteilen
von Tür zu Tür unterwegs oder an Informationsständen präsent.
Der Naturschutzbund will mit dieser Aktion verhindern, daß Umwelt- und
Naturschutz aus dem Bewußtsein der Menschen verschwinden, ohne daß
irgendwelche der in den letzten Jahren diskutierten Probleme gelöst sind.
Fördergeld
Wallhausen. Für 11 Reihenhausgebiete im Regierungsbezirk Stuttgart stellt
das Land insgesamt mehr als 1,8 Mio Mark zusätzlich zur Verfügung.
Auflage, geförderte Reihenhäuser dürfen inklusive Grundstück
nicht mehr als 350 Tsd Mark kosten. Unter den Orten, die jetzt Fördermittel
erhielten, ist auch die Gemeinde Wallhausen wo 160 Tsd Mark für 32 Reihenhäuser
bestimmt sind.
Moto-Cross
Bühlertann. Ob´s Samstag und Sonntag schlammig oder staubig wird
beim Bühlertanner Motocross ist noch ungewiß. Zum 16. Mal organisiert
der Motorsportverein Bühlertal das Spektakel. Ausgefahren werden zwei Läufe
zur Deutschen Meisterschaft in der 50ß0er-Klasse, zwei Läufe um den
Süd und Südwestpokal bei den 250rn und zwei Läufe um den deutschen
Moto-Cross-Pokal in der 125ccm-Klasse.
Beach-Soccer-Cup
Satteldorf. Über 50 Mannschaften beteiligen sich am Wochenende am pro Sport
Beach-Soccer-Cup, der von der Spielvereinigung Satteldorf veranstaltet wird.
Gespielt ähnlich wie beim Beach-Volleyball auf Sand, in einem 20x 30 Meter
großen bandenbegrenzten Feld. Die Veranstaltung ist Teil der DFB-Kampagne
"Keine Macht den Drogen" mit dem Jugendförderpreis 97/98 Fußball
- mehr als ein 1:0
Gedenkmedaille
Forchtenberg. Eine Gedenkmedaille geprägt wurde zur 700Jahr-Feier der Stadt
Forchtenberg. Die Sonderprägung zeigt das Stadtwappen und das sogenannte
Würzburger Tor von Forchtenberg. In Silber kann die Medaille bei der Forchtenberger
Volksbank erworben werden. In Zinn kann sich jeder Besucher des Michaelisfestes
am Wochenende seine Medaille selber prägen. Info: Forchtenberg bezeichnet
die Sonderprägung in seiner Pressemitteilung als Gedenkmünze. Dieser
Begriff, der in solchen Fällen oft angewendet wird, ist in diesem Zusammenhang
aber falsch. Münze ist immer auch [gültiges] Zahlungsmittel), was
hier nicht der Fall ist. Nur weil es sich eben um keine Münze handelt,
kann eine solche Medaille überhaupt geprägt werden. Alles andere wäre
ein Verstoß gegen das staatliche Münzmonopol..
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Jugendtheater aus Polen in Hall
Schwäbisch Hall. Impressionen heißt die neueste Produktion des Jugendtheaters
aus Zamosc in Ostpolen. Das pantomimische Stück wird heute abend im Schwäbisch
Haller Neubausaal aufgeführt. Seit 1983 kommt das Jugendtheater aus der
Schwäbisch Haller Partnerstadt Zamosc regelmäßig zu Aufführungen
nach Hall. Und seit acht Jahren gibt es eine lebendige Partnerschaft mit der
Tanz- und Theater AG des Haller Erasmus-Widmann-Gymnasiums. Erst vergangenen
Sonntag kamen die Haller Schüler von einem einwöchigen Aufenthalt
in Zamosc zurück.
Fett-Explosionen
Schwäbisch Hall. Die Feuerwehr von Gerabronn ist morgen Gastgeber im Schwäbisch
Haller Feuerwehr-Museum, das an diesem Sonntag zum zweiten Mal in diesem Jahr
geöffnet ist. Vorgestellt wird neben der Sammlung von alten Feuerwehr-Löschgerätschaften
als neues Exponat die Feuerglocke von Binselberg. Deshalb bringen die Gerabronner
zur Unterhaltung der Gäste auch den Binselberger Alleinunterhalter Manuel
Zott mit. Außerdem gibt es tagsüber immer wieder Action: Ein speziell
ausgebildeter Feuerwehrmann zeigt, was für Explosionen es gibt und was
passiert, wenn man brennendes heißes Fett versucht mit Wasser zu löschen.
Um 11 Uhr und um 14 Uhr gibt es Führungen durch das Feuerwehrmuseum, das
in den Gebäuden der alten Spinnerei am Ende der Haller Neumäuerstraße
untergebracht ist.
Edelkatzen-Schau
Crailsheim. Wie sieht eine Somali aus? Was ist der Unterschied zwischen einer
Ägyptischen Mau und einer Ocicat? Und gibt es tatsächlich Perserkatzen
mit kurzem Fell? Solche und ähnliche Fragen werden auf der Crailsheimer
Edelkatzen-Ausstellung sicher beantwortet. Über 300 Tiere aus ganz Europa
kommen am Sonntag in die Crailsheimer Markthalle. Sie werden dort von einer
fachkundigen Jury bewertet und mit Champion-Ehren des 1.Deutschen Edelkatzen-Züchter-Verbandes
belohnt. Die Schau am Sonntag dauert von 9 Uhr bis 18 Uhr.
Infra-Struktur-Gelder
Hohenlohe. Gemeindliche Infrastruktur - zumeist um Schul- und Sportstättenbau
oder bei kulturellen Einrichtungen - bezuschußt wird durch den sogenannten
Ausgleichsstock der Landesregierung. Der Verteilungsausschuß beim Regierungspräsidium
Stuttgart unter Leitung von Regierungspräsident Dr. Udo Andriof hat jetzt
55 Mio Mark an finanzschwache Gemeinden im Regierungsbezirk Nord-Württemberg
verteilt. Die Kommunen können damit Investitionen von 289 Mio Mark auf
den Weg bringen. Vor allem Infrastrukturprogramme im ländlichen Raum wurden
mit den Geldspritzen bedacht, Im Hohenlohekreis gehen insgesamt 3,2 Mio, u.a.
950 Tsd Mark zum Bau der Grund- und Hauptschule nach Pfedelbach, 750 Tsd Mark
in die Sanierung des Kultur-Denkmales "Schwarzer Hof" in Ingelfingen.
Auch im Landkreis Hall werden einige Gemeinden mit insgesamt 9 Mio Mark Unterstützt.
So erhalten Blaufelden 1,05 Mio zum Bau einer Mehrzweckhalle im Ortsteil Wiesenbach,
Bühlertann für den Kindergarten-Neubau 1,1 Mio Mark, Ilshofen 1,05
Mio für das neue Rathaus und die Gemeinde Obersontheim 890 Tsd Mark zum
Bau eines neuen Feuerwehrmagazins..
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12 ha neues Gewerbe
Mulfingen. Die Gemeinde Mulfingen im Jagsttal entwickelt langfristige Konzepte
für neue Gewerbeflächen. Geplant werden derzeit 41 Gewerbegrundstücke
auf einer Fläche von über 12 Hektar auf der Hochebene über dem
Jagsttal beim Teilort Jagstberg. Der Planentwurf, der nun auf den Behörden-Genehmigungsweg
geht, wurde vom Gemeinderatsgremium einstimmig gebilligt.
Skater-Baustellen
Landkreis Schwäbisch Hall. Der Jugendbeauftragte des Landkreises will zusammen
mit dem Magic Bus und Initiativen vor Ort sogenannte Skater-Baustellen in Crailsheim,
Gerabronn und Mainhardt einrichten. Jugendliche sollen sich unter fachkundiger
Anleitung selbst einen Übungskurs für Inline-Skating einrichten. Die
während der sogenannten Skater-Baustellen gefertigten Gerätschaften
sollen anschließend vom TÜV abgenommen werden und auf öffentlichen
Plätzen anschließend dauerhaft zur Verfügung stehen. Im August
soll jeweils eine Woche lang, montags bis freitags von 14 bis 18 Uhr gearbeitet
werden. Zugleich bietet der vor Ort stationierte Magic Bus zur Abwechslung und
zur Entspannung sein Jugendcafe an. Die Termine sind: 3. bis 7. August in Gerabronn
beim Hallenbad, 10. bis 14. August in Mainhardt bei der Waldhalle und 17.bis
21. August in Crailsheim auf dem Jahnhallenplatz beim Jugendzentrum.
Steuerstrafe gezahlt
Ilshofen. Bis zuletzt bedeckt hielt man sich im Ilshofener Stammwerk von Bausch
und Ströbel. Im September vergangenen Jahres hatte es kurzzeitig einige
Aufregung gegeben, nachdem die beiden Geschäftsführer vor Ort Siegfried
Bullinger und Rolf Ströbel für jeweils einen Tag in Untersuchungshaft
der Steuerfahndung saßen und nachdem ein nationaler Haftbefehl gegen den
Gesellschafter Wilhelm Bausch ausgestellt worden war. Angeblich sollten Millionen
von Steuern hinterzogen worden sein. Jetzt hat der in der Schweiz lebende Wilhelm
Bausch 1,2 Mio Mark Steuerstrafe bezahlt und die Sache damit anscheinend aus
der Welt geschafft. Schon am 29. Dezember 97 sollen die Ermittlungsverfahren
gegen die Ilshofener Geschäftsführer eingestellt worden sein. Dies
hielt man in Ilshofen aber ebensowenig einer Mitteilung an die Öffentlichkeit
wert, wie die Höhe der tatsächlich nachbezahlten Steuerschulden. Das
Verfahren sei abgeschlossen hieß es kurz und knapp in Ilshofen und am
schwarzen Brett in der Firma, so hört man, habe Wilhelm Bausch einen Aushang
anbringen lassen, in dem er der Belegschaft für ihre Loyalität in
turbulenter Zeit dankt.
Baumann bleibt Chef
Schwäbisch Hall. Die Freie Wähler Vereinigung Schwäbisch Hall
(FWV) hat ihren Vorstand einstimmig wiedergewählt. Vorstandsvorsitzender
bleibt der Statiker und Gemeinderat Hartmut Baumann. Lob gab´s bei der
Hauptversammlung der Vereinigung für den Haller Ob Hermann-Josef Pelgrim,
der sich in der kommunalen Arbeit als 2angenehmes Gegenüber" herausgestellt
habe und eine mehr als erwartet deutliche Unabhängigkeit gegenüber
seiner SPD gezeigt habe.
Schlägerei geahndet
Untermünkheim/Westernhausen. Die Schlägerei, die Untermünkheimer
Fans am Randes des Pokalspiels gegen den TV Westernhausen am 20. Mai ausgelöst
hatten, wurde jetzt vom Sportgericht des Württembergischen Fußballverbandes
geahndet. Bezirksvorstandsvorsitzender Wolfgang Hecker und sein Stellvertreter
Karl Heinz Rau hatten damals Schläge abbekommen. Neben einer 500 Mark-Strafe
für den Täter, der noch am Tag nach der Tat von der TURA Untermünkheim
ausgeschlossen und mit Sportplatzverbot belegt wurde, erhielten auch beide Vereine
jeweils eine Strafe von 100 Mark. Westernhausen hat dagegen Berufung eingelegt.
Verurteilt, wenn auch nur zu einer geringen Geldstrafe wurde auch der Spielertrainer
der TURA Untermünkheim, weil er, so das Sportgericht, nicht auf die Fans
eingewirkt hatte, sich sportlich zu verhalten. Zu der Schlägerei war es
nach einem von der TURA verlorenen Elf-Meter-Schießen gekommen..
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Knappes Wahlergebnis
Wallhausen. Peter Dietz bleibt auch für eine dritte Amtsperiode Bürgermeister
der Gemeinde Wallhausenn im Landkreis Schwäbisch Hall. Allerdings ging
die Wahl bei 66 Prozent Wahlbeteiligung denkbar knapp aus. Peter Dietz bekam
nur 53 Prozent, sein Herausforderer Gerhard Rajscanyi aus Kehl kam auf 47 Prozent.
Die Differenz zwischen den beiden Kandidaten betrug weniger als 100 Stimmen.
Zukunft unterwegs
Crailsheim. Station Nummer 20 des Projektes Zukunft unterwegs ist heute und
morgen die Stadt Crailsheim. Die vom Bundespräsidenten am 5. Mai persönlich
ausgesandte Initiative kommt mit Bus und Bühne und zahlreichen Aktionen
in die Stadt. Zusätzlich haben sich zahlreiche Firmen und Organisationen
vor Ort in die Gestaltung des Tages eingeschaltet. So zeigt die Speditionsfirma
Roll, daß es im Megamarkt Dienstleistung zahlreiche Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten
für junge Leute gibt, Die Firma Würth beleuchtet das Thema aus der
globalen Sicht eines Konzerns der in 70 Ländern vertreten ist und die Crailsheimer
Firma Digital Arts Animation zeigt die technische Seite der Zukunft in Sachen
Computer. Dazu gibt es Aktionen von Schulen und Jugendgruppen und zahlreiche
Bands und Tanzgruppen tragen ihr Teil zur Future-Party bei.
Finger abgebissen
Blaufelden. Ihrem Mann einen Teil des rechten Ringfingers abgebissen hat eine
Frau in Blaufelden. Zwischen den Eheleuten war es in der Nacht zum Sonntag zu
einem heftigen Streit gekommen, in dessen Verlauf die Frau zubiß. Der
Mann mußte ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Brand im Keller
Sailach. Unklar sind die Umstände, die am Samstag zu einem Brand in Sailach
geführt haben. Eine Person mußte danach mit Rauchvergiftung ins Öhringer
Kreiskrankenhaus eingeliefert werden. Zunächst war man im Ort wegen starker
Rauchentwicklung von einem Wohnhausbrand ausgegangen, weswegen auch die Öhringer
Feuerwehr mit einem Tanklöschfahrzeug anrückte. Vor Ort stellte sich
heraus, daß es "lediglich" im Heizraum des Hauses im Keller
brannte. Der Schaden beläuft sich auf geschätzte 50 Tsd. Mark.
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407 angeklagte Jugendliche
Hohenlohekreis. 407 Jugendliche wurden im vergangenen Jahr im Hohenlohekreis
angeklagt. 17 Prozent davon begingen schwere Delikte von Bombendrohung, Erpressung
und Vergewaltigung bis zu fahrlässiger Tötung. So die Statistik der
Jugendgerichtshilfe. Der Jugendhilfeausschuß des Hohenlohekreises beschäftigt
sich heute mit diesem Thema und berät über die möglichen Ursachen
des gravierenden Anstiegs der Kriminalität bei Jugendlichen. Noch im Jahr
96 waren nur 302, vor 20 Jahren nur 170 Jugendliche angeklagt worden.
Hagelfeiertage
Hengstfeld/Honhardt. In Hengstfeld begeht man den Hagelfeiertag heute. In Honhardt
am 25. Juli eines jeden Jahres mit Kirchgang und Fürbitte um Gutes Wetter.
In der evangelischen Kirche Württembergs ist die Sitte der Fürbitte
einmalig in Hohenlohe erhalten geblieben. Zurück gehen die Hagelfeiertage
auf große Unwetter. So hat beispielsweise 1897 ein Hagelunwetter im Hohenlohe
nahezu die gesamte Ernte vernichtet. Bei den Hagelfeiertagen wird deshalb auch
immer als gemeinsames Mahl eine sogenannte Hungersuppe gegessen.
Logo weg
Crailsheim. 15 Jahre nachdem das alte Logo der Fa. Procter und Gamble von den
Packungen verschwunden ist, wurde der sogenannte Mondmann jetzt bei Renovierungsarbeiten
auch auf dem Betriebsgelände in Crailsheim entfernt. Kritiker hatten damals
die Bartkringel des Mondmannes als umgedreht dreifache 6 gedeutet, was als Zeichen
des Satans gilt. Außerdem enthielt das Logo als weitere angebliche Unglückszahl
13 Sterne. Der Konzern kapitulierte vor dem Aberglauben.
Ohne Geschenk
Öhringen. Ohne Geschenk kam Innenminister Thomas Schäuble zum Festakt
150 Jahre Feuerwehr nach Öhringen. Schon einmal war dies bei einem Jubiläum
im Hohenlohischen aufgefallen. Minister Schäuble goutierte das, indem er´s
in seiner Festrede selbst erzählte: Man sei schon froh, habe man ihm damals
gesagt, wenn in heutiger Zeit ein Mitglied der Landesregierung komme und nichts
mitnehme.
Jubiläum an Mädchenschule
Schillingsfürst. Ihr 125jähriges Bestehen feiert in diesem Jahr die
Mädchenrealschule von Schillingsfürst. Gegründet wurde sie als
Einrichtung für den klösterlichen Nachwuchs vom damaligen Kardinal
Gustav von Hohenlohe-Schillingsfürst. Der Orden der Armen Schulschwestern
gab das Internat aber schon vor sechs Jahren auf. Träger des mit weltlichen
Lehrern fortgeführten Schulbetriebes als Ganztagesschule ist nach wie vor
das Erzbistum Bamberg.
Fünf Jahre Kokolores
Künzelsau. Seit fünf Jahren besteht nun der Jugendclub Kokolores in
Künzelsau, der im alten Bahnhof ein Domizil gefunden hat. Auch der neue
Vorstand, zum Teil der alte, will keine Mitgliedsbeiträge im Club erheben.
Der Verein soll sich durch sein Jugendcafe, seine kulturellen Veranstaltungen
und durch Zuschüsse der Stadt finanzieren. Morgen will der Künzelsauer
Jugendgemeinderat im Kokolores-Gebäude tagen.
Strom aus Sonnenlicht
Schwäbisch Hall. Die Stadtwerke Schwäbisch Hall beteiligen sich erneut
an einer Anlage zur umweltfreundlichen Energie-Erzeugung. Gebaut werden soll
eine Photovoltaik-Anlage, die 9,6 Kilowatt Leistung erbringen soll. Die 80 Quadratmeter
große Anlage auf den Dächern der niedrigeren Gebäude rund um
den Tower am Flugplatz Hessental wird rund 140 Tsd Mark kosten. Etwa 7000 Kilowattstunden
Strom pro Jahr könnten erzeugt werden. Bauherr der Anlage ist der Motorfliegerclub
Schwäbisch Hall.
Neuer Sicherheitsberater
Schwäbisch hall. Die polizeiliche Beratungsstelle bei der Haller Direktion
hat einen neuen Chef. Für den Bereich Prävention zeichnet künftig
Kriminalhauptkommisssar Werner Deufel verantwortlich. Wer sein Haus, seine Firma
einbruchsicher machen will oder sonstige Ratschläge zum Thema Sicherheit
haben möchte, ist bei KHK Deufel an der richtigen Stelle. Zu erreichen
ist er unter Telefon 0791-400.309 in Schwäbisch Hall. Seine Beratungen
sind (auch bei Hausbesuchen) kostenfrei und produktneutral.
Aufgaben der Kreisarchive
Landkreis Schwäbisch Hall. Rechtzeitig zum 25jä#hrigen Bestehen der
heutigen Landkreise in Baden-Württemberg hat die Arbeitsgemeinschaft der
Kreisarchive ein neues Buch herausgebracht: "Die Kreisarchive in Baden-Württemberg
- Aufgaben und Bestände. Der zweite Band der Arbeitsgemeinschaft informiert
über die Archivalien, Sammlungen, Bibliotheken und Ausstellungsgegenstände,
die in den einzelnen Kreisen zugänglich sind. Der erste Band, den die Arbeitsgemeinschaft
1996 herausbrachte, war den früheren Amtvorständen der Verwaltungsbezirke
gewidmet. An beiden Büchern wirkte maßgeblich im Redaktionsteam auch
der Haller Kreisarchivar Dr. Hans-Peter Müller mit. Das jetzt erschienene
Nachschlagewerk hat 112 Seiten und ist sowohl im Buchhandel als auch bei den
Kreisarchiven erhältlich..
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Nur noch 50 Prozent
Crailsheim. Eigentlich sollte die Stelle des jetzt verabschiedeten Schuldekans
Albrecht Winkler im Bezirk Crailsheim-Blaufelden gestrichen werden. Doch nun
wird sie möglicherweise doch wieder besetzt, wenn auch nur in Form eine
50 Prozent-Stelle, so Oberkirchenrat Hans-Georg Bauer bei der Verabschiedungsfeier.
Sechseinhalb Jahre war Albrecht Winkler in Crailsheim. Er geht jetzt zu neuen
Aufgaben nach Freudenstadt
Kandidatin trotz Herzinfarkt
Hohenlohe. Trotz eines Herzinfarktes wollen die Republikaner an ihrer Bundestagskandidatin
im Wahlkreis Hall-Hohenlohee Erika Quast festhalten. Die Hausfrau aus Gaildorf
war bei einer Parteiveranstaltung in Heilbronn zusammengebrochen und mußte
in Krankenhaus eingeliefert werden. Ihr Zustand wird als ernst bezeichnet.
Einer weniger
Vellberg. Der Vellberger Gemeinderat ist jetzt um ein Mitglied kleiner. Normalerweise
wären es nur 18 Mitglieder. Doch weil ein Außenseiter in einem kleinen
Teil-Ort gewonnen hatte, saßen bislang wegen vieler Ausgleichsmandate
30 Räte am Tisch. Jetzt sind es nur noch 29, da die Räte dem Wunsch
ihres Kollegen Georg Christ zustimmten, aus beruflichen Gründen auszuscheiden.
Einen Nachrücker gibt es nicht mehr auf der Liste.
LandFrauenService
Hohenlohe. LandFrauenService nennt sich eine Gruppierung, die initiiert von
der Fremdenverkehrsgemeinschaft Hohenlohe und der Arbeitsgemeinschaft Urlaub
auf dem Bauernhof, jetzt erstmals zu Gesprächskreisen zusammentrifft. Gestern
abend gings um touristisches Rahmenprogramm, morgen um das Thema Direktvermarktung.
Entsprechend entwickelte Angebote können vom EU-Projekt LEADER II gefördert
werden.
Geringer Erfolg
Schwäbisch Hall. Interesse groß, Erfolg gering. So die Zwischenbilanz
der Aktion des Schwäbisch Haller Sozialamtes. Langzeitarbeitslosen hatte
man bis zu 1900 Mark geboten, wenn Sie sich in Eigeninitiative einen Arbeitsplatz
beschaffen. Nur 11 der 1100 Angeschriebenen habe es bislang geschafft, den Kriterien
zu entsprechen. Davon waren allerdings sieben Leute länger als zwei Jahre
arbeitslos.
Ratgeber
Schwäbisch Hall. Einen selbsterstellten Ratgeber gesunde Kinder verteilt
derzeit das Haller Gesundheitsamt. Die selbsterstellte Broschüre soll ein
Leitfaden für Erzieherinnen an Kindergärten aber auch für Eltern
sein. Neben allgemeinen Hygienefragen geht es auch um Inkubationszeiten von
Krankheiten oder um die Frage was bei Parasitenbefall wie Kopfläusen, Flöhen
und dergleichen zu tun ist. Außerdem gibt´s im Heft einen Adressenteil
mit Beratungsstellen rund ums Kind.
Sekundenschlaf - Führerschein beschlagnahmt
Hohenlohe. Ungebremst in einen sogenannten Sicherungsanhänger eine beginnenden
Baustelle raste gestern nachmitag ein 40 Tonner-Lastzug auf der Autobahn A6
auf Höhe der Kochertalbrücke in Fahrtrichtung Heilbronn. Glücklicherweise
wurde außer dem Fahrer des Lastzuges, der leichte Schnittwunden von seiner
zersplitterten Windschutzscheibe davontrug, niemand verletzt. Auch der Sachschaden
hielt sich mit geschätzten 26 Tsd Mark in Grenzen. Dennoch sind die Konsequenzen
für den Fahrer bedeutend: Der Staatsanwalt ordnete die sofortige Beschlagnahmung
seines Führerscheins an. Er hatte Polizisten gestanden, kurzzeitig am Steuer
eingenickt zu sein. Dieser gefährliche 'Sekundenschlaf' ist einer der Gründe,
weshalb LkW-Fahrer regelmäßig vorgeschriebene Pausen machen müssen
und diese auch über die eingelegte Tachoscheibe zu belegen haben. Die Tachoscheibe
am Unglücks-40-Tonner war eingelegt. Doch von Ruhepausen war darauf wenig
zu sehen. Die Bergungsarbeiten des 40-Tonners gestalteten sich schwierig. Auf
der A6 entstand ein Rückstau von 12 km Länge.
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Vier Jahre und vier Monate
Heilbronn/Schwäbisch Hall. Heilbronn/Schwäbisch Hall. Zu einer Freiheitsstrafe
von vier Jahren und vier Monaten verurteilt wurde jetzt vor der Jugendkammer
des Landgerichtes Heilbronn der zweite Fall von sexuellem Mißbrauch bei
den Schwäbisch Haller Pfadfindern. Zur Last gelegt wurden dem heute 27jährigen
Angeklagten 192 Fälle. Verurteilt wurde der geständige ehemalige Pfadfinder-Gruppenleiter
jetzt für 13 zweifelsfrei nachgewiesene Fälle von sexuellem Mißbrauch
Schutzbefohlener. Der Staatsanwalt hatte für den geständigen Angeklagten,
der in der Untersuchungshaft einen Selbstmordversuch unternommen hatte, eine
Strafe von fünf Jahren und drei Monaten gefordert, sein Verteidiger hatte
auf drei Jahre plädiert.
Weniger Jeans verkauft
Künzelsau. Preiskämpfe auf dem Jeansmarkt sorgten für Umsatzrückgang
bei den Herstellern. Bis zu 40 Prozent verlor Standard-Denim Jeansware am Endverkaufspreis.
Obwohl Mustang in Künzelsau sich an diesem Preiskampf nicht beteiligte,
mußte die Gesellschaft dennoch einen dreiprozentigen Umsatzrückgang
auf 361 Mio Mark im vergangenen Jahr hinnehmen. Da man mit den Marken Mustang.
JOOP und WaLT keine Massenware für Discounter auf der Grünen Wiese
herstellt, ist der Konzentrationsprozeß im Handel ein Problem. Viele Fachgeschäfte
geben bei zu hohen Mieten und zu geringer Rendite auf und schmälern damit
die Absatzchancen der Markenhersteller wie Mustang. Dem, so der geschäftsführende
Gesellschafter Heiner Sefranek wolle man begegnen durch innovative Produkte
und ein engeres Zusammenrücken mit dem Einzelhandel, den man vor allem
im Bereich Marketing unterstützen wolle.
Erneute Kandidatur
Bühlerzell. Bühlerzells Bürgermeister Franz Rechtenbacher will
für eine dritte Amtsperiode Bürgermeister bleiben. Die Stellenausschreibung
war im Staatsanzeiger gerade veröffentlicht, da reichte der 43jährige
bereits seine Bewerbungsunterlagen bei seinem Wahlvorstand ein. Die Bewerbungsfrist
dauert bis zum 24. August, gewählt wird in der zweitkleinsten Gemeinde
des Landkreises Schwäbisch hall am 20. September.
Vellberg soll beitreten
Ilshofener Ebene. Braunsbach, Wolpersthausen und Ilshofen wollen die Stadt Vellberg
in ihren Schulverband holen, die Verbandsversammlung die bisherige Vereinbarung
über den Schulbesuch Vellberger Kinder gekündigt. Gestritten wird
im Schulverband Ilshofener Ebene aber noch um die Mitgliedsbeiträge, um
die Frage, ob nach Einwohnerzahl oder nach tatsächlicher Schülerzahl
abgerechnet werden soll. Daß der Schulverband kostengünstig arbeitet,
zeigt sich aber an der Jahresrechnung 97. Es gibt Rückzahlungen von mehreren
Tausend Mark an die beteiligten Gemeinden.
Ökodorf Präsentation
Wolpertshausen. Das Ökodorf Wolpertshausen präsentiert am Sonntag
seine aktuelle Entwicklung der Öffentlichkeit. Gezeigt wird u.a. das zweite
dort errichtete Haus in Holzständer-Bauweise noch im Rohbau. Außerdem
werden verschiedene Handwerksbetriebe mit Informationen zu ökologischen
Baustoffen, zu Solarenergie, aber auch zu Finanzierungsfragen aufwarten. Versorgt
wird das Ökodorf mit Energie aus einem Biogas-Kraftwerk.
40 Jahre Ventilatoren
Waldenburg. Die Waldenburger Firma Gebhard Venitaloren feierte ihr 40jähriges
Bestehen. 350 Mitarbeiter gibt es heute alleine am Stammsitz der Firma, die
mittlerweile zu den sogenannten global players im Bereich der Raumluftventilatoren
zählt: von der Fabrikhalle bis zum Kuhstall, von der Pommesbude bis zur
Hotelhalle. Neu erarbeitet hat man sich die Bereiche Reinraum und Prozeßlufttechnik
in der Chemieindustrie.
Jugendliche Einbrecher
Sulzdorf. Sechs Jugendliche Einbrecher, zwischen 13 und 16 Jahre alt, hat die
Polizei jetzt ermittelt. Einer der Jugendlichen lief der Polizei nach einem
Einbruch gleichsam in die Arme, als er mit einem gestohlenen Karton in der Nähe
des Tatortes gesehen wurde, wo die Polizei gerade ihre Ermittlungen aufgenommen
hatte. Eine Überprüfung des jungen Mannes führte zu den anderen
Tätern. Außer dem Lagerhallen-Einbruch nach dem sie geschnappt wurden,
waren die Jugendlichen mindestens zwei Mal in die Telefonzentrale eines anderen
Betriebs eingebrochen. Dort hatten sie Geld, ein Diktiergerät und Süßigkeiten
gestohlen.
Landkreis wird größer
Schwäbisch Hall/Hohenlohe. Der Landkreis Schwäbisch Hall wird um 294
Quadratmeter größer. Die Gemeinde Michelfeld im Landkreis Hall und
die Stadt waldenburg im Hohenlohekreis haben eine entsprechende Vereinbarung
geschlossen. Ursache ist die Begradigung eines Straßenstückes und
des in diesem Bereich nun in einer Röhre fließenden Köhlersbaches.
Der aber gilt seit alters her als Gemarkungs- und damit als Kreisgrenze. Das
getauschte Gelände 17 qm hin und 311 qm her, ist unbewohnt und Teil eines
Waldes..
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Marketing GmbH
Landkreis Schwäbisch Hall. Der Regionalverband hat sich in seiner jüngsten
Sitzung klar für die Gründung einer regionalen Marketing GmbH ausgesprochen.
Auch bei der Kreistagssitzung im Landkreis Hall steht das Thema erneut auf der
Tagesordnung. Nach Änderungen im Vertragstext hat im Mai der Haller Verwaltungs-
und Finanzausschuß bereits eine Beteiligung des Landkreises beschlossen.
Bei einem ersten Versuch im Frühjahr hatte der Kreistag eine Beteiligung
an der Marketing GmbH noch abgelehnt.
Protest gegen Mautpläne
Schwäbisch Hall/Stuttgart. Direkt bei Ministerpräsident Erwin Teufel
protestierte jetzt Halls Landrat Ulrich Stückle während der Sitzung
des Landkreistages gegen die unsinnige Idee der Landesregierung, Teile der Autobahn
A6 zwischen Heilbronn und Crailsheim mautpflichtig zu machen, um deren Ausbau
zu finanzieren. Bundesautobahnen, so Stückle, könne man nicht mit
regional unterschiedlich Regelungen betreiben. Gegen eine grundsätzliche
Autobahngebühr nach Schweizer Vorbild sei allerdings wenig einzuwenden.
Auch zahlreiche Abgeordnete und Verbände haben gegen die Mautstellen-Idee
protestiert.
Feuerwehrfest
Öhringen. Der Festakt zum 150jährigen Bestehen der Öhringer Feuerwehr
fand bereits vergangene Woche statt. Jetzt wird drei Tage lang richtig gefeiert.
Mit vollem Programm von der offiziellen Delegiertenversammlung bis zu Übungen
mit Explosionen und Feuerbekämpfung und mit einem Rockkonzert. In Öhringen
werden wegen des Festes Durchgangsstraßen teilweise gesperrt.
Dorf-Theater
Reubach. Ein ganzes Dorf spielt mit, wenn heute abend das Stück über
den ersten und 1559 ermordeten evangelischen Pfarrer von Reubach Benedikt Müntzer
Premiere hat. Zum dritten mal haben die Reubacher eine große Freilicht-Inszenierung
auf die Bühne gestellt. Die für Laien sehr professionellen Aufführungen
gelten als eine Art Geheimtip unter den Freilichttheatern der Region. Rund um
die fünf Aufführungen an diesem und am nächsten Wochenende gibt
es bereits ab 19 Uhr jeweils ein Theaterfest.
Plattenvertrag
Schwäbisch Hall. Stone the Crow heißt die Haller Band, die jetzt
einen Künstlervertrag bei der großen Polydor bekam. Die vier Musiker
der Band konnten kürzlich einen Wettbewerb des TV-Musiksenders Viva gewinnen.
Demnächst wird das erste Video zur aktuellen Single "Day Light"
gedreht und das erste CD-Album aufgenommen. Morgen spielt die Band nochmals
am städtischen Jugendzentrum Heimbacher Hof.
Hohenlohe-Seminar
Kirchberg. Auf den Spuren des lachende Philosophen Julius Weber, der Anfang
des vergangenen Jahrhunderts in Langenburg lebte, begibt sich ein Seminar der
Landeszentrale für politische Bildung. Ziel des Seminars ist, den Teilnehmern
geschichtliche Hintergründe zu Zeiten Napoleons zu verdeutlichen und die
Mentalität der Menschen in Hohenlohe kennen zu lernen. Dazu gibt es eine
historischen Wegmarken sowie Referate von profunden Kennern Hohenlohes. Tagungsort
des LPB-Seminars ist die Stadt Kirchberg.
Radio TON kappt Sendungen
Hohenlohe. Radio Ton strahlt heute zum letzten Mal spezielle Nachrichten für
Hohenlohe aus. Die Region wird künftig nur noch direkt vom Hauptsender
in Heilbronn bedient. Seit der Senderfusion mit Radio Regional verfügt
Radio TON in Hohenlohe nur noch über die mangelhafte technische Senderleistung
dreier Lokalsender in Künzelsau, Crailsheim und Schwäbisch Hall. Dies
führte in den vergangenen dreieinhalb Jahren zu massiven Einbrüchen
bei den Hörerzahlen. Das erst im vergangenen Jahr eröffnete Studio
in Schwäbisch Hall soll zunächst dennoch erhalten bleiben.
Jacobifest
Schrozberg. Vier Tage Festbetrieb, Ausstellung auf dem Freigelände, Krämermarkt,
Vergnügungspark, Kinderfest und Feuerwerk: in Schrozberg findet an diesem
Wochenende das traditionelle Jacobi-Fest statt. Eröffnet wird das Fest
heute abend mit Böllerschüssen der Schützen aus Gebsattel. Prominentester
Gast wird morgen Landwirtschaftsministerin Gerdi Staiblin sein, die im Festzelt
zur aktuellen Situation der Landwirtschaft sprechen wird. Höhepunkte sind
neben dem Feuerwerk am späten Samstag abend die beiden Festzüge am
Sonntag und Montag. Der Montag des Jakobifestes gehört in Schrozberg gehört
traditionell den Kindern..
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Neues Wasserrecht
Rot am See. Positiv für den ländlichen Raum bewertete jetzt der Hohenloher
CDU Landtagsabgeordnete Ernst Keitel die Änderungen im Wasserrecht. Nicht
unerhebliche Kosteneinsparungen könnten Kommunen erzielen: so sind etwa
Prüfungskosten vom Gewässernutzer und Anlagenbetreiber nicht mehr
selbst zu bezahlen , wenn diese von Dritten veranlasst wurden. Öffentliche
Kanalisationen, Anlagen zur Regenwasserbehandlung oder häusliche Klein-Kläranlagen
sind künftig genehmigungsfrei. Auch können, wie bisher schon im Hochbau
möglich, private Dienstleister oder Finanzierer über geeignete Regelungen
einbezogen werden.
Bergfest
Waldenburg. Zum 51. Mal laden der Turngau Hohenlohe und die Stadt Waldenburg
zum Bergfest ein. Ballspiele, ein Familienlauf ohne Wettkampfcharakter und die
Trendsportart Inline-Skating stehen heute am Samstag auf dem Programm. Morgen
gibt es Leichtathletikkämpfe, einen Fechtwettkampf und den Hohenlohe-Triathlon-Wettbewerb
um den Waldenburger Bergfest-Pokal. Rund herum gibt es für Besucher ein
bunt gemixtes Programm aus Sport, Tanz und Akrobatik.
Splittarbeiten
Landkreis Schwäbisch Hall. Rund 24 Kilometer Landessstraßen und 45
Kilometer Kreisstraßen werden in diesem Sommer oberflächlich saniert.
Für etwa 800 Tsd Mark wird ganzflächig Bitumenemulsion aufgespritzt,
die anschließend mit Splitt abgestreut wird. Für Autofahrer heißt
dies, besondere Vorsicht walten zu lassen. Hochgeschleuderte Steinchen können
zu gefährlichen Geschossen werden. Auf den betroffenen Straßenabschnitten
wird die Geschwindigkeit deshalb auf 30 Stundenkilometer beschränkt. Betroffen
sind vor allem Straßen rund um Ilshofen und im östlichen Landkreis
Hall.
Aktionstag Öko-Landbau
Hohenlohe. Zahlreiche Bauernhöfe im Land beteiligen sich am Wochenende
mit attraktive, Publikums-Programm am Aktionstag Ökolandbau, der gemeinsam
vom Naturschutzbund NABU sowie den Naturkostverbänden Bioland, Naturland
und demeter veranstaltet wird. Angeboten werden neben ausführlichen Informationen
zur Erzeugung von Bio-Lebensmitteln auch verschiedene Kostproben , Kutschfahrten,
Streichelzoos, Spiele und Musik. Der Aktionstag am Sonntag steht unter dem Motto
"Feiern, Schlemmen, Informieren"
Unhaltbare Zustände
Landkreis Hall. Nicht besonders hygienisch waren die Zustände in einer
Bäckerei mit Lebensmittelhandel. Der Wirtschafts-Kontrolldienst fand bei
dem Betrieb im südlichen Landkreis Hall Mehlkäfer in den Brotkörben,
Pizzen in der Tiefkühltruhe, deren Haltbarkeitsdaten schon im vergangenen
Jahr abgelaufen waren, tiefgekühlte Hähnchenschlegel mit Frostbrand
und insgesamt recht unsaubere Zustände vor. Die Bäckerei erhielt die
Auflage einer Generalreinigung. Die Lebensmittel wurden eingezogen und entsorgt.
Der Inhaber hat mit einem saftigen Bußgeld zu rechnen.
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Dreikönig bleibt
Schwäbisch Hall. Äußerlich wird der Haller Gasthof Dreikönig
der "Dreikönig bleiben". Das ortsbildprägende Gebäude
aus dem 17. Jahrhundert ist nur kein denkmalgeschütztes Gebäude mehr
und kann im Innern den wirtschaftlichen Notwendigkeiten angepasst werden. Mit
einem Abriß des Gebäudes, wie fälschlicherweise in der Stuttgarter
Zeitung gemeldet, hat dies nichts zu tun. Wohl aber ist zum Umbau diese Abbruchsgegnehmigung
notwendig, denn sonst hätte man in dem Gebäude überghaupt nichts
an der Struktur ändern können. Genau darum ging es auch in dem Streit
zwischen der städtischen Gewerbe- und Wohnbaugesellschaft GWG und dem Denkmalamt,
der letztendlich vom Regierungspräsidium zugunsten der GWG entschieden
werden mußte. Die GWG hatte das Gebäude vor wenigen Monaten von einer
Erbengemeinschaft erworben.
Bankalarm- Fehlalarm
Wallhausen. Als Fehlalarm stellt sich ein in der Bank von Wallhausen ausgelöster
Alarm heraus. Die anderthalbjährige Tochter einer Kundin hatte sich während
des Schaltergespräches der Mutter selbständig gemacht. Dabei war sie
auch hinter den Banktresen gekrabbelt und hatte dort unbemerkt den Knopf für
den stillen Alarm gedrückt. Nicht schlecht staunten die Kunden in der Bank,
als dann plötzlich die Polizei vor der Tür stand. Von einem bewaffneten
und maskierten Bankräuber aber gab es dort nicht die geringste Spur.
Hole-in One
Schwäbisch Hall. Jedem Spieler auf dem Platz einen Drink bezahlen mußte
kürzlich Sony-Boy, Ferrari-Fahrer und Gastwirt in Hall Cesare Rebellato.
Ihm war auf der Haller Golfanlage Dörrenzimmern des Schwäbisch Haller
Golfclubs ein As, ein sogenannter Hole-in-One Schlag geglückt, und zwar
auf der 132 Meter langen elften Bahn der Anlage. Die Wahrscheinlichkeit für
solch einen Schlag, bei dem der Ball gleich auf Anhieb ins Loch kommt, liegt
bei statistischen 45 Tsd Schlägen zun einem Mal. Auf der Haller Anlage
ist dieses Ereignis seit ihrem Bestehen erst vier Mal einem Spieler geglückt.
ProTelCom im Internet
Schwäbisch Hall. Die Haller Projektgruppe ProTelCom ist jetzt auch im Internet
präsent. 20 ehemals Langzeitarbeitslose haben sich unter dem Dach eines
Fördervereines für Telearbeit zusammengeschlossen. Sie bieten ihre
Arbeitskraft jetzt als sogenannte Telearbeiter per Computer und ISDN-Datenleitung
im kaufmännischen und technischen Bereich an. Zu finden ist die Internetseite
des Projektes ProTelCom im Angebot des Anbieters Compuserve. (http://ourworld.compuserve.com/homepages/protelcom)
Schmerzkonferenz gegründet
Künzelsau. 22 Ärzte und Therapeuten verschiedener Fachrichtungen haben
sich jetzt in Künzelsau getroffen und die "Schmerzkonferenz Hohenlohe"
gegründet. In regelmäßigen Treffen wollen sie interdisziplinär
Patientenfälle diskutieren. Angestoßen wurde die Initiative von den
Haller Ärzten Dr Valentin Gehling und Dr. Karl Rosenhagen sowie dem Künzelsauer
Dr. Andreas Eckle, die alle drei jahrelange Erfahrung in ambulanter Schmerztherapie
haben. In der Schmerztherapie geht es nicht um akuten Schmerz sondern um chronische
Schmerzen, die oft nicht einmal mehr einen organischen Bezug haben. Genau deshalb
sei interdisziplinäre Therapie nötig, so die Gründer der Initiative,
an der sich vom Chriurgen bis zum Psychotherapeuten die unterschiedlichsten
Mediziner beteiligen..
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Weiter für Logistikzentrum
Crailsheim. Der CDU Landtagsabgeordnete Ernst Keitel will weiter für ein
Logistikzentrum in Crailsheim kämpfen. Gewisse Hoffnung hat der Abgeordnete
noch, weil die Neukonzeption für den kombinierten Ladungsverkehr, wie sie
die Bahn bei der Verkehrsminister-Konferenz vorgelegt hat, auf einhellige Ablehnung
stößt. Die Minister bildeten eine Arbeitsgruppe, die die Bahn AG
von ihren Stilllegungsplänen abbringen soll. Keitel hält die Konzeption
der Bahn darüber hinaus für kontraproduktiv. Die Bahn grabe sich das
Wasser selbst ab, wenn sie die Klientel auf dem flachen Land vernachlässige.
Für Crailsheim waren vom bisherigen Betreiber des Containerbahnhofes immerhin
1000 Containerwaggons an Fracht zusätzlich aquiriert worden, vornehmlich
Rohstofflieferungen für die in Crailsheim ansässige Firma Procter
& Gamble. Doch bei der Bahn zähle sowas anscheinend nicht, so Keitel.
Der Ausbau der Ladestraße am Crailsheimer Containerbahnhof übrigens
vom Land gefördert worden. Wie Minister Schaufler nun allerdings mitteilte,
seien derartige Fördergelder den Sparmaßnahmen des Landes, für
die nahe Zukunft zumindest, zum Opfer gefallen und gestrichen worden.
Nur einmal bezahlt
Kirchberg an der Jagst. Recht dreist ging jetzt ein Sattelzugfahrer aus einem
Ostblockland vor. Er tankte zweimal aus verschiedenen, nebeneinanderliegenden
Zapfsäulen Diesel in den großen Tank seines Lasters. Als es ans Bezahlen
ging, gab er aber, wie das ja auch alle anderen Fahrer tun, nur eine Zapfsäule
an, deren relativ geringen Tankbetrag er auch ordentlich bezahlte. Daß
er eine weit größere Rechnung gemacht hatte fiel im Trubel des Geschäftes
erst auf, als kein Lkw mehr an den Zapfsäulen stand und immer noch ein
Tankvorgang nicht bezahlt war.
Goldfisch an TSV-Angel
Crailsheim. Der TSV Crailsheim hat für seine in der Oberliga spielende
Damenmannschaft einen "Goldfisch" an Land gezogen. Sandra Würth,
Allroundspielerin mit "höheren Weihen" wechselt vom TSV Ludwigsburg
zum TSV Crailsheim. Die 19jährige war vom TSV Ludwigsburg beim TSV des
benachbarten Ortes Münchingen entdeckt und gefördert worden. Zuletzt
hatte sie als Kapitänin der U19-Auswahl des Württembergischen Fußballverbandes
gespielt.
Arbeiten und Festen
Hohenlohekreis. Um 14 Uhr beginnt heute die Arbeitssitzung des Hohenloher Kreistages
in der Sporthalle von Michelbach am Wald. Unter anderem geht es um die Bedarfsplanung
für die stationäre Altenpflege und die von den entsprechenden Ausschüssen
bereits empfohlene Einrichtung neuer Schularten an den Kreisberufsschulen. Auf
der Tagesordnung auch der finanzielle Jahresabschluß des Landkreises und
ein Ausblick auf die Etatentwicklung des laufenden Jahres. Ab 18 Uhr dann will
der Kreistag feiern. Anlaß ist das 25jährige Bestehen des Landkreises,
das mit einer kleinen Feierstunde begangen wird. Den Festvortrag hält der
bekannte Stuttgarter Historiker und Hohenlohekenner Dr. Gerhard Raff.
Dreiviertel Million Minus
Hohenlohekreis. Die Krankenhaus GmbH des Hohenlohekreises schloß das Jahr
1997 mit einem Minus von 725 Tsd Mark ab. Auch 1998 wird nochmals ein geplanter
Jahresfehlbetrag entstehen, der mit 348 Tsd Mark aber nur noch halb so groß
ausfallen wird. Das 97er Defizit entstand vor allem beim Künzelsauer Krankenhaus,
wo wegen anstehender Brandschutz-Umbaumaßnahmen eine hohe Rücklage
über 850 Tsd Mark gebildet werden mußte. Auch das Krautheimer Altenheim
geriet durch Baumaßnahmen in die roten Zahlen. Überschüsse erwirtschafteten
die Wäscherei, das Krankenhaus Öhringen, die geriatrische Rehaklinik
Öhringen sowie das Öhringer Altenheim..
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Torähnliche Wirkung
Schwäbisch Hall. Die Stadt Schwäbisch Hall will ihre Ortseinfahrt
im Osten an der ehemaligen B14 von Crailsheim kommend neu gestalten. Im Bau-
und Planungsausschuß wurden jetzt die Bedenken der Träger öffentlicher
Belange behandelt und in den Bebauungsplan-Entwurf eingearbeitet. Vor allem
der Ortschaftsrat und ein Teil der Bevölkerung des Teilortes Wegkriegen
ist gegen die Bebauung entlang der alten B14 eingestellt. Die Stadt will durch
Bau von Häusern eine torähnlichere Wirkung am Ortsrand erreichen.
Neuer Gutachterausschuß
Schwäbisch Hall. Nachdem die Amtszeit der 1994 gewählten Mitglieder
des Gutachterausschusses abgelaufen war, wurden sie jetzt vom Haller Gemeinderat
neu bestellt. Der Ausschuß ist nach den Bestimmungen des Baugesetzbuches
für die Ermittlung von Grundstückswerten sowie bei Schätzung
von Gebäuden bei Verkäufen, Zwangsversteigerungen oder Enteignungen
zuständig. Ihm gehören drei Architekten aus Schwäbisch Hall,
ein Vertreter der Immobilienabteilung der Kreissparkasse, ein Bausachverständiger
sowie der Leiter des Schwäbisch Haller Baurechtsamtes an.
Wärmenetz-Erweiterung
Schwäbisch Hall. Die Gebäude des Kreis-Berufsschulzentrums in Schwäbisch
hall werden ab September an das Fernwärmenetz der Haller Stadtwerke angeschlossen.
Ein entsprechender 20-Jahres-Vertrag mit den Haller Stadtwerken wurde jetzt
abgeschlossen. Die Stadtwerke übernehmen auch die komplette Heizzentrale
des Schulkomplexes, sanieren sie und bauen bis zum Jahre 200 dort ein weiteres
Blockheizkraftwerk ein. Erreicht wird dadurch eine jährliche CO2-Einsparung
von etwa 1000 Tonnen.
Keramische Monster
Crailsheim. Das Stadtmuseum Crailsheim zeigt vom kommenden Freitag an die Ausstellung
Monster - Kowalskis keramische Tiere. Geschaffen wurden die Keramikfiguren vom
Österreichischen Architekten-Ehepaar Karla Kowalski und Michael Szyszkowitz,
die sich neben ihrer Bau und Lehrtätigkeit seit rund 20 Jahren um ihre
keramische Menagerie kümmern. Die "Monster" sind dabei trotz
des Titels keine furchterregenden Ungeheuer sondern poetische aus Ton geformte
Wunderwesen. Die Ausstellung dauert bis zum 20. September
Tourismus GmbH
Schwäbisch Hall. Die Stadt Schwäbisch Hall und die Landkreise Hall
und Hohenlohe haben einen Gesellschaftervertrag über eine neue Tourismus-Förderungs-Gesellschaft
ausgehandelt. Die bisherigen Verbände sollen in dieser neuen Gesellschaft
aufgehen. Neben den Beteiligungsverhältnissen Hohenlohekreis 36,5, Landkreis
Hall 34,5 und Stadt Hall 29 Prozent wurde auch ein Betriebskostenzuschuß
ausgehandelt, der bei 1,85 pro Einwohner liegen soll. Sitz der neuen Schwäbisch
Hall-Hohenlohe-Touristik GmbH wird Schwäbisch Hall sein. Der Gesellschaftervertrag
kommt heute im Kreistag des Landkreises Hall zur Beratung.
Ökobauern zufrieden
Hohenlohe. Zufrieden waren die Bio-Verbände Demeter, Naturland oder Bioland
mit dem ersten Aktionswochenende Ökolandbau. Auf rund 30 Biohöfen
und Gartenbaubetrieben fanden Besucher Gelegenheit, sich vor Ort zu informieren,
woher das tägliche Brot kommt und wie wichtige Lebensmittel ökologisch
erzeugt werden. Auch diese Woche noch empfangen verschiedene Betriebe Besucher.
U.a. können sich Feinschmecker in der Bioland-Dorfkäserei von Bühlerzell-Geifertshofen
im Hohenlohischen über die Herstellung von Käse informieren. Im Hohenlohischen
werden etwa zehn Prozent der landwirtschaftlich genutzten Flächen ökologisch
bewirtschaftet. Im Landesschnitt sind es lediglich 2 Prozent.
Amtseinsetzung
Obersontheim. Siegfried Trittner, gewählter Bürgermeister der Gemeinde
Obersontheim im Landkreis Schwäbisch Hall, wird am Freitag 28. August mit
einer Feierstunde in der Schubarthalle offiziell in sein Amt eingeführt.
Siegfried Trittner ist derzeit noch Bürgermeister der Allgäu-Gemeinde
Bodnegg im Landkreis Ravensburg, wo er nicht einmal seine erste Amtsperiode
völlig beenden wird. Trittner war dort im Januar 92 gewählt worden.
Davor war er knapp anderthalb Jahre lang Ortsvorsteher der Schwäbisch Haller
Teilgemeinde Bibersfeld gewesen.
Oldtimer-Rallye
Crailsheim. Die Kontrollstelle beim Kilometer 1080 liegt in Crailsheim am Schweinemarktplatz.
Dort werden heute ab etwa 11:30 Uhr 180 Teilnehmer der Oldtimer-Rallye "2000
km durch Deutschland" ihre Durchfahrt bestätigen lassen. Die als Zuverlässigkeitsfahrt
konzipierte Rallye wird seit 1989 alljährlich vom Allgemeinen Schnauferl
Club in Mönchengladbach gestartet und findet in diesem Jahr zum 10. Mal
statt. Vorbild der Rallye ist eine 1934 erstmals ausgeschriebene Deutschlandfahrt,
die damals in sportlichem Ehrgeiz ausgetragen wurde. Stopps gab es damals nur
zum tanken und Reifenwechsel. Heute lassen sich die Teilnehmer eine ganze Woche
lang Zeit und genießen die Tour auch touristisch.
Beifahrer - Führerschein weg
Blaufelden. Auch Beifahrer können ihren Führerschein loswerden, wenn
sie betrunken sind. So geschehen jetzt bei Blaufelden. Der 19jährige Beifahrer
einer ebenso jungen Peugeot-Fahrerin ließ sich im Alkoholnebel zu einer
folgenschweren Handlung hinreißen. Weil er auf schmaler Straße bei
Gegenverkehr den Fahrkünsten seiner Fahrerin wenig zutraute, zog er unvermittelt
die Handbremse. Dies löste einen Unfall aus. Der Peugeot kam nach rechts
von der Straße ab, rasierte einen jungen Baum ab, überschlug sich
und blieb demoliert wieder auf den Rädern stehen. Die Fahrerin blieb unverletzt,
der Beifahrer zog sich leichte Verletzungen zu und wurde seinen Führerschein
los. Den behielt die Polizei mit der Begründung, daß er unter Einfluß
von zwei Promille Alkohol - so die Blutprobe - mit dem Ziehen der Handbremse
aktiv ins Verkehrsgeschehen eingegriffen habe.
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Verkehrssicherheit
Schwäbisch Hall. Drei Tage lang gibt es jetzt an der Kaufmännischen
Berufsschule in Schwäbisch Hall Informationen zur Verkehrssicherheit. Fahr-Lehrer,
TÜV-Experten und Polizeibeamte haben einen sogenannten "Gib-Acht-Im-Verkehr-Stand"
aufgebaut. Vor allem für Mopedfahrer im Alter zwischen 15 und 18 ist diese
Aktion gedacht. Sie sollen unter anderem auch mit einem Sicherheitstraining
vor allem zu den Themen Alkohol, Geschwindigkeit, Disco-Unfälle und Zweiradverkehr
informiert werden.
Laster gegen Bahn
Gaildorf. Erneut kam es zu einem Crash zwischen einem Auto und einem Triebwagen
der Württembergischen Eisenbahn Gesellschaft auf der Kochertalbahn-Strecke
von Gaildorf nach Untergröningen. Ein Lastwagen hatte versucht einen unbeschrankten
Bahnübergang zu überqueren und hatte den aus Gaildorf kommenden Triebwagen
zu spät bemerkt. Trotz des Versuchs den Laster rückwärts vom
Gleiskörper rollen zu lassen wurde der LKW auf Höhe der Fahrerkabine
erfaßt. Der 41jährige Fahrer wurde herausgeschleudert und schwer
verletzt. Der Gesamtschaden addiert sich auf 140 Tsd Mark.
Weltrekord?
Schwäbisch Hall. Einen Weltrekord aufstellen will Medienstar und Mega-Chorleiter
Gotthilf Fischer in Schwäbisch Hall. Für eine Fernsehaufzeichnung
am 27. September will er auf der Treppe vor St. Michael den größten
Chor zusammenstellen, der je den Gefangenenchor aus "Nabucco" gesungen
hat. Dafür sucht Gotthilf Fischer noch zahlreiche mitwirkende Chöre
aus der Region. Noten zum Üben und nähere Informationen gibt es bei
der Touristik-Information der Stadt Schwäbisch Hall.
Abschußquoten erfüllt
Schwäbisch Hall. Die Jäger im Landkreis Schwäbisch Hall haben
ihre Abschußquoten erfüllt. 96 Prozent der Sollwerte wurden erfüllt,
so das Kreisjagdamt. 5593 Stück Rehwild wurden geschossen, 3710 Füchse,
dazu Wildschweine, Wildenten, Hasen und Wildtauben. Während die Rehjagdstrecke
im Rahmen der Vorjahre liegt, so Amtsleiter Werner Kochendörfer, müßten
insbesondere die Füchse weiter stark bejagt werden, um eine Ausbreitung
der Tollwut zu bekämpfen. Da zugleich auch Köder zur Schluckimpfung
gegen Tollwut ausgelegt wurden, sei die Zahl der Füchse deutlich angestiegen.
Energiekonzept
Crailsheim. Für das Konversionsgebiet McKee-Barracks will die Stadt Crailsheim
ein Energiekonzept entwickeln lassen. Ein Planungsbüro soll mit den Untersuchungen
herausfinden, welche umweltfreundliche, ganzheitliche und zukunftssichere Energieversorgung
für das künftige Wohn- und Gewerbegebiet aufgebaut werden kann und
welche Rolle dabei Fernwärme über Blockheizkraftwerke, Solarenergie
und andere Formen der Energierzeugung spielen können. Derzeit sind in dem
Gebiet rund 300 Wohneinheiten von der Crailsheimer Wohnbau- und Entwicklungsgesellschaft
CBE an zivile Verhältnisse angepasst und zum Teil bereits auch verkauft
worden.
Straßenumbau
Bibersfeld. Rund 900 Tsd Mark wird die gesamte Umbaumaßnahme an der vielbefahrenen
Kreisstraße zwischen Rosengarten-Raibach und Schwäbisch Hall Bibersfeld
kosten. Beschlossen worden war der einfache Ausbau der Straße schon vor
einem Jahr. Doch Kritiker aus den Gemeinden verlangten Bremsinseln an den Ortseingängen,
damit zwischen den beiden Orten keine Rennstrecke entsteht. Da es für die
Bremsinseln aber keine Zuschüsse des Landes gibt, stimmte der Kreistag
im November vergangenen Jahres nur zu, wenn die betroffenen Gemeinden die Kosten
selbst übernehmen. Gestern abend wurde vom Kreistag der Auftrag an eine
Baufirma aus Blaufelden vergeben.
Marketing GmbH
Schwäbisch Hall. Der Landkreis Schwäbisch Hall wird sich an der "Wirtschaftsregion-Heilbronn-Franken-Marketing-GmbH
beteiligen. Dies beschlossen die Kreisräte auf ihrer Sitzung gestern abend.
Nach Änderungen im Vertragstext hatte im Mai schon der Verwaltungs- und
Finanzausschuß eine Beteiligung des Landkreises empfohlen. Bei einem ersten
Versuch im Frühjahr hatte der Kreistag eine Beteiligung an der Marketing
GmbH noch abgelehnt. Aufgabe der neuen Gesellschaft ist unter Federführung
der IHK Heilbronn das gemeinsame Standortmarketing der Stadt- und Landkreise
in der Region.
Landschaftserhaltungsverband
Schwäbisch Hall. Rund 1,2 Mio Mark erhielt der Landkreis Schwäbisch
Hall in den vergangenen drei Jahren für landschaftspflegerische Maßnahmen
vom Land. Weitere Mittel kamen von der EU. Geflossen sind die Gelder an den
vor drei Jahren als Modellprojekt gegründeten Landschaftserhaltungsverband.
Die Modellphase endet im Februar 1999.Der Landkreis will dem Verband die bisherigen
Zuschüsse zu den Personalkosten weiterbezahlen, ebenso das Land. Sollte
der Verband seine Aufgaben erfüllt haben und aufgelöst werden, wird
die Geschäftsführerin in die Landkreisverwaltung übernommen,
so beschlossen es die Kreisräte im Landkreis Schwäbisch Hall.
Premiere im Burggraben
Schloß Stetten. Schon seit langem ausverkauft ist die Premiere heute abend
im Burggraben von Schloß Stetten. Mechthild vom Stein heißt das
Stück, das der Bundestagsabgeordnete und Schloßherr Freiherr Dr.
Wolfgang von Stetten nach Studien in seinem umfangreichen Schloßarchiv
geschrieben hat. Nicht das erste Stück aus der Feder des Freiherrn. Die
Geschichte basiert auf tatsächlichen Gegeben heiten. Sie spielt im 15.
Jahrhundert, zu einer Zeit als Mechthild vom Stein, die auch als Urmutter der
Stadt Künzelsau gilt, von einer zweijährigen Wallfahrt nach Jerusalem
zurückkehrt und feststellen muß, daß ihre Neffen sie für
tot erklärt und ihren Besitz bereits verteilt hatten. Aufführungen
im Schloßgraben gibt es bis zum 8. August jeweils um 20:30 Uhr.
Bahnstrecke entmotten
Dinkelsbühl. Während die Bahn AG überall an Streckenstilllegungen
denkt und Züge aus dem Programm streicht, gibt es im bayrischen Frankenland
offenbar gegenläufige Entwicklungen. Die bayrische Staatsregierung prüft
derzeit die Finanzierbarkeit von Plänen, breits stillgelegte Strecken wieder
zu entmotten. So etwa die Bahnstrecke von Dinkelsbühl über Feuchtwangen
nach Dombühl. Dies geht aus einem Schreiben des bayrischen Verkehrsministers
Wiesheu an die Bürgermeister der Gemeinden an dieser Strecke hervor.
Neuer Schulleiter
Schwäbisch Hall. Der Leiter des Kulturvereines "bilderhaus" in
Gschwend, Markus-Stettner-Ruff wird neuer Schulleiter der Walddorfschule in
Schwäbisch Hall. Erzieher Stettner Ruff, vielen auch als Stadtradt der
Alternativen Liste in Schwäbisch hall bekannt, wird sowohl die pädagogische
als auch die kaufmännische Leitung der Schule übernehmen. Sein Vorgänger,
der nur die kaufmännische Leitung der Schule innehatte, hatte gegen seine
Entlassung durch die Mitgliederversammlung des Vereins Walddorfschule geklagt
und vor dem Arbeitsgericht eine Abfindung erstritten. der 39jährige Stettner-Ruf
wird seine neue Geschäftsführerstelle am 1. September antreten und
auch an der Oberstufe der Haller Waldorfschule unterrichten.
760 Mio mit Vieh
Wolpertshausen-Heide. Umsatzerlöse von 760 Mio Mark erzielte die Viehzentrale
Südwest mit Fimrensitz im Hohenlohischen Wolpertshausen-Heide im vergangenen
Jahr. Erzielt wurde das Umsatzplus von 21,5 Prozent vor allem mit Ferkeln und
Zuschtsauen, wo eine konsequente Herkunfts- und Qualitätssicherung, sozusagen
von der Geburt bis zum Schlachthaus, Früchte trägt. Der Bilanzgewinn
der Viehzentrale Südwest betrug 1,8 Mio Mark, was eine Sonderausschüttung
von 1,4 Mio Mark und eine Bardividende von 6,4 Prozent auf die Einlagen der
bäuerlichen Gesellschafter ermöglichte.
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Algerier in U-Haft
Schwäbisch Hall. Ein 17jähriger Algerier sitzt jetzt in U-Haft. Wie
die Haller Polizeidirektion mitteilte, wird dem jungen Mann vorgeworfen, gleich
zweimal demselben Opfer, einem 16jährigen Mädchen, unter Gewaltanwendung
Geld entwendet zu haben. Im einen Fall vor drei Wochen hatte er das Mädchen
mit einem Messer bedroht, im zweiten Fall vor wenigen Tagen hatte er sein Opfer
mit den Füßen getreten. Die Beute insgesamt 150 Mark und 400 holländische
Gulden.
Noch ein Zivi verhaftet
Rosengarten. Bei der Verhaftung eines Zivildienstleistenden vergangene Woche
in Rosengarten wegen Drogenhandels fiel der Polizei auch ein weiterer Mann auf,
der sich in der Wohnung des Verhafteten aufgehalten hatte. Wie sich herausstellte
war der ebenfalls 21jährige Zivi schon vor einem Jahr wegen Verstoßes
gegen das Betäubungsmittelgesetzes zu einer Haftstrafe auf Bewährung
verurteilt worden. Jetzt fand die Polizei bei Durchsuchung seiner Wohnung Marihuana
und Amphetamine. Grund genug für das Amtsgericht einen Haftbefehl zu erlassen.
Parteien on Tour
Schwäbisch Hall. Die Zeit kurz vor den Sommerferien nutzen die Parteien
im Landtag zu Touren durch´s Ländle. Einen guten Tradition folgend,
schreibt die FDP in einer Pressemitteilung fährt die Fraktion heute mit
der Bahn zu Terminen von Ulm über Oberkochen, Aalen und Schwäbisch
Hall nach Heilbronn, führt an allen Haltepunkten politische Gespräche.
In Hall mit Vertretern des Goethe-Institutes. Auch die SPD war unterwegs, u.a.
ebenfalls in Schwäbisch Hall. Zum achten Mal schon radelten Mitglieder
des SPD-Fraktion durchs Land. Sie besuchten die Justizvollzugsanstalt Adelsheim,
führten kommunalpolitische Gespräche in Künzelsau, trafen sich
in Hall mit dem Oberbürgermeister, mit der Polizeidirektion und mit Richtern
am Amtsgericht.
Frederickstag
Schwäbisch Hall/Crailsheim. Heute ist Frederickstag, der Tag, der in Büchereien
landauf landab der Leseförderung von Kindern gewidmet ist. In Schwäbisch
Hall konnten Kinder schon im Juni bei einem gemeinsamen Wettbewerb von Volkshochschule
und Stadtbücherei über ihre Lieblingsbücher schreiben. Auch in
Crailsheim gab es einen Schreibwettbewerb, eine sogenannte "Mäuse-Olympiade".
Rund 160 Kinder beteiligten sich mit Aufsätzen. Aus den meistgenannten
Büchern wird heute bei extra Veranstaltungen zum Frederickstag vorgelesen,
in Hall in der Stadtbücherei, in Crailsheim in der Kapellen-Buchhandlung.
Benannt ist der Frederickstag nach einer gleichnamigen Mäuse-Figur aus
dem bilderbuch 'Frederick' von Leo Lionni.
Dioxinfall Maulach ohne Ende
Crailsheim. Der Dioxinfall Maulach steht heute abend ein weiteres Mal auf der
Tagesordnung des Crailsheimer Gemeinderates. Crailsheim will das Gelände
rund um die ehemalige Kabelverschwelungsanlage immer noch sanieren. Das Land
als Grundstückseigentümer dagegen sieht den Fall als abgeschlossen
an. In Crailsheim denkt man an eine Überdeckung der dioxinverseuchten Wiesen
mit etwa anderthalb Meter unbelastetem Erdmaterial.
Geisterfahrt
Mainhardt. Selbständig machte sich jetzt ein fast neuwertiger Renault.
Kurz nach eine Fahrt quoll Rauch aus der Motorhaube. Als die Besitzerin sich
dem Auto näherte startete der Motor und das Auto rollte wie von Geisterhand
bewegt über den Hof. Die Frau wurde beim Versuch das Fahrzeug zu stoppen
zwischen geöffneter Tür und einem Blumenkübel eingeklemmt, konnte
aber von einer herbeigeeilten Nachbarin befreit werden. Erst die alarmierte
Feuerwehr konnte den Brand im Motorraum löschen. Als Ursache wird ein Defekt
in der Elektronik des Fahrzeugs angenommen.
Fischsterben
Crailsheim. Zu einem Fischsterben kam es in den vergangenen tagen in der Jagst
bei Crailsheim. Rund zwei Zentner Fisch trieben auf dem Fluß. Betroffen
waren vor allem ältere Fische, wie der Wirtschaftskontrolldienst feststellte.
Die Ursache ist noch nicht völlig geklärt. Vermutet wird ein Zusammenspiel
von Niedrigwasserstand und Witterungseinflüssen.
Pommes für 150 Tsd Mark
Crailsheim. Teure Pommes Frites machte sich gestern eine Frau in ihrer Wohnung.
Noch während die Pommes verspeist wurden, entzündete sich das Fett
in der nicht ausgeschalteten Friteuse, ohne daß dies von der Frau bemerkt
wurde. Im Gegenteil, sie verließ zunächst die Wohnung, um im Keller
zu arbeiten. Als sie zurückkam stand die Küche bereits in Flammen.
Den Schaden schätzt die Crailsheimer Freiwillige Feuerwehr auf rund 150
Tsd Mark.
Landkreis besser als das Land
Schwäbisch Hall. Mit einer Arbeitslosenquote von von 6,8 Prozent weist
der Landkreis Schwäbsich Hall nach dem Hohenlohekreis den zweitbesten Wert
in der Region aus und steht im landesweiten Vergleich an 16. Stelle unter den
35 Landkreisen in Baden-Württemberg. Dies ergab eine von Halls Landrat
Ulrich Stückle veranlaßte Auswertung der jüngsten Arbeitsmarktdaten.
Die durchschnittliche Arbeitslosequote im Land beträgt 7,5 Prozent. Wie
die Auswertung zeigte, lag der Landkreis in den vergangenen zehn Jahren nur
in einem Jahr auf diesem Landesdurchschnitt, sonst immer ein halbes bis ein
Prozent darunter.
Seniorenbüro eröffnet
Öhringen. Das Seniorenbüro in Öhringen ist eröffnet. Die
Stadt und der Hohenlohekreis haben die räumlichen Voraussetzungen im Haus
an der Walk geschaffen, um die von der Volkshochschule und dem Kreisseniorenrat
ausgehende Idee umzusetzen. Senioren helfen Senioren, stellen ihr Wissen und
ihre Fähigkeiten anderen Senioren zur Verfügung, und das Büro
versteht sich als Mittler solcher Dienste. Zudem will das Büro Kontakte
zu Wohlfahrtsverbänden und Kirchen herstellen. Senioren, die ihre Fähigkeiten
einbringen wollen, werden gebeten, sich im Öhringer Haus an der Walk zu
melden.
Tropentag
Rosengarten. Die private Wetterstation in Rosengarten-Westheim konnte einen
in unseren Breiten seltenen Tropentag messen und vermelden. Von Tropentagen
spricht man bei einer Tages-Durchschnittstemperatur über 25 Grad Celsius.
Die Höchsttemperatur am Montag lag übrigens bei 36 Grad, ein Wert,
der in der privaten Wetterstation erst einmal gemessen wurde, nämlich am
8. August 1992. Der Monat Juli ist trotz der heißen Tage seit Beginn der
Woche insgesamt zu kalt. Er liegt bislang etwa ein Grad unter dem langjährigen
Mittel. Gleichzeitig ist der Monat zu trocken. Erst 36 Prozent des Regensolls
sind erfüllt.
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Asylbewerberheim abgelehnt
Künzelsau. Der Technische Ausschuß des Künzelsauer Gemeinderates
hat die Voranfrage des Landkreises für den Bau eines Asylbewerberheimes
abgelehnt. Der Landkreis steht etwas unter Druck, denn er muß bis Herbst
genügend Unterkunftsplätze gegenüber dem Land nachweisen. Doch
auch den Vorschlag, freien Wohnraum im Wohnungsbauschwerpunkt Taläcker
anzumieten, wiesen die Gemeinderäte zurück. Das Gebiet Taläcker
sei schon jetzt in Gefahr, zu einem Ghetto zu werden, da sich vorwiegend Russlanddeutsche
Aussiedler dort eingemietet haben.
Für Nivel gesammelt
Schwäbisch Hall/Crailsheim. Auch Schwäbisch Haller Polizisten haben
jetzt für den von Hooligans zusammengeschlagenen französischen Polizeibeamten
Daniel Nivel gesammelt. Zwar kam nur der relativ kleine Betrag von 300 Mark
zusammen, doch am kommenden Sonntag wird es ein vom Innenministerium in Bad
Cannstatt veranstaltetes Benefizkonzert geben, mit dessen Ertrag auch die überall
im Land bei Polizeidirektionen gesammelten Beträge zusammengeführt
werden. Alle Gelder werden unmittelbar an die Familie des immer noch im Koma
liegenden 44jährigen Daniel Nivel weitergeleitet.
Entlassfeier
Künzelsau. 45 Schüler und Schülerinnen der Berufsfachschule für
Haus- und Familienpflege und der Berufsfachschule für Altenpflege werden
heute nachmittag mit einer Feierstunde ins Berufsleben entlassen. 15 Schüler
werden mit Preisen, 14 mit Belobigungen ausgezeichnet. Entgegen den üblichen
Trends gab es für alle jetzt entlassenen Schüler Praktikumsstellen.
Auch nach dem Berufspraktikum sind die Aussichten auf eine Stellung der dann
fertigen Haus- und Familienpfleger und Altenpfleger gut bis sehr gut. Insbesondere
der Bedarf an Altenpflegekräften wird in Zukunft angesichts der Bevölkerungsstruktur
als groß eingeschätzt. Neu ab dem Schuljahr 98/99 gibt es an der
Künzelsauer Schule ein dreijähriges Berufskolleg Altenpflege, das
neben der Ausbildung zum Altenpfleger die allgemeine Fachhochschulreife vermittelt.
400 Pferde
Rot am See. Zum 24. Mal findet am Wochenende in Rot am See das Reit- und Springturnier
des Reit- und Fahrvereines statt. Rund 400 Pferde sind am Start in 15 Prüfungen
der Klassen A bis M für Spring- und Dressurreiter. Das Turnier beginnt
am Samstag früh um sieben Uhr mit einer Stilspringprüfung und endet
am Sonntag mit einer Dressurprüfung der Klasse M ab 15:30 Uhr.
Sehen Hören Staunen
Crailsheim. Zum dritten mal gibt es in Crailsheim ein sogenanntes Kulturwochenende.
Drei Sommertage lang sollen Plätze und Räume der Innenstadt zu Orten
des Sehens, Hörens und Staunens werden. "Monster" heißt
die Ausstellung von Keramikfiguren, mit deren Eröffnung heute abend das
Kulturwochenende beginnt. Dazu gibt es Jazz-Klangexperimente mit dem in Hall
geborenen international bekannten Klarinettisten Hans Kumpf. Höhepunkt
am Samstagabend ab 22 Uhr wird sicherlich das Traumspiel "Kasch-Ka-Kokon
- Der Atem einer Nacht", ein Spektakel um Menschen und Fabelwesen mit Feuer,
Tanz, Musik und Spiel auf dem Crailsheimer Marktplatz.
Fördermittel gefordert
Schwäbisch Hall. Eine Aufstockung der Fördermittel für den Bau
umweltfreundlicher Blockheizkraftwerke hat jetzt der haller Landtagsabgeordnete
Dr. Walter Müller (SPD) gefordert. Insbesondere sollen diese Mittel für
den Bau von Heizwerken eingesetzt werden, die mit dem nachwachsenden Rohstoff
Holz betrieben werden. Insbesondere Schwachholz aus Durchforstungsmaßnahmen
könnte im Waldreichen Land baden-Württemberg so sinnvoll genutzt werden.
Allerdings, so die Auskunft der Landesregierung auf eine Anfrage des Abgeordneten,
liegen für das gesamte Fördervolumen des Landes von sechs Millionen
Mark schon baureife Anträge in Höhe von 45,5 Mio Mark vor. Ein von
den Stadtwerken Schwäbisch Hall angestrebter Bau eines Holzhackschnitzel-Kraftwerkes
wäre nur dann wirtschaftlich zu erstellen und zu betreiben, wenn zwischen
30 und 50 Prozent der Investitionskosten gefördert würden. Immerhin
fallen im 30 km Umkreis um schwäbisch Hall jährlich etwa 75 Tsd Tonnen
Holzreste an, die einer sinnvollen Energienutzung zugeführt werden könnten.
Klimaschutz ausgebootet
Kirchberg/Landkreis Schwäbisch Hall. Skandalös nennt es die Energie-Initiative
Kirchberg, wie der Kreistag bei seiner jüngsten Sitzung mit dem Tagesordnungspunkt
Klimaschutz umgegangen ist. Die Räte hatten nach kurzer Debatte erklärt,
sie seine für dieses Thema nicht zuständig und wollten folglich auch
nicht darüber diskutieren. Eingebracht worden war der Punkt von der Verwaltung
aufgrund eines Antrages der Kirchberger Energie-Initiative. Diese hatte den
Landkreis als Aktionär der Energieversorgung Baden-Württemberg aufgefordert,
im Sinne von mehr Klimaschutz auf den Energie-Erzeuger einzuwirken und vor allem
Fördermittel in Höhe von 60 Mio landesweit für alternative Energien
wie Biogas, Wasser, Wind und Sonne locker zu machen. Statt die Chance zu nutzen,
entscheidende erste Schritte auf dem Weg zum Klimaschutz zu tun und Beispielhaftes
anzustoßen, habe Landrat Stückle die Rechtsabteilung des Badenwerkes
zu Rate gezogen und eine Vorlage erarbeitet, die eine Nichtbehandlung des Themas
im Rat geradezu empfohlen habe. Erneut habe Stückle den Eindruck bestätigt,
daß die Politik in Energiefragen als Handlanger der großen Energieversorgungs-Unternehmen
fungiere.
Jacobimarkt
Schwäbisch hall. Seit mehr als 600 Jahren gibt es in Schwäbisch Hall
den Jacobimarkt. Der heute beginnende dreitägige Krämermarkt mit Volksfestrubel
geht zurück auf ein Marktrecht der alten Jacobuskirche, die einst an der
Stelle stand, an der im 17. Jahrhundert das Haller Rathaus gebaut wurde. Zum
diesjährigen Krämermarkt wurden 146 Händler zugelassen. Und im
Vergnügungspark gibt es vom 4000 Mann fassenden Bierzelt bis zum altbewährten
Autoscooter eigentlich nichts, was es nicht gibt. Erstmals in diesem Jahr dabei:
eine doppelstöckige Geisterbahn. Highlight gleich am ersten Abend des Festes
ist um viertel nach elf das große Brillantfeuerwerk an der Comburg, das
die Schausteller alljährlich stiften.
900Jahr-Feier
Künzelsau. Zu einem Kinder und Familienfest mit open air-Konzert, Festumzug
und einem Feuerwerk zum Abschluß lädt die Stadt Künzelsau am
morgigen Samstag ein. Das Fest beginnt um 11 Uhr mit einem Faßanstich
durch den Bürgermeister, mit Musik und mit einem Fallschirm-Absprung des
einstigen Künzelsauer Turnweltmeisters Eberhard Gienger, der einen Zielsprung
mitten auf die Hauptstraße Künzelsaus wagen wird. Beim open air,
das auf der Bühne stattfinden wird, die vom Chris de Burgh-Konzert am Vortag
her noch auf den Wertwiesen steht, spielen die Triefensteiner Musikanten und
die in Region weit bekannte Gruppe Curly Sue
Aus für Ferkelmarkt
Kirchberg an der Jagst. Plötzlich, aber nicht unerwartet kam das Aus für
den traditionellen Ferkelmarkt in der Hohenloher Residenzstadt Kirchberg. Mitten
in einem der größten Ferkel-Erzeugungsgebiete Europas lohnt es sich
nicht mehr für Viehhändler. Zuletzt wurden nur noch acht Tiere aufgetrieben.
Die Vermarktungswege laufen heute anders, oft in geschlossenen Abläufen
vom Wurf bis zum Schlachthaus. Früher wurden in Kirchberg bis zu 5000 Ferkel
aufgetrieben und zahlreiche Händler kamen am Markttag in die Stadt. Zuletzt
machte nur noch ein Händler auf dem Weg zum nach wie vor großen Ferkelmarkt
in Niederstetten einen Abstecher nach Kirchberg Doch nun lohnte nicht einmal
das. Der Markt wird ab sofort eingestellt.
Jazzclub gegründet
Öhringen. 16 Jazzfans haben jetzt die Gründungsurkunde eines Jazzclubs
im Hohenlohischen Öhringen unterschrieben. Der Club residiert künftig
im alten E-Werk. Der Konzertbetrieb, so der frischgebackene Vorstandssprecher
Ewald Schumacher, soll im Herbst beginnen. Die Clubräume sollen professionell
bewirtschaftet werden.
Gedächtnisakrobaten.
Schwäbisch Hall. Heute und morgen finden im Schwäbisch Haller Neubau
die zweiten Deutschen Gedächtnismeisterschaften statt. Getroffen werden
bei dem Wettbewerb auch die Entscheidungen über die Teilnahme an der nächsten
Weltmeisterschaft in London. 20 sogenannte Superhirne werden ab Freitag gegeneinander
antreten und zwar in elf Disziplinen vom Zahlenjonglieren bis zum Zuordnen richtiger
Namen zu Gesichtern. Der Gegenwärtige Weltmeister im sogenannten Kartenmarathon
Dominic O´Brien wird sein Können demonstrieren. Er hat in allen englischen
Casinos und in Las Vegas Hausverbot, denn innerhalb von nur einer Minute und
24 Sekunden kann er sich die Reihenfolge eines ganzen Kartenstapels einprägen
und die Abfolge aller 52 Karten auch wiedergeben. Neben den Wettbewerben wird
es auch eine Reihe von Vorträgen zum Thema Gedächtnistraining geben
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Volkswandern
Fichtenau-Matzenbach. Mehrere Tausend Teilnehmer werden an diesem Wochenende
in Fichtenau-Matzenbach zu den Internationalen Volkswandertagen erwartet. Zu
22. Mal veranstaltet der staatlich anerkannte Erholungsort im südöstlichsten
Zipfel des Landkreises Schwäbisch Hall diese vom Internationalen Volkssportverband
IVV anerkannte Wanderung. Angeboten werden 10 und 20 Kilometer-Strecken. Die
erteilten Stempel werden für´s internationale Volkssportabzeichen
gewertet. Gestartet werden kann in Fichtenau am Samstag und Sonntag jeweils
ab sechs Uhr in der Frühe.
Feuerwehr-Großübung
Langenburg. Über 200 Teilnehmer mit 32 Fahrzeugen werden am Samstag in
einer großangelegten Feuerwehrübung am Langenburger Schloß
ihre Schlagkraft testen. Was sich Mitte der 60er Jahre ereignete soll sich nicht
wiederholen können. Damals waren in einer Dezembernacht der gesamte Westflügel
und Teile des nördlichen Zentralbaues des Langenburger Schlosses ein Raub
der Flammen geworden. Bis nach Stuttgart waren die Feuerwehren alarmiert worden,
die den kurz vor Mitternacht ausgebrochenen Brand erst am nächsten Morgen
gegen 6:30 Uhr unter Kontrolle bekamen. Unschätzbare Kulturgüter gingen
damals unwiederbringlich verloren. Die Erinnerung an diesen Großbrand
ist in und um Langenburg bis heute nicht verblasst.
Goethefest
Schwäbisch Hall. Schlemmen wie es in anderen Ländern üblich ist,
das ist am kommenden Sonntag in Schwäbisch Hall angesagt beim alljährlichen
Goethe-Fest. Kursteilnehmer des Haller Goethe-Institutes bereiten für ihre
Gäste Kulinarisches aus ihren Heimatländern zu. Dazu gibt erst ein
selbstgestricktes unterhaltsames Programm, denn nicht selten sind unter den
Studenten des Goethe-Institutes richtige Künstler, Zauberer, Schauspieler,
Tänzer und Musiker. Und nach dem Schlemmen wird im Innenhof des Haller
Hospitals, in dem das Goethe Institut residiert auch getanzt. Dazu spielt am
Sonntag die Saoco mit karibischen Rhythmen auf. Los geht das Goethe-Sommerfest
um 17: 30 Uhr
Zeugnis plus
Schwäbisch Hall. Schüler der Thomas Schweicker Hauptschule im Haller
Schulzentrum West erhielten gestern nicht nur Zeugnisse in der üblichen
Form. Zusätzlich erhielten alle Eltern einen Begleitbrief, in dem auch
über die Stellung ihres Kindes innerhalb der Klasse berichtet wurde- So
lassen sich anhand des Notendurchschnitts und der Entwicklung im vergleich der
letzten zwei Jahre auch Entwicklungen zum Positiven wie zum Negativen feststellen.
Entwickelt hat das Computerprogramm, das diese individuelle Entwicklungsbeurteilung
ermöglicht der Rektor der Schule Werner Rempp. Seine Erkenntnis: Zeugnisse
herkömmlicher Art sind nur Momentaufnahmen und sagen nichts über eine
Entwicklung des Kindes aus. Eine Drei beim Lehrer X muß noch lang keine
Drei beim Lehrer Y sein. Seines Wissens nach, so Rempp, sei das Projekt bislang
einzigartig im Land. Er habe sein Verfahren zwar schon dem Kultusministerium
beschrieben, von dort aber keinerlei Reaktion erhalten. Dabei wird der zusätzliche
Brief sogar von Schülern akzeptiert. "Cool", sagte einer, "da
weiß man immer, wo man steht.
GUB jetzt an fünf Börsen
Schwäbisch Hall. Aktien des ersten deutschen veture-capital-Unternehmens
GUB aus Schwäbisch Hall werden jetzt an fünf Börsen in Deutschland
gehandelt: Sie stehen in Hamburg, Berlin, Frankfurt, Stuttgart und München
auf dem Kurszettel mit aktuellen Kursen zwischen 51,50 DM und 52,30 DM. Ausgegeben
worden waren die 5Mark-Aktien vor wenigen Monaten mit 23,40 DM. GUB vermittelt
Kapitalbeteiligungen an junge Unternehmen vornehmlich im High-Tech-Bereich.
Am 12. September wird eine Hausmesse bei der GUB geben, auf der sich auch einige
der Unternehmen vorstellen werden.
Zehn Parteien und ein Kandidat
Hohenlohe. Rund 210 Tsd Wähler und Wählerinnen aus Hohenlohe entscheiden
am 27. September, wen sie als ihre Vertretung aus dem Wahlkreis 172 Schwäbisch
Hall-Hohenlohe nach Bonn, bzw, nach Berlin schicken. Bislang wird der Wahlkreis
von drei Kandidaten der SPD, der FDP und der CDU vertreten. Alle drei kandidieren
wieder. Dr. Freiherr Wolfgang von Stetten (CDU), der bislang das Direktmandat
hält, ist übrigens nicht auf der Landesliste abgesichert. Deshalb
macht ihm auch die Kandidatur des Einzelskandidaten Helmut Palmer zu schaffen,
der möglicherweise ein nicht zu unterschätzendes Protestwähler-Potential
abschöpfen könnte. Für die SPD kandidiert wieder Hermann Bachmaier,
der Rechtsanwalt aus Crailsheim, der während der laufenden Legislaturperiode
in einigen Ausschüssen von sich reden machte. Für die FDP steht erneut
Ulrich Heinrich zur Wahl, der von Beruf Landwirt ist und in Bonn zum parlamentarischen
Geschäftsführer aufstieg. Für Bündnis90/Die Grünen
kandidiert ebenfalls ein Landwirt. Bio-Bauer Wolfgang Reimer ist schon seit
langer Zeit in der Agrar-Opposition tätig. Politische Erfahrungen sammelte
er auch als Berater der Stuttgarter Grünen Landtagsfraktion. Mit eigenen
Kandidaten im Landkreis gehen darüberhinaus an den Start die PDS, die ÖDP,
die Republikaner, der Bund Freier Bürger, die Naturgesetzpartei und die
Partei Bibeltreuer Christen.
Hagelfeiertag
Frankenhardt-Honhardt. Seit 1790 wird in Honhardt im südlichen Hohenlohe
der Hagelfeiertag begangen. Die Fürbitte in der Kirche geht zurück
auf zahlreiche Hagelunwetter früherer Jahre, in denen oftmals die gesamte
Ernte innerhalb weniger Minuten vernichtet wurde. Die Sitte dieser Fürbitte
um Schutz und Bewahrung zum Zeitpunkt des Erntebeginns ist im Hohenlohischen
in wenigen Gemeinden als einzigen Orten innerhalb der Evangelischen Landeskirche
erhalten geblieben. In Honhardt wird der Bittgottesdienst immer am 25. Juli,
dem Jacobi-Tag abgehalten. Zum gemeinsam Mittagsmahl beim anschließenden
Gemeindefest wird eine sogenannte Hungersuppe gereicht, eine Wassersuppe mit
Einlagen, die als Mahnung an schlechte Zeiten verstanden werden soll..
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St. Anna Fest
Mulfingen. Seit 400 Jahren schon wallfahren katholische Gläubige alljährlich
am 26. Juli nach Mulfingen ins Jagsttal zu einer Quelle. Vor 401 Jahren, 1597
wurde die verschüttete altüberlieferte Heilquelle wiederentdeckt,
die aus dem Brunnen der St. Anna Kapelle sprudelt. Schon damals kamen bis zu
400 Menschen täglich nach Mulfingen um sich ihre Gebrechen lindern oder
gar heilen zu lassen: Und der Tourismus, den man heute im Jagsttal wiederbeleben
möchte, blühte. In einer Herbergsordnung war den Gastwirten damals
vorgeschrieben, was sie für Übernachtung und Frühstück der
Wallfahrer berechnen durften: einen Gulden pro Woche. Heute werden in Mulfingen
weit über tausend Menschen zur Wallfahrt erwartet. Die Predigt in der Festmesse
um 9 Uhr hält Domkapitular Franz Glaser aus Rottenburg. Um 20 Uhr gibt
es als weiteren Höhepunkt der Wallfahrt eine Eucharistiefeier mit anschließender
Lichterprozession in die Mulfinger Dorfmitte.
Mega-Halle
Schwäbisch Hall/Heilbronn. Es ist sicher so, daß die Region Heilbronn-Franken
nur eine Großveranstaltungshalle für Messen, Kongresse und überregionale
Musik- oder Sportveranstaltungen verträgt. In Heilbronn denkt man über
den Bau einer solchen Mega-Halle nach, hat aber keinen Standort. Schwäbisch
Hall hat bereits eine Halle: 42 mal 70 Meter groß und über 20 Meter
hoch. Allerdings muß diese Hall, ein ehemaliger Wehrmachtshangar auf dem
Hessentaler Flugfeld mit Millionenaufwand erst renoviert werden. Aber während
heilbronn in dieser Sache noch völlig in der Luft hängt, wäre
in Hall das Projekt relativ schnell zu realisieren. Die Haller haben bereits
7,5 Mio Mark für die Renovierung der Halle im haushalt. Woher die 90 Mio
für einen Neubau in heilbronn kommen sollen, weiß niemand. Doch unabhängig
davon, wie Heilbronn letztendlich seine Probleme löst, Hall wird die Halle
auf jeden Fall ausbauen. Es ist schließlich nur eine Ausstattungsfrage,
ob daraus auch eine regionales Kongresszentrum werden kann.
Orgel wird eingeweiht.
Schwäbisch Hall. Ein musikalisches Kleinod wird nach umfangreicher Restaurierung
wieder eingeweiht: die Orgel aus dem Jahr 1851. Der Stuttgarter Orgelbauer Carl
Gottlob Weigle baute die Orgel und dabei verwendete er auch Teile des Vorgänger-Instrumentes,
das im Jahr 1697 vom Würzburger Orgelbauer Johann Hoffmann in die Kirche
des Klosters Comburg eingebaut worden war. Heute am Sonntag wird das von der
Firma Link aus Giengen an der Brenz wieder in seinen Originalzustand versetzte
Instrument mit einem Tag der Orgel wiedereingeweiht. Der Philharmonia Chor aus
Stuttgart begleitet Professor Helmut Wolf an der Orgel bei Werken von Rossini,
Bach und Brahms. Finanziell getragen wurde die Restaurierung von der Verwaltung
Burgen und Schlösser des Landes Baden-Württemberg, die als Eigentümerin
der Comburg insgesamt mehr als 4,5 Mio Mark für die Sanierung der Klosterburg
über dem Haller Vorort Steinbach ausgegeben hat.
Jugendliche ausgesetzt
Kirchberg/Pfungstadt. Ein 13 und ein 16jähriger Junge meldeten sich jetzt
bei der Polizei über Notruf, sie seien von ihrer Gruppe an der Autobahnraststätte
Pfungstadt in Hessen ausgesetzt worden. Die Jungen gehörten zu einer Gruppe
schwererziehbarer und verhaltensgestörter Jugendlicher aus Kirchberg an
der Jagst, und sie räumten gegenüber den Polizeibeamten, die sie an
der Raststätte abholten ein, daß sie sich auf einer Busfahrt nach
Frankfurt etwas daneben benommen hatten. Auch die Erzieher meldeten sich kurze
Zeit später, gaben an, die Jungs als "erzieherische Maßnahme"
an der Autobahnraststätte zurückgelassen zu haben, weil sie zuvor
im Bus "randaliert" hätten. Die Polizei beendete die "erzieherische
Maßnahme". Für die Erzieher bleibt sie ohne Folgen, weil einer
der "Schutzbefohlenen" schon 16 Jahre alt war. Wären beide noch
im Kindesalter gewesen, hätte das Aussetzen der Jungen strafrechtliche
Konsequenzen gehabt. Die Gruppe setzte ihre Fahrt nach Frankfurt fort.
Wieder Dividende
Braunsbach. Trotz 700 Tsd Mark weniger Umsatz als im Jahr zuvor konnte das Elektrizitätswerk
Braunsbach im letzten Geschäftsjahr wieder einen Gewinn zu erwirtschaften:
206 Tsd Mark bei einem Umsatz von 22 Mio. 22 Tsd Mark werden als Dividende an
die 725 Mitglieder der Genossenschaft ausgeschüttet. Der Umsatzrückgang
ist zurückzuführen auf das geringere Warengeschäft. Die EWB hatte
ihre Sparte Elektrogeräte aufgegeben. Angezogen hat dagegen deutlich der
Stromabsatz. 5,65 Prozent davon wird selbst über 13 Wasserkraftwerke, 19
Solaranlagen, zwei Biogasanlagen und eine Windkraftanlage selbst erzeugt. Der
Rest kommt vom Vorlieferanten Energieversorgung Schwaben und aus einem dreiprozentigen
Anteil am Kernkraftwerk Obrigheim. Auch die Verbraucher profitieren vom guten
Ergebnis des letzten Jahres. Geschäftsführerin Sylvia Barth kündigte
eine Senkung des Strompreises um 0,05 Pfennige je Kilowattstunde an. Beim EWB
Braunsbach sind übrigens noch 100 Tsd Mark Fördergelder für umweltfreundliche
Energieerzeugung abzuholen. Gelder die noch aus dem letzten Geschäftsjahr
übrig sind, allerdings zum Ende des Jahres 98 verfallen. Gefördert
werden Photovoltaik-, Biogas- oder Windkraftanlagen.
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Brand an Schule
Gaildorf. Rund 100 Tsd Mark Sachschaden entstand am Sonntag bei einem Brand
im Gaildorfer Schenk-von-Limpurg-Gymnasium. Durch schnelles Eingreifen der Gaildorfer
Feuerwehr, die mit sechs Fahrzeugen und 25 Mann anrückte, konnte das Feuer
rasch unter Kontrolle gebracht werden. Gebrannt hat es aus bislang noch ungeklärter
Ursache im Lehrerzimmer und im Rektorat der Schule. Der weitere Schulbetrieb
bis zum Ferienbeginn kann deshalb nur noch eingeschränkt aufrecht erhalten
werden. Zur Ursachenklärung wird jetzt ein Elektrosachverständiger
hinzugezogen. Auch Brandstiftung wird noch nicht ausgeschlossen.
Nordwestumgehung
Crailsheim. Die lange umstrittene Nordwestumgehung von Crailsheim ist jetzt
zwar durchgehend befahrbar, aber noch nicht fertig. Vermutlich erst Mitte Oktober
kann der erste Bauabschnitt zwischen der Bundesstraße 290 und dem Crailsheimer
Schlachthof für den Verkehr freigegeben werden. Der zweite Bauabschnitt
von der Tiefenbacher Straße bis zum Gewerbegebiet Hofwiesen wird demnächst
in Angriff genommen. Kostenpunkt: weitere zweieinhalb Mio Mark. Knapp eine Mio
davon verschlingt die Anbindung an die ehemalige Bundesstraße 14 mit einem
Kreisverkehr.
Wachturm wird saniert
Mainhardt. Der Nachbau eines römischen Wachturms am Limes bei der Gemeinde
Mainhardt muß saniert werden. Statt druckimprägnierten Kiefernholzes
soll Lärchenholz verwendet werden, um dem Turm eine längere Lebensdauer
zu geben. Kosten der Sanierung: etwa 60 Tsd Mark. Ein Drittel davon bezahlt
Mainhardt aus der Gemeindekasse. 20500 Mark bezahlt der Naturpark Schwäbischer
Wald, bei dem die Gemeinde allerdings weitere 9500 Mark beantragt hat. 10 Tsd
Mark der Finanzierung müssen über Spenden erbracht werden.
Sommerschlußverkauf
Hohenlohe. Die Regale vor allem der Textil-Einzelhändler sind nach dem
nicht gerade sonmnenverwöhnten Juli dieses Jahres noch voll. So bestätigten
die Sprecher der Gewerbevereine in Künzelsau, Crailsheim oder Schwäbisch
Hall. Und das Angebot beim heute beginnenden Sommerschlußverkauf ist noch
groß. Bei purzelnden Preisen für T-Shirts, Sommerblusen, kurze Hosen,
Sommerkleider oder Bademoden lassen sich manche Schnäppchen machen. Die
Lager werden nicht nur bei Textilien, sondern auch bei Sommer-Accessoires, bei
Schuhen und anderen jahreszeitbezogenen Artikeln großzügig geräumt.
Staus und Behinderungen
Untermünkheim. Die Bundestraße 19 erhält in der Ortsdurchfahrt
von Untermünkheim einen neuen Straßenbelag. Die Arbeiten werden unter
Verkehr in Angriff genommen, da es eine geeignete Ausweichstrecke nicht gibt.
Vor allem Pendler von und nach Schwäbisch Hall sowie der Verkehr zur Autobahn
A6 werden von heute bis kommenden Freitag mit Behinderungen und Staus rechnen
müssen.
Verwaltung radelt
Crailsheim. Die Verwaltungsspitze der Stadt Crailsheim, Vertreter des Gemeinderates
und des Verkehrsbeirates der Stadt sind heute nachmittag auf Radtour. Inspiziert
werden sollen die Radwege auf der Gemarkung Crailsheim. Schon in der Vergangenheit
hatte es bei diesen Radwege-Inspektionsfahrten immer wieder Anregungen zur Verbesserungen
gegeben. Diesmal geht die Fahrt vom Crailsheimer Marktplatz nach Ingersheim,
Jagstheim und Steinbach, dann zurück über Altenmünster, die Gaildorfer
Straße, die Goethestraße und Trutenbachallee zur TSV-Gaststätte
beim Schönebürgstadion. Dort findet eine Abschlußbesprechung
statt.
Uni im Museum
Tübingen/Wackershofen. Um das soziale, wirtschaftliche und kulturelle Leben
auf den Dörfern zwischen Kocher und Jagst im 16. bis 18. Jahrhundert ging
es bei einer Lehrveranstaltung der Universität Tübingen. Die geschichtswissenschaftliche
Fakultät tagte dabei im Freilandmuseum von Wackershofen, das für die
Beschäftigung mit diesem Thema die richtige Atmosphäre anzubieten
hatte. Geleitet wurde das Seminar vom Dr. Wolfgang Zimmermann von der Abteilung
Landesforschung der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg und von Dr.
Andreas Maisch, dem Leiter des Schwäbisch Haller Stadtarchives. Im Mittelpunkt
stand die Arbeit mit historischen Quellen, die - teils noch unerforscht - vom
Haller Archiv zur Verfügung gestellt wurden. Erarbeitet wurden aus alten
Dorfordnungen etwa die großen Unterschiede zwischen arm und reich in der
damaligen Feudalordnung sowie die unterschiedlichen Rechtsstellungen einzelner
Dorfbewohner. Viele Dörfer waren in Teilen unterschiedlichen Herrschaften
zugeordnet.
Verwaltungsrat tagte
Öhringen. In Öhringen tagte jetzt der Verwaltungsrat des regionalen
Rechenzentrums Franken-Unterer Neckar. Neben einem Überblick über
die Finanzen wurden auch eine Benutzerordnung verabschiedet und neue Preisstaffelungen
für die Online-Benutzung verabschiedet. Geschäftsführer Helmut
Mayer berichtete, daß das Rechenzentrum sich beim Land um die computertechnische
Abwicklung im Bereich der Grundbuchämter beworben hat. Das Land beabsichtigt
mit Hilfe der Computertechnik die bislang 400 Grundbuchämter im Land zu
70 Ämtern zusammenzufassen.
Bahnübergang wird beseitigt
Öhringen. In der Großen Kreiststadt Öhringen wird der letzte
schienengleiche Bahnübergang beseitigt. Der Übergang in der Nähe
des Öhringer Bahnhofes an der Kottmanstraße hatte bei geschlossener
Schranke oft zu langen Staus geführt. Nach jahrelangem Tauziehen konnten
jetzt alle planerischen und finanzielle Hindernisse überwunden werden.
Heute vormittag um 11 Uhr wird der erste Baggerbiß für eine Unterführung
getan.
Gemeinderat tagt
Rot am See. Im Sitzungssaal des Rathauses von Rot am See tagt heute abend der
Gemeinderat. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem eine Beschlußfassung
über die Versammlungen von Jagdgenossenschaften in den Teilorten, eine
Stellungsnahme zur Schließung der Postfiliale und Umwandlung in eine Postagentur,
die Anpassung der Kindergartenbeiträge in den künftig von der Gemeinde
übernommenen Kindergärten, verschiedene Bausachen sowie die Bildung
eines Arbeitskreises, der den Energieverbrauch in den kommunalen Einrichtungen
überprüfen und soweit möglich optimieren soll. Die Sitzung in
Rot am See beginnt um 20 Uhr.
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Biokontrollen
Schwäbisch Hall. Der Landkreis Schwäbisch Hall will künftig die
Bereitstellung und Nutzung der ausgegebenen Bio-Abfallbehälter häufiger
überprüfen. Hintergrund: Müllwerker haben in den vergangenen
Wochen festgestellt, daß häufig in ganzen Straßenzügen
kein einziger Behälter zur Biomüll-Abfuhr bereitgestellt wurde. Das
Amt für Abfallwirtschaft schließt daraus auf mangelnde Trennung der
Abfälle in den Haushalten. Diese ist aber seit über einem Jahr zwingend
vorgeschrieben. Der Landkreis kann seit Beginn die vertraglich zugesagten Mengen
an Biomüll nicht an seinen Abnehmer, die Kompostierungsanlage Bechhofen
bei Ansbach liefern.
Alle Absolventen im Job
Crailsheim. Alle 15 Schüler der zweijährigen Fachschule für Maschinentechnik
in Crailsheim haben den Abschluß geschafft. Die Absolventen erzielten
einen Klassenschnitt von 2,2. Ein Schüler erhielt einen Preis, drei Absolventen
eine Belobigung. Die Nachfrage nach Technikern des Schwerpunktes Fertigungstechnik,
wie er in Crailsheim angeboten wird, ist derzeit so groß, daß alle
15 Schulabgänger Arbeitsplatzzusagen in der Industrie der Region erhielten.
Im September beginnt an der Crailsheimer Schule ein neuer zweijähriger
Vollzeitkurs im Fachbereich Maschinentechnik.
Solarfabrik
Schwäbisch Hall. Erst nach der Sommerpause will der Würth-Konzern
bekanntgeben, wo er in Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Zentrum für Sonnenenergie
und Wasserstoff-Forschung (ZWS) seine Solarfabrik bauen will. Über 60 Orte
haben sich als Standort beworben. Schwäbisch Hall mit seinem Gewerbegebiet
Solpark, dem umgewandelten Gelände der ehemaligen US-Kaserne, rechnet sich
große Chancen aus. Neben Halls OB Hermann-Josef Pelgrim setzte sich auch
Wirtschaftsminister Dr. Walter Döring für den Bau des 15 Mio-Mark-Projektes
in Schwäbisch Hall ein. Mit dem Bau, so Würth Sprecher Thomas Oberle
soll im Jahr 1999 begonnen werden.
Neuer Stadtmaler
Gaildorf. Der neue Stadtmaler von Gaildorf ist eine Stadtmalerin und heißt
Sabine Arnold. Die 33jährige Künsterlin aus Waiblingen wird ein Jahr
lang im Schloß von Gaildorf wohnen und arbeiten. Sie wird Nachfolgerin
von Heinrich Knopf, dessen turbulente Amtszeit und Auseinandersetzung mit dem
örtlichen Kunstverein beinahe dazu geführt hätte, daß das
Stipendium kein weiteres Mal vergeben worden wäre. Arnold komnte sich jetzt
gegen 26 Mitbewerber und -bewerberinnen durchsetzen.
Schweine-Ausstellung
Wackershofen. Eine besondere Ausstellung wird heute im Freilandmuseum von Wackershofen
eröffnet. "Schwein gehabt" lautet der Titel. Und in der Tat,
Schwein gehabt haben die schwarz-rosa gefleckten Tiere der Schwäbisch Hällischen
Landrasse. Vor noch 15 Jahren galt die Schweinerasse als ausgestorben. Der Züchter
und Agraringenieur Rudolf Bühler aus Wolpertshausen hat eine bäuerliche
Erzeuigergemeinschaft aufgebaut und die Rasse aus wenigen aufgefundenen Exemplaren
rückgezüchtet. Das Fleisch der Tiere gilt mittlerweile wieder als
besondere Delikatesse und wird - von der EU namens- und regionsgeschützt
- über die Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall besonders vermarktet.
"Vom Landschwein zum Gourmetstar", so deshalb auch trefflich der Untertitel
der Ausstellung, die 200 Jahre Züchtergeschichte dokumentiert. Beginn der
Vernisage ist um 19 Uhr im Freilandmuseum von Wackershofen.
Ohne Gemeinderat
Ilshofen. Kindergartengebühren steigen in Ilshofen künftig ohne Beratung
und Zustimmung des Gemeinderates. Gegen vier Stimmen aus dem Lager der SPD beschloß
das Gremium, daß die Gebühren in Ilshofen künftig immer dem
Richtsatz des Landes angepasst werden. Nur durch diese Anpassung könne
die Stadt künftig die optimalen Fördermittel aus dem Ausgleichsstock
des Landes erhalten, so die Verwaltung. 120, 92 oder 65 Mark kosten abgestuft
nach verschiedenen Kriterien künftig die Kindergartenbeiträge in Ilshofen.
Schuß durchs Küchenfenster
Obersontheim. Ein Haus getroffen hat ein Obersontheimer Jäger anstatt eines
anvisierten Fuchses. Die Kugel schlug mehrere hundert Meter vom Hochsitz des
Jägersentfernt durch ein Küchenfenster. Das Geschoß ging quer
durch die Küche, durchschlug eine Wohnzimmertür und blieb erst in
der gegenüberliegenden Wand stecken. Verletzt wurde niemand. Doch die Polizei
ermittelt nun gegen den Jäger.
Stadtsanierung Zwischenbericht
Kirchberg an der Jagst. Seit 1985 läuft in der Stadt Kirchberg die Stadtsanierung.
Rund 7,2 Mio Mark Fördermittel stehen bislang zur Verfügung. Knapp
5,1 Mio Mark wurden davon bereits abgerufen. In den nächsten drei Jahren
saniert werden sollen das Museum, der Malerwinkel sowie der untere und mittlere
Burgberg. Bis zum Jahr 2010 soll ein weiterer Sanierungsabschnitt dazukommen:
die Gestaltung der Poststraße und der Ausbau der Alten Steige. Die dafür
notwendigen Mittel in Höhe von rund zwei Millionen sind noch nicht finanziert.
40 Prozent Anteil rechnet die Stadt für sich, 60 Prozent soll das Land
beisteuern.
Neuer Beigeordneter
Gaildorf. Der neue Erste Beigeordnete der Stadt Gaildorf ist auch der alte.
Stelleninhaber Hartmut Lenz hatte sich auf die Ausschreibung im Staatsanzeiger
vom 27. April als einziger Kandidat beworben. Er wurde gestern abend vom Gaildorfer
Gemeinderat für weitere acht Jahre gewählt.
Jahresbericht
Gaildorf. 19,4 Mio Mark Schulden hatte die Stadt Gaildorf zum Ende des Jahres
97, eine halbe Mio Mark weniger als noch im Jahr zuvor. Der Haushalt hatte ein
Volumen von 50,1 Mio und schloß mit eben jener halben Million besser ab,
als ursprünglich geplant. Gestiegen waren im Jahr 97 das Gewerbesteueraufkommen
um 183 Tsd und die Einnahmen aus Verwaltung und Betrieb um 258 Tsd Mark. Ein
weiteres Plus von 94 Tsd Mark kam aus Mieten und Pachten. Gaildorf hat rund
12 Tsd Einwohner.
Vertreterversammlung
Öhringen. Wenn auch die außerordentliche Vertreterversammlung der
Volksbank Hohenlohe heute abend in der Stadthalle von Neuenstein zustimmt, sind
die Verschmelzungen der Bank mit den kleineren Instituten Volksbank Kupferzell
und Raiffeisenbank Kirchberg-Ruppertshofen perfekt. Die Bank wird dadurch um
rund 3400 Mitglieder größer auf dann 36 Tsd. Der Kundenstamm wächst
gar um fast 9000 auf dann 90 Tsd Kunden. Die kleineren Banken hatten den Fusionen
mit Mehrheiten von jeweils über 97 Prozent zugestimmt..
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CD-ROM vorgestellt
Öhringen. Vorgestellt hat bei der gestrigen Vertreterversammlung die Volksbank
Hohenlohe ihre CD-ROM zum Geschäftsjahr 97. Die CD enthält neben dem
Geschäftsbericht der Bank einen Streifzug durch Hohenlohe in bildern, einen
Beitrag zum aktuellen Thema EURO und Software für PC-banking, die es Kunden
auch ohne Nutzung des t-online-Dienstes ermöglicht auf ihre Konten zuzugreifen
und Überweisungen zu tätigen. Die CD wie die darauf enthaltenen Programme
sind für Kunden kostenlos.
Hochwasserschutz
Öhringen. Verbreiterung und Vertiefung, neue Uferbestigungen, eine Überlaufrinne,
die Entfernung eines Wehres und die Erniedrigung eines weiteren Wehres um 30
cm, das sind die Maßnahmen, die ein Ingenieurbüro für den Hochwasserschutz
der Stadt Öhringen am kleinen Flüsschen Ohrn geplant hat. Die Maßnahmen
sollen in fünf Bauabschnitten bis zum Jahr 2000 verwirklicht werden. Kosten
insgesamt rund 4,1 Mio Mark. Zugrundegelegt wurde ein Hochwasser wie im Jahr
1993, das weite Teile der Öhringer Altstadt überflutet und Schäden
in Millionenhöhe verursacht hatte.
Finanz-Zwischenbericht
Öhringen. Der Öhringer Gemeinderat konnte gestern abend einen positiven
Finanzzwischenbericht für das laufende Haushaltsjahr 1998 entgegennehmen.
Vor allem das Gewerbesteueraufkommen entwickelt sich positiv und liegt derzeit
etwa 2,7 Mio Mark über dem Haushaltplan-Ansatz. Allerdings muß die
Stadtkasse in Öhringen ihre Liquidität durch kurzfristige Kredite
aufrecht erhalten. Die Kreditermächtigungen aus den Jahren 1997 und 1998
wurden bis auf eine Darlehensaufnahme von 200 Tsd Mark aber noch nicht in Anspruch
genommen.
Aufhebung Haushaltssperre
Öhringen. Die zum Jahresbeginn schon verfügte 30 prozentige Haushaltssperre
für das Budget der Öhringer Albert-Schweitzer-Schule wird jetzt, wie
von der Förderschule beantragt, aufgehoben. Durch die Bildung neuer Klassen
sind erhebliche Anschaffungen von Geräten, Ausstattungs- und Einrichtungsgegenständen
notwendig. Da das 70 prozentige Budget der Schule bereits nahezu ausgeschöpft
ist, ermächtigten die Gemeinderäte mit 28 Ja- Stimmen bei einer Enthaltung
ihren Finanzbürgermeister, jeweils im Einzelfall über die Aufhebung
der haushaltswirtschaftlichen Sperre zu verfügen.
U-Boot wird 30
Öhringen/Eckernförde. 30 Jahre lang besteht bereits die Patenschaft
der Stadt Öhringen zum U-Boot mit der Nummer 11 der Bundesmarine. Vom 30.
Oktober bis 1. November wird deshalb eine Delegation von Verwaltung und Bürgern
nach Eckernförde reisen, um die Patenschaft mit der Besatzung des Bootes
zu feiern. Das Boot selbst allerdings ist gar nicht dabei. Es wird zum Zeitpunkt
dieser Feier auf einer Werft in Bremen zur Überholung im Dock liegen. Allerdings
hat der Eckernförder Marinestützpunkt die Besichtigung eines anderen,
baugleichen U-Bootes angeboten.
Neunjähriger überfallen
Schwäbisch Hall. Vermutlich von Übersiedlerkindern überfallen
wurde jetzt ein 9jähriger Junge aus Hessental. Der Junge war auf der Hessentaler
Einkornstraße unterwegs, als er von drei etwa 12 jährigen Jungen
festgehalten wurde, die von ihm Geld verlangten. Der 9jährige konnte sich
losreißen und flüchten. Mit Akzent wurde ihm nachgerufen "Wir
bringen Dich um", was den 9jährigen dazu veranlasste, den Vorfall
den Eltern und der Polizei zu melden.
Neuer Ortsvorsteher
Kocherstetten. Der Künzelsauer Teilort Kocherstetten hat einen neuen Ortsvorsteher.
Für den aus gesundheitlichen Gründen zuückgetretenen 54jährigen
Wilhelm Hofmann wählte der Gemeinderat von Künzelsau gestern abend
den 50jährigen Ernst Gruber zum neuen Ortsvorsteher. Gruber war bislang
Stellvertreter von Wilhelm Hofmann.
38 Mio besser
Schwäbisch Hall. Um rund 38 Mio Mark größer als im Plan vorgesehen
war das Haushaltsvolumen der Stadt Schwäbisch Hall im abgelaufenen Jahr
1997. Statt wie veranschlagt 252 Mio lag der Etat bei über 290 Mio Mark.
18,2 Mio Mark mehr waren es im Verwaltungshaushalt, sogar 19,7 Mio Mark mehr
im Vermögenshaushalt. Die Zuführungsrate zum Vermögenshaushalt
stieg von 15,4 auf 29,1 Mio Mark. Zurückzuführen ist das gute Ergebnis
auf ein erhebliches Plus bei den Gewerbesteure-Einnahmen der Stadt Schwäbisch
Hall. Die Rücklagen der Stadt liegen nun bei 46 Mio, der Schuldenstand
allerdings bei 65,5 Mio Mark. Dies entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung der
Schwäbisch Haller Bürger von 1789,70 DM.
Doch Asylbewerber-Unterkunft
Künzelsau. Nach mehreren Gesprächen zwischen Landkreis,-Stadtverwaltung
und Gemeinderatsvertretern, sieht es so aus, als ob sich der Künzelsauer
Rat nicht mehr gegen eine Asylbewerber-Unterkunft in Stadt sperrt. Noch bei
den Beratungen des Technischen Ausschusses hatte der Rat vor einer Woche eine
Bauvoranfrage des Landratsamtes zurückgewiesen. Asylbewerber-Unterkünfte
sollen vorrangig in landeseigenen Gebäuden in der Schillerstraße
geschaffen werden. Sollte dies nicht ausreichen oder bautechnisch unmöglich
sein, wird sich der Rat nicht gegen einen Neubau auf einem (noch) bahneigenen
Gelände, ebenfalls an der Künzelsauer Schillerstraße sperren.
So die Beschlußlage des Gemeinderats-Plenums von gestern abend.
Jugend-Initiative
Hohenlohekreis. Wie können verschiedene Organisationen und Institutionen
wie Schule, Arbeitsverwaltung, Kammern und Wirtschaftunternehmen so vernetzt
werden, daß sie zur Verbesserung der Chancen von Jugendlichen noch mehr
beitragen können? Zu dieser Fragestellung trafen sich heute vormittag Vertreter
des Kulturministeriums, des Oberschulamtes, der Lehrerschaft und des Landkreises
zu einem Arbeitsgespräch in Kloster Schöntal. Die Verantwortlichen
wollen mit ihrer "Regionalen Jugendinitiative" im Hohenlohekreis einen
Prozeß auf breiter Ebene anstoßen. Insbesondere soll mit dieser
vom Ministerium Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg im Rahmen seiner
jugendpolitischen Schwerpunkte unterstützten Initiative der Dialog zwischen
den Generationen konkret und vor Ort gestärkt werden. Jugendlichen soll
vermittelt werden, daß Erwachsene eben nicht schon alles gedacht, alles
erfunden und alles bewegt haben und daß es sehr wohl noch Raum für
Jugendliche in Gesellschaft und Arbeitswelt gibt.
Stadtteilarbeit geht weiter
Öhringen. Die Stadtteilarbeit in Öhringen in Zusammenarbeit mit der
Caritas kann weitergeführt werden. Der Gemeinderat billigte jetzt die Weiterbeschäftigung
einer Halbtagskraft beim Projekt "Gemeinwesenarbeit Zwetschgenwäldle"
um weitere drei Jahre. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt in der Familienberatung,
bei Einzelfallhilfen sowie der Koordinantion und Planung von Freizeitmaßnahmen
und Sprachhilfen in diesem vorwiegend von Aussiedlern bewohnten Stadtteil Öhringens.
Mehr Konkurse
Landkreis Schwäbisch Hall. Während landesweit die Zahl der Konkurse
fällt, ist sie im Landkreis Hall erneut um 14 Fälle angestiegen. 59
Insolvenzen verzeichneten die zuständigen Amtsgerichte im vergangenen Jahr,
40 davon waren Unternehmenskonkurse, 19 bezogen sich auf Nachlässe von
Privatpersonen. Nur in 15 dieser Konkurse war für die Gläubiger noch
etwas zu holen, bei 44 wurden die Verfahren, wie es im Amstdeutsch heißt,
"mangels Masse" abgelehnt
Gold für Biomilch
Mäusdorf. Die kleine private Molkerei im Hohenlohischen Mäusdorf,
bedeutender Hersteller von Bioland-Milchprodukten hat einen goldenen Preis erhalten.
Ausgezeichnet wurde die Vollmilch mit 3,5 Prozent Fett beim Qualitätswettbewerb
für Milchprodukte der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft DLG. 200 Sachverständige
prüften in diesem Wettbewerb rund 1800 Milchprodukte.
Schülermeister
Crailsheim. Der Crailsheimer Konstantin Lorkin ist neuer württembergischer
Schülermeister über 3000 Meter. Der 15jährige gewann bei den
Meisterschaftswettkämpfen der 14- und 15jährigen in Pliezhausen in
einem spannenden 3000 Meter-Endlauf mit einem Vorsprung von sieben Sekunden
vor dem Zweitplazierten und mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 9:38:53.
Diese persönliche Bestzeit hatte er gar um 20 Sekunden verbessert.
Kirche wird renoviert
Schwäbisch Hall. Rechtzeitig zum Johannes-Brenz-Jahr 1999 soll die Johannes-Brenz-Kirche
in Schwäbisch Hall fertig werden. Die Kirche der Rollhofgemeinde wird derzeit
mit einem Aufwand von rund 900 Tsd Mark renoviert. Eine Fußbodenheizung
wird eingebaut, der Boden wird mit gelblichen Natursteinplatten neu ausgelegt,
die Schallanlage wird erneuert, Kanzel, Taufstein und Altar werden ausgetauscht
und last not least bekommt die Kirche, die erst im Jahr 1955 gebaut wurde, einen
neuen Außenputz. Finanziert wird die Arbeit über Spenden, einen Beitrag
der Landeskirche und Gelder der Gesamtkirchengemeinde und des Kirchenbezirks.
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Spenden statt Sekt
Schwäbisch Hall. 20 Tsd Mark verteilten gestern die dm-drogerie-Märkte
von Schwäbisch Hall an Kindergärten in Hall und Michelfeld, an das
Tierheim, an zwei diakonische Einrichtungen und an die Sieder von Hall. Wer
die jeweils 10 Tsd Mark pro dm-Filiale bekommen sollte, das entschieden die
Kunden der Drogeriemärkte in Umfragen. Anlaß der Aktion war das 25jährige
Bestehen des Konzerns, der dieselbe Aktion an allen 430 Filialen in Deutschland
startete und dafür unter dem Motto "Vier Millionen und kein Tropfen
Sekt" 4,3 Mio Mark ausgab. dm setzte im vergangenen Geschäftsjahr
990 Mio Mark um und rangiert damit, so der geschäftsführende Gesellschafter
Götz Werner, auf Platz 2 in Deutschland
Läuft gut
Öhringen. Einen Zwischenbericht zur seit 1995 laufenden Konzeption Stadtmarketing
erhielten jetzt die Öhringer Gemeinderäte. Mehr als 200 Vorschläge
und Ideen wurde bislang von vier Ausschüssen bzw. Arbeitskreisen entwickelt,
geprüft und entweder umgesetzt oder zurückgestellt. Vieles was wünschenswert
wäre, kann aus finanziellen Gründen nicht verwirklicht oder muß
auf die Zeit nach dem Jahr 2005 verschoben werden, etwa ein Infotelefon für
Senioren oder ein elektronisches Parkleitsystem. Die Vier Arbeitskreise sollen
jetzt in zwei größere zu den Themen "Städtebau, Umwelt
und Wirtschaftsförderung" sowie "Soziales und Kulturelles"
zusammengelegt werden.
Bebauungspläne aufgestellt
Schwäbisch Hall. Der Haller Gemeinderat verabschiedete jetzt mehrheitlich
die endgültigen Entwurfsbeschlüsse zu den Bebauungsplänen Stadteinfahrt
Crailsheimer Straße und Areal Ritterbräu. Mit nur drei bzw vier Gegenstimmen
sprach sich der Rat für die zwei städtebaulich wirksamen Vorhaben
aus. Gegen den Willen des Ortschaftsrates im Teilort Weckrieden wurde beschlossen,
die östliche Stadteinfahrt mit markanten Gebäuden torähnlicher
zu gestalten. Auch die Bebauung der über 4000 qm großen Gewerbefläche
Ritterbräu am Rande der Altstadt mit einem weiteren Parkhaus und einem
großen Lebensmittelmarkt stieß nicht bei allen Räten auf Gegenliebe.
Flugplatz-Umbau
Hessental. Mehrheitlich stimmte der Haller Gemeinderat jetzt für den ersten
von vielen Schritten, den Hessentaler Flugplatz so umzubauen, daß er der
Euronorm für Geschäftsflugplätze genügen wird. Eine Anfrage
der Motorsportflieger und der Geschäftsflieger sechs Flugzeughallen am
Nordrand des Hessentaler Flugplatzes planen und bauen zu können wurde nach
langer Diskussion mit Mehrheit gebilligt. Zwei bestehende Hallen auf der Südseite
des Flugplatzes werden im Zuge der Umwandlung des Geländes zum Gewerbegebiet
Solpark abgerissen.
Normenkontrollklage
Schwäbisch Hall. Die Stadt Schwäbisch Hall wird sich mit einem finanziellen
Beitrag von etwa 10 Tsd Mark an einer Normenkontrollklage gegen das neue Energiewirtschaftsgesetz
beteiligen. Diese Klage wird derzeit von der SPD-Bundestagsfraktion, verschiedenen
Bundesländern und Kommunen vorbereitet. Sie fürchten negative Auswirkungen
auf gewachsene Strukturen von kommunalen Energie-Unternehmen und auf die Umwelt,
da erneuerbare Energien wie Solarstrom, Wind- und Wasserkraft sowie die Kraft-Wärmekopplung
in Blockheizkraftwerken gegenüber Billigstrom aus ausländischen Atomkraftwerken
nicht konkurrenzfähig sind. Der freie Handel von Energie für Großabnehmer
mit den entsprechenden Durchleitungsrechten, beschneidet darüberhinaus
das Selbstverwaltungsrecht von Kommunen, die dafür von den großen
Energieversorgern keine Konzessionsabgaben mehr bekommen. Stark betroffen sind
auch die Stadtwerke Schwäbisch Hall, die rund 60 Prozent ihres Stromes
über Kraft-Wärmekopplung selbst erzeugen.
Stromverhandlungen
Schwäbisch Hall. Vertreter der Städte Heidenheim, Aalen, Schwäbisch
Gmünd und Schwäbisch Hall trafen sich gestern in Hall, um über
die Situation ihrer Stadtwerke und der kommunalen Stromversorgung zu beraten.
Ziel der Kontakte soll die Bildung einer möglichen Strom-Einkaufsgemeinschaft
sein. Unbestätigten Gerüchten zufolge gab es dabei auch ernsthafte
Überlegungen, den Strom nicht beim bisherigen Vorlieferanten EVS bzw Energieversorgung
Baden-Württemberg sondern bei der Preussag einzukaufen. Vor allem die Stadtwerke
Schwäbisch Hall haben wegen ihrer Eigenerzeugungs-Politik seit Jahren und
verstärkt seit der Übernahme der Stadtwerke Sindelfingen durch Schwäbisch
Hall ein gespanntes Verhältnis zur EVS.
Dammlösung vom Tisch
Gelbingen. Die bislang vom Regierungspräsidium favorisierte Dammlösung
im Zuge der Umgehung B19 von Gelbingen ist vom Tisch. Die im Vergleich zum Vorschlag
der Stadt Hall um etwa 9 Mio Mark billigere Trasse hatte im Teilort Gelbingen
für heftige Unruhe gesorgt. Der bis zu 12 Meter Hohe Damm plus Lärmschutzwand
hätte das Dorf völlig vom Kochertal abgeschnitten. Die Stadt Hall
hatte im Gegensatz zum Regierungspräsidium für die Umgehung Gelbingens
eine tiefergelegte sogenannte Halbschalenlösung entlang des Kochers mit
Tunnel durch den Neuberg vorgeschlagen. Diese Lösung soll jetzt noch kostenoptimiert
werden. Ein Baubeginn noch in diesem Jahrhundert ist allerdings sehr unwahrscheinlich
Rüffel
Schwäbisch Hall. Zum wiederholten Male bekam die seit Jahrhunderten von
der Stadt Schwäbisch Hall verwaltete Stiftung des Hospitals zum Heiligen
Geist einen Rüffel vom Rechnungsprüfungsamt. Die Gelder wurden zwar
haushalts- kassen- und rechnungsmäßig richtig verwaltet. Doch das
Vermögen der Stiftung an Wäldern, Grundstücken und Häusern,
grob geschätzt rund 150 Mio Mark, ist nirgendwo genau beziffert. Auch Verwaltungskosten
zwischen Stadt und Stiftung sind teilweise ungenau abgegrenzt. Eine überörtliche
Prüfung durch die Gemeindeprüfungsanstalt, die die Jahresrechnungen
bis einschließlich 1994 untersucht ist trotz eines vorläufigen Prüfungsberichtes
im Mai 1996 immer noch nicht abgeschlossen. Rund 20 Mio Mark umfasst der jährliche
Etat der Hospitalstiftung.
Dauer-Ausnahme
Wackershofen. Das Hohenloher Freilandmuseum in Wackershofen hat jetzt eine Dauer-Ausnahmegenehmigung
für den Sonntagsverkauf erhalten. Das Museum bietet in einem im Stil der
Jahrhundertwende eingerichteten Kolonialwarenladen neben Literatur auch Süßigkeiten,
Blechspielzeug, Textilien und Hausrat an. Außerdem gibt es jeweils an
den Wochenenden frisch in den Backhäusern des Museums gebackenes Bauernbrot.
Das Museumsbrot hat sich mittlerweile zum begehrtesten Artikel unter den Besuchern
entwickelt. Die Landesregierung muß der im Gemeinderat der Stadt beschlossene
Verordnung allerdings noch bestätigen.
Von Nebenbuhlerin niedergestochen
Künzelsau. Eine 30jährige Frau aus einer kleinen Gemeinde im Hohenlohischen
hat jetzt die vermeintliche 32jährige Freundin ihres Ehemannes niedergestochen.
Nachdem sie von dem Verhältnis erfahren hatte, rastete die Frau aus, ging
zur Wohnung der 32jährigen und begann, als diese arglos ihre Wohnungstüre
öffnete, einen lautstarken Streit mit der Frau. Im Verlauf der Auseinandersetzung
stach die 30jährige heftig mit einem Messer auf ihre Kontrahentin ein.
Die schwerverletzte Frau konnte noch aus eigene Kraft den Notarzt alarmieren.
Sie wurde ins Kranknehaus gebracht. Die zunächst flüchtoge Messerstecherin
ist von der Kripo mittlerweile ermittelt und zur Vernehmung vorläufig festgenommen.
Renovierung
Schwäbisch hall. Sechs Mehrfamilienhäuser auf dem Gelände der
ehemaligen US-Kaserne Dolan Barracks in Schwäbisch Hall Hessental sollen
jetzt für über 9 Mio Mark renoviert werden. In den ehemaligen Offizierswohnungen
werden die Dachgeschosse, die Treppenhäuser und Außenfassaden erneuert,
werden Haus- und Versorgungsanschlüsse neu installiert und die Bodenbeläge
werden erneuert. dabei, so die Untersuchung des planenden Architekten müssen
auch PVC-haltige Altbeläge entsorgt werden. Probleme mit polycyklischen
aromatischen Kohlenwasserstoffen in Parkettklebern, wie sie in ehemaligen US-Wohnungen
in Crailsheim aufgetreten sind, erwartet die Haller Grundstücks- und Wohnbaugesellschaft
nicht.
Zuviel Geld?
Schwäbisch Hall. Understatement unterstellt wurde der Haller Stadtverwaltung
im Gemeinderat, als sie in einem Zwischenbericht vor dem Gemeinderat von einem
voraussichtlich ausgeglichenen Jahresergebnis 1998 sprach. Tatsächlich
wird der Jahresetat 98 voraussichtlich mit einem Überschuß von 31
Mio Mark abschließen. Die im Haushaltsplan noch ausgewiesene negative
Zuführungsrate von 9,7 Mio aus dem Vermögens- in den Verwaltungshaushalt
wird es nicht geben und auch die eingeplanten Kredite von 12 Mio Mark mußten
bislang noch nicht aufgenommen werden. Ursache: Trotz wegfall der Gewerbekapitalsteuer
liegt das gegenwärtige Veranlagungssoll der Haller Gewerbebetriebe, insbesondere
der Bausparkasse Schwäbisch Hall bei 189 statt 102 Mio Mark, also um 87
Mio Mark höher. Nur etwa 40 Prozent davon dürfte die Stadt Hall behalten,
der Rest wird als Umlagen an Land und Kreis abgeführt. Die Umlagen entfallen
allerdings für dieses Jahr, sollte die Stadt die üblichen Vorauszahlungen,
wie 1996 schon einmal, nicht abrufen sondern gegen Zins bei der BSH parken.
Bis zum Erlaß eines endgültigen Steuerbescheides durch das Finanzamt
verdiente die Stadt Hall so 3,4 Mio Mark an Zinsen.
Name Schwabenküche bleibt
Sulzdorf/Heilbronn. Der Name Schwabenküche des in Konkurs gegangenen Sulzdorfer
Küchenherstellers Schaffitzel wird bleiben. Der Heilbronner Küchenhändler
Fred Berger hat jetzt das Sulzdorfer Küchenstudio übernommen und will
es unter altem Namen weiterführen. Mit übernommen hat Berger auch
das alte Berater-Team, und auch Service und Kundendienst für Besitzer älterer
Schwabenküchen sollen weitergeführt werden. Im September soll das
Schwabenküchenstudio wiedereröffnet werden.
Enteignung?
Untermünkheim/Schwäbisch Hall. Seit Jahren wollen die Gemeinden Untermünkheim
und Schwäbisch Hall einen Radweg zwischen ihren Kommunen bauen. Die Pläne
liegen seit Jahren in Schubladen, können aber nicht verwirklicht werden,
weil sich die Rinderzüchter mit ihrer Zuchtstation Lindenhof bei Obermünkheim
dagegen wehren. Möglicherweise droht ihnen nu eine Enteignung für
ein kleines Stück Land, das die Züchtervereinigung bisher nicht bereit
ist, für den Radweg herzugeben. Die für Außenstehende hermetisch
abgesperrte Anlage Lindenhof fürchtet die Einschleppung von Krankheitserregern
und andere negative Einflüsse auf ihre direkt am geplanten Radweg befindlichen
Rinderweiden.
32 Mio für Ausbau
Schwäbisch Hall. Am ersten Ferientag beginnen die Bauarbeiten zum Ausbau
des Schwäbisch Haller Schulzentrums Ost offiziell. Vor arbeiten für
das 32 Mio Mark Projekt laufen bereits. Die Schulgebäude bekommen ein weiteres
Stockwerk, die Aula wird erweitert und eine zusätzliche Turnhalle wird
gebaut. Im nächste und im übernächsten Schuljahr werden sich
Beeinträchtigungen durch Baulärm nicht vermeiden lassen. Insgesamt
erhält die Schule elf Klassenzimmer und vier Fachräume zusätzlich.
Preis für Bürkert
Ingelfingen. Einen Preis für die Weiterentwicklung von Bildungssystemen
der Wirtschaft hat die Otto-Wolff-von-Amerongen-Stiftung gemeinsam mit dem Deutschen
Industrie- und Handelstag DIHT ausgeschrieben. Für 1998 ging der Preis
an die Deutsch- Britische Industrie- und Handelskammer in London für ein
einjähriges Fortbildungsangebot an junge Bank- und Industriekaufleute.
Außerdem wurden 16 deutsche Firmen ausgezeichnet. Eine davon war die Firma
Bürkert aus Ingelfingen. Dort hatten die Beschäftigen auf einen bestimmten
Anteil an Lohnerhöhungen verzichtet, um zusätzlich Ausbildungsplätze
in der Firma zu schaffen..
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Brennende Fahrzeuge und zwei Tote
Satteldorf. Zwei Lastzüge und ein Pkw brannten gestern abend auf der A6
bei Satteldorf. Ein mit Ziegeln beladener Lastzug war ungebremst in einen Stau
gefahren und hatte eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Im ersten
gerammten Fahrzeug, besetzt mit einer fünfköpfigen türkischen
Familie starb eine 28jährige Frau, die anderen vier Insassen wurden scher
verletzt. Im zweiten vom Lastzug gerammten Auto wurde der Fahrer getötet.
Danach riß der Ziegellaster einem Silozug den Tank auf der gesamten Länge
auf. Beide Laster gerieten in Brand. Doch der Zieglaster raste weiter, stieß
gegen drei weitere Pkw und schließlkich gegen ein niederländisches
Wohnmobil. Die Insassen, eine Frau mit drei Kindern, eines davon schwer verletzt
irrten unter Schock über die Auobahn. Die zur Bergung notwendige Sperrung
der Autobahn dauerte bis in die heutigen Morgenstunden. 128 Feuerwehrleute und
Rettungskräfte waren im Einsatz. Der Schaden wird auf rund 560 Tsd Mark
geschätzt. Der Führerschein des ebenfalls verletzten Unglücksfahrers
wurde an Ort und Stelle beschlagnahmt. Erstmals kam bei deisem Unfall die kürzlich
im Hohenlohischen gegründete Notfallseelsorge zum Einsatz.
Windhose
Künzelsau. Bäume wurden entwurzelt, Gartenstühle flogen 20 Meter
durch die Luft, Hausdächer abgedeckt, Autosbeschädigt. Innerhalb von
sekunden richtete eine Windhose gestern in Künzelsau Schäden in Höhe
von mehreren 100 Tsd Mark an. Innerhalb von weniger als einer Minute war der
Spuk vorbei. Von Südwesten kommend war die metereologisch "Klein-Trombe"
genannte Windhose quer durch die Künzelsauer Innenstadt und den halben
Galgenberg hinaufgerast, wo sie sich genauso schnell, wie sie sich gebildet
hatte, wieder auflöste. Sie hinterließ eine 30 Meter breite Schneise
der Verwüstung. Das in unseren Breiten ungewöhnliche Naturereignis
enstand aufgrund großer, aber kleinräumiger Temperaturunterschiede,
so der Deutsche Wetterdienst in Stuttgart.
Tod auf der Autobahn
Crailsheim/Öhringen. Auf dem Nachhauseweg verunglückte jetzt ein 34jähriger
Mann aus Öhringen. Er war auf der A6 in der Nähe von Crailsheim mit
hoher Geschwindigkeit ungebremst von hinten auf den Auflieger eines niederländischen
Sattelzuges gefahren. Während der Sattelzug auf der Standspur anhielt drehte
sich der Pkw des Öhringers um die eigene Achse und blieb unbeleuchtet liegen.
Ein zweiter Lkw mit Anhänger prallte auf. Dabei schleuderte der Pkw auf
die Überholspur.Ein nachfolgender Kleinlaster prallte als Dritter auf den
Pkw des Öhringers. Der junge Autogahrer war vermutlich schon nach dem ersten
Aufprall tot. Sachschaden entstand in Höhe 160 Tsd Mark.
Neue Rettungswache
Schwäbisch Hall. Zwei Rettungstransporter, zwei Krankentransporter und
ein Notarztwagen: das ist die Ausstattung der DRK-Rettungswache Schwäbisch
Hall. Besetzt sind Fahrzeuge und Rettungswache mit 13 Rettungsanitätern
und zwölf Zivilidienstleistenden im Schichtdienst rund um die Uhr. Die
Notärzte stellt das Haller Diakoniekrankenhaus. Für sie alle wird
derzeit unterhalb des Diakoniekrankenhauses in der Haller Auwiesenstraße
eine völlig neue Rettungswache gebaut. Das 1,2 Mio Mark teure Projekt wird
im Frühjahr fertiggestellt. Die Rettungsleitstelle aber wird beim alten
Domizil an der Steinbacher Straße bleiben, ebenso die DRK-Verwaltung und
die Sozialen Dienste. Notwendig geworden war der Neubau aus Platzgründen.
Das DRK will seine Sozialen Dienste an der Steinbacher Straße ausbauen.
Außerdem war die verkehrliche Situation an der Steinbacher Straße
ungenügend. Die DRK Ausfahrt mündet dort direkt in den Verkehrsknoten
am Bahnhof.
Regenüberlaufbecken
Hessental. Das rasante Wachstum des Schwäbisch Haller Teilortes Hessental
hat immer mehr Bodenversiegelung durch Straßen und bebaute Grundstücke
zur Folge. Und dies bewirkt einen höheren Abfluß an Regenwasser,
was jetzt in Hessental ein drittes Regenüberlaufbecken notwendig macht.
Die Stadt wird es mit einem Fassungsvermögen von 1800 Kubikmetern für
rund 3,2 Mio Mark am Grauwiesenbach oberhalb der Kläranlage bauen. Finanziert
wird es durch außerplanmäßige 800 Tsd Mark im Jahr 1998 und
insgesamt 2,4 Mio Mark verteilt auf die Haushalte 1999 und 2000.
Flugplatz auch Testgelände
Hessental. Der Flugplatz von Schwäbisch Hall-Hessental wird immer wieder
auch von Auto-Renn-Teams stundenweise als Testgelände gemietet. So testete
vergangene Woche das Mercedes-Werksteam seine GT-Renner, was wegen Lärmbeschwerden
von Anwohnern sogar die Polizei auf den Plan rief. Vorgestern war das Neuensteiner
Renn-Team Wolf auf dem Platz um seine Fahrzeuge für das nächste Flugplatzrennen
der Deutschen Tourenwagen Challenge-Meisterschaft am 7. August im Siegerland
abzustimmen. Und gestern kam das Augsburger Opel-Team Holzer mit seinen 310-PS-Vectras,
die am Wochenende bei der Super-Tourenwagen-Meisterschaft in Wunstorf von den
Fahrern Alzen und Burgstaller gesteuert werden. Die Häufung solcher Tests
in der vergangenen Woche kam durch die Belegung des Hockenheimrings mit der
Formel1 zustande, die am Sonntag dort den Großen Preis von Deutschland
ausfährt.
Neuer Vorstand
Schwäbisch Hall. Der Haller Stadtjugendring hat nach zweijähriger
Suche endlich einen neuen Vorstand. Sieben Jahre lang hatte den Vorsitz der
einstige Juso und heutige PDS-Bundestagskandidat Jochen Dürr inne, die
letzten beiden Jahre allerdings nur noch kommisarisch. Mehrmals stand der Stadtjugendring
Schwäbisch Hall in dieser Zeit kurz vor dem Aus, da sich unter den 18 Mitgliedsorganisationen
niemand fand, der die Vorstandsarbeit übernehmen wollte. Einzig und allein
die Verteilung der jährlichen 20 Tsd Mark Zuschuß aus der Stadtkasse
hielt die Vereinigung noch zusammen. Die Junge Union stellt nun den Vorsitzenden
Michael Zügel sowie mit Christian Zeidan den Schriftführer. 2. Vorsitzende
wurde Sylvia Bertsch von den städtischen Jugendhäusern und als Kassier
fungiert Michael Kriegbaum von der DLRG-Jugend. Im rollierenden System soll
nun alle Jahre ein anderer Verband den Vorsitzenden stellen, so schreibt es
die neue Satzung des SJR vor. Viele glauben allerdings, daß das System
nicht funktionieren wird und das Schicksal des neuen Vorstandes schon vorprogrammiert
ist. Er wird möglicherweise keine Nachfolger finden.
Verkehrsmessung ohne Folgen
Crailsheim. Ohne Folgen für Autofahrer werden die Geschwindigkeitsmessungen
bleiben, die jetzt die Crailsheimer Verkehrswacht mit ihrem neuen Mess-System
durchführt. Die Anlage wird vorwiegend in Wohngebieten eingesetzt werden.
Sie zeigt auf einer großen Tafel herannahenden Autofahrern jeweils an,
wie schnell sie fahren. Erfahrungen mit gleichartigen Geräten an anderen
Orten zeigen, daß die Autofahrer darauf reagieren und langsamer fahren.
Die neue Crailsheimer Anlage wurde jetzt vor dem Kindergarten im Wohngebiet
Roter Buck eingeweiht.
Kein neues Logo
Blaufelden. Die Gemeinde Blaufelden wird keine neues Logo und kein neues Erscheinungsbild
auf Briefbögen, Broschüren und anderen amtlichen Schriftstücken
bekommen. Der Gemeinderat lehnte es jetzt ab, das Projekt weiter zu verfolgen,
obwohl bereits mehr als 1000 Mark für Entwürfe ausgegeben wurden.
Der Sämann aus dem Wappen genüge vollauf, so die Räte. Besondere
Logos für Gemeinden seien eher eine Mode-Erscheinung, und man müsse
nicht alle Trends mitgemacht haben.
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Keine Unterkunft in Künzelsau
Unglücklicher Bürgermeister
Gemeinderat lehnt Bauvoranfrage für Asylbewerber-Unterkunft
ab
Künzelsau. Das Gesetz zwingt den bislang weitgehend verschonten Hohenlohekreis nun Hunderte von Plätzen für mögliche Zuweisungen von Asylbewerbern zu schaffen. Im benachbarten Landkreis Schwäbisch Hall gibt es mehr als "zumutbar", nämlich rund 900 in zwei Sammelunterkünften. Doch das Landratsamt hat Schwierigkeiten, Plätze zu finden. Und was gefunden wird, ist so teuer zu mieten, daß sich ein Neubau lohnen würde. Doch geradeaus über die Straße beim Rat der städtischen Verwaltung ist man solchen Vorstellungen überhaupt nicht grün. Nicht, wenn in Künzelsau gebaut werden soll.
Dabei hatte die Stadt vor acht Jahren, als Asylbewerber noch in ihre Zuständigkeit fielen, just auf dem selben Grundstück, das der Landkreis jetzt vorschlägt, selbst noch eine Unterkunft bauen wollen. Aber in Künzelsau hat sich viel geändert. Auch die Meinung manches Gemeinderates. Da gab es manch (un)bedachte Äußerung von Räten im Ausschuß, als über das Thema beraten wurde: über Asylanten selbst, über ihre Anfälligkeit für Straftaten und über die "hohe Politik", die einem kleinen Landstädtchen wie Künzelsau sowas antue. Bürgermeister Volker Lenz fühlte sich gar nicht wohl, als da mancher Rat sich den Kropf leerte. "Die Schmerzgrenze ist jetzt erreicht", sagte er. Und Grünen-Gemeinderat Martin Braun war gar geschockt über die Gesinnung und Uneinsichtigkeit seiner Ratskollegen.. "Da war ich echt platt". Eine Mehrheit der Stadträte - und auch darüber ist Bürgermeister Lenz alles andere als glücklich - will der hohen Politik auf Bundesebene einen Denkzettel verpassen. Der Antrag des Landratsamtes auf Bau eines Asylbewerberheimes in der Künzelsauer Schillerstraße wird abgelehnt. "Wir haben im Wohnbauschwerpunkt Taläcker noch sehr viel Integrationsarbeit zu leisten", meinte FDP-Rat Gerhard Heinrich. "Jetzt auch noch Asylbewerber, das mag ich nicht einsehen." Andere halten den Standort Künzelsau für völlig falsch. Wenn sie Taläcker sagen klingt das wie im Volksmund: "Russenbuckel". Und wenn sie von Integration sprechen, klingt das wie "Anpassen, Maul halten". Der Landrat versteht zwar nicht, warum man sich in Künzelsau so schwer tut, aber auf dem Bauplatz Schillerstraße will er nicht beharren. Es gebe ja in den Taläckern noch jede Menege freien Wohnraum. Er sieht sich in Zugzwang und muß bis Herbst die Unterkünfte gegenüber dem Land nachweisen. Für die Räte ist mit solchem Ansinnen aber das Maß voll. Asylbewerber in der Trabantenstadt mit eh schon übergroßem Anteil an Rußlanddeutschen, das, so FDP-Heinrich, "halte ich für verantwortungslos." Und bei Fritz Scholl von der CDU klingts so: "Wir dürfen die Flüchtlinge da oben nicht ausgrenzen". Aber eine Sammelunterkunft, wie vom Landratsamt vorgeschlagen, am Rande der Innenstadt?: Nein!! Baurechtlich, so Bürgremeister Volker Lenz ist die Ablehnung nicht begründ- und damit kaum haltbar. In strittigen Bausachen entscheidet normalerweise das Baurechtsamt, üblicherweise das Landratsamt. In der Stadt Künzelsau aber ist die Stadt selbst zuständig, die Verwaltung, wohlgemerkt und nicht die Räte. Doch Bürgermeister Lenz hofft dennoch auf Einsicht. "Das ist kein schönes Thema, aber es wird in der nächsten Ratssitzung wieder Thema werden." Niemand reißt sich um eine Asylbewerber-Unterkunft und deshalb glaubt Gemeinderat Gerhard Heinrich auch: "Jeder hat das Gleiche gedacht, nur ich hab´s geäußert." Und sein Fraktionschef Emil Jäger gibt ihm indirekt Recht: "Ich bin im Grunde auch dagegen, aber wir werden das so nicht verhindern können." Stimmt. Im Prinzip können das nach unbegündbarer Ablehnung der Gemeinderäte der Bürgermeister und der Landrat in einem Telefongespräch klären. Wie gesagt im Streitfall ist die Baurechtsverwaltung zuständig, ob nun die von der Stadt oder vom Landratsamt.
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