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Mittwoch 1.7.1998

Kriminalprävention
Crailsheim. Die Stadt Crailsheim plant eine Bürgerbefragung zum Thema Kriminalität. Einen ersten Schritt in Sachen Prävention habe die Stadt schon getan, so Bürgermeister Harald Rilk, indem die Polzeiverordnung der Stadt neu gefasst worden sei. Nun werden noch vor der Sommerpause Fragebogen für die Bevölkerung im Crailsheimer Stadtblatt erscheinen.

Fröber im Landesvorstand
Ilshofen. Park-Hotel-Gastronom Walter Fröber aus Ilshofen ist jetzt neues Mitglied im Landesvorstand des Bundes der Selbständigen in Baden-Württemberg. Wiedergewählt beim Landesverbandstag wurde die Gerabronner Unternehmerin Lilo Bauer in den Landesvorstand Unternehmerinnen im BdS. Für 25jährige Tätigkeit im Regionalverband wurde Gudrun Wankmüller, ebenfalls Gerabronn mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet.

Kindergarten-Beiträge erhöht
Öhringen. Der Öhringer Gemeinderat hat gestern abend die Kindergartenbeiträge angehoben. Öhringen folgt dabei weitgehend den Empfehlungen des baden-württembergischen Städte- und Gemeindetages. Für Einzelkinder sind künftig 120 Mark, für Kinder aus Mehrkinderfamilien gestaffelt 92, 2 oder 16 Mark pro Monat zu entrichten. Trotz dieser Erhöhung werden nur etwa 20 Prozent der Betriebskosten über Elternbeiträge erwirtschaftet.

Magic Bus
Schrozberg. Kinder und Jugendliche in Schrozberg und Umgebung haben im Juli eine Attraktion mehr: der magic bus der Drogenpräventionsstelle des Landkreises macht im Juli Station. Erster Höhepunkt ist gleich am Donnerstag das Comedy-Musical "Rave the Dealer". Es folgen ein Ska-Konzert am Freitag, Disco am Samstag und ein Skatertreffen am kommenden Dienstag. Ab Donnerstag ist der Bus dann als Cafe beim Güterschuppen, bietet das Team bis Ende Juli verschiedene Aktivitäten vom Gesprächskreis bis zum Kreativ-Workshop.

Hamlet Premiere
Schwäbisch Hall. Der Prinz von Dänemark kehrt zurück nach Schwäbisch Hall. Heute abend ist die Premiere der Wiederaufnahme des Shakespeare-Stückes Hamlet bei den Haller Freilichtspielen auf der Treppe vor St. Michael. Nahezu das gesamte Ensemble der erfolgreichen Inszenierung des vergangenen Jahres konnte von Intendant Achim Plato wieder engagiert werden. Thomas Höhne, Kurt Sternik und Christiane Pauli spielen die Hauptrollen. Premierenbeginn heute abend 20:30 Uhr

Gewässer-Sanierung
Obersontheim. Auf Markung Obersontheim beginnt jetzt der 450 Tsd Mark teure zweite Bauabschnitt im Gewässer-Sanierungsplan. dabei werden Rinnsale und Nebenbäche der Bühler renaturiert. Unverständlich ist in Obersontheim allerdings, daß die Mittel erst nach einem förmlichen Protest freigegeben wurden und damit fast das halbfertige Projekt gefährdet worden wäre.

Neues Dekanat
Blaufelden. Fast zu schnell gehe ihm das, sagte Dekan Emil Haag beim Richtfest des neuen Gebäudes für Dekanat und Diakonische Sozialstation in Blaufelden. Schon in zehn Monaten soll das Haus von Landesbischof Eberhard Renz eingeweiht werden. Dann müssen aber auch die Finanzierungsmittel von 2,8 Mio Mark bereitsgestellt werden, die Kirchenbezirk und Gemeinde aufzubringen haben..

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Donnerstag 2.7.1998

Umnutzungserleichterung
Schwäbisch Hall/Stuttgart. Die Umnutzung von einst landwirtschaftlichen Gebäuden im Außenbereich soll erleichtert werden. Um drei bis vier Prozent jährlich etwa auf Aussiedlerhöfen wächst der Bestand solcher Gebäude, die aufgrund bisheriger Baugesetze kaum anders genutzt werden können. Ein Gesetzesentwurf des baden-württembergischen Wirtschaftsministers und Schwäbisch Haller FDP-Abgeordneten Dr. Walter Döring soll nun eine bislang gültige Umnutzungsfrist von sieben Jahren bis zum Jahr 2004 aussetzen. Vor allem die Gründung von Handwerks- und kleingewerblichen Betrieben will Döring auf diese Weise erleichtern.

Tagesklinik gefordert
Schwäbisch Hall. Die Einrichtung einer Tagesklinik zur Verbesserung der Versorgung von psychisch Kranken im ländlichen Raum Hohenlohe forderte jetzt der Haller Landtags-Abgeordneter Dr. Walter Müller. Nach Auskunft Müllers wären Fördergelder beim Sozialministerium mit maximal 70 Tsd Mark pro Platz kurzfristig abrufbar. Notwendig wären in Schwäbisch Hall etwa 20 bis 25 Plätze. Für nicht durchsetzbar hält Müller einen vom Haller Diakoniekrankenhaus gewünschten vollstationären Bereich, ohne daß an anderer Stelle Betten abgebaut werden.

Delegation nach USA
Crailsheim. Eine 62köpfige Delegation aus Crailsheim ist heute vormittag zu einer Reise in die USA aufgebrochen. Am amerikanischen Unabhängigkeitstag wollen die Crailsheimer mit ihrer Partnerstadt Worthington in Minnesota das über fünfzigjährige Bestehen dieser ältesten deutsch-amerikanischen Partnerschaft feiern. Zugleich wird in Worthington das 125jährige Bestehen der Stadt gefeiert.

Generalversammlung
Kirchberg an der Jagst. Die Rund 1700 Mitglieder der Raiffeisenbank Kirchberg-Ruppertshofen werden heute zur Generalversammlung in die Turn- und Liederhalle nach Kirchberg geladen. Die nach mißglückten Kreditgeschäften ins Bilanzminus geratene Bank hat einen Fusionsvertrag mit der Volksbank Hohenlohe geschlossen, den die Mitglieder heute abend bestätigen sollen. Die Generalversammlung beginnt um 19:30 Uhr.

Hohenloher Weindorf
Öhringen. Sieben Weingenossenschaften, elf selbstvermarktende Weingüter an einem Gemeinschaftsstand, die fürstliche Schloßkellerei dazu sechs Gastronomen und ein Bäcker, in der Mitte eine Schaubühne und als Kulisse das Öhringer Schloß, die Stiftskirche und der Öhringer Marktplatz: heute um 18 Uhr wird das 3. Hohenloher Weindorf in Öhringen eröffnet. Erstmals in diesem Jahr wird dabei der Hohenloher Weinpreis "Riesling98" vergeben.

"Arbeits"-Jubiläum
Schwäbisch Hall. Die Haller Arbeit feiert ihr einjähriges Bestehen. Elf Beschäftigte hat die zur Erlacher Höhe gehörende diakonische Einrichtung, die Langzeitarbeitslose wieder ans Berufsleben heranführt. Neben Zuschüssen und Spenden finanziert sich die Haller Arbeit über Dienstleistungsangebote, eine Werkstatt und ein Second-Hand Kaufhaus in der Haller Spitalmühlenstraße. Beim Jahresfest am kommenden Sonntag diskutieren in einem Podiumsgespräch Bundestags- und Landtagsabgeordnete über Wege aus der Arbeitslosigkeit

Umweltpreis für Haushalte
Gerabronn/Stuttgart. "Umweltfreundliche Haushalte 98" hieß der Wettbewerb, den die Aktionsgemeinschaft Umwelt, Gesundheit und Ernährung initiiert hatte. 140 Tsd Haushalten beteiligten sich bundesweit. Dritter Sieger im Land Baden-Württemberg wurde der Haushalt von Elke Franz aus dem Hohenlohischen Michelbach an der Heide bei Gerabronn. Bei dem Wettbewerb ging es u. a. darum, den umweltfreundlichen Umgang der Haushalte mit Wasser, Energie und Abfall zu dokumentieren. Die baden-württembergischen Landessieger erhalten ihre Preis am kommenden Montag (6.7.98) während einer kleinen Feier im Großen Sitzungssaal des Umwelt- und Verkehrsministeriums aus der Hand von Minister Hermann Schaufler..

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Freitag 3.7.1998

Urteil für Taximörder
Heilbronn/Hohenlohe. Lebenslang lautet das Urteil für den Russland-Deutschen Leonid Ebermann, der im Januar diesen Jahres nahe des Hohenlohischen Ortes Sindringen im Wald die Taxifahrerin Renate Fetzer aus Heilbronn mit einem Wagenheber erschlagen hatte. Das Heilbronner Schwurgericht entsprach der Forderung des Staatsanwaltes und verurteilte den 23jährigen wegen Modes in Tateinheit mit räuberischer Erpressung. Leonid Ebermanns Verteidiger sagte, noch nie habe er einen derart verschlossenen Mandanten gehabt. Auch er bezeichnete die Tat als grausam und plädierte auf lebenslang. Allerdings forderte die Verteidigung eine Überprüfung nach 15 Jahren mit der Möglichkeit einer Therapie für den mit Integrationsproblemen kämpfenden Russlanddeutschen.

Bilanzloch gestopft
Kirchberg an der Jagst. Auf rund 865 Tsd Mark belief sich das Bilanzloch, das die Raiffeisenbank Kirchberg Ruppertshofen durch Inanspruchnahme des Garantiefonds der Volks- und Raiffeisenbanken stopfen mußte. Den zwei Bankvorständen kosteten die unsicheren Kreditgeschäfte den Job. Sie wurden entlassen, bei der Generalversammlung aber nicht entlastet, ebensowenig der Aufsichtsrat der Bank. Im Mai hatte die Bank einen Fusionsvertrag mit der Volksbank Hohenlohe ausgehandelt, dem die Mitglieder bei der Generalversammlung gestern abend in der Kirchberger Turnhalle mit knapp 98 Prozent zustimmten.

Psycho Statistik
Künzelsau. 482 Menschen wurden im vergangenen Jahr von der psychosozialen Beratungsstelle im Hohenlohekreis beraten, so der jetzt veröffentlichte Jahresbericht. 68 Prozent aller Beratungssuchenden kam wegen Alkoholproblemen. Mit Problemen durch illegale Drogen kamen 17 Prozent. Insgesamt stieg die Klientenzahl der Beratungsstelle um 9,3 Prozent. Größtes Problem: die Sparmaßnahmen im Bereich medizinischer Rehabilitation, durch die Thearpiemaßnahmen erschwert oder verzögert wurden.

Einweihung
Mulfingen. Eingeweiht wird heute nachmittag das neue Forschungs- und Entwicklungszentrum des Hohenloher Ventilator-Herstellers ebm in Mulfingen. Zur Betriebsbesichtigung ab 14:30 Uhr, der anschließenden Podiumsdiskussion und zum Empfang hat sich zahlreich Prominenz aus Politik und Wirtschaft der Region angesagt.

Neuer Sportplatz
Gaisbach. Sein 25jähriges Bestehen feiert der Gaisbacher Sportverein SSV. Rechtzeitig zum Jubiläum hat die Stadt Künzelsau die neue Sportanlage Ballenwasen fertiggestellt. Für rund vier Mio entstanden ein Naturrasenspielfeld, ein Kunstrasenspielfeld mit Flutlicht, ein Kleinspielfeld und eine Stehtribüne. Seinen bisherigen Sportplatz verliert der SSV an die Schraubenhandelsfirma Würth, die dort ihr Paket-Sortierzentrum bauen wird. Würth spendierte dafür drei Tennisplätze

Bollinger in Ruhestand
Schwäbisch Hall. Bei der Polizeidirektion in Schwäbisch Hall war er der "oberste Vorbeuger": Kriminal-Hauptkommissar Heinz Bollinger. Jahrzehntelang stand er Firmen wie Privatpersonen mit Rat und Tat in allen Bereichen der Sicherheit zur Verfügung. Dabei brachte der Kriminalist sein in langjähriger Praxis erworbenes geballtes Fachwissen ein und vermasselte so manchem Einbrecher die Tour. Heute wurde Heinz Bollinger während einer kleinen Feier in den Ruhestand verabschiedet. Als sein Nachfolger bei der polizeilichen Beratungsstelle wurde Kriminalhauptkommisar Werner Deufel bestellt.

Vier Positionen
Schwäbisch Hall. Vier Positionen aus Hohenlohe heißt die Sommer-Ausstellung des Hällisch Fränkischen Museums. Ausgestellt werden Skulpturen und bilder der heimischen Künstler Reingard Glass, Wolfgang Bier, Eberhard Stein und Edgar Gutbub. Vom 5. August bis 9. September gibt es zudem für Kinder wie Erwachsene ein Workshop-Begleitprogramm. Die Ausstellung dauert bis zum 27. September.

Querbeet-Festival
Crailsheim. Mit einem Band-Wettbewerb beginnt heute in Crailsheim das Queerbeet-Festival des Stadtjugendrings. Die Siegerband darf einen Tag ins Aufnahmestudio. Am Samstag dann präsentieren sich die Mitgliedsverbände des Stadtjugendrings mit zahlreichen Aktivitäten und Attraktionen, etwa einem Stadtspiel oder mit einem Internetcafe. Ganz Mutige können sich auch sportlich betätigen und sich unter Anleitung vom über 40 Meter hohen Rathausturm abseilen..

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Samstag 4. 7. 1998

Millionen-Investition
Mulfingen. Eingeweiht wurde jetzt eine 40 Mio Mark Investition beim größten produzierenden Betrieb in Hohenlohe, dem Motoren- und Ventilatoren-Hersteller ebm in Mulfingen. In nur 18 Monaten Bauzeit vergrößerte ebm seine Forschungs- und Entwicklungsabteilung 4000 qm Fläche und 150 Arbeitsplätze. Zugleich erstellte man ein neues Logistikzentrum mit über 12 Tsd Quadratmetern Fläche für Versand, Lager und Produktion mit weitere 100 Arbeitsplätzen. ebm überschreitet in diesem Jahr erstmals die 1 Mrd Umsatzgrenze, wovon etwa die Hälfte im Stammwerk Mulfingen erzielt wird. Die ebm Gruppe beschäftigt weltweit mehr als 5000 Mitarbeiter.

Weinbrunnenfest
Vellberg. Eines der größten Sommerfeste der Region ist das dreitägige Weinbrunnenfest von Vellberg. Gestern abend begann es mit dem Lagerleben der Landsknechte. Heute am Samstag werden rund 25 Tsd Besucher das mittelalterliche Zentrum von Vellberg, das Städtle besuchen, wo der Wein tatsächlich aus dem Stadtbrunnen von 1720 fließt. Der ort ist illuminiert und um 23 Uhr findet das Fest mit einem Feuerwerk seinen Höhepunkt. Interessant auch der Sonntag. Mit einem kleinen Festzug um 13:30 Uhr wird die alljährliche Einbringung des Weinzehnten nachgespielt, den die Vellberger Herren einst von Winzern aus bestimmten Gegenden des Unterlandes und des Kochertal erhoben.

Noch ein Jahr
Crailsheim. Ein Jahr noch dauert die Amtszeit von Crailsheims Oberbürgermeister Georg Schlenvoigt, der am 17. Juni 1991 sein Amt angetreten hat. Der Gemeinderat hat jetzt den Wahltermin für die nächste OB-Wahl festgelegt auf den 28. März, den eventuell notwendigen zweiten Wahltermin auf den 18. April 1999. Ausgeschrieben wird die OB-Stelle am 11. Januar im Staatsanzeiger, sowie örtlichen Publikationen. Bewerbungsschluß ist am 1. März für den ersten, am 1. April für den zweiten Wahlgang. Die Kosten für eine Wählbarkeitsbescheinigung wurden auf 40 Mark festgesetzt. Amtsinhaber Schlenvoigt hat bereits seine Wiederkandidatur angekündigt.

50000 to kontaminiert
Schwäbisch Hall. 50 Tsd Tonnen kontaminierte Erde werden derzeit auf dem einstigen Militärgelände Dolan Barracks in Schwäbisch Hall ausgebaggert. 50 Mal täglich fahren große 25-Tonner-Sattelzüge das Erdreich zu den Deponien Beltersrot im benachbarten Hohenlohekreis bzw. Nattheim im Landkreis Heidenheim. 2,1 Mio Mark kostet die Maßnahme, die von der Crailsheimer Baufirma Weiß ausgeführt wird. Gleichzeitig werden für weitere 600 Tsd Mark von der Fa Stumpp aus Stuttgart vier unterirdische Bunker, ein Gebäude und etwa 1200 Metzer unterirdische Heizkanäle abgebrochen. Dieser Bauschutt wird zerkleinert und vor Ort wieder verwendet. dennoch such die Stadt noch unbelastetes Erdreich und bietet kostenfreie Abnahme von Aushub an. Schon ab September sollen in dem künftig Solpark genannten Gewerbegelände die ersten Grundstücke vermarktet werden.

Fliegerfest
Schwäbisch Hall. Seine Leistungsfähigkeit demonstrieren will alljährlich der aus sieben Teilvereinen bestehende Luftsportverband Schwäbisch Hall. Heute und morgen lädt der verband zum Fliegerfest auf das Fluggelände Weckrieden. Fallschirmspringer, Ultraleichtflieger, Drachenflieger und Paraglider, die Ballonsportler, die Segelflieger und nach natürlich der Motorfliegerclub erwarten wie im Vorjahr zwischen zehn und fünfzehntausend Gäste am Flugplatz. Geboten werden einige Attraktionen., u.a. Flüge mit dem Wellblechflugzeug Ju 52, Vorführungen eines amerikanischen P51 Jagdflugzeuges aus dem Zweiten Weltkrieg, ein sogenanntes Entenflügel-Flugzeug "Speed Canard", dessen hintere Tragflächen größer als die vorderen sind, ein Kunstflug-Doppeldecker, moderne Turboprop und Düsen-Geschäftsflugzeuge wie die Cessna Citation, Dassault Falcon 50 EX oder Beechcraft King Air 300. Dazu gibt es natürlich Fallschirm-Absprünge, Ballonstarts, Segelkunstflug und Segelflug-Schleppvorführungen., und so mancher, der nur als Zuschauer kam , wird die eine oder andere Mitflug-Gelegenheit bekommen. Rund um all die Flugvorführungen gibt´s natürlich auch Musik und allerlei für´s sogenannte leibliche Wohl. Das Programm endet am Sonntag mit einer Falschirmabsprung-Vorführung.-

Stadtfest mit Kitsch und Kunst
Waldenburg. Die Stadt waldenburg feiert an diesem Wochenende ihr Stadtfest. Die Ortsdurchfahrt der Stadt hoch oben auf dem Bergrücken ist an beiden tagen voll gesperrt. Umleitungen gibt es nur über schmale Gemeindeverbindungsstraßen. Mit dem Kitsch, Kunst und Antiquitätenmarkt lockt die Stadt an diesem Wochenende tausende von Besuchern in die Stadt. Dazu gibt es zahlreiche Veranstaltungen von Vereinen in der Stadt. Die Stadtkapelle spielt und das Urweltmuseum ist kostenlos geöffnet..

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Sonntag 5.7.1998

Bombenanschlag
Crailsheim/Budapest. Knapp einem Bombenanschlag entgangen ist eine 38köpfige Reisegruppe aus Crailsheim. Bei dem Anschlag in Budapest wurden vier Menschen getötet und 20 verletzt. Die Crailsheimer Gruppe flanierte gerade durch die Budapester Fußgängerzone, als es plötzlich einen Riesenknall gab und die Erde bebte. Rund 100 Meter von der Gruppe entfernt, so ein Teilnehmer, habe ein Haus Feuer gefangen. Zunächst habe die Gruppe an eine Gasexplosion gedacht. Man habe dann aber erfahren, daß sich in Budapest zwei rivalisierende Gruppen von Schutzgelderpressern bekriegen. Ihnen wird der Anschlag zugeordnet. Aus der Crailsheimer Gruppe wurde niemand verletzt.

Schulerweiterung eingeweiht
Obersontheim. Bezeichnend für die gegenwärtige Situation in Obersontheim: der noch amtierende Bürgermeister Detlef Klauck war nicht anwesend, als jetzt die Schulerweiterung eingeweiht wurde,. wohl aber der gewählte, aber noch nicht ins Amt eingeführte neue Bürgermeister Siegfried Trittner. So nahmen die beiden ehrenamtliche stellvertretenden Bürgermeister aus den Reihen des Gemeinderates Harry Schwerin und Otto Heiselbetz zusammen mit Rektor Friedrich Pratz den symbolischen Schlüssel aus den Händen von Architekt Franz Eichenbrenner entgegen. 2,1 Mio Mark hat der Anbau an die Obersontheimer Schule gekostet. 682 Tsd Mark davon mußte die Gemeinde selbst aufbringen. Die fünf neuen Klassenzimmer verbessern die Situation an der Obersontheimer Hauptschule doch erheblich. Wenn allerdings die Träume von Schulrektor Friedrich Pratz in Erfüllung gehen sollen, daß nämlich eines Tages auch in Obersontheim ein mittlerer Bildungsabschluß (Realschule) angeboten werden soll, dann wird das neuen Platzangebot schon nicht mehr ausreichen.

Neues Gemeindezentrum
Schwäbisch Hall. Das Wohngebiet Teurershof soll ein eigenes Gemeindezentrum bekommen. Das gegenwärtige Provisorium soll ab dem Jahr 2003 ausgedient haben. Dies beschloss der Evangelische Gesamtkirchengemeinderat auf seiner jüngsten Sitzung. Gebaut werden soll für die größte Einzelgemeinde der Stadt Schwäbisch hall mit nominell immerhin 2000 Mitgliedern ein Kirchenraum, der zugleich auch als Gemeindehaus vielfältig anderweitig genutzt werden könne. So die Vorstellungen des Rates. Schwierig wird allerdings die Finanzierung eines solchen Projektes. Doch könne man noch nicht konkret über Millionenbeträge reden, solange noch nicht einmal konkrete Planungen vorliegen. Schon vor einiger Zeit gegründet wurde ein Förderverein Gemeindezentrum, der mittlerweile schon mehr als 50 Mitglieder hat..

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Montag 6.7.1998

Null-Bock-Bank
Gaildorf. Eine Null-Bock-Bank gestiftet bekamen jetzt die Gaildorfer Schüler von den Gaildorfer und Gaildorferinnen des Jahrganges 38. Anlässlich ihrer 60er-Feier hatten die "Großeltern" gesammelt und den Kindern eine Bank spendiert, die von vorneherein die Lehne als Sitzfläche vorsieht, während die Füße dort abgestellt werden, wo bei normalen Sitzbänken Platz genommen wird. Bürgermeister Engel höchstpersönlich half bei der Einweihung dieser "kreativ konstruktiven Kritik" der älteren Generation an den Sitzgewohnheiten junger Leute im öffentlichen Raum. Die Null-Bock-Bank wurde im Hof der früheren Stadtschule aufgestellt.

Neues Zustellzentrum
Blaufelden. Die Post hat im Hohenloher Land bereits viele Postfilialen geschlossen und teilweise durch Postagenturen in Einzelhandelsgeschäften ersetzt. Ein neues Gebäude aber hat die Post nun doch bezogen: das neue Zustellzentrum in Blaufelden. Alle Briefträger aus Blaufelden, Schrozberg, Rot am See, Wallhausen, Gerabronn und Langenburg stellen ihre Touren, die teilweise auch neu eingeteilt wurden, seit heute dort zusammen. Das neue Zustellzentrum wurde von einer Obersontheimer Privatfirma gebaut und von der Post lediglich angemietet.

40 Jahre Kunst
Langenburg. Im Barocksaal des Schlosses von Langenburg feierte der Kunstverein Hohenlohe sein 40jähriges Bestehen. Im Gegensatz zu manch anderen Kunstvereinen, die sich auf eine Stadt beziehen, ist der Hohenloher Kunstverein eine Zusammenfassung von Kunstschaffenden und Kunstinteressierten aus dem gesamten Hohenloher Raum, von Bad Mergentheim bis Schwäbisch Hall, von Öhringen bis Crailsheim. Trotz erheblicher Verknappung finanzieller Mittel und manchem Rückschlag - so trennte sich vor Jahren ein Teil der Künstler vom Verein - hat es der Hohenloher Kunstverein verstanden, seine Aufgabe fortzuführen, nämlich Plattform und Forum für vielfältige Darstellungsweisen und Auseinandersetzungen über und mit der Kunst zu bleiben. 47 Künstlermitglieder hat der Verein derzeit, die zum Jubiläum natürlich auch eine Ausstellung mit Skulputern im Schloßhof und mit Gemälden im Vereinseigenen Hofratshaus von Langenburg beisteuerten

BM wiedergewählt
Wolpertshausen. Jürgen Silberzahn wurde gestern als Bürgermeister von Wolpertshausen für eine zweite Amtsperiode wiedergewählt. Nur 789 Bürger traten aber in der kleinen Gemeinde im Zentrum des landkreises Schwäbisch Hall den Gang zur wahlurne an, das sind 67,7 Prozent. Zehn Stimmzettel waren ungültig auf 17 weiteren waren alternativ andere Namen angegeben, was nach dem Wahlrecht ja jederzeit möglich ist. Da Silberzahn ohne offfizielle Gegenkandidaten angetreten war, vereinigte er die restlichen 97 Prozent der abgegebenen Stimmen auf sich. Gratulationen gab es noch am Abend u.a. von den Bürgermeistern Roland Wurmthaler aus derNachbargemeinde Ilshofen und von Rüdiger Zibold au der Stadt Langenburg.

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Dienstag 7.7.1998

Preis für Ladendiebstahl
Crailsheim/Stuttgart. Preise für Ladendiebstahl gabt es heute vormittag bei der Landesregierung in Stuttgart. Nicht für echten, sondern für Schülerzeitschriften, die sich an einem Schreibwettbewerb zu diesem Thema beteiligten. Im Bereich Realschulen ging ein Preis an die Schülerzeitung Point aus Crailsheim und die 15jährige Redakteurin Stefanie Pflanz.

Geld für Wehren
Hohenlohe. Die Landesregierung hat "ein Herz" für die Feuerwehren im Land. Statt kalter Dusche gibt es jetzt doch einen Geldsegen, meint das Regierungspräsidium in einer Pressemitteilung. Im Regierungsbezirk Stuttgart werden die Feuerwehren in diesem Jahr mit insgesamt 23 Mio Mark gefördert. Allerdings müssen die Gemeinden all die bewilligten Zuschüsse vorfinanzieren, denn das Land sieht sich aufgrund haushaltsrechtlicher Beschlüsse erst in den Jahren 2002 und 2003 in der Lage, die Zuschüsse auszuzahlen. Im Hohenlohischen werden die Feuerwehren von Ingelfingen, Forchtenberg, Fichtenberg, Schrozberg, Mainhardt und Obersontheim gefördert. Insgesamt fließen mehr als 1,5 Mio Mark nach Hohenlohe. 1,8 Mio bekommen Gemeinden im Ostalbkreis, rund 1 Mio in den Rems-Murr-Kreis

Kein Löwenkreisel
Öhringen. Den Löwenkreisel in Öhringen wird es nicht geben. Die an der Hauptverkehrsader durch Öhringen gelegene sogenannte Löwenkreuzung läßt sich nicht in einen Kreisverkehr umbauen. Dies ergab die Untersuchung eines Ingenieursbüros. Ein Kreisverkehr wäre zwar durchaus noch leistungsfähig, würde aber bereits am oberen Ende seiner Kapazität funktionieren. Eine Verkehrszunahme um nur zehn Prozent würde bereits zum Verkehrsinfarkt am Kreisel führen. Die Stadt sieht deshalb von dem angedachten Projekt ab.

Pflegeplatzbedarf
Hohenlohekreis. Der Hohenlohekreis hat rechnerisch einen Bedarf von 480 Dauer, 20 Kurzzeit und 40 Tagespflegeplätzen in Heimen. Bislang waren dem landesweiten Pflegeheimverzeichnis aber zu wenige Plätze gemeldet. Der Kreistag beschloß daher Plätze aus bestehenden Einrichtungen offiziell nachzumelden und die Einrichtung von 33 neuen Dauerpflegeplätzen zu befürworten. Diese Plätze sollten im Planugsraum Hohenloher Ebene bei Neuenstein, Waldenburg oder Kupferzell entstehen.

Fliegerpreis
Gerabronn. Einen ersten Preis in der Mannschaftswertung errangen beim Süddeutschen Rundflug vergangenes Wochenende die Piloten der Luftsportgruppe Gerabronn. Zwei Teams mit Helmut Jericho und Andreas Meunier sowie Eginhardt Wolf und Frieder Stöhr waren gestartet. Für sie ein besonders großer Erfolg, da sie sich normalerweise mit Segelflug und weniger mit Wettbewerben dieser Art beschäftigen.

Sanierung nicht finanzierbar
Ilshofen. Die Stadt Ilshofen kann sich eine umfassende Sanierung ihrer Abwasserleitungen derzeit nicht leisten. ursprünglich wollte man jetzt in der Haller Straße anfangen. Doch die geplanten Kosten von 876 Tsd Mark sind zu hoch. Zuschüsse vom Land gibt es derzeit nicht. Jetzt beschloß der Gemeinderat, die alte Kanalisation zu belassen und statt dessen das Regenwasser in einer getrennten Leitung zu einem alten Regenüberlaufbecken zu leiten. Kosten auch da: über 620 Tsd Mark.

170 Jahre Anlagencafe
Schwäbisch Hall. 170 Jahre alt wird jetzt das Anlagen-Cafe in Schwäbisch all. Das Gebäude hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Erbaut wurde es als Schießhaus für die Haller Schützen-Compagnie. Um 1900 diente es als Wohnhaus des Stadtgärtners. In den 20er Jahren als Hall seinen Kurbetrieb forcierte wurde es erstmals Cafe. In den späten Sechzigern nahm dort der Club alpha sein Domizil und seit der Landesgartenschau 82 ist in dem Gebäude wieder ein Cafe untergebracht..

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Mittwoch 8.7.1998

Pfadfinderleiter verurteilt
Schwäbisch Hall. Schwäbisch Hall. Zu einer Gesamt-Freiheitsstrafe von von 2 Jahren und 3 Monaten verurteilt wurde heute nachmittag ein 37jähriger Mann aus Schwäbisch Hall. Als Pfadfinderleiter und Aushilfstrainer in einem Sportverein hatte er drei Buben in 22 Fällen sexuell mißbraucht. Reuig und durchaus bereit eine Strafe für sein Fehlverhalten auf sich zu nehmen zeigte sich der Angeklagte, der seit neun Monaten bereits in Untersuchungshaft sitzt. Dort wurde er mehrfach von Mithäftlingen zusammen geschlagen, zuletzt in der Nacht vor dieser Verhandlung. Heftige Kritik hatte der Verteidiger am Staat geübt, der Leute zur Strafe in eine Umgebung stecke, in der er anscheinend nicht in der Lage sei, die ihm anbefohlenen Strafgefangenen zu schützen. Wenn der Angeklagte es nicht selbst tue, dann werde er Strafanzeige gegen die mißhandelnden Mitgefangenen stellen. Doch all das wa kein Milderungsgrund für das Schöffengericht, wohl aber die Tatsache, daß der Angeklagte sich schon während der U-Haft um Therapie bemühte. 2 Jahre und 9 Monate hatte der Staatsanwalt gefordert, maximal 2 Jahre die Verteidigung.

Kein Betriebsrat
Crailsheim. Beim Toasthersteller Zimmermann in Crailsheim wird es vorläufig keinen Betriebsrat geben. Zwar hatte es zwischen Gewerkschaft und Arbeitgeber nach langem Streit vor dem Arbeitsgericht eine Übereinkunft für eine Betriebsversammlung gegeben. Doch von den dort anwesenden 163 der 205 Beschäftigten wurde dort kein Wahlvorstand benannt. Die Gewerkschaft NGG hatte Deutschlands größtem Toastbrothersteller vorgeworfen, eine Betriebsratsgründung durch Einschüchterung der Beschäftigten massiv zu behindern. Dieser Streit geht möglicherweise weiter, denn auch das Arbeitsgericht kann auf Antrag von mindestens drei Wahlberechtigten oder der Gewerkschaft einen Betriebsrat bestimmen.

Schlag gegen Drogenkriminelle
Schwäbisch Hall. Festnahmen gab es in Ansbach, Künzelsau und in Rosengarten, als die Polizei grenzübergreifend in drei Landkreisen zuschlug. Die Kollegen aus Ansbach hatten dem Rauschgiftdezernat in Künzelsau den Tip gegeben. Ein 21jähriger, der als Zivi in Künzelsau beschäftigt war, wurde aufhält daraufhin bei einem Rauschgift-Deal auf frischer Tat ertappt. Die Ermittlungen ergaben, daß er in den letzten Monaten über 1000 Ecstasy Pillen verkauft hatte. Eine weitere Spur führte in den Landkreis Hall. Ein weitere 21jähriger Zivildienstleistender in Schwäbisch Hall war wohl Lieferant des Künzelsauer Zivis gewesen. Im Auto und in der Wohnung des Haller Zivis wurden weitere Ecstasy-Tabletten und LSD-Trips gefunden. Schnell führte die Spur aber weiter nach Rosengarten. Ein weiterer Zivi, ebenfalls 21 Jahre alt, gilt als Hauptdrahtzieher der ganzen Verkaufskette. In seiner Wohnung fanden die Rauschgiftfahnder über 250 Gramm Amphetamine, knapp 300 Gramm Haschisch, 469 Ecstasy Tabletten, knapp 9 Gramm Kokain, einige LSD-Trips und über 150Gramm Marihuana. Die Drogen waren teilweise verkaufsfertig in Portionstütchen verpackt. Auch ein 28jähriger und drei weitere 21jährige Männer aus dem Raum Gaildorf und Schwäbisch hall wurden festgenommen. Gegen den 21jährigen aus Rosengarten erließ das Haller Amtsgericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl. Er sitzt jetzt in U-Haft.

Michelbach unterstützt Schulprojekt
Michelbach/Bilz. Der Gemeinderat von Michelbach an der Bilz stimmte gestern abend mit 14:1 bei 1 Enthaltung dafür, mit 450 Tsd Mark das evangelisch kirchliche Aufbaugymnasium unterstützen. Aus dem seit über 50 Jahren bestehenden Internat soll eine Ganztagesschule mit Vollgymnasium und Realschule werden. Da auch der Architekten-Wettbewerb bereits abgeschlossen ist, rechnet Schulleiter Kurt Hertweck mit einem Baubeginn am 13 Mio Mark Schulgebäudekomplex schon im nächsten Jahr.

Bombendrohung
Blaufelden. Eine Bombendrohung legte gestern einen Betrieb in Blaufelden stundenlang lahm. Aus Aalen und Heilbronn wurden spezielle Sprengstoff-Suchhunde angefordert, die jedoch nicht fündig wurden. Die Kriminalpolizei von Crailsheim geht mittlerweile von einem üblen Scherz aus, den sich möglicherweise auch ein einstiger Mitarbeiter geleistet hat. Sollte der Anrufer ermittelt werden, steht ihm eine empfindliche Strafe ins Haus.

Unterschiedliche Quoten
Schwäbisch Hall. Deutliche Unterschiede gibt es bei den Arbeitslosenzahlen im Bereich des Arbeitsamtes Schwäbisch Hall. Die Spanne der Arbeitslosenquoten reichen von 5,7 Prozent im Raum Künzelsau bis 7,1 Prozent in Schwäbisch Hall. Öhringen meldet 6,5, Blaufelden 5,9 und Crailsheim 6,5 Prozent. Hinter der Durchschnittsquote 6,5 Prozent des gesamten Amtes stehen immerhin 7960 Männer und Frauen, die ohne Arbeit sind.

98er Defizit
Schwäbisch hall. Der Landkreis Schwäbisch Hall wird seinen Haushalt 98 möglicherweise mit einen dicken Minus abschließen, wenn sich an der gegenwärtigen Situation nichts ändert. So Kreiskämmerer Dieter Häusler in einem ersten Haushaltszwischenbericht vor dem Verwaltungs- und Finanzausschuß des Kreistages. Zur Jahreshälfte betrug das Defizit bereits 950 Tsd Mark, trotz eines Kreisumlage-Hebesatzes von 35 Prozent. Kreiskämmerer Dieter Häussler ist allerdings zuversichtlich, das Defizit durch sparsame Haushaltsführung und mögliche weitere Verbesserungen im Sozialhaushalt eindämmen zu können.

Sonnenhoftage
Schwäbisch Hall. Morgen beginnen in Schwäbisch Hall die Sonnenhoftage. Das Festwochenende wird aus Anlaß des 30jährigen Bestehens von Heim und Schule der Behinderteneinrichtung veranstaltet. Das Festprogramm beginnt mit einem Vortrag des Freien Journalisten und Geschwister-Scholl-Preisträgers Ernst Klee. Es folgen Konzerte von Folklore bis Hipp-Jazz, ein Festgottesdienst, ein Spielnachmittag und zahlreiche weitere Aktivitäten. So kann am etwa am Sonntag in einer von den Lehrern aufwendig gestalteten Ausstellung einmal erlebt werden, wie es ist, als geistig Behinderter einen Schulraum zu erleben und Schritt für Schritt an das herangeführt zu werden, was Nichtbehinderten völlig selbstverständlich erscheint..

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Donnerstag 9.7.1998

Extraschule für Spätaussiedler
Hohenlohe. Einen Schulversuch mit intensiven Praktikumsphasen will der Hohenlohekreis im kaufmännischen Bereich speziell für Spätaussiedler mit Sprachdefiziten einrichten. Die sogenannte kooperative zweijährige Berufsfachschule soll an der Kaufmännischen Berufsschule in Künzelsau eingerichtet werden. An der gewerblichen Schule Öhringen wird es ebenfalls versuchsweise den dreieinhalbjährigen Ausbildungsgang zum Mechatroniker geben. Dieser neue Kombinationsberuf wird erstmals mit dem jetzt beginnenden Ausbildungsjahrgang IHK-weit angeboten.

Besuch vom Woiwoden
Landkreis Schwäbisch Hall. Offiziellen Besuch aus Polen hatte der Landkreis Schwäbisch Hall. Der Woiwode von Zamosc informierte sich über kommunale Selbstverwaltung und deren Einrichtungen sowie über die Agrar- und Industrieentwicklung im Landkreis Hall. Die Kontakte zwischen Landkreis und Woiwodschaft kamen im Jahr 1995 über die Städtepartnerschaft zwischen Hall und Zamosc zustande und sollen fortgeführt werden.

Brecht ausgestellt
Schwäbisch Hall. Die diesjährige Begleitausstellung zu den Freilichtspielen in Schwäbisch Hall ist Berthold Brecht gewidmet. Gezeigt werden in der Johanniterhalle Bild und Textdokumente, Theaterfotografien, Plakate sowie Film- und Tondokumente. Weitere Fotos und Dokumente beziehen sich auf Brecht-Inszenierungen der vergangenen Jahre auf der Haller Treppe der Freilichtspiele. Die Ausstellung wird heute abend um 18 Uhr eröffnet und ist bis zum 23. August zu sehen.

Zum 20sten einen Namen
Schwäbisch Hall. Wolfgang-Wendlandt-Schule wird die Schwäbisch Haller Sprachheilschule künftig nach dem wohl bedeutendsten deutschen Sprachtherapeuten heißen. Wendlandt kommt heute abend zu einem Vortrag mit dem Thema "Stottern - was ist zu tun" nach Schwäbisch Hall und läutet damit die Jubiläumsfeierlichkeiten zum 20jährigen Bestehen der Schule ein. Die offizielle Namensgebung erfolgt am Freitagvormittag während eine kleinen Feierstunde.

Erfolgreich umgeschult
Neuenstein. Ihre Facharbeiterbriefe bekamen heute vormittag die Absolventen der ersten zweijährigen Umschulungsmaßnahme für Spätaussiedler beim Zahnradwerk Neuenstein. Diese von der Arbeitsinitiative Hohenlohekreis initiierte Maßnahme war über Sonderzuschüsse des Arbeitsamtes und des Hohenloher Sozialamtes finanziert worden. Die erfolgreichen Teilnehmer der Maßnahme sind jetzt vollwertige IHK-geprüfte Industriemechaniker der Fachrichtung Produktionstechnik.

Bangemann bei Optima
Schwäbisch Hall. Der FDP-Kreisverband Schwäbisch Hall und dessen Vorsitzender Wirtschaftsminister Dr Walter Döring haben hochkarätigen Besuch. Dr. Martin Bangemann, Mitglied der Europäischen Kommission wird über wirtschaftliche, kulturelle und politische Aspekte der Globalisierung sprechen. Gastgeber für diesen Vortrag ist die Optima Maschinenfabrik, die selbst zu den mittelständischen global players in ihrem Sektor Verpackungsmaschinen gehört. Die Veranstaltung im Casino der Firma beginnt um 20 Uhr

Festakt
Forchtenberg. Mit einem großen Festwochenende feiert die Stadt Forchtenberg im Kochertal ihr Jubiläum 700 Jahre Stadtrecht. Forchtenberg entstand rund um ein Schloß, das schon im Jahr 1240 erbaut wurde. Nachweise über die Vorgänger-Siedlung Wülfingen am selben Ort reichen gar bis ins 3. Jahrhundert zurück. Das Festwochende beginnt heute abend ab 18 Uhr mit einem Festakt in der Sporthalle und endet mit einem Heimattag am Sonntag ab 14 Uhr.

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Freitag 10.7.1998

Würth-Erpresser verurteilt
Heilbronn. Der 45ährige Bauschlosser und ehemalige Gebrauchtwagenhändler aus Lauda-Königshofen, der im vergangenen Jahr den Würth-Konzern in Künzelsau versucht hatte zu erpressen, wurde jetzt vom Heilbronner Landgericht zu 3 Jahren Haft verurteilt. Nachdem er außer einer kurzen Untersuchungshaft bis zum Prozeßbeginn hatte auf freiem Fuß bleiben können - der 45jährige hatte sich nach seiner Enttarnung beim Firmenchef Reinhold Würth persönlich entschuldigt - wurde er jetzt noch im Gerichtssaal verhaftet. Am 4 März vergangenen Jahres hatte der geborene Ungarndeutsche in Ungarn einen Erpresserbrief abgeschickt: Eine angebliche Veteranengruppe aus dem Bosnienkrieg wollte, daß der Würth Konzern für 1,65 Mio plus weitere 10 Mio für die Bosnier ein Betriebsgrundstück in Lauda-Königshofen zu kaufen habe, andernfalls es "Krieg" geben werde. Das benannte Grundstück war das des jetzt verurteilten 45jährigen, der sich beim Bau des Firmengebäudes zu hoch verschuldet hatte. Auch weitere Drohbriefe an sich selbst, bzw. seine Familie gab der Mann später zu, habe er selbst geschrieben. Er habe gedacht, der geschickt eingefädelte Plan funktioniere und befreie ihn von seinen drückenden Schulden, so der Angeklagte damals, als er von der Kriminalpolizei überführt worden war. 3 Jahre 7 Monate hatte die Staatsanwaltschaft für "versuchten Betrug" gefordert. Die Verteidigung hielt 1 Jahr und neun Monate auf Bewährung für ausreichend. Die Zweite Große Strafkammer des Heilbronner Landgerichtes sah das anders und verurteilte den Mann zu 3 Jahren wegen "räuberischer Erpressung" drei Jahren und ließ den 45jährigen, der damit sichtlich nicht gerechnet hatte, noch im Gerichtssaal verhaften.

Streit um Diakonie-Vertrag
Waldenburg. Kupferzell berät noch, Neuenstein hat akzeptiert nur Waldenburg ist der Auffassung ein von der evangelischen Kirchengemeinde vorgelegter neuer Vertragsentwurf über die gemeinsame Diakoniestation widerspreche der Gemeindeordnung. Von Kommunen in den Betriebsausschuß entsandte Mitglieder müssten nicht nochmals durch einen Kirchengemeinderat bestätigt werden, so die Waldenburger Gemeinderäte. Dies gäbe ja schon Probleme, wenn ein entsandtes Mitglied nicht evangelisch oder gar religionslos wäre. Bürgerliche Gemeinden, die 2/3 der Kosten tragen, müssten sich eine derartige Bevormundung durch die Kirche nicht bieten lassen.

Wohnungs-Statistik
Landkreis Schwäbisch Hall. Insgesamt 74388 Wohnungen gibt es im gesamten Landkreis Schwäbisch Hall. Sie befinden sich in 42579 Gebäuden. So die Statistik, die das Amt für Wirtschafts- und Wohnbauförderung im Haller Landratsamt jetzt veröffentlicht hat. In den vergangenen zehn Jahren sind für die stark wachsende Bevölkerung 15 712 neue Wohnungen gebaut worden, eine Zunahme um 27 Prozent.

NABU-Aktion(ismus)
Crailsheim. NABU vor Ort heißt eine Informationskampagne, die derzeit in Crailsheim läuft. Noch bis morgen sind NABU-Mitglieder in Stadtteilen von Tür zu Tür unterwegs oder an Informationsständen präsent. Der Naturschutzbund will mit dieser Aktion verhindern, daß Umwelt- und Naturschutz aus dem Bewußtsein der Menschen verschwinden, ohne daß irgendwelche der in den letzten Jahren diskutierten Probleme gelöst sind.

Fördergeld
Wallhausen. Für 11 Reihenhausgebiete im Regierungsbezirk Stuttgart stellt das Land insgesamt mehr als 1,8 Mio Mark zusätzlich zur Verfügung. Auflage, geförderte Reihenhäuser dürfen inklusive Grundstück nicht mehr als 350 Tsd Mark kosten. Unter den Orten, die jetzt Fördermittel erhielten, ist auch die Gemeinde Wallhausen wo 160 Tsd Mark für 32 Reihenhäuser bestimmt sind.

Moto-Cross
Bühlertann. Ob´s Samstag und Sonntag schlammig oder staubig wird beim Bühlertanner Motocross ist noch ungewiß. Zum 16. Mal organisiert der Motorsportverein Bühlertal das Spektakel. Ausgefahren werden zwei Läufe zur Deutschen Meisterschaft in der 50ß0er-Klasse, zwei Läufe um den Süd und Südwestpokal bei den 250rn und zwei Läufe um den deutschen Moto-Cross-Pokal in der 125ccm-Klasse.

Beach-Soccer-Cup
Satteldorf. Über 50 Mannschaften beteiligen sich am Wochenende am pro Sport Beach-Soccer-Cup, der von der Spielvereinigung Satteldorf veranstaltet wird. Gespielt ähnlich wie beim Beach-Volleyball auf Sand, in einem 20x 30 Meter großen bandenbegrenzten Feld. Die Veranstaltung ist Teil der DFB-Kampagne "Keine Macht den Drogen" mit dem Jugendförderpreis 97/98 Fußball - mehr als ein 1:0

Gedenkmedaille
Forchtenberg. Eine Gedenkmedaille geprägt wurde zur 700Jahr-Feier der Stadt Forchtenberg. Die Sonderprägung zeigt das Stadtwappen und das sogenannte Würzburger Tor von Forchtenberg. In Silber kann die Medaille bei der Forchtenberger Volksbank erworben werden. In Zinn kann sich jeder Besucher des Michaelisfestes am Wochenende seine Medaille selber prägen. Info: Forchtenberg bezeichnet die Sonderprägung in seiner Pressemitteilung als Gedenkmünze. Dieser Begriff, der in solchen Fällen oft angewendet wird, ist in diesem Zusammenhang aber falsch. Münze ist immer auch [gültiges] Zahlungsmittel), was hier nicht der Fall ist. Nur weil es sich eben um keine Münze handelt, kann eine solche Medaille überhaupt geprägt werden. Alles andere wäre ein Verstoß gegen das staatliche Münzmonopol..

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Samstag 11.7.1998

Jugendtheater aus Polen in Hall
Schwäbisch Hall. Impressionen heißt die neueste Produktion des Jugendtheaters aus Zamosc in Ostpolen. Das pantomimische Stück wird heute abend im Schwäbisch Haller Neubausaal aufgeführt. Seit 1983 kommt das Jugendtheater aus der Schwäbisch Haller Partnerstadt Zamosc regelmäßig zu Aufführungen nach Hall. Und seit acht Jahren gibt es eine lebendige Partnerschaft mit der Tanz- und Theater AG des Haller Erasmus-Widmann-Gymnasiums. Erst vergangenen Sonntag kamen die Haller Schüler von einem einwöchigen Aufenthalt in Zamosc zurück.

Fett-Explosionen
Schwäbisch Hall. Die Feuerwehr von Gerabronn ist morgen Gastgeber im Schwäbisch Haller Feuerwehr-Museum, das an diesem Sonntag zum zweiten Mal in diesem Jahr geöffnet ist. Vorgestellt wird neben der Sammlung von alten Feuerwehr-Löschgerätschaften als neues Exponat die Feuerglocke von Binselberg. Deshalb bringen die Gerabronner zur Unterhaltung der Gäste auch den Binselberger Alleinunterhalter Manuel Zott mit. Außerdem gibt es tagsüber immer wieder Action: Ein speziell ausgebildeter Feuerwehrmann zeigt, was für Explosionen es gibt und was passiert, wenn man brennendes heißes Fett versucht mit Wasser zu löschen. Um 11 Uhr und um 14 Uhr gibt es Führungen durch das Feuerwehrmuseum, das in den Gebäuden der alten Spinnerei am Ende der Haller Neumäuerstraße untergebracht ist.

Edelkatzen-Schau
Crailsheim. Wie sieht eine Somali aus? Was ist der Unterschied zwischen einer Ägyptischen Mau und einer Ocicat? Und gibt es tatsächlich Perserkatzen mit kurzem Fell? Solche und ähnliche Fragen werden auf der Crailsheimer Edelkatzen-Ausstellung sicher beantwortet. Über 300 Tiere aus ganz Europa kommen am Sonntag in die Crailsheimer Markthalle. Sie werden dort von einer fachkundigen Jury bewertet und mit Champion-Ehren des 1.Deutschen Edelkatzen-Züchter-Verbandes belohnt. Die Schau am Sonntag dauert von 9 Uhr bis 18 Uhr.

Infra-Struktur-Gelder
Hohenlohe. Gemeindliche Infrastruktur - zumeist um Schul- und Sportstättenbau oder bei kulturellen Einrichtungen - bezuschußt wird durch den sogenannten Ausgleichsstock der Landesregierung. Der Verteilungsausschuß beim Regierungspräsidium Stuttgart unter Leitung von Regierungspräsident Dr. Udo Andriof hat jetzt 55 Mio Mark an finanzschwache Gemeinden im Regierungsbezirk Nord-Württemberg verteilt. Die Kommunen können damit Investitionen von 289 Mio Mark auf den Weg bringen. Vor allem Infrastrukturprogramme im ländlichen Raum wurden mit den Geldspritzen bedacht, Im Hohenlohekreis gehen insgesamt 3,2 Mio, u.a. 950 Tsd Mark zum Bau der Grund- und Hauptschule nach Pfedelbach, 750 Tsd Mark in die Sanierung des Kultur-Denkmales "Schwarzer Hof" in Ingelfingen. Auch im Landkreis Hall werden einige Gemeinden mit insgesamt 9 Mio Mark Unterstützt. So erhalten Blaufelden 1,05 Mio zum Bau einer Mehrzweckhalle im Ortsteil Wiesenbach, Bühlertann für den Kindergarten-Neubau 1,1 Mio Mark, Ilshofen 1,05 Mio für das neue Rathaus und die Gemeinde Obersontheim 890 Tsd Mark zum Bau eines neuen Feuerwehrmagazins..

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Sonntag 12.7.1998

12 ha neues Gewerbe
Mulfingen. Die Gemeinde Mulfingen im Jagsttal entwickelt langfristige Konzepte für neue Gewerbeflächen. Geplant werden derzeit 41 Gewerbegrundstücke auf einer Fläche von über 12 Hektar auf der Hochebene über dem Jagsttal beim Teilort Jagstberg. Der Planentwurf, der nun auf den Behörden-Genehmigungsweg geht, wurde vom Gemeinderatsgremium einstimmig gebilligt.

Skater-Baustellen
Landkreis Schwäbisch Hall. Der Jugendbeauftragte des Landkreises will zusammen mit dem Magic Bus und Initiativen vor Ort sogenannte Skater-Baustellen in Crailsheim, Gerabronn und Mainhardt einrichten. Jugendliche sollen sich unter fachkundiger Anleitung selbst einen Übungskurs für Inline-Skating einrichten. Die während der sogenannten Skater-Baustellen gefertigten Gerätschaften sollen anschließend vom TÜV abgenommen werden und auf öffentlichen Plätzen anschließend dauerhaft zur Verfügung stehen. Im August soll jeweils eine Woche lang, montags bis freitags von 14 bis 18 Uhr gearbeitet werden. Zugleich bietet der vor Ort stationierte Magic Bus zur Abwechslung und zur Entspannung sein Jugendcafe an. Die Termine sind: 3. bis 7. August in Gerabronn beim Hallenbad, 10. bis 14. August in Mainhardt bei der Waldhalle und 17.bis 21. August in Crailsheim auf dem Jahnhallenplatz beim Jugendzentrum.

Steuerstrafe gezahlt
Ilshofen. Bis zuletzt bedeckt hielt man sich im Ilshofener Stammwerk von Bausch und Ströbel. Im September vergangenen Jahres hatte es kurzzeitig einige Aufregung gegeben, nachdem die beiden Geschäftsführer vor Ort Siegfried Bullinger und Rolf Ströbel für jeweils einen Tag in Untersuchungshaft der Steuerfahndung saßen und nachdem ein nationaler Haftbefehl gegen den Gesellschafter Wilhelm Bausch ausgestellt worden war. Angeblich sollten Millionen von Steuern hinterzogen worden sein. Jetzt hat der in der Schweiz lebende Wilhelm Bausch 1,2 Mio Mark Steuerstrafe bezahlt und die Sache damit anscheinend aus der Welt geschafft. Schon am 29. Dezember 97 sollen die Ermittlungsverfahren gegen die Ilshofener Geschäftsführer eingestellt worden sein. Dies hielt man in Ilshofen aber ebensowenig einer Mitteilung an die Öffentlichkeit wert, wie die Höhe der tatsächlich nachbezahlten Steuerschulden. Das Verfahren sei abgeschlossen hieß es kurz und knapp in Ilshofen und am schwarzen Brett in der Firma, so hört man, habe Wilhelm Bausch einen Aushang anbringen lassen, in dem er der Belegschaft für ihre Loyalität in turbulenter Zeit dankt.

Baumann bleibt Chef
Schwäbisch Hall. Die Freie Wähler Vereinigung Schwäbisch Hall (FWV) hat ihren Vorstand einstimmig wiedergewählt. Vorstandsvorsitzender bleibt der Statiker und Gemeinderat Hartmut Baumann. Lob gab´s bei der Hauptversammlung der Vereinigung für den Haller Ob Hermann-Josef Pelgrim, der sich in der kommunalen Arbeit als 2angenehmes Gegenüber" herausgestellt habe und eine mehr als erwartet deutliche Unabhängigkeit gegenüber seiner SPD gezeigt habe.

Schlägerei geahndet
Untermünkheim/Westernhausen. Die Schlägerei, die Untermünkheimer Fans am Randes des Pokalspiels gegen den TV Westernhausen am 20. Mai ausgelöst hatten, wurde jetzt vom Sportgericht des Württembergischen Fußballverbandes geahndet. Bezirksvorstandsvorsitzender Wolfgang Hecker und sein Stellvertreter Karl Heinz Rau hatten damals Schläge abbekommen. Neben einer 500 Mark-Strafe für den Täter, der noch am Tag nach der Tat von der TURA Untermünkheim ausgeschlossen und mit Sportplatzverbot belegt wurde, erhielten auch beide Vereine jeweils eine Strafe von 100 Mark. Westernhausen hat dagegen Berufung eingelegt. Verurteilt, wenn auch nur zu einer geringen Geldstrafe wurde auch der Spielertrainer der TURA Untermünkheim, weil er, so das Sportgericht, nicht auf die Fans eingewirkt hatte, sich sportlich zu verhalten. Zu der Schlägerei war es nach einem von der TURA verlorenen Elf-Meter-Schießen gekommen..

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Montag 13.7.1998

Knappes Wahlergebnis
Wallhausen. Peter Dietz bleibt auch für eine dritte Amtsperiode Bürgermeister der Gemeinde Wallhausenn im Landkreis Schwäbisch Hall. Allerdings ging die Wahl bei 66 Prozent Wahlbeteiligung denkbar knapp aus. Peter Dietz bekam nur 53 Prozent, sein Herausforderer Gerhard Rajscanyi aus Kehl kam auf 47 Prozent. Die Differenz zwischen den beiden Kandidaten betrug weniger als 100 Stimmen.

Zukunft unterwegs
Crailsheim. Station Nummer 20 des Projektes Zukunft unterwegs ist heute und morgen die Stadt Crailsheim. Die vom Bundespräsidenten am 5. Mai persönlich ausgesandte Initiative kommt mit Bus und Bühne und zahlreichen Aktionen in die Stadt. Zusätzlich haben sich zahlreiche Firmen und Organisationen vor Ort in die Gestaltung des Tages eingeschaltet. So zeigt die Speditionsfirma Roll, daß es im Megamarkt Dienstleistung zahlreiche Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten für junge Leute gibt, Die Firma Würth beleuchtet das Thema aus der globalen Sicht eines Konzerns der in 70 Ländern vertreten ist und die Crailsheimer Firma Digital Arts Animation zeigt die technische Seite der Zukunft in Sachen Computer. Dazu gibt es Aktionen von Schulen und Jugendgruppen und zahlreiche Bands und Tanzgruppen tragen ihr Teil zur Future-Party bei.

Finger abgebissen
Blaufelden. Ihrem Mann einen Teil des rechten Ringfingers abgebissen hat eine Frau in Blaufelden. Zwischen den Eheleuten war es in der Nacht zum Sonntag zu einem heftigen Streit gekommen, in dessen Verlauf die Frau zubiß. Der Mann mußte ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Brand im Keller
Sailach. Unklar sind die Umstände, die am Samstag zu einem Brand in Sailach geführt haben. Eine Person mußte danach mit Rauchvergiftung ins Öhringer Kreiskrankenhaus eingeliefert werden. Zunächst war man im Ort wegen starker Rauchentwicklung von einem Wohnhausbrand ausgegangen, weswegen auch die Öhringer Feuerwehr mit einem Tanklöschfahrzeug anrückte. Vor Ort stellte sich heraus, daß es "lediglich" im Heizraum des Hauses im Keller brannte. Der Schaden beläuft sich auf geschätzte 50 Tsd. Mark.

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Dienstag 14.7.1998

407 angeklagte Jugendliche
Hohenlohekreis. 407 Jugendliche wurden im vergangenen Jahr im Hohenlohekreis angeklagt. 17 Prozent davon begingen schwere Delikte von Bombendrohung, Erpressung und Vergewaltigung bis zu fahrlässiger Tötung. So die Statistik der Jugendgerichtshilfe. Der Jugendhilfeausschuß des Hohenlohekreises beschäftigt sich heute mit diesem Thema und berät über die möglichen Ursachen des gravierenden Anstiegs der Kriminalität bei Jugendlichen. Noch im Jahr 96 waren nur 302, vor 20 Jahren nur 170 Jugendliche angeklagt worden.

Hagelfeiertage
Hengstfeld/Honhardt. In Hengstfeld begeht man den Hagelfeiertag heute. In Honhardt am 25. Juli eines jeden Jahres mit Kirchgang und Fürbitte um Gutes Wetter. In der evangelischen Kirche Württembergs ist die Sitte der Fürbitte einmalig in Hohenlohe erhalten geblieben. Zurück gehen die Hagelfeiertage auf große Unwetter. So hat beispielsweise 1897 ein Hagelunwetter im Hohenlohe nahezu die gesamte Ernte vernichtet. Bei den Hagelfeiertagen wird deshalb auch immer als gemeinsames Mahl eine sogenannte Hungersuppe gegessen.

Logo weg
Crailsheim. 15 Jahre nachdem das alte Logo der Fa. Procter und Gamble von den Packungen verschwunden ist, wurde der sogenannte Mondmann jetzt bei Renovierungsarbeiten auch auf dem Betriebsgelände in Crailsheim entfernt. Kritiker hatten damals die Bartkringel des Mondmannes als umgedreht dreifache 6 gedeutet, was als Zeichen des Satans gilt. Außerdem enthielt das Logo als weitere angebliche Unglückszahl 13 Sterne. Der Konzern kapitulierte vor dem Aberglauben.

Ohne Geschenk
Öhringen. Ohne Geschenk kam Innenminister Thomas Schäuble zum Festakt 150 Jahre Feuerwehr nach Öhringen. Schon einmal war dies bei einem Jubiläum im Hohenlohischen aufgefallen. Minister Schäuble goutierte das, indem er´s in seiner Festrede selbst erzählte: Man sei schon froh, habe man ihm damals gesagt, wenn in heutiger Zeit ein Mitglied der Landesregierung komme und nichts mitnehme.

Jubiläum an Mädchenschule
Schillingsfürst. Ihr 125jähriges Bestehen feiert in diesem Jahr die Mädchenrealschule von Schillingsfürst. Gegründet wurde sie als Einrichtung für den klösterlichen Nachwuchs vom damaligen Kardinal Gustav von Hohenlohe-Schillingsfürst. Der Orden der Armen Schulschwestern gab das Internat aber schon vor sechs Jahren auf. Träger des mit weltlichen Lehrern fortgeführten Schulbetriebes als Ganztagesschule ist nach wie vor das Erzbistum Bamberg.

Fünf Jahre Kokolores
Künzelsau. Seit fünf Jahren besteht nun der Jugendclub Kokolores in Künzelsau, der im alten Bahnhof ein Domizil gefunden hat. Auch der neue Vorstand, zum Teil der alte, will keine Mitgliedsbeiträge im Club erheben. Der Verein soll sich durch sein Jugendcafe, seine kulturellen Veranstaltungen und durch Zuschüsse der Stadt finanzieren. Morgen will der Künzelsauer Jugendgemeinderat im Kokolores-Gebäude tagen.

Strom aus Sonnenlicht
Schwäbisch Hall. Die Stadtwerke Schwäbisch Hall beteiligen sich erneut an einer Anlage zur umweltfreundlichen Energie-Erzeugung. Gebaut werden soll eine Photovoltaik-Anlage, die 9,6 Kilowatt Leistung erbringen soll. Die 80 Quadratmeter große Anlage auf den Dächern der niedrigeren Gebäude rund um den Tower am Flugplatz Hessental wird rund 140 Tsd Mark kosten. Etwa 7000 Kilowattstunden Strom pro Jahr könnten erzeugt werden. Bauherr der Anlage ist der Motorfliegerclub Schwäbisch Hall.

Neuer Sicherheitsberater
Schwäbisch hall. Die polizeiliche Beratungsstelle bei der Haller Direktion hat einen neuen Chef. Für den Bereich Prävention zeichnet künftig Kriminalhauptkommisssar Werner Deufel verantwortlich. Wer sein Haus, seine Firma einbruchsicher machen will oder sonstige Ratschläge zum Thema Sicherheit haben möchte, ist bei KHK Deufel an der richtigen Stelle. Zu erreichen ist er unter Telefon 0791-400.309 in Schwäbisch Hall. Seine Beratungen sind (auch bei Hausbesuchen) kostenfrei und produktneutral.

Aufgaben der Kreisarchive
Landkreis Schwäbisch Hall. Rechtzeitig zum 25jä#hrigen Bestehen der heutigen Landkreise in Baden-Württemberg hat die Arbeitsgemeinschaft der Kreisarchive ein neues Buch herausgebracht: "Die Kreisarchive in Baden-Württemberg - Aufgaben und Bestände. Der zweite Band der Arbeitsgemeinschaft informiert über die Archivalien, Sammlungen, Bibliotheken und Ausstellungsgegenstände, die in den einzelnen Kreisen zugänglich sind. Der erste Band, den die Arbeitsgemeinschaft 1996 herausbrachte, war den früheren Amtvorständen der Verwaltungsbezirke gewidmet. An beiden Büchern wirkte maßgeblich im Redaktionsteam auch der Haller Kreisarchivar Dr. Hans-Peter Müller mit. Das jetzt erschienene Nachschlagewerk hat 112 Seiten und ist sowohl im Buchhandel als auch bei den Kreisarchiven erhältlich..

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Mittwoch 15.7.1998

Nur noch 50 Prozent
Crailsheim. Eigentlich sollte die Stelle des jetzt verabschiedeten Schuldekans Albrecht Winkler im Bezirk Crailsheim-Blaufelden gestrichen werden. Doch nun wird sie möglicherweise doch wieder besetzt, wenn auch nur in Form eine 50 Prozent-Stelle, so Oberkirchenrat Hans-Georg Bauer bei der Verabschiedungsfeier. Sechseinhalb Jahre war Albrecht Winkler in Crailsheim. Er geht jetzt zu neuen Aufgaben nach Freudenstadt

Kandidatin trotz Herzinfarkt
Hohenlohe. Trotz eines Herzinfarktes wollen die Republikaner an ihrer Bundestagskandidatin im Wahlkreis Hall-Hohenlohee Erika Quast festhalten. Die Hausfrau aus Gaildorf war bei einer Parteiveranstaltung in Heilbronn zusammengebrochen und mußte in Krankenhaus eingeliefert werden. Ihr Zustand wird als ernst bezeichnet.

Einer weniger
Vellberg. Der Vellberger Gemeinderat ist jetzt um ein Mitglied kleiner. Normalerweise wären es nur 18 Mitglieder. Doch weil ein Außenseiter in einem kleinen Teil-Ort gewonnen hatte, saßen bislang wegen vieler Ausgleichsmandate 30 Räte am Tisch. Jetzt sind es nur noch 29, da die Räte dem Wunsch ihres Kollegen Georg Christ zustimmten, aus beruflichen Gründen auszuscheiden. Einen Nachrücker gibt es nicht mehr auf der Liste.

LandFrauenService
Hohenlohe. LandFrauenService nennt sich eine Gruppierung, die initiiert von der Fremdenverkehrsgemeinschaft Hohenlohe und der Arbeitsgemeinschaft Urlaub auf dem Bauernhof, jetzt erstmals zu Gesprächskreisen zusammentrifft. Gestern abend gings um touristisches Rahmenprogramm, morgen um das Thema Direktvermarktung. Entsprechend entwickelte Angebote können vom EU-Projekt LEADER II gefördert werden.

Geringer Erfolg
Schwäbisch Hall. Interesse groß, Erfolg gering. So die Zwischenbilanz der Aktion des Schwäbisch Haller Sozialamtes. Langzeitarbeitslosen hatte man bis zu 1900 Mark geboten, wenn Sie sich in Eigeninitiative einen Arbeitsplatz beschaffen. Nur 11 der 1100 Angeschriebenen habe es bislang geschafft, den Kriterien zu entsprechen. Davon waren allerdings sieben Leute länger als zwei Jahre arbeitslos.

Ratgeber
Schwäbisch Hall. Einen selbsterstellten Ratgeber gesunde Kinder verteilt derzeit das Haller Gesundheitsamt. Die selbsterstellte Broschüre soll ein Leitfaden für Erzieherinnen an Kindergärten aber auch für Eltern sein. Neben allgemeinen Hygienefragen geht es auch um Inkubationszeiten von Krankheiten oder um die Frage was bei Parasitenbefall wie Kopfläusen, Flöhen und dergleichen zu tun ist. Außerdem gibt´s im Heft einen Adressenteil mit Beratungsstellen rund ums Kind.

Sekundenschlaf - Führerschein beschlagnahmt
Hohenlohe. Ungebremst in einen sogenannten Sicherungsanhänger eine beginnenden Baustelle raste gestern nachmitag ein 40 Tonner-Lastzug auf der Autobahn A6 auf Höhe der Kochertalbrücke in Fahrtrichtung Heilbronn. Glücklicherweise wurde außer dem Fahrer des Lastzuges, der leichte Schnittwunden von seiner zersplitterten Windschutzscheibe davontrug, niemand verletzt. Auch der Sachschaden hielt sich mit geschätzten 26 Tsd Mark in Grenzen. Dennoch sind die Konsequenzen für den Fahrer bedeutend: Der Staatsanwalt ordnete die sofortige Beschlagnahmung seines Führerscheins an. Er hatte Polizisten gestanden, kurzzeitig am Steuer eingenickt zu sein. Dieser gefährliche 'Sekundenschlaf' ist einer der Gründe, weshalb LkW-Fahrer regelmäßig vorgeschriebene Pausen machen müssen und diese auch über die eingelegte Tachoscheibe zu belegen haben. Die Tachoscheibe am Unglücks-40-Tonner war eingelegt. Doch von Ruhepausen war darauf wenig zu sehen. Die Bergungsarbeiten des 40-Tonners gestalteten sich schwierig. Auf der A6 entstand ein Rückstau von 12 km Länge.

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Donnerstag 16.7.1998

Vier Jahre und vier Monate
Heilbronn/Schwäbisch Hall. Heilbronn/Schwäbisch Hall. Zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und vier Monaten verurteilt wurde jetzt vor der Jugendkammer des Landgerichtes Heilbronn der zweite Fall von sexuellem Mißbrauch bei den Schwäbisch Haller Pfadfindern. Zur Last gelegt wurden dem heute 27jährigen Angeklagten 192 Fälle. Verurteilt wurde der geständige ehemalige Pfadfinder-Gruppenleiter jetzt für 13 zweifelsfrei nachgewiesene Fälle von sexuellem Mißbrauch Schutzbefohlener. Der Staatsanwalt hatte für den geständigen Angeklagten, der in der Untersuchungshaft einen Selbstmordversuch unternommen hatte, eine Strafe von fünf Jahren und drei Monaten gefordert, sein Verteidiger hatte auf drei Jahre plädiert.

Weniger Jeans verkauft
Künzelsau. Preiskämpfe auf dem Jeansmarkt sorgten für Umsatzrückgang bei den Herstellern. Bis zu 40 Prozent verlor Standard-Denim Jeansware am Endverkaufspreis. Obwohl Mustang in Künzelsau sich an diesem Preiskampf nicht beteiligte, mußte die Gesellschaft dennoch einen dreiprozentigen Umsatzrückgang auf 361 Mio Mark im vergangenen Jahr hinnehmen. Da man mit den Marken Mustang. JOOP und WaLT keine Massenware für Discounter auf der Grünen Wiese herstellt, ist der Konzentrationsprozeß im Handel ein Problem. Viele Fachgeschäfte geben bei zu hohen Mieten und zu geringer Rendite auf und schmälern damit die Absatzchancen der Markenhersteller wie Mustang. Dem, so der geschäftsführende Gesellschafter Heiner Sefranek wolle man begegnen durch innovative Produkte und ein engeres Zusammenrücken mit dem Einzelhandel, den man vor allem im Bereich Marketing unterstützen wolle.

Erneute Kandidatur
Bühlerzell. Bühlerzells Bürgermeister Franz Rechtenbacher will für eine dritte Amtsperiode Bürgermeister bleiben. Die Stellenausschreibung war im Staatsanzeiger gerade veröffentlicht, da reichte der 43jährige bereits seine Bewerbungsunterlagen bei seinem Wahlvorstand ein. Die Bewerbungsfrist dauert bis zum 24. August, gewählt wird in der zweitkleinsten Gemeinde des Landkreises Schwäbisch hall am 20. September.

Vellberg soll beitreten
Ilshofener Ebene. Braunsbach, Wolpersthausen und Ilshofen wollen die Stadt Vellberg in ihren Schulverband holen, die Verbandsversammlung die bisherige Vereinbarung über den Schulbesuch Vellberger Kinder gekündigt. Gestritten wird im Schulverband Ilshofener Ebene aber noch um die Mitgliedsbeiträge, um die Frage, ob nach Einwohnerzahl oder nach tatsächlicher Schülerzahl abgerechnet werden soll. Daß der Schulverband kostengünstig arbeitet, zeigt sich aber an der Jahresrechnung 97. Es gibt Rückzahlungen von mehreren Tausend Mark an die beteiligten Gemeinden.

Ökodorf Präsentation
Wolpertshausen. Das Ökodorf Wolpertshausen präsentiert am Sonntag seine aktuelle Entwicklung der Öffentlichkeit. Gezeigt wird u.a. das zweite dort errichtete Haus in Holzständer-Bauweise noch im Rohbau. Außerdem werden verschiedene Handwerksbetriebe mit Informationen zu ökologischen Baustoffen, zu Solarenergie, aber auch zu Finanzierungsfragen aufwarten. Versorgt wird das Ökodorf mit Energie aus einem Biogas-Kraftwerk.

40 Jahre Ventilatoren
Waldenburg. Die Waldenburger Firma Gebhard Venitaloren feierte ihr 40jähriges Bestehen. 350 Mitarbeiter gibt es heute alleine am Stammsitz der Firma, die mittlerweile zu den sogenannten global players im Bereich der Raumluftventilatoren zählt: von der Fabrikhalle bis zum Kuhstall, von der Pommesbude bis zur Hotelhalle. Neu erarbeitet hat man sich die Bereiche Reinraum und Prozeßlufttechnik in der Chemieindustrie.

Jugendliche Einbrecher
Sulzdorf. Sechs Jugendliche Einbrecher, zwischen 13 und 16 Jahre alt, hat die Polizei jetzt ermittelt. Einer der Jugendlichen lief der Polizei nach einem Einbruch gleichsam in die Arme, als er mit einem gestohlenen Karton in der Nähe des Tatortes gesehen wurde, wo die Polizei gerade ihre Ermittlungen aufgenommen hatte. Eine Überprüfung des jungen Mannes führte zu den anderen Tätern. Außer dem Lagerhallen-Einbruch nach dem sie geschnappt wurden, waren die Jugendlichen mindestens zwei Mal in die Telefonzentrale eines anderen Betriebs eingebrochen. Dort hatten sie Geld, ein Diktiergerät und Süßigkeiten gestohlen.

Landkreis wird größer
Schwäbisch Hall/Hohenlohe. Der Landkreis Schwäbisch Hall wird um 294 Quadratmeter größer. Die Gemeinde Michelfeld im Landkreis Hall und die Stadt waldenburg im Hohenlohekreis haben eine entsprechende Vereinbarung geschlossen. Ursache ist die Begradigung eines Straßenstückes und des in diesem Bereich nun in einer Röhre fließenden Köhlersbaches. Der aber gilt seit alters her als Gemarkungs- und damit als Kreisgrenze. Das getauschte Gelände 17 qm hin und 311 qm her, ist unbewohnt und Teil eines Waldes..

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Freitag 17.7.1998

Marketing GmbH
Landkreis Schwäbisch Hall. Der Regionalverband hat sich in seiner jüngsten Sitzung klar für die Gründung einer regionalen Marketing GmbH ausgesprochen. Auch bei der Kreistagssitzung im Landkreis Hall steht das Thema erneut auf der Tagesordnung. Nach Änderungen im Vertragstext hat im Mai der Haller Verwaltungs- und Finanzausschuß bereits eine Beteiligung des Landkreises beschlossen. Bei einem ersten Versuch im Frühjahr hatte der Kreistag eine Beteiligung an der Marketing GmbH noch abgelehnt.

Protest gegen Mautpläne
Schwäbisch Hall/Stuttgart. Direkt bei Ministerpräsident Erwin Teufel protestierte jetzt Halls Landrat Ulrich Stückle während der Sitzung des Landkreistages gegen die unsinnige Idee der Landesregierung, Teile der Autobahn A6 zwischen Heilbronn und Crailsheim mautpflichtig zu machen, um deren Ausbau zu finanzieren. Bundesautobahnen, so Stückle, könne man nicht mit regional unterschiedlich Regelungen betreiben. Gegen eine grundsätzliche Autobahngebühr nach Schweizer Vorbild sei allerdings wenig einzuwenden. Auch zahlreiche Abgeordnete und Verbände haben gegen die Mautstellen-Idee protestiert.

Feuerwehrfest
Öhringen. Der Festakt zum 150jährigen Bestehen der Öhringer Feuerwehr fand bereits vergangene Woche statt. Jetzt wird drei Tage lang richtig gefeiert. Mit vollem Programm von der offiziellen Delegiertenversammlung bis zu Übungen mit Explosionen und Feuerbekämpfung und mit einem Rockkonzert. In Öhringen werden wegen des Festes Durchgangsstraßen teilweise gesperrt.

Dorf-Theater
Reubach. Ein ganzes Dorf spielt mit, wenn heute abend das Stück über den ersten und 1559 ermordeten evangelischen Pfarrer von Reubach Benedikt Müntzer Premiere hat. Zum dritten mal haben die Reubacher eine große Freilicht-Inszenierung auf die Bühne gestellt. Die für Laien sehr professionellen Aufführungen gelten als eine Art Geheimtip unter den Freilichttheatern der Region. Rund um die fünf Aufführungen an diesem und am nächsten Wochenende gibt es bereits ab 19 Uhr jeweils ein Theaterfest.

Plattenvertrag
Schwäbisch Hall. Stone the Crow heißt die Haller Band, die jetzt einen Künstlervertrag bei der großen Polydor bekam. Die vier Musiker der Band konnten kürzlich einen Wettbewerb des TV-Musiksenders Viva gewinnen. Demnächst wird das erste Video zur aktuellen Single "Day Light" gedreht und das erste CD-Album aufgenommen. Morgen spielt die Band nochmals am städtischen Jugendzentrum Heimbacher Hof.

Hohenlohe-Seminar
Kirchberg. Auf den Spuren des lachende Philosophen Julius Weber, der Anfang des vergangenen Jahrhunderts in Langenburg lebte, begibt sich ein Seminar der Landeszentrale für politische Bildung. Ziel des Seminars ist, den Teilnehmern geschichtliche Hintergründe zu Zeiten Napoleons zu verdeutlichen und die Mentalität der Menschen in Hohenlohe kennen zu lernen. Dazu gibt es eine historischen Wegmarken sowie Referate von profunden Kennern Hohenlohes. Tagungsort des LPB-Seminars ist die Stadt Kirchberg.

Radio TON kappt Sendungen
Hohenlohe. Radio Ton strahlt heute zum letzten Mal spezielle Nachrichten für Hohenlohe aus. Die Region wird künftig nur noch direkt vom Hauptsender in Heilbronn bedient. Seit der Senderfusion mit Radio Regional verfügt Radio TON in Hohenlohe nur noch über die mangelhafte technische Senderleistung dreier Lokalsender in Künzelsau, Crailsheim und Schwäbisch Hall. Dies führte in den vergangenen dreieinhalb Jahren zu massiven Einbrüchen bei den Hörerzahlen. Das erst im vergangenen Jahr eröffnete Studio in Schwäbisch Hall soll zunächst dennoch erhalten bleiben.

Jacobifest
Schrozberg. Vier Tage Festbetrieb, Ausstellung auf dem Freigelände, Krämermarkt, Vergnügungspark, Kinderfest und Feuerwerk: in Schrozberg findet an diesem Wochenende das traditionelle Jacobi-Fest statt. Eröffnet wird das Fest heute abend mit Böllerschüssen der Schützen aus Gebsattel. Prominentester Gast wird morgen Landwirtschaftsministerin Gerdi Staiblin sein, die im Festzelt zur aktuellen Situation der Landwirtschaft sprechen wird. Höhepunkte sind neben dem Feuerwerk am späten Samstag abend die beiden Festzüge am Sonntag und Montag. Der Montag des Jakobifestes gehört in Schrozberg gehört traditionell den Kindern..

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Samstag 18.7.1998

Neues Wasserrecht
Rot am See. Positiv für den ländlichen Raum bewertete jetzt der Hohenloher CDU Landtagsabgeordnete Ernst Keitel die Änderungen im Wasserrecht. Nicht unerhebliche Kosteneinsparungen könnten Kommunen erzielen: so sind etwa Prüfungskosten vom Gewässernutzer und Anlagenbetreiber nicht mehr selbst zu bezahlen , wenn diese von Dritten veranlasst wurden. Öffentliche Kanalisationen, Anlagen zur Regenwasserbehandlung oder häusliche Klein-Kläranlagen sind künftig genehmigungsfrei. Auch können, wie bisher schon im Hochbau möglich, private Dienstleister oder Finanzierer über geeignete Regelungen einbezogen werden.

Bergfest
Waldenburg. Zum 51. Mal laden der Turngau Hohenlohe und die Stadt Waldenburg zum Bergfest ein. Ballspiele, ein Familienlauf ohne Wettkampfcharakter und die Trendsportart Inline-Skating stehen heute am Samstag auf dem Programm. Morgen gibt es Leichtathletikkämpfe, einen Fechtwettkampf und den Hohenlohe-Triathlon-Wettbewerb um den Waldenburger Bergfest-Pokal. Rund herum gibt es für Besucher ein bunt gemixtes Programm aus Sport, Tanz und Akrobatik.

Splittarbeiten
Landkreis Schwäbisch Hall. Rund 24 Kilometer Landessstraßen und 45 Kilometer Kreisstraßen werden in diesem Sommer oberflächlich saniert. Für etwa 800 Tsd Mark wird ganzflächig Bitumenemulsion aufgespritzt, die anschließend mit Splitt abgestreut wird. Für Autofahrer heißt dies, besondere Vorsicht walten zu lassen. Hochgeschleuderte Steinchen können zu gefährlichen Geschossen werden. Auf den betroffenen Straßenabschnitten wird die Geschwindigkeit deshalb auf 30 Stundenkilometer beschränkt. Betroffen sind vor allem Straßen rund um Ilshofen und im östlichen Landkreis Hall.

Aktionstag Öko-Landbau
Hohenlohe. Zahlreiche Bauernhöfe im Land beteiligen sich am Wochenende mit attraktive, Publikums-Programm am Aktionstag Ökolandbau, der gemeinsam vom Naturschutzbund NABU sowie den Naturkostverbänden Bioland, Naturland und demeter veranstaltet wird. Angeboten werden neben ausführlichen Informationen zur Erzeugung von Bio-Lebensmitteln auch verschiedene Kostproben , Kutschfahrten, Streichelzoos, Spiele und Musik. Der Aktionstag am Sonntag steht unter dem Motto "Feiern, Schlemmen, Informieren"

Unhaltbare Zustände
Landkreis Hall. Nicht besonders hygienisch waren die Zustände in einer Bäckerei mit Lebensmittelhandel. Der Wirtschafts-Kontrolldienst fand bei dem Betrieb im südlichen Landkreis Hall Mehlkäfer in den Brotkörben, Pizzen in der Tiefkühltruhe, deren Haltbarkeitsdaten schon im vergangenen Jahr abgelaufen waren, tiefgekühlte Hähnchenschlegel mit Frostbrand und insgesamt recht unsaubere Zustände vor. Die Bäckerei erhielt die Auflage einer Generalreinigung. Die Lebensmittel wurden eingezogen und entsorgt. Der Inhaber hat mit einem saftigen Bußgeld zu rechnen.

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Sonntag 19.7.1998

Dreikönig bleibt
Schwäbisch Hall. Äußerlich wird der Haller Gasthof Dreikönig der "Dreikönig bleiben". Das ortsbildprägende Gebäude aus dem 17. Jahrhundert ist nur kein denkmalgeschütztes Gebäude mehr und kann im Innern den wirtschaftlichen Notwendigkeiten angepasst werden. Mit einem Abriß des Gebäudes, wie fälschlicherweise in der Stuttgarter Zeitung gemeldet, hat dies nichts zu tun. Wohl aber ist zum Umbau diese Abbruchsgegnehmigung notwendig, denn sonst hätte man in dem Gebäude überghaupt nichts an der Struktur ändern können. Genau darum ging es auch in dem Streit zwischen der städtischen Gewerbe- und Wohnbaugesellschaft GWG und dem Denkmalamt, der letztendlich vom Regierungspräsidium zugunsten der GWG entschieden werden mußte. Die GWG hatte das Gebäude vor wenigen Monaten von einer Erbengemeinschaft erworben.

Bankalarm- Fehlalarm
Wallhausen. Als Fehlalarm stellt sich ein in der Bank von Wallhausen ausgelöster Alarm heraus. Die anderthalbjährige Tochter einer Kundin hatte sich während des Schaltergespräches der Mutter selbständig gemacht. Dabei war sie auch hinter den Banktresen gekrabbelt und hatte dort unbemerkt den Knopf für den stillen Alarm gedrückt. Nicht schlecht staunten die Kunden in der Bank, als dann plötzlich die Polizei vor der Tür stand. Von einem bewaffneten und maskierten Bankräuber aber gab es dort nicht die geringste Spur.

Hole-in One
Schwäbisch Hall. Jedem Spieler auf dem Platz einen Drink bezahlen mußte kürzlich Sony-Boy, Ferrari-Fahrer und Gastwirt in Hall Cesare Rebellato. Ihm war auf der Haller Golfanlage Dörrenzimmern des Schwäbisch Haller Golfclubs ein As, ein sogenannter Hole-in-One Schlag geglückt, und zwar auf der 132 Meter langen elften Bahn der Anlage. Die Wahrscheinlichkeit für solch einen Schlag, bei dem der Ball gleich auf Anhieb ins Loch kommt, liegt bei statistischen 45 Tsd Schlägen zun einem Mal. Auf der Haller Anlage ist dieses Ereignis seit ihrem Bestehen erst vier Mal einem Spieler geglückt.

ProTelCom im Internet
Schwäbisch Hall. Die Haller Projektgruppe ProTelCom ist jetzt auch im Internet präsent. 20 ehemals Langzeitarbeitslose haben sich unter dem Dach eines Fördervereines für Telearbeit zusammengeschlossen. Sie bieten ihre Arbeitskraft jetzt als sogenannte Telearbeiter per Computer und ISDN-Datenleitung im kaufmännischen und technischen Bereich an. Zu finden ist die Internetseite des Projektes ProTelCom im Angebot des Anbieters Compuserve. (http://ourworld.compuserve.com/homepages/protelcom)

Schmerzkonferenz gegründet
Künzelsau. 22 Ärzte und Therapeuten verschiedener Fachrichtungen haben sich jetzt in Künzelsau getroffen und die "Schmerzkonferenz Hohenlohe" gegründet. In regelmäßigen Treffen wollen sie interdisziplinär Patientenfälle diskutieren. Angestoßen wurde die Initiative von den Haller Ärzten Dr Valentin Gehling und Dr. Karl Rosenhagen sowie dem Künzelsauer Dr. Andreas Eckle, die alle drei jahrelange Erfahrung in ambulanter Schmerztherapie haben. In der Schmerztherapie geht es nicht um akuten Schmerz sondern um chronische Schmerzen, die oft nicht einmal mehr einen organischen Bezug haben. Genau deshalb sei interdisziplinäre Therapie nötig, so die Gründer der Initiative, an der sich vom Chriurgen bis zum Psychotherapeuten die unterschiedlichsten Mediziner beteiligen..

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Montag 20.7.1998

Weiter für Logistikzentrum
Crailsheim. Der CDU Landtagsabgeordnete Ernst Keitel will weiter für ein Logistikzentrum in Crailsheim kämpfen. Gewisse Hoffnung hat der Abgeordnete noch, weil die Neukonzeption für den kombinierten Ladungsverkehr, wie sie die Bahn bei der Verkehrsminister-Konferenz vorgelegt hat, auf einhellige Ablehnung stößt. Die Minister bildeten eine Arbeitsgruppe, die die Bahn AG von ihren Stilllegungsplänen abbringen soll. Keitel hält die Konzeption der Bahn darüber hinaus für kontraproduktiv. Die Bahn grabe sich das Wasser selbst ab, wenn sie die Klientel auf dem flachen Land vernachlässige. Für Crailsheim waren vom bisherigen Betreiber des Containerbahnhofes immerhin 1000 Containerwaggons an Fracht zusätzlich aquiriert worden, vornehmlich Rohstofflieferungen für die in Crailsheim ansässige Firma Procter & Gamble. Doch bei der Bahn zähle sowas anscheinend nicht, so Keitel. Der Ausbau der Ladestraße am Crailsheimer Containerbahnhof übrigens vom Land gefördert worden. Wie Minister Schaufler nun allerdings mitteilte, seien derartige Fördergelder den Sparmaßnahmen des Landes, für die nahe Zukunft zumindest, zum Opfer gefallen und gestrichen worden.

Nur einmal bezahlt
Kirchberg an der Jagst. Recht dreist ging jetzt ein Sattelzugfahrer aus einem Ostblockland vor. Er tankte zweimal aus verschiedenen, nebeneinanderliegenden Zapfsäulen Diesel in den großen Tank seines Lasters. Als es ans Bezahlen ging, gab er aber, wie das ja auch alle anderen Fahrer tun, nur eine Zapfsäule an, deren relativ geringen Tankbetrag er auch ordentlich bezahlte. Daß er eine weit größere Rechnung gemacht hatte fiel im Trubel des Geschäftes erst auf, als kein Lkw mehr an den Zapfsäulen stand und immer noch ein Tankvorgang nicht bezahlt war.

Goldfisch an TSV-Angel
Crailsheim. Der TSV Crailsheim hat für seine in der Oberliga spielende Damenmannschaft einen "Goldfisch" an Land gezogen. Sandra Würth, Allroundspielerin mit "höheren Weihen" wechselt vom TSV Ludwigsburg zum TSV Crailsheim. Die 19jährige war vom TSV Ludwigsburg beim TSV des benachbarten Ortes Münchingen entdeckt und gefördert worden. Zuletzt hatte sie als Kapitänin der U19-Auswahl des Württembergischen Fußballverbandes gespielt.

Arbeiten und Festen
Hohenlohekreis. Um 14 Uhr beginnt heute die Arbeitssitzung des Hohenloher Kreistages in der Sporthalle von Michelbach am Wald. Unter anderem geht es um die Bedarfsplanung für die stationäre Altenpflege und die von den entsprechenden Ausschüssen bereits empfohlene Einrichtung neuer Schularten an den Kreisberufsschulen. Auf der Tagesordnung auch der finanzielle Jahresabschluß des Landkreises und ein Ausblick auf die Etatentwicklung des laufenden Jahres. Ab 18 Uhr dann will der Kreistag feiern. Anlaß ist das 25jährige Bestehen des Landkreises, das mit einer kleinen Feierstunde begangen wird. Den Festvortrag hält der bekannte Stuttgarter Historiker und Hohenlohekenner Dr. Gerhard Raff.

Dreiviertel Million Minus
Hohenlohekreis. Die Krankenhaus GmbH des Hohenlohekreises schloß das Jahr 1997 mit einem Minus von 725 Tsd Mark ab. Auch 1998 wird nochmals ein geplanter Jahresfehlbetrag entstehen, der mit 348 Tsd Mark aber nur noch halb so groß ausfallen wird. Das 97er Defizit entstand vor allem beim Künzelsauer Krankenhaus, wo wegen anstehender Brandschutz-Umbaumaßnahmen eine hohe Rücklage über 850 Tsd Mark gebildet werden mußte. Auch das Krautheimer Altenheim geriet durch Baumaßnahmen in die roten Zahlen. Überschüsse erwirtschafteten die Wäscherei, das Krankenhaus Öhringen, die geriatrische Rehaklinik Öhringen sowie das Öhringer Altenheim..

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Dienstag 21.7.1998

Torähnliche Wirkung
Schwäbisch Hall. Die Stadt Schwäbisch Hall will ihre Ortseinfahrt im Osten an der ehemaligen B14 von Crailsheim kommend neu gestalten. Im Bau- und Planungsausschuß wurden jetzt die Bedenken der Träger öffentlicher Belange behandelt und in den Bebauungsplan-Entwurf eingearbeitet. Vor allem der Ortschaftsrat und ein Teil der Bevölkerung des Teilortes Wegkriegen ist gegen die Bebauung entlang der alten B14 eingestellt. Die Stadt will durch Bau von Häusern eine torähnlichere Wirkung am Ortsrand erreichen.

Neuer Gutachterausschuß
Schwäbisch Hall. Nachdem die Amtszeit der 1994 gewählten Mitglieder des Gutachterausschusses abgelaufen war, wurden sie jetzt vom Haller Gemeinderat neu bestellt. Der Ausschuß ist nach den Bestimmungen des Baugesetzbuches für die Ermittlung von Grundstückswerten sowie bei Schätzung von Gebäuden bei Verkäufen, Zwangsversteigerungen oder Enteignungen zuständig. Ihm gehören drei Architekten aus Schwäbisch Hall, ein Vertreter der Immobilienabteilung der Kreissparkasse, ein Bausachverständiger sowie der Leiter des Schwäbisch Haller Baurechtsamtes an.

Wärmenetz-Erweiterung
Schwäbisch Hall. Die Gebäude des Kreis-Berufsschulzentrums in Schwäbisch hall werden ab September an das Fernwärmenetz der Haller Stadtwerke angeschlossen. Ein entsprechender 20-Jahres-Vertrag mit den Haller Stadtwerken wurde jetzt abgeschlossen. Die Stadtwerke übernehmen auch die komplette Heizzentrale des Schulkomplexes, sanieren sie und bauen bis zum Jahre 200 dort ein weiteres Blockheizkraftwerk ein. Erreicht wird dadurch eine jährliche CO2-Einsparung von etwa 1000 Tonnen.

Keramische Monster
Crailsheim. Das Stadtmuseum Crailsheim zeigt vom kommenden Freitag an die Ausstellung Monster - Kowalskis keramische Tiere. Geschaffen wurden die Keramikfiguren vom Österreichischen Architekten-Ehepaar Karla Kowalski und Michael Szyszkowitz, die sich neben ihrer Bau und Lehrtätigkeit seit rund 20 Jahren um ihre keramische Menagerie kümmern. Die "Monster" sind dabei trotz des Titels keine furchterregenden Ungeheuer sondern poetische aus Ton geformte Wunderwesen. Die Ausstellung dauert bis zum 20. September

Tourismus GmbH
Schwäbisch Hall. Die Stadt Schwäbisch Hall und die Landkreise Hall und Hohenlohe haben einen Gesellschaftervertrag über eine neue Tourismus-Förderungs-Gesellschaft ausgehandelt. Die bisherigen Verbände sollen in dieser neuen Gesellschaft aufgehen. Neben den Beteiligungsverhältnissen Hohenlohekreis 36,5, Landkreis Hall 34,5 und Stadt Hall 29 Prozent wurde auch ein Betriebskostenzuschuß ausgehandelt, der bei 1,85 pro Einwohner liegen soll. Sitz der neuen Schwäbisch Hall-Hohenlohe-Touristik GmbH wird Schwäbisch Hall sein. Der Gesellschaftervertrag kommt heute im Kreistag des Landkreises Hall zur Beratung.

Ökobauern zufrieden
Hohenlohe. Zufrieden waren die Bio-Verbände Demeter, Naturland oder Bioland mit dem ersten Aktionswochenende Ökolandbau. Auf rund 30 Biohöfen und Gartenbaubetrieben fanden Besucher Gelegenheit, sich vor Ort zu informieren, woher das tägliche Brot kommt und wie wichtige Lebensmittel ökologisch erzeugt werden. Auch diese Woche noch empfangen verschiedene Betriebe Besucher. U.a. können sich Feinschmecker in der Bioland-Dorfkäserei von Bühlerzell-Geifertshofen im Hohenlohischen über die Herstellung von Käse informieren. Im Hohenlohischen werden etwa zehn Prozent der landwirtschaftlich genutzten Flächen ökologisch bewirtschaftet. Im Landesschnitt sind es lediglich 2 Prozent.

Amtseinsetzung
Obersontheim. Siegfried Trittner, gewählter Bürgermeister der Gemeinde Obersontheim im Landkreis Schwäbisch Hall, wird am Freitag 28. August mit einer Feierstunde in der Schubarthalle offiziell in sein Amt eingeführt. Siegfried Trittner ist derzeit noch Bürgermeister der Allgäu-Gemeinde Bodnegg im Landkreis Ravensburg, wo er nicht einmal seine erste Amtsperiode völlig beenden wird. Trittner war dort im Januar 92 gewählt worden. Davor war er knapp anderthalb Jahre lang Ortsvorsteher der Schwäbisch Haller Teilgemeinde Bibersfeld gewesen.

Oldtimer-Rallye
Crailsheim. Die Kontrollstelle beim Kilometer 1080 liegt in Crailsheim am Schweinemarktplatz. Dort werden heute ab etwa 11:30 Uhr 180 Teilnehmer der Oldtimer-Rallye "2000 km durch Deutschland" ihre Durchfahrt bestätigen lassen. Die als Zuverlässigkeitsfahrt konzipierte Rallye wird seit 1989 alljährlich vom Allgemeinen Schnauferl Club in Mönchengladbach gestartet und findet in diesem Jahr zum 10. Mal statt. Vorbild der Rallye ist eine 1934 erstmals ausgeschriebene Deutschlandfahrt, die damals in sportlichem Ehrgeiz ausgetragen wurde. Stopps gab es damals nur zum tanken und Reifenwechsel. Heute lassen sich die Teilnehmer eine ganze Woche lang Zeit und genießen die Tour auch touristisch.

Beifahrer - Führerschein weg
Blaufelden. Auch Beifahrer können ihren Führerschein loswerden, wenn sie betrunken sind. So geschehen jetzt bei Blaufelden. Der 19jährige Beifahrer einer ebenso jungen Peugeot-Fahrerin ließ sich im Alkoholnebel zu einer folgenschweren Handlung hinreißen. Weil er auf schmaler Straße bei Gegenverkehr den Fahrkünsten seiner Fahrerin wenig zutraute, zog er unvermittelt die Handbremse. Dies löste einen Unfall aus. Der Peugeot kam nach rechts von der Straße ab, rasierte einen jungen Baum ab, überschlug sich und blieb demoliert wieder auf den Rädern stehen. Die Fahrerin blieb unverletzt, der Beifahrer zog sich leichte Verletzungen zu und wurde seinen Führerschein los. Den behielt die Polizei mit der Begründung, daß er unter Einfluß von zwei Promille Alkohol - so die Blutprobe - mit dem Ziehen der Handbremse aktiv ins Verkehrsgeschehen eingegriffen habe.

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Mittwoch 22.7.1998

Verkehrssicherheit
Schwäbisch Hall. Drei Tage lang gibt es jetzt an der Kaufmännischen Berufsschule in Schwäbisch Hall Informationen zur Verkehrssicherheit. Fahr-Lehrer, TÜV-Experten und Polizeibeamte haben einen sogenannten "Gib-Acht-Im-Verkehr-Stand" aufgebaut. Vor allem für Mopedfahrer im Alter zwischen 15 und 18 ist diese Aktion gedacht. Sie sollen unter anderem auch mit einem Sicherheitstraining vor allem zu den Themen Alkohol, Geschwindigkeit, Disco-Unfälle und Zweiradverkehr informiert werden.

Laster gegen Bahn
Gaildorf. Erneut kam es zu einem Crash zwischen einem Auto und einem Triebwagen der Württembergischen Eisenbahn Gesellschaft auf der Kochertalbahn-Strecke von Gaildorf nach Untergröningen. Ein Lastwagen hatte versucht einen unbeschrankten Bahnübergang zu überqueren und hatte den aus Gaildorf kommenden Triebwagen zu spät bemerkt. Trotz des Versuchs den Laster rückwärts vom Gleiskörper rollen zu lassen wurde der LKW auf Höhe der Fahrerkabine erfaßt. Der 41jährige Fahrer wurde herausgeschleudert und schwer verletzt. Der Gesamtschaden addiert sich auf 140 Tsd Mark.

Weltrekord?
Schwäbisch Hall. Einen Weltrekord aufstellen will Medienstar und Mega-Chorleiter Gotthilf Fischer in Schwäbisch Hall. Für eine Fernsehaufzeichnung am 27. September will er auf der Treppe vor St. Michael den größten Chor zusammenstellen, der je den Gefangenenchor aus "Nabucco" gesungen hat. Dafür sucht Gotthilf Fischer noch zahlreiche mitwirkende Chöre aus der Region. Noten zum Üben und nähere Informationen gibt es bei der Touristik-Information der Stadt Schwäbisch Hall.

Abschußquoten erfüllt
Schwäbisch Hall. Die Jäger im Landkreis Schwäbisch Hall haben ihre Abschußquoten erfüllt. 96 Prozent der Sollwerte wurden erfüllt, so das Kreisjagdamt. 5593 Stück Rehwild wurden geschossen, 3710 Füchse, dazu Wildschweine, Wildenten, Hasen und Wildtauben. Während die Rehjagdstrecke im Rahmen der Vorjahre liegt, so Amtsleiter Werner Kochendörfer, müßten insbesondere die Füchse weiter stark bejagt werden, um eine Ausbreitung der Tollwut zu bekämpfen. Da zugleich auch Köder zur Schluckimpfung gegen Tollwut ausgelegt wurden, sei die Zahl der Füchse deutlich angestiegen.

Energiekonzept
Crailsheim. Für das Konversionsgebiet McKee-Barracks will die Stadt Crailsheim ein Energiekonzept entwickeln lassen. Ein Planungsbüro soll mit den Untersuchungen herausfinden, welche umweltfreundliche, ganzheitliche und zukunftssichere Energieversorgung für das künftige Wohn- und Gewerbegebiet aufgebaut werden kann und welche Rolle dabei Fernwärme über Blockheizkraftwerke, Solarenergie und andere Formen der Energierzeugung spielen können. Derzeit sind in dem Gebiet rund 300 Wohneinheiten von der Crailsheimer Wohnbau- und Entwicklungsgesellschaft CBE an zivile Verhältnisse angepasst und zum Teil bereits auch verkauft worden.

Straßenumbau
Bibersfeld. Rund 900 Tsd Mark wird die gesamte Umbaumaßnahme an der vielbefahrenen Kreisstraße zwischen Rosengarten-Raibach und Schwäbisch Hall Bibersfeld kosten. Beschlossen worden war der einfache Ausbau der Straße schon vor einem Jahr. Doch Kritiker aus den Gemeinden verlangten Bremsinseln an den Ortseingängen, damit zwischen den beiden Orten keine Rennstrecke entsteht. Da es für die Bremsinseln aber keine Zuschüsse des Landes gibt, stimmte der Kreistag im November vergangenen Jahres nur zu, wenn die betroffenen Gemeinden die Kosten selbst übernehmen. Gestern abend wurde vom Kreistag der Auftrag an eine Baufirma aus Blaufelden vergeben.

Marketing GmbH
Schwäbisch Hall. Der Landkreis Schwäbisch Hall wird sich an der "Wirtschaftsregion-Heilbronn-Franken-Marketing-GmbH beteiligen. Dies beschlossen die Kreisräte auf ihrer Sitzung gestern abend. Nach Änderungen im Vertragstext hatte im Mai schon der Verwaltungs- und Finanzausschuß eine Beteiligung des Landkreises empfohlen. Bei einem ersten Versuch im Frühjahr hatte der Kreistag eine Beteiligung an der Marketing GmbH noch abgelehnt. Aufgabe der neuen Gesellschaft ist unter Federführung der IHK Heilbronn das gemeinsame Standortmarketing der Stadt- und Landkreise in der Region.

Landschaftserhaltungsverband
Schwäbisch Hall. Rund 1,2 Mio Mark erhielt der Landkreis Schwäbisch Hall in den vergangenen drei Jahren für landschaftspflegerische Maßnahmen vom Land. Weitere Mittel kamen von der EU. Geflossen sind die Gelder an den vor drei Jahren als Modellprojekt gegründeten Landschaftserhaltungsverband. Die Modellphase endet im Februar 1999.Der Landkreis will dem Verband die bisherigen Zuschüsse zu den Personalkosten weiterbezahlen, ebenso das Land. Sollte der Verband seine Aufgaben erfüllt haben und aufgelöst werden, wird die Geschäftsführerin in die Landkreisverwaltung übernommen, so beschlossen es die Kreisräte im Landkreis Schwäbisch Hall.

Premiere im Burggraben
Schloß Stetten. Schon seit langem ausverkauft ist die Premiere heute abend im Burggraben von Schloß Stetten. Mechthild vom Stein heißt das Stück, das der Bundestagsabgeordnete und Schloßherr Freiherr Dr. Wolfgang von Stetten nach Studien in seinem umfangreichen Schloßarchiv geschrieben hat. Nicht das erste Stück aus der Feder des Freiherrn. Die Geschichte basiert auf tatsächlichen Gegeben heiten. Sie spielt im 15. Jahrhundert, zu einer Zeit als Mechthild vom Stein, die auch als Urmutter der Stadt Künzelsau gilt, von einer zweijährigen Wallfahrt nach Jerusalem zurückkehrt und feststellen muß, daß ihre Neffen sie für tot erklärt und ihren Besitz bereits verteilt hatten. Aufführungen im Schloßgraben gibt es bis zum 8. August jeweils um 20:30 Uhr.

Bahnstrecke entmotten
Dinkelsbühl. Während die Bahn AG überall an Streckenstilllegungen denkt und Züge aus dem Programm streicht, gibt es im bayrischen Frankenland offenbar gegenläufige Entwicklungen. Die bayrische Staatsregierung prüft derzeit die Finanzierbarkeit von Plänen, breits stillgelegte Strecken wieder zu entmotten. So etwa die Bahnstrecke von Dinkelsbühl über Feuchtwangen nach Dombühl. Dies geht aus einem Schreiben des bayrischen Verkehrsministers Wiesheu an die Bürgermeister der Gemeinden an dieser Strecke hervor.

Neuer Schulleiter
Schwäbisch Hall. Der Leiter des Kulturvereines "bilderhaus" in Gschwend, Markus-Stettner-Ruff wird neuer Schulleiter der Walddorfschule in Schwäbisch Hall. Erzieher Stettner Ruff, vielen auch als Stadtradt der Alternativen Liste in Schwäbisch hall bekannt, wird sowohl die pädagogische als auch die kaufmännische Leitung der Schule übernehmen. Sein Vorgänger, der nur die kaufmännische Leitung der Schule innehatte, hatte gegen seine Entlassung durch die Mitgliederversammlung des Vereins Walddorfschule geklagt und vor dem Arbeitsgericht eine Abfindung erstritten. der 39jährige Stettner-Ruf wird seine neue Geschäftsführerstelle am 1. September antreten und auch an der Oberstufe der Haller Waldorfschule unterrichten.

760 Mio mit Vieh
Wolpertshausen-Heide. Umsatzerlöse von 760 Mio Mark erzielte die Viehzentrale Südwest mit Fimrensitz im Hohenlohischen Wolpertshausen-Heide im vergangenen Jahr. Erzielt wurde das Umsatzplus von 21,5 Prozent vor allem mit Ferkeln und Zuschtsauen, wo eine konsequente Herkunfts- und Qualitätssicherung, sozusagen von der Geburt bis zum Schlachthaus, Früchte trägt. Der Bilanzgewinn der Viehzentrale Südwest betrug 1,8 Mio Mark, was eine Sonderausschüttung von 1,4 Mio Mark und eine Bardividende von 6,4 Prozent auf die Einlagen der bäuerlichen Gesellschafter ermöglichte.

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Donnerstag 23.7.1998

Algerier in U-Haft
Schwäbisch Hall. Ein 17jähriger Algerier sitzt jetzt in U-Haft. Wie die Haller Polizeidirektion mitteilte, wird dem jungen Mann vorgeworfen, gleich zweimal demselben Opfer, einem 16jährigen Mädchen, unter Gewaltanwendung Geld entwendet zu haben. Im einen Fall vor drei Wochen hatte er das Mädchen mit einem Messer bedroht, im zweiten Fall vor wenigen Tagen hatte er sein Opfer mit den Füßen getreten. Die Beute insgesamt 150 Mark und 400 holländische Gulden.

Noch ein Zivi verhaftet
Rosengarten. Bei der Verhaftung eines Zivildienstleistenden vergangene Woche in Rosengarten wegen Drogenhandels fiel der Polizei auch ein weiterer Mann auf, der sich in der Wohnung des Verhafteten aufgehalten hatte. Wie sich herausstellte war der ebenfalls 21jährige Zivi schon vor einem Jahr wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetzes zu einer Haftstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Jetzt fand die Polizei bei Durchsuchung seiner Wohnung Marihuana und Amphetamine. Grund genug für das Amtsgericht einen Haftbefehl zu erlassen.

Parteien on Tour
Schwäbisch Hall. Die Zeit kurz vor den Sommerferien nutzen die Parteien im Landtag zu Touren durch´s Ländle. Einen guten Tradition folgend, schreibt die FDP in einer Pressemitteilung fährt die Fraktion heute mit der Bahn zu Terminen von Ulm über Oberkochen, Aalen und Schwäbisch Hall nach Heilbronn, führt an allen Haltepunkten politische Gespräche. In Hall mit Vertretern des Goethe-Institutes. Auch die SPD war unterwegs, u.a. ebenfalls in Schwäbisch Hall. Zum achten Mal schon radelten Mitglieder des SPD-Fraktion durchs Land. Sie besuchten die Justizvollzugsanstalt Adelsheim, führten kommunalpolitische Gespräche in Künzelsau, trafen sich in Hall mit dem Oberbürgermeister, mit der Polizeidirektion und mit Richtern am Amtsgericht.

Frederickstag
Schwäbisch Hall/Crailsheim. Heute ist Frederickstag, der Tag, der in Büchereien landauf landab der Leseförderung von Kindern gewidmet ist. In Schwäbisch Hall konnten Kinder schon im Juni bei einem gemeinsamen Wettbewerb von Volkshochschule und Stadtbücherei über ihre Lieblingsbücher schreiben. Auch in Crailsheim gab es einen Schreibwettbewerb, eine sogenannte "Mäuse-Olympiade". Rund 160 Kinder beteiligten sich mit Aufsätzen. Aus den meistgenannten Büchern wird heute bei extra Veranstaltungen zum Frederickstag vorgelesen, in Hall in der Stadtbücherei, in Crailsheim in der Kapellen-Buchhandlung. Benannt ist der Frederickstag nach einer gleichnamigen Mäuse-Figur aus dem bilderbuch 'Frederick' von Leo Lionni.

Dioxinfall Maulach ohne Ende
Crailsheim. Der Dioxinfall Maulach steht heute abend ein weiteres Mal auf der Tagesordnung des Crailsheimer Gemeinderates. Crailsheim will das Gelände rund um die ehemalige Kabelverschwelungsanlage immer noch sanieren. Das Land als Grundstückseigentümer dagegen sieht den Fall als abgeschlossen an. In Crailsheim denkt man an eine Überdeckung der dioxinverseuchten Wiesen mit etwa anderthalb Meter unbelastetem Erdmaterial.

Geisterfahrt
Mainhardt. Selbständig machte sich jetzt ein fast neuwertiger Renault. Kurz nach eine Fahrt quoll Rauch aus der Motorhaube. Als die Besitzerin sich dem Auto näherte startete der Motor und das Auto rollte wie von Geisterhand bewegt über den Hof. Die Frau wurde beim Versuch das Fahrzeug zu stoppen zwischen geöffneter Tür und einem Blumenkübel eingeklemmt, konnte aber von einer herbeigeeilten Nachbarin befreit werden. Erst die alarmierte Feuerwehr konnte den Brand im Motorraum löschen. Als Ursache wird ein Defekt in der Elektronik des Fahrzeugs angenommen.

Fischsterben
Crailsheim. Zu einem Fischsterben kam es in den vergangenen tagen in der Jagst bei Crailsheim. Rund zwei Zentner Fisch trieben auf dem Fluß. Betroffen waren vor allem ältere Fische, wie der Wirtschaftskontrolldienst feststellte. Die Ursache ist noch nicht völlig geklärt. Vermutet wird ein Zusammenspiel von Niedrigwasserstand und Witterungseinflüssen.

Pommes für 150 Tsd Mark
Crailsheim. Teure Pommes Frites machte sich gestern eine Frau in ihrer Wohnung. Noch während die Pommes verspeist wurden, entzündete sich das Fett in der nicht ausgeschalteten Friteuse, ohne daß dies von der Frau bemerkt wurde. Im Gegenteil, sie verließ zunächst die Wohnung, um im Keller zu arbeiten. Als sie zurückkam stand die Küche bereits in Flammen. Den Schaden schätzt die Crailsheimer Freiwillige Feuerwehr auf rund 150 Tsd Mark.

Landkreis besser als das Land
Schwäbisch Hall. Mit einer Arbeitslosenquote von von 6,8 Prozent weist der Landkreis Schwäbsich Hall nach dem Hohenlohekreis den zweitbesten Wert in der Region aus und steht im landesweiten Vergleich an 16. Stelle unter den 35 Landkreisen in Baden-Württemberg. Dies ergab eine von Halls Landrat Ulrich Stückle veranlaßte Auswertung der jüngsten Arbeitsmarktdaten. Die durchschnittliche Arbeitslosequote im Land beträgt 7,5 Prozent. Wie die Auswertung zeigte, lag der Landkreis in den vergangenen zehn Jahren nur in einem Jahr auf diesem Landesdurchschnitt, sonst immer ein halbes bis ein Prozent darunter.

Seniorenbüro eröffnet
Öhringen. Das Seniorenbüro in Öhringen ist eröffnet. Die Stadt und der Hohenlohekreis haben die räumlichen Voraussetzungen im Haus an der Walk geschaffen, um die von der Volkshochschule und dem Kreisseniorenrat ausgehende Idee umzusetzen. Senioren helfen Senioren, stellen ihr Wissen und ihre Fähigkeiten anderen Senioren zur Verfügung, und das Büro versteht sich als Mittler solcher Dienste. Zudem will das Büro Kontakte zu Wohlfahrtsverbänden und Kirchen herstellen. Senioren, die ihre Fähigkeiten einbringen wollen, werden gebeten, sich im Öhringer Haus an der Walk zu melden.

Tropentag
Rosengarten. Die private Wetterstation in Rosengarten-Westheim konnte einen in unseren Breiten seltenen Tropentag messen und vermelden. Von Tropentagen spricht man bei einer Tages-Durchschnittstemperatur über 25 Grad Celsius. Die Höchsttemperatur am Montag lag übrigens bei 36 Grad, ein Wert, der in der privaten Wetterstation erst einmal gemessen wurde, nämlich am 8. August 1992. Der Monat Juli ist trotz der heißen Tage seit Beginn der Woche insgesamt zu kalt. Er liegt bislang etwa ein Grad unter dem langjährigen Mittel. Gleichzeitig ist der Monat zu trocken. Erst 36 Prozent des Regensolls sind erfüllt.

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Freitag 24.7.1998

Asylbewerberheim abgelehnt
Künzelsau. Der Technische Ausschuß des Künzelsauer Gemeinderates hat die Voranfrage des Landkreises für den Bau eines Asylbewerberheimes abgelehnt. Der Landkreis steht etwas unter Druck, denn er muß bis Herbst genügend Unterkunftsplätze gegenüber dem Land nachweisen. Doch auch den Vorschlag, freien Wohnraum im Wohnungsbauschwerpunkt Taläcker anzumieten, wiesen die Gemeinderäte zurück. Das Gebiet Taläcker sei schon jetzt in Gefahr, zu einem Ghetto zu werden, da sich vorwiegend Russlanddeutsche Aussiedler dort eingemietet haben.

Für Nivel gesammelt
Schwäbisch Hall/Crailsheim. Auch Schwäbisch Haller Polizisten haben jetzt für den von Hooligans zusammengeschlagenen französischen Polizeibeamten Daniel Nivel gesammelt. Zwar kam nur der relativ kleine Betrag von 300 Mark zusammen, doch am kommenden Sonntag wird es ein vom Innenministerium in Bad Cannstatt veranstaltetes Benefizkonzert geben, mit dessen Ertrag auch die überall im Land bei Polizeidirektionen gesammelten Beträge zusammengeführt werden. Alle Gelder werden unmittelbar an die Familie des immer noch im Koma liegenden 44jährigen Daniel Nivel weitergeleitet.

Entlassfeier
Künzelsau. 45 Schüler und Schülerinnen der Berufsfachschule für Haus- und Familienpflege und der Berufsfachschule für Altenpflege werden heute nachmittag mit einer Feierstunde ins Berufsleben entlassen. 15 Schüler werden mit Preisen, 14 mit Belobigungen ausgezeichnet. Entgegen den üblichen Trends gab es für alle jetzt entlassenen Schüler Praktikumsstellen. Auch nach dem Berufspraktikum sind die Aussichten auf eine Stellung der dann fertigen Haus- und Familienpfleger und Altenpfleger gut bis sehr gut. Insbesondere der Bedarf an Altenpflegekräften wird in Zukunft angesichts der Bevölkerungsstruktur als groß eingeschätzt. Neu ab dem Schuljahr 98/99 gibt es an der Künzelsauer Schule ein dreijähriges Berufskolleg Altenpflege, das neben der Ausbildung zum Altenpfleger die allgemeine Fachhochschulreife vermittelt.

400 Pferde
Rot am See. Zum 24. Mal findet am Wochenende in Rot am See das Reit- und Springturnier des Reit- und Fahrvereines statt. Rund 400 Pferde sind am Start in 15 Prüfungen der Klassen A bis M für Spring- und Dressurreiter. Das Turnier beginnt am Samstag früh um sieben Uhr mit einer Stilspringprüfung und endet am Sonntag mit einer Dressurprüfung der Klasse M ab 15:30 Uhr.

Sehen Hören Staunen
Crailsheim. Zum dritten mal gibt es in Crailsheim ein sogenanntes Kulturwochenende. Drei Sommertage lang sollen Plätze und Räume der Innenstadt zu Orten des Sehens, Hörens und Staunens werden. "Monster" heißt die Ausstellung von Keramikfiguren, mit deren Eröffnung heute abend das Kulturwochenende beginnt. Dazu gibt es Jazz-Klangexperimente mit dem in Hall geborenen international bekannten Klarinettisten Hans Kumpf. Höhepunkt am Samstagabend ab 22 Uhr wird sicherlich das Traumspiel "Kasch-Ka-Kokon - Der Atem einer Nacht", ein Spektakel um Menschen und Fabelwesen mit Feuer, Tanz, Musik und Spiel auf dem Crailsheimer Marktplatz.

Fördermittel gefordert
Schwäbisch Hall. Eine Aufstockung der Fördermittel für den Bau umweltfreundlicher Blockheizkraftwerke hat jetzt der haller Landtagsabgeordnete Dr. Walter Müller (SPD) gefordert. Insbesondere sollen diese Mittel für den Bau von Heizwerken eingesetzt werden, die mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz betrieben werden. Insbesondere Schwachholz aus Durchforstungsmaßnahmen könnte im Waldreichen Land baden-Württemberg so sinnvoll genutzt werden. Allerdings, so die Auskunft der Landesregierung auf eine Anfrage des Abgeordneten, liegen für das gesamte Fördervolumen des Landes von sechs Millionen Mark schon baureife Anträge in Höhe von 45,5 Mio Mark vor. Ein von den Stadtwerken Schwäbisch Hall angestrebter Bau eines Holzhackschnitzel-Kraftwerkes wäre nur dann wirtschaftlich zu erstellen und zu betreiben, wenn zwischen 30 und 50 Prozent der Investitionskosten gefördert würden. Immerhin fallen im 30 km Umkreis um schwäbisch Hall jährlich etwa 75 Tsd Tonnen Holzreste an, die einer sinnvollen Energienutzung zugeführt werden könnten.

Klimaschutz ausgebootet
Kirchberg/Landkreis Schwäbisch Hall. Skandalös nennt es die Energie-Initiative Kirchberg, wie der Kreistag bei seiner jüngsten Sitzung mit dem Tagesordnungspunkt Klimaschutz umgegangen ist. Die Räte hatten nach kurzer Debatte erklärt, sie seine für dieses Thema nicht zuständig und wollten folglich auch nicht darüber diskutieren. Eingebracht worden war der Punkt von der Verwaltung aufgrund eines Antrages der Kirchberger Energie-Initiative. Diese hatte den Landkreis als Aktionär der Energieversorgung Baden-Württemberg aufgefordert, im Sinne von mehr Klimaschutz auf den Energie-Erzeuger einzuwirken und vor allem Fördermittel in Höhe von 60 Mio landesweit für alternative Energien wie Biogas, Wasser, Wind und Sonne locker zu machen. Statt die Chance zu nutzen, entscheidende erste Schritte auf dem Weg zum Klimaschutz zu tun und Beispielhaftes anzustoßen, habe Landrat Stückle die Rechtsabteilung des Badenwerkes zu Rate gezogen und eine Vorlage erarbeitet, die eine Nichtbehandlung des Themas im Rat geradezu empfohlen habe. Erneut habe Stückle den Eindruck bestätigt, daß die Politik in Energiefragen als Handlanger der großen Energieversorgungs-Unternehmen fungiere.

Jacobimarkt
Schwäbisch hall. Seit mehr als 600 Jahren gibt es in Schwäbisch Hall den Jacobimarkt. Der heute beginnende dreitägige Krämermarkt mit Volksfestrubel geht zurück auf ein Marktrecht der alten Jacobuskirche, die einst an der Stelle stand, an der im 17. Jahrhundert das Haller Rathaus gebaut wurde. Zum diesjährigen Krämermarkt wurden 146 Händler zugelassen. Und im Vergnügungspark gibt es vom 4000 Mann fassenden Bierzelt bis zum altbewährten Autoscooter eigentlich nichts, was es nicht gibt. Erstmals in diesem Jahr dabei: eine doppelstöckige Geisterbahn. Highlight gleich am ersten Abend des Festes ist um viertel nach elf das große Brillantfeuerwerk an der Comburg, das die Schausteller alljährlich stiften.

900Jahr-Feier
Künzelsau. Zu einem Kinder und Familienfest mit open air-Konzert, Festumzug und einem Feuerwerk zum Abschluß lädt die Stadt Künzelsau am morgigen Samstag ein. Das Fest beginnt um 11 Uhr mit einem Faßanstich durch den Bürgermeister, mit Musik und mit einem Fallschirm-Absprung des einstigen Künzelsauer Turnweltmeisters Eberhard Gienger, der einen Zielsprung mitten auf die Hauptstraße Künzelsaus wagen wird. Beim open air, das auf der Bühne stattfinden wird, die vom Chris de Burgh-Konzert am Vortag her noch auf den Wertwiesen steht, spielen die Triefensteiner Musikanten und die in Region weit bekannte Gruppe Curly Sue

Aus für Ferkelmarkt
Kirchberg an der Jagst. Plötzlich, aber nicht unerwartet kam das Aus für den traditionellen Ferkelmarkt in der Hohenloher Residenzstadt Kirchberg. Mitten in einem der größten Ferkel-Erzeugungsgebiete Europas lohnt es sich nicht mehr für Viehhändler. Zuletzt wurden nur noch acht Tiere aufgetrieben. Die Vermarktungswege laufen heute anders, oft in geschlossenen Abläufen vom Wurf bis zum Schlachthaus. Früher wurden in Kirchberg bis zu 5000 Ferkel aufgetrieben und zahlreiche Händler kamen am Markttag in die Stadt. Zuletzt machte nur noch ein Händler auf dem Weg zum nach wie vor großen Ferkelmarkt in Niederstetten einen Abstecher nach Kirchberg Doch nun lohnte nicht einmal das. Der Markt wird ab sofort eingestellt.

Jazzclub gegründet
Öhringen. 16 Jazzfans haben jetzt die Gründungsurkunde eines Jazzclubs im Hohenlohischen Öhringen unterschrieben. Der Club residiert künftig im alten E-Werk. Der Konzertbetrieb, so der frischgebackene Vorstandssprecher Ewald Schumacher, soll im Herbst beginnen. Die Clubräume sollen professionell bewirtschaftet werden.

Gedächtnisakrobaten.
Schwäbisch Hall. Heute und morgen finden im Schwäbisch Haller Neubau die zweiten Deutschen Gedächtnismeisterschaften statt. Getroffen werden bei dem Wettbewerb auch die Entscheidungen über die Teilnahme an der nächsten Weltmeisterschaft in London. 20 sogenannte Superhirne werden ab Freitag gegeneinander antreten und zwar in elf Disziplinen vom Zahlenjonglieren bis zum Zuordnen richtiger Namen zu Gesichtern. Der Gegenwärtige Weltmeister im sogenannten Kartenmarathon Dominic O´Brien wird sein Können demonstrieren. Er hat in allen englischen Casinos und in Las Vegas Hausverbot, denn innerhalb von nur einer Minute und 24 Sekunden kann er sich die Reihenfolge eines ganzen Kartenstapels einprägen und die Abfolge aller 52 Karten auch wiedergeben. Neben den Wettbewerben wird es auch eine Reihe von Vorträgen zum Thema Gedächtnistraining geben

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Samstag 25.7.1998

Volkswandern
Fichtenau-Matzenbach. Mehrere Tausend Teilnehmer werden an diesem Wochenende in Fichtenau-Matzenbach zu den Internationalen Volkswandertagen erwartet. Zu 22. Mal veranstaltet der staatlich anerkannte Erholungsort im südöstlichsten Zipfel des Landkreises Schwäbisch Hall diese vom Internationalen Volkssportverband IVV anerkannte Wanderung. Angeboten werden 10 und 20 Kilometer-Strecken. Die erteilten Stempel werden für´s internationale Volkssportabzeichen gewertet. Gestartet werden kann in Fichtenau am Samstag und Sonntag jeweils ab sechs Uhr in der Frühe.

Feuerwehr-Großübung
Langenburg. Über 200 Teilnehmer mit 32 Fahrzeugen werden am Samstag in einer großangelegten Feuerwehrübung am Langenburger Schloß ihre Schlagkraft testen. Was sich Mitte der 60er Jahre ereignete soll sich nicht wiederholen können. Damals waren in einer Dezembernacht der gesamte Westflügel und Teile des nördlichen Zentralbaues des Langenburger Schlosses ein Raub der Flammen geworden. Bis nach Stuttgart waren die Feuerwehren alarmiert worden, die den kurz vor Mitternacht ausgebrochenen Brand erst am nächsten Morgen gegen 6:30 Uhr unter Kontrolle bekamen. Unschätzbare Kulturgüter gingen damals unwiederbringlich verloren. Die Erinnerung an diesen Großbrand ist in und um Langenburg bis heute nicht verblasst.

Goethefest
Schwäbisch Hall. Schlemmen wie es in anderen Ländern üblich ist, das ist am kommenden Sonntag in Schwäbisch Hall angesagt beim alljährlichen Goethe-Fest. Kursteilnehmer des Haller Goethe-Institutes bereiten für ihre Gäste Kulinarisches aus ihren Heimatländern zu. Dazu gibt erst ein selbstgestricktes unterhaltsames Programm, denn nicht selten sind unter den Studenten des Goethe-Institutes richtige Künstler, Zauberer, Schauspieler, Tänzer und Musiker. Und nach dem Schlemmen wird im Innenhof des Haller Hospitals, in dem das Goethe Institut residiert auch getanzt. Dazu spielt am Sonntag die Saoco mit karibischen Rhythmen auf. Los geht das Goethe-Sommerfest um 17: 30 Uhr

Zeugnis plus
Schwäbisch Hall. Schüler der Thomas Schweicker Hauptschule im Haller Schulzentrum West erhielten gestern nicht nur Zeugnisse in der üblichen Form. Zusätzlich erhielten alle Eltern einen Begleitbrief, in dem auch über die Stellung ihres Kindes innerhalb der Klasse berichtet wurde- So lassen sich anhand des Notendurchschnitts und der Entwicklung im vergleich der letzten zwei Jahre auch Entwicklungen zum Positiven wie zum Negativen feststellen. Entwickelt hat das Computerprogramm, das diese individuelle Entwicklungsbeurteilung ermöglicht der Rektor der Schule Werner Rempp. Seine Erkenntnis: Zeugnisse herkömmlicher Art sind nur Momentaufnahmen und sagen nichts über eine Entwicklung des Kindes aus. Eine Drei beim Lehrer X muß noch lang keine Drei beim Lehrer Y sein. Seines Wissens nach, so Rempp, sei das Projekt bislang einzigartig im Land. Er habe sein Verfahren zwar schon dem Kultusministerium beschrieben, von dort aber keinerlei Reaktion erhalten. Dabei wird der zusätzliche Brief sogar von Schülern akzeptiert. "Cool", sagte einer, "da weiß man immer, wo man steht.

GUB jetzt an fünf Börsen
Schwäbisch Hall. Aktien des ersten deutschen veture-capital-Unternehmens GUB aus Schwäbisch Hall werden jetzt an fünf Börsen in Deutschland gehandelt: Sie stehen in Hamburg, Berlin, Frankfurt, Stuttgart und München auf dem Kurszettel mit aktuellen Kursen zwischen 51,50 DM und 52,30 DM. Ausgegeben worden waren die 5Mark-Aktien vor wenigen Monaten mit 23,40 DM. GUB vermittelt Kapitalbeteiligungen an junge Unternehmen vornehmlich im High-Tech-Bereich. Am 12. September wird eine Hausmesse bei der GUB geben, auf der sich auch einige der Unternehmen vorstellen werden.

Zehn Parteien und ein Kandidat
Hohenlohe. Rund 210 Tsd Wähler und Wählerinnen aus Hohenlohe entscheiden am 27. September, wen sie als ihre Vertretung aus dem Wahlkreis 172 Schwäbisch Hall-Hohenlohe nach Bonn, bzw, nach Berlin schicken. Bislang wird der Wahlkreis von drei Kandidaten der SPD, der FDP und der CDU vertreten. Alle drei kandidieren wieder. Dr. Freiherr Wolfgang von Stetten (CDU), der bislang das Direktmandat hält, ist übrigens nicht auf der Landesliste abgesichert. Deshalb macht ihm auch die Kandidatur des Einzelskandidaten Helmut Palmer zu schaffen, der möglicherweise ein nicht zu unterschätzendes Protestwähler-Potential abschöpfen könnte. Für die SPD kandidiert wieder Hermann Bachmaier, der Rechtsanwalt aus Crailsheim, der während der laufenden Legislaturperiode in einigen Ausschüssen von sich reden machte. Für die FDP steht erneut Ulrich Heinrich zur Wahl, der von Beruf Landwirt ist und in Bonn zum parlamentarischen Geschäftsführer aufstieg. Für Bündnis90/Die Grünen kandidiert ebenfalls ein Landwirt. Bio-Bauer Wolfgang Reimer ist schon seit langer Zeit in der Agrar-Opposition tätig. Politische Erfahrungen sammelte er auch als Berater der Stuttgarter Grünen Landtagsfraktion. Mit eigenen Kandidaten im Landkreis gehen darüberhinaus an den Start die PDS, die ÖDP, die Republikaner, der Bund Freier Bürger, die Naturgesetzpartei und die Partei Bibeltreuer Christen.

Hagelfeiertag
Frankenhardt-Honhardt. Seit 1790 wird in Honhardt im südlichen Hohenlohe der Hagelfeiertag begangen. Die Fürbitte in der Kirche geht zurück auf zahlreiche Hagelunwetter früherer Jahre, in denen oftmals die gesamte Ernte innerhalb weniger Minuten vernichtet wurde. Die Sitte dieser Fürbitte um Schutz und Bewahrung zum Zeitpunkt des Erntebeginns ist im Hohenlohischen in wenigen Gemeinden als einzigen Orten innerhalb der Evangelischen Landeskirche erhalten geblieben. In Honhardt wird der Bittgottesdienst immer am 25. Juli, dem Jacobi-Tag abgehalten. Zum gemeinsam Mittagsmahl beim anschließenden Gemeindefest wird eine sogenannte Hungersuppe gereicht, eine Wassersuppe mit Einlagen, die als Mahnung an schlechte Zeiten verstanden werden soll..

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Sonntag 26.7.1998

St. Anna Fest
Mulfingen. Seit 400 Jahren schon wallfahren katholische Gläubige alljährlich am 26. Juli nach Mulfingen ins Jagsttal zu einer Quelle. Vor 401 Jahren, 1597 wurde die verschüttete altüberlieferte Heilquelle wiederentdeckt, die aus dem Brunnen der St. Anna Kapelle sprudelt. Schon damals kamen bis zu 400 Menschen täglich nach Mulfingen um sich ihre Gebrechen lindern oder gar heilen zu lassen: Und der Tourismus, den man heute im Jagsttal wiederbeleben möchte, blühte. In einer Herbergsordnung war den Gastwirten damals vorgeschrieben, was sie für Übernachtung und Frühstück der Wallfahrer berechnen durften: einen Gulden pro Woche. Heute werden in Mulfingen weit über tausend Menschen zur Wallfahrt erwartet. Die Predigt in der Festmesse um 9 Uhr hält Domkapitular Franz Glaser aus Rottenburg. Um 20 Uhr gibt es als weiteren Höhepunkt der Wallfahrt eine Eucharistiefeier mit anschließender Lichterprozession in die Mulfinger Dorfmitte.

Mega-Halle
Schwäbisch Hall/Heilbronn. Es ist sicher so, daß die Region Heilbronn-Franken nur eine Großveranstaltungshalle für Messen, Kongresse und überregionale Musik- oder Sportveranstaltungen verträgt. In Heilbronn denkt man über den Bau einer solchen Mega-Halle nach, hat aber keinen Standort. Schwäbisch Hall hat bereits eine Halle: 42 mal 70 Meter groß und über 20 Meter hoch. Allerdings muß diese Hall, ein ehemaliger Wehrmachtshangar auf dem Hessentaler Flugfeld mit Millionenaufwand erst renoviert werden. Aber während heilbronn in dieser Sache noch völlig in der Luft hängt, wäre in Hall das Projekt relativ schnell zu realisieren. Die Haller haben bereits 7,5 Mio Mark für die Renovierung der Halle im haushalt. Woher die 90 Mio für einen Neubau in heilbronn kommen sollen, weiß niemand. Doch unabhängig davon, wie Heilbronn letztendlich seine Probleme löst, Hall wird die Halle auf jeden Fall ausbauen. Es ist schließlich nur eine Ausstattungsfrage, ob daraus auch eine regionales Kongresszentrum werden kann.

Orgel wird eingeweiht.
Schwäbisch Hall. Ein musikalisches Kleinod wird nach umfangreicher Restaurierung wieder eingeweiht: die Orgel aus dem Jahr 1851. Der Stuttgarter Orgelbauer Carl Gottlob Weigle baute die Orgel und dabei verwendete er auch Teile des Vorgänger-Instrumentes, das im Jahr 1697 vom Würzburger Orgelbauer Johann Hoffmann in die Kirche des Klosters Comburg eingebaut worden war. Heute am Sonntag wird das von der Firma Link aus Giengen an der Brenz wieder in seinen Originalzustand versetzte Instrument mit einem Tag der Orgel wiedereingeweiht. Der Philharmonia Chor aus Stuttgart begleitet Professor Helmut Wolf an der Orgel bei Werken von Rossini, Bach und Brahms. Finanziell getragen wurde die Restaurierung von der Verwaltung Burgen und Schlösser des Landes Baden-Württemberg, die als Eigentümerin der Comburg insgesamt mehr als 4,5 Mio Mark für die Sanierung der Klosterburg über dem Haller Vorort Steinbach ausgegeben hat.

Jugendliche ausgesetzt
Kirchberg/Pfungstadt. Ein 13 und ein 16jähriger Junge meldeten sich jetzt bei der Polizei über Notruf, sie seien von ihrer Gruppe an der Autobahnraststätte Pfungstadt in Hessen ausgesetzt worden. Die Jungen gehörten zu einer Gruppe schwererziehbarer und verhaltensgestörter Jugendlicher aus Kirchberg an der Jagst, und sie räumten gegenüber den Polizeibeamten, die sie an der Raststätte abholten ein, daß sie sich auf einer Busfahrt nach Frankfurt etwas daneben benommen hatten. Auch die Erzieher meldeten sich kurze Zeit später, gaben an, die Jungs als "erzieherische Maßnahme" an der Autobahnraststätte zurückgelassen zu haben, weil sie zuvor im Bus "randaliert" hätten. Die Polizei beendete die "erzieherische Maßnahme". Für die Erzieher bleibt sie ohne Folgen, weil einer der "Schutzbefohlenen" schon 16 Jahre alt war. Wären beide noch im Kindesalter gewesen, hätte das Aussetzen der Jungen strafrechtliche Konsequenzen gehabt. Die Gruppe setzte ihre Fahrt nach Frankfurt fort.

Wieder Dividende
Braunsbach. Trotz 700 Tsd Mark weniger Umsatz als im Jahr zuvor konnte das Elektrizitätswerk Braunsbach im letzten Geschäftsjahr wieder einen Gewinn zu erwirtschaften: 206 Tsd Mark bei einem Umsatz von 22 Mio. 22 Tsd Mark werden als Dividende an die 725 Mitglieder der Genossenschaft ausgeschüttet. Der Umsatzrückgang ist zurückzuführen auf das geringere Warengeschäft. Die EWB hatte ihre Sparte Elektrogeräte aufgegeben. Angezogen hat dagegen deutlich der Stromabsatz. 5,65 Prozent davon wird selbst über 13 Wasserkraftwerke, 19 Solaranlagen, zwei Biogasanlagen und eine Windkraftanlage selbst erzeugt. Der Rest kommt vom Vorlieferanten Energieversorgung Schwaben und aus einem dreiprozentigen Anteil am Kernkraftwerk Obrigheim. Auch die Verbraucher profitieren vom guten Ergebnis des letzten Jahres. Geschäftsführerin Sylvia Barth kündigte eine Senkung des Strompreises um 0,05 Pfennige je Kilowattstunde an. Beim EWB Braunsbach sind übrigens noch 100 Tsd Mark Fördergelder für umweltfreundliche Energieerzeugung abzuholen. Gelder die noch aus dem letzten Geschäftsjahr übrig sind, allerdings zum Ende des Jahres 98 verfallen. Gefördert werden Photovoltaik-, Biogas- oder Windkraftanlagen.

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Montag 27.7.1998

Brand an Schule
Gaildorf. Rund 100 Tsd Mark Sachschaden entstand am Sonntag bei einem Brand im Gaildorfer Schenk-von-Limpurg-Gymnasium. Durch schnelles Eingreifen der Gaildorfer Feuerwehr, die mit sechs Fahrzeugen und 25 Mann anrückte, konnte das Feuer rasch unter Kontrolle gebracht werden. Gebrannt hat es aus bislang noch ungeklärter Ursache im Lehrerzimmer und im Rektorat der Schule. Der weitere Schulbetrieb bis zum Ferienbeginn kann deshalb nur noch eingeschränkt aufrecht erhalten werden. Zur Ursachenklärung wird jetzt ein Elektrosachverständiger hinzugezogen. Auch Brandstiftung wird noch nicht ausgeschlossen.

Nordwestumgehung
Crailsheim. Die lange umstrittene Nordwestumgehung von Crailsheim ist jetzt zwar durchgehend befahrbar, aber noch nicht fertig. Vermutlich erst Mitte Oktober kann der erste Bauabschnitt zwischen der Bundesstraße 290 und dem Crailsheimer Schlachthof für den Verkehr freigegeben werden. Der zweite Bauabschnitt von der Tiefenbacher Straße bis zum Gewerbegebiet Hofwiesen wird demnächst in Angriff genommen. Kostenpunkt: weitere zweieinhalb Mio Mark. Knapp eine Mio davon verschlingt die Anbindung an die ehemalige Bundesstraße 14 mit einem Kreisverkehr.

Wachturm wird saniert
Mainhardt. Der Nachbau eines römischen Wachturms am Limes bei der Gemeinde Mainhardt muß saniert werden. Statt druckimprägnierten Kiefernholzes soll Lärchenholz verwendet werden, um dem Turm eine längere Lebensdauer zu geben. Kosten der Sanierung: etwa 60 Tsd Mark. Ein Drittel davon bezahlt Mainhardt aus der Gemeindekasse. 20500 Mark bezahlt der Naturpark Schwäbischer Wald, bei dem die Gemeinde allerdings weitere 9500 Mark beantragt hat. 10 Tsd Mark der Finanzierung müssen über Spenden erbracht werden.

Sommerschlußverkauf
Hohenlohe. Die Regale vor allem der Textil-Einzelhändler sind nach dem nicht gerade sonmnenverwöhnten Juli dieses Jahres noch voll. So bestätigten die Sprecher der Gewerbevereine in Künzelsau, Crailsheim oder Schwäbisch Hall. Und das Angebot beim heute beginnenden Sommerschlußverkauf ist noch groß. Bei purzelnden Preisen für T-Shirts, Sommerblusen, kurze Hosen, Sommerkleider oder Bademoden lassen sich manche Schnäppchen machen. Die Lager werden nicht nur bei Textilien, sondern auch bei Sommer-Accessoires, bei Schuhen und anderen jahreszeitbezogenen Artikeln großzügig geräumt.

Staus und Behinderungen
Untermünkheim. Die Bundestraße 19 erhält in der Ortsdurchfahrt von Untermünkheim einen neuen Straßenbelag. Die Arbeiten werden unter Verkehr in Angriff genommen, da es eine geeignete Ausweichstrecke nicht gibt. Vor allem Pendler von und nach Schwäbisch Hall sowie der Verkehr zur Autobahn A6 werden von heute bis kommenden Freitag mit Behinderungen und Staus rechnen müssen.

Verwaltung radelt
Crailsheim. Die Verwaltungsspitze der Stadt Crailsheim, Vertreter des Gemeinderates und des Verkehrsbeirates der Stadt sind heute nachmittag auf Radtour. Inspiziert werden sollen die Radwege auf der Gemarkung Crailsheim. Schon in der Vergangenheit hatte es bei diesen Radwege-Inspektionsfahrten immer wieder Anregungen zur Verbesserungen gegeben. Diesmal geht die Fahrt vom Crailsheimer Marktplatz nach Ingersheim, Jagstheim und Steinbach, dann zurück über Altenmünster, die Gaildorfer Straße, die Goethestraße und Trutenbachallee zur TSV-Gaststätte beim Schönebürgstadion. Dort findet eine Abschlußbesprechung statt.

Uni im Museum
Tübingen/Wackershofen. Um das soziale, wirtschaftliche und kulturelle Leben auf den Dörfern zwischen Kocher und Jagst im 16. bis 18. Jahrhundert ging es bei einer Lehrveranstaltung der Universität Tübingen. Die geschichtswissenschaftliche Fakultät tagte dabei im Freilandmuseum von Wackershofen, das für die Beschäftigung mit diesem Thema die richtige Atmosphäre anzubieten hatte. Geleitet wurde das Seminar vom Dr. Wolfgang Zimmermann von der Abteilung Landesforschung der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg und von Dr. Andreas Maisch, dem Leiter des Schwäbisch Haller Stadtarchives. Im Mittelpunkt stand die Arbeit mit historischen Quellen, die - teils noch unerforscht - vom Haller Archiv zur Verfügung gestellt wurden. Erarbeitet wurden aus alten Dorfordnungen etwa die großen Unterschiede zwischen arm und reich in der damaligen Feudalordnung sowie die unterschiedlichen Rechtsstellungen einzelner Dorfbewohner. Viele Dörfer waren in Teilen unterschiedlichen Herrschaften zugeordnet.

Verwaltungsrat tagte
Öhringen. In Öhringen tagte jetzt der Verwaltungsrat des regionalen Rechenzentrums Franken-Unterer Neckar. Neben einem Überblick über die Finanzen wurden auch eine Benutzerordnung verabschiedet und neue Preisstaffelungen für die Online-Benutzung verabschiedet. Geschäftsführer Helmut Mayer berichtete, daß das Rechenzentrum sich beim Land um die computertechnische Abwicklung im Bereich der Grundbuchämter beworben hat. Das Land beabsichtigt mit Hilfe der Computertechnik die bislang 400 Grundbuchämter im Land zu 70 Ämtern zusammenzufassen.

Bahnübergang wird beseitigt
Öhringen. In der Großen Kreiststadt Öhringen wird der letzte schienengleiche Bahnübergang beseitigt. Der Übergang in der Nähe des Öhringer Bahnhofes an der Kottmanstraße hatte bei geschlossener Schranke oft zu langen Staus geführt. Nach jahrelangem Tauziehen konnten jetzt alle planerischen und finanzielle Hindernisse überwunden werden. Heute vormittag um 11 Uhr wird der erste Baggerbiß für eine Unterführung getan.

Gemeinderat tagt
Rot am See. Im Sitzungssaal des Rathauses von Rot am See tagt heute abend der Gemeinderat. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem eine Beschlußfassung über die Versammlungen von Jagdgenossenschaften in den Teilorten, eine Stellungsnahme zur Schließung der Postfiliale und Umwandlung in eine Postagentur, die Anpassung der Kindergartenbeiträge in den künftig von der Gemeinde übernommenen Kindergärten, verschiedene Bausachen sowie die Bildung eines Arbeitskreises, der den Energieverbrauch in den kommunalen Einrichtungen überprüfen und soweit möglich optimieren soll. Die Sitzung in Rot am See beginnt um 20 Uhr.

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Dienstag 28.7.1998

Biokontrollen
Schwäbisch Hall. Der Landkreis Schwäbisch Hall will künftig die Bereitstellung und Nutzung der ausgegebenen Bio-Abfallbehälter häufiger überprüfen. Hintergrund: Müllwerker haben in den vergangenen Wochen festgestellt, daß häufig in ganzen Straßenzügen kein einziger Behälter zur Biomüll-Abfuhr bereitgestellt wurde. Das Amt für Abfallwirtschaft schließt daraus auf mangelnde Trennung der Abfälle in den Haushalten. Diese ist aber seit über einem Jahr zwingend vorgeschrieben. Der Landkreis kann seit Beginn die vertraglich zugesagten Mengen an Biomüll nicht an seinen Abnehmer, die Kompostierungsanlage Bechhofen bei Ansbach liefern.

Alle Absolventen im Job
Crailsheim. Alle 15 Schüler der zweijährigen Fachschule für Maschinentechnik in Crailsheim haben den Abschluß geschafft. Die Absolventen erzielten einen Klassenschnitt von 2,2. Ein Schüler erhielt einen Preis, drei Absolventen eine Belobigung. Die Nachfrage nach Technikern des Schwerpunktes Fertigungstechnik, wie er in Crailsheim angeboten wird, ist derzeit so groß, daß alle 15 Schulabgänger Arbeitsplatzzusagen in der Industrie der Region erhielten. Im September beginnt an der Crailsheimer Schule ein neuer zweijähriger Vollzeitkurs im Fachbereich Maschinentechnik.

Solarfabrik
Schwäbisch Hall. Erst nach der Sommerpause will der Würth-Konzern bekanntgeben, wo er in Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoff-Forschung (ZWS) seine Solarfabrik bauen will. Über 60 Orte haben sich als Standort beworben. Schwäbisch Hall mit seinem Gewerbegebiet Solpark, dem umgewandelten Gelände der ehemaligen US-Kaserne, rechnet sich große Chancen aus. Neben Halls OB Hermann-Josef Pelgrim setzte sich auch Wirtschaftsminister Dr. Walter Döring für den Bau des 15 Mio-Mark-Projektes in Schwäbisch Hall ein. Mit dem Bau, so Würth Sprecher Thomas Oberle soll im Jahr 1999 begonnen werden.

Neuer Stadtmaler
Gaildorf. Der neue Stadtmaler von Gaildorf ist eine Stadtmalerin und heißt Sabine Arnold. Die 33jährige Künsterlin aus Waiblingen wird ein Jahr lang im Schloß von Gaildorf wohnen und arbeiten. Sie wird Nachfolgerin von Heinrich Knopf, dessen turbulente Amtszeit und Auseinandersetzung mit dem örtlichen Kunstverein beinahe dazu geführt hätte, daß das Stipendium kein weiteres Mal vergeben worden wäre. Arnold komnte sich jetzt gegen 26 Mitbewerber und -bewerberinnen durchsetzen.

Schweine-Ausstellung
Wackershofen. Eine besondere Ausstellung wird heute im Freilandmuseum von Wackershofen eröffnet. "Schwein gehabt" lautet der Titel. Und in der Tat, Schwein gehabt haben die schwarz-rosa gefleckten Tiere der Schwäbisch Hällischen Landrasse. Vor noch 15 Jahren galt die Schweinerasse als ausgestorben. Der Züchter und Agraringenieur Rudolf Bühler aus Wolpertshausen hat eine bäuerliche Erzeuigergemeinschaft aufgebaut und die Rasse aus wenigen aufgefundenen Exemplaren rückgezüchtet. Das Fleisch der Tiere gilt mittlerweile wieder als besondere Delikatesse und wird - von der EU namens- und regionsgeschützt - über die Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall besonders vermarktet. "Vom Landschwein zum Gourmetstar", so deshalb auch trefflich der Untertitel der Ausstellung, die 200 Jahre Züchtergeschichte dokumentiert. Beginn der Vernisage ist um 19 Uhr im Freilandmuseum von Wackershofen.

Ohne Gemeinderat
Ilshofen. Kindergartengebühren steigen in Ilshofen künftig ohne Beratung und Zustimmung des Gemeinderates. Gegen vier Stimmen aus dem Lager der SPD beschloß das Gremium, daß die Gebühren in Ilshofen künftig immer dem Richtsatz des Landes angepasst werden. Nur durch diese Anpassung könne die Stadt künftig die optimalen Fördermittel aus dem Ausgleichsstock des Landes erhalten, so die Verwaltung. 120, 92 oder 65 Mark kosten abgestuft nach verschiedenen Kriterien künftig die Kindergartenbeiträge in Ilshofen.

Schuß durchs Küchenfenster
Obersontheim. Ein Haus getroffen hat ein Obersontheimer Jäger anstatt eines anvisierten Fuchses. Die Kugel schlug mehrere hundert Meter vom Hochsitz des Jägersentfernt durch ein Küchenfenster. Das Geschoß ging quer durch die Küche, durchschlug eine Wohnzimmertür und blieb erst in der gegenüberliegenden Wand stecken. Verletzt wurde niemand. Doch die Polizei ermittelt nun gegen den Jäger.

Stadtsanierung Zwischenbericht
Kirchberg an der Jagst. Seit 1985 läuft in der Stadt Kirchberg die Stadtsanierung. Rund 7,2 Mio Mark Fördermittel stehen bislang zur Verfügung. Knapp 5,1 Mio Mark wurden davon bereits abgerufen. In den nächsten drei Jahren saniert werden sollen das Museum, der Malerwinkel sowie der untere und mittlere Burgberg. Bis zum Jahr 2010 soll ein weiterer Sanierungsabschnitt dazukommen: die Gestaltung der Poststraße und der Ausbau der Alten Steige. Die dafür notwendigen Mittel in Höhe von rund zwei Millionen sind noch nicht finanziert. 40 Prozent Anteil rechnet die Stadt für sich, 60 Prozent soll das Land beisteuern.

Neuer Beigeordneter
Gaildorf. Der neue Erste Beigeordnete der Stadt Gaildorf ist auch der alte. Stelleninhaber Hartmut Lenz hatte sich auf die Ausschreibung im Staatsanzeiger vom 27. April als einziger Kandidat beworben. Er wurde gestern abend vom Gaildorfer Gemeinderat für weitere acht Jahre gewählt.

Jahresbericht
Gaildorf. 19,4 Mio Mark Schulden hatte die Stadt Gaildorf zum Ende des Jahres 97, eine halbe Mio Mark weniger als noch im Jahr zuvor. Der Haushalt hatte ein Volumen von 50,1 Mio und schloß mit eben jener halben Million besser ab, als ursprünglich geplant. Gestiegen waren im Jahr 97 das Gewerbesteueraufkommen um 183 Tsd und die Einnahmen aus Verwaltung und Betrieb um 258 Tsd Mark. Ein weiteres Plus von 94 Tsd Mark kam aus Mieten und Pachten. Gaildorf hat rund 12 Tsd Einwohner.

Vertreterversammlung
Öhringen. Wenn auch die außerordentliche Vertreterversammlung der Volksbank Hohenlohe heute abend in der Stadthalle von Neuenstein zustimmt, sind die Verschmelzungen der Bank mit den kleineren Instituten Volksbank Kupferzell und Raiffeisenbank Kirchberg-Ruppertshofen perfekt. Die Bank wird dadurch um rund 3400 Mitglieder größer auf dann 36 Tsd. Der Kundenstamm wächst gar um fast 9000 auf dann 90 Tsd Kunden. Die kleineren Banken hatten den Fusionen mit Mehrheiten von jeweils über 97 Prozent zugestimmt..

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Mittwoch 29.7.1998

CD-ROM vorgestellt
Öhringen. Vorgestellt hat bei der gestrigen Vertreterversammlung die Volksbank Hohenlohe ihre CD-ROM zum Geschäftsjahr 97. Die CD enthält neben dem Geschäftsbericht der Bank einen Streifzug durch Hohenlohe in bildern, einen Beitrag zum aktuellen Thema EURO und Software für PC-banking, die es Kunden auch ohne Nutzung des t-online-Dienstes ermöglicht auf ihre Konten zuzugreifen und Überweisungen zu tätigen. Die CD wie die darauf enthaltenen Programme sind für Kunden kostenlos.

Hochwasserschutz
Öhringen. Verbreiterung und Vertiefung, neue Uferbestigungen, eine Überlaufrinne, die Entfernung eines Wehres und die Erniedrigung eines weiteren Wehres um 30 cm, das sind die Maßnahmen, die ein Ingenieurbüro für den Hochwasserschutz der Stadt Öhringen am kleinen Flüsschen Ohrn geplant hat. Die Maßnahmen sollen in fünf Bauabschnitten bis zum Jahr 2000 verwirklicht werden. Kosten insgesamt rund 4,1 Mio Mark. Zugrundegelegt wurde ein Hochwasser wie im Jahr 1993, das weite Teile der Öhringer Altstadt überflutet und Schäden in Millionenhöhe verursacht hatte.

Finanz-Zwischenbericht
Öhringen. Der Öhringer Gemeinderat konnte gestern abend einen positiven Finanzzwischenbericht für das laufende Haushaltsjahr 1998 entgegennehmen. Vor allem das Gewerbesteueraufkommen entwickelt sich positiv und liegt derzeit etwa 2,7 Mio Mark über dem Haushaltplan-Ansatz. Allerdings muß die Stadtkasse in Öhringen ihre Liquidität durch kurzfristige Kredite aufrecht erhalten. Die Kreditermächtigungen aus den Jahren 1997 und 1998 wurden bis auf eine Darlehensaufnahme von 200 Tsd Mark aber noch nicht in Anspruch genommen.

Aufhebung Haushaltssperre
Öhringen. Die zum Jahresbeginn schon verfügte 30 prozentige Haushaltssperre für das Budget der Öhringer Albert-Schweitzer-Schule wird jetzt, wie von der Förderschule beantragt, aufgehoben. Durch die Bildung neuer Klassen sind erhebliche Anschaffungen von Geräten, Ausstattungs- und Einrichtungsgegenständen notwendig. Da das 70 prozentige Budget der Schule bereits nahezu ausgeschöpft ist, ermächtigten die Gemeinderäte mit 28 Ja- Stimmen bei einer Enthaltung ihren Finanzbürgermeister, jeweils im Einzelfall über die Aufhebung der haushaltswirtschaftlichen Sperre zu verfügen.

U-Boot wird 30
Öhringen/Eckernförde. 30 Jahre lang besteht bereits die Patenschaft der Stadt Öhringen zum U-Boot mit der Nummer 11 der Bundesmarine. Vom 30. Oktober bis 1. November wird deshalb eine Delegation von Verwaltung und Bürgern nach Eckernförde reisen, um die Patenschaft mit der Besatzung des Bootes zu feiern. Das Boot selbst allerdings ist gar nicht dabei. Es wird zum Zeitpunkt dieser Feier auf einer Werft in Bremen zur Überholung im Dock liegen. Allerdings hat der Eckernförder Marinestützpunkt die Besichtigung eines anderen, baugleichen U-Bootes angeboten.

Neunjähriger überfallen
Schwäbisch Hall. Vermutlich von Übersiedlerkindern überfallen wurde jetzt ein 9jähriger Junge aus Hessental. Der Junge war auf der Hessentaler Einkornstraße unterwegs, als er von drei etwa 12 jährigen Jungen festgehalten wurde, die von ihm Geld verlangten. Der 9jährige konnte sich losreißen und flüchten. Mit Akzent wurde ihm nachgerufen "Wir bringen Dich um", was den 9jährigen dazu veranlasste, den Vorfall den Eltern und der Polizei zu melden.

Neuer Ortsvorsteher
Kocherstetten. Der Künzelsauer Teilort Kocherstetten hat einen neuen Ortsvorsteher. Für den aus gesundheitlichen Gründen zuückgetretenen 54jährigen Wilhelm Hofmann wählte der Gemeinderat von Künzelsau gestern abend den 50jährigen Ernst Gruber zum neuen Ortsvorsteher. Gruber war bislang Stellvertreter von Wilhelm Hofmann.

38 Mio besser
Schwäbisch Hall. Um rund 38 Mio Mark größer als im Plan vorgesehen war das Haushaltsvolumen der Stadt Schwäbisch Hall im abgelaufenen Jahr 1997. Statt wie veranschlagt 252 Mio lag der Etat bei über 290 Mio Mark. 18,2 Mio Mark mehr waren es im Verwaltungshaushalt, sogar 19,7 Mio Mark mehr im Vermögenshaushalt. Die Zuführungsrate zum Vermögenshaushalt stieg von 15,4 auf 29,1 Mio Mark. Zurückzuführen ist das gute Ergebnis auf ein erhebliches Plus bei den Gewerbesteure-Einnahmen der Stadt Schwäbisch Hall. Die Rücklagen der Stadt liegen nun bei 46 Mio, der Schuldenstand allerdings bei 65,5 Mio Mark. Dies entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung der Schwäbisch Haller Bürger von 1789,70 DM.

Doch Asylbewerber-Unterkunft
Künzelsau. Nach mehreren Gesprächen zwischen Landkreis,-Stadtverwaltung und Gemeinderatsvertretern, sieht es so aus, als ob sich der Künzelsauer Rat nicht mehr gegen eine Asylbewerber-Unterkunft in Stadt sperrt. Noch bei den Beratungen des Technischen Ausschusses hatte der Rat vor einer Woche eine Bauvoranfrage des Landratsamtes zurückgewiesen. Asylbewerber-Unterkünfte sollen vorrangig in landeseigenen Gebäuden in der Schillerstraße geschaffen werden. Sollte dies nicht ausreichen oder bautechnisch unmöglich sein, wird sich der Rat nicht gegen einen Neubau auf einem (noch) bahneigenen Gelände, ebenfalls an der Künzelsauer Schillerstraße sperren. So die Beschlußlage des Gemeinderats-Plenums von gestern abend.

Jugend-Initiative
Hohenlohekreis. Wie können verschiedene Organisationen und Institutionen wie Schule, Arbeitsverwaltung, Kammern und Wirtschaftunternehmen so vernetzt werden, daß sie zur Verbesserung der Chancen von Jugendlichen noch mehr beitragen können? Zu dieser Fragestellung trafen sich heute vormittag Vertreter des Kulturministeriums, des Oberschulamtes, der Lehrerschaft und des Landkreises zu einem Arbeitsgespräch in Kloster Schöntal. Die Verantwortlichen wollen mit ihrer "Regionalen Jugendinitiative" im Hohenlohekreis einen Prozeß auf breiter Ebene anstoßen. Insbesondere soll mit dieser vom Ministerium Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg im Rahmen seiner jugendpolitischen Schwerpunkte unterstützten Initiative der Dialog zwischen den Generationen konkret und vor Ort gestärkt werden. Jugendlichen soll vermittelt werden, daß Erwachsene eben nicht schon alles gedacht, alles erfunden und alles bewegt haben und daß es sehr wohl noch Raum für Jugendliche in Gesellschaft und Arbeitswelt gibt.

Stadtteilarbeit geht weiter
Öhringen. Die Stadtteilarbeit in Öhringen in Zusammenarbeit mit der Caritas kann weitergeführt werden. Der Gemeinderat billigte jetzt die Weiterbeschäftigung einer Halbtagskraft beim Projekt "Gemeinwesenarbeit Zwetschgenwäldle" um weitere drei Jahre. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt in der Familienberatung, bei Einzelfallhilfen sowie der Koordinantion und Planung von Freizeitmaßnahmen und Sprachhilfen in diesem vorwiegend von Aussiedlern bewohnten Stadtteil Öhringens.

Mehr Konkurse
Landkreis Schwäbisch Hall. Während landesweit die Zahl der Konkurse fällt, ist sie im Landkreis Hall erneut um 14 Fälle angestiegen. 59 Insolvenzen verzeichneten die zuständigen Amtsgerichte im vergangenen Jahr, 40 davon waren Unternehmenskonkurse, 19 bezogen sich auf Nachlässe von Privatpersonen. Nur in 15 dieser Konkurse war für die Gläubiger noch etwas zu holen, bei 44 wurden die Verfahren, wie es im Amstdeutsch heißt, "mangels Masse" abgelehnt

Gold für Biomilch
Mäusdorf. Die kleine private Molkerei im Hohenlohischen Mäusdorf, bedeutender Hersteller von Bioland-Milchprodukten hat einen goldenen Preis erhalten. Ausgezeichnet wurde die Vollmilch mit 3,5 Prozent Fett beim Qualitätswettbewerb für Milchprodukte der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft DLG. 200 Sachverständige prüften in diesem Wettbewerb rund 1800 Milchprodukte.

Schülermeister
Crailsheim. Der Crailsheimer Konstantin Lorkin ist neuer württembergischer Schülermeister über 3000 Meter. Der 15jährige gewann bei den Meisterschaftswettkämpfen der 14- und 15jährigen in Pliezhausen in einem spannenden 3000 Meter-Endlauf mit einem Vorsprung von sieben Sekunden vor dem Zweitplazierten und mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 9:38:53. Diese persönliche Bestzeit hatte er gar um 20 Sekunden verbessert.

Kirche wird renoviert
Schwäbisch Hall. Rechtzeitig zum Johannes-Brenz-Jahr 1999 soll die Johannes-Brenz-Kirche in Schwäbisch Hall fertig werden. Die Kirche der Rollhofgemeinde wird derzeit mit einem Aufwand von rund 900 Tsd Mark renoviert. Eine Fußbodenheizung wird eingebaut, der Boden wird mit gelblichen Natursteinplatten neu ausgelegt, die Schallanlage wird erneuert, Kanzel, Taufstein und Altar werden ausgetauscht und last not least bekommt die Kirche, die erst im Jahr 1955 gebaut wurde, einen neuen Außenputz. Finanziert wird die Arbeit über Spenden, einen Beitrag der Landeskirche und Gelder der Gesamtkirchengemeinde und des Kirchenbezirks.

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Donnerstag 30.7.1998

Spenden statt Sekt
Schwäbisch Hall. 20 Tsd Mark verteilten gestern die dm-drogerie-Märkte von Schwäbisch Hall an Kindergärten in Hall und Michelfeld, an das Tierheim, an zwei diakonische Einrichtungen und an die Sieder von Hall. Wer die jeweils 10 Tsd Mark pro dm-Filiale bekommen sollte, das entschieden die Kunden der Drogeriemärkte in Umfragen. Anlaß der Aktion war das 25jährige Bestehen des Konzerns, der dieselbe Aktion an allen 430 Filialen in Deutschland startete und dafür unter dem Motto "Vier Millionen und kein Tropfen Sekt" 4,3 Mio Mark ausgab. dm setzte im vergangenen Geschäftsjahr 990 Mio Mark um und rangiert damit, so der geschäftsführende Gesellschafter Götz Werner, auf Platz 2 in Deutschland

Läuft gut
Öhringen. Einen Zwischenbericht zur seit 1995 laufenden Konzeption Stadtmarketing erhielten jetzt die Öhringer Gemeinderäte. Mehr als 200 Vorschläge und Ideen wurde bislang von vier Ausschüssen bzw. Arbeitskreisen entwickelt, geprüft und entweder umgesetzt oder zurückgestellt. Vieles was wünschenswert wäre, kann aus finanziellen Gründen nicht verwirklicht oder muß auf die Zeit nach dem Jahr 2005 verschoben werden, etwa ein Infotelefon für Senioren oder ein elektronisches Parkleitsystem. Die Vier Arbeitskreise sollen jetzt in zwei größere zu den Themen "Städtebau, Umwelt und Wirtschaftsförderung" sowie "Soziales und Kulturelles" zusammengelegt werden.

Bebauungspläne aufgestellt
Schwäbisch Hall. Der Haller Gemeinderat verabschiedete jetzt mehrheitlich die endgültigen Entwurfsbeschlüsse zu den Bebauungsplänen Stadteinfahrt Crailsheimer Straße und Areal Ritterbräu. Mit nur drei bzw vier Gegenstimmen sprach sich der Rat für die zwei städtebaulich wirksamen Vorhaben aus. Gegen den Willen des Ortschaftsrates im Teilort Weckrieden wurde beschlossen, die östliche Stadteinfahrt mit markanten Gebäuden torähnlicher zu gestalten. Auch die Bebauung der über 4000 qm großen Gewerbefläche Ritterbräu am Rande der Altstadt mit einem weiteren Parkhaus und einem großen Lebensmittelmarkt stieß nicht bei allen Räten auf Gegenliebe.

Flugplatz-Umbau
Hessental. Mehrheitlich stimmte der Haller Gemeinderat jetzt für den ersten von vielen Schritten, den Hessentaler Flugplatz so umzubauen, daß er der Euronorm für Geschäftsflugplätze genügen wird. Eine Anfrage der Motorsportflieger und der Geschäftsflieger sechs Flugzeughallen am Nordrand des Hessentaler Flugplatzes planen und bauen zu können wurde nach langer Diskussion mit Mehrheit gebilligt. Zwei bestehende Hallen auf der Südseite des Flugplatzes werden im Zuge der Umwandlung des Geländes zum Gewerbegebiet Solpark abgerissen.

Normenkontrollklage
Schwäbisch Hall. Die Stadt Schwäbisch Hall wird sich mit einem finanziellen Beitrag von etwa 10 Tsd Mark an einer Normenkontrollklage gegen das neue Energiewirtschaftsgesetz beteiligen. Diese Klage wird derzeit von der SPD-Bundestagsfraktion, verschiedenen Bundesländern und Kommunen vorbereitet. Sie fürchten negative Auswirkungen auf gewachsene Strukturen von kommunalen Energie-Unternehmen und auf die Umwelt, da erneuerbare Energien wie Solarstrom, Wind- und Wasserkraft sowie die Kraft-Wärmekopplung in Blockheizkraftwerken gegenüber Billigstrom aus ausländischen Atomkraftwerken nicht konkurrenzfähig sind. Der freie Handel von Energie für Großabnehmer mit den entsprechenden Durchleitungsrechten, beschneidet darüberhinaus das Selbstverwaltungsrecht von Kommunen, die dafür von den großen Energieversorgern keine Konzessionsabgaben mehr bekommen. Stark betroffen sind auch die Stadtwerke Schwäbisch Hall, die rund 60 Prozent ihres Stromes über Kraft-Wärmekopplung selbst erzeugen.

Stromverhandlungen
Schwäbisch Hall. Vertreter der Städte Heidenheim, Aalen, Schwäbisch Gmünd und Schwäbisch Hall trafen sich gestern in Hall, um über die Situation ihrer Stadtwerke und der kommunalen Stromversorgung zu beraten. Ziel der Kontakte soll die Bildung einer möglichen Strom-Einkaufsgemeinschaft sein. Unbestätigten Gerüchten zufolge gab es dabei auch ernsthafte Überlegungen, den Strom nicht beim bisherigen Vorlieferanten EVS bzw Energieversorgung Baden-Württemberg sondern bei der Preussag einzukaufen. Vor allem die Stadtwerke Schwäbisch Hall haben wegen ihrer Eigenerzeugungs-Politik seit Jahren und verstärkt seit der Übernahme der Stadtwerke Sindelfingen durch Schwäbisch Hall ein gespanntes Verhältnis zur EVS.

Dammlösung vom Tisch
Gelbingen. Die bislang vom Regierungspräsidium favorisierte Dammlösung im Zuge der Umgehung B19 von Gelbingen ist vom Tisch. Die im Vergleich zum Vorschlag der Stadt Hall um etwa 9 Mio Mark billigere Trasse hatte im Teilort Gelbingen für heftige Unruhe gesorgt. Der bis zu 12 Meter Hohe Damm plus Lärmschutzwand hätte das Dorf völlig vom Kochertal abgeschnitten. Die Stadt Hall hatte im Gegensatz zum Regierungspräsidium für die Umgehung Gelbingens eine tiefergelegte sogenannte Halbschalenlösung entlang des Kochers mit Tunnel durch den Neuberg vorgeschlagen. Diese Lösung soll jetzt noch kostenoptimiert werden. Ein Baubeginn noch in diesem Jahrhundert ist allerdings sehr unwahrscheinlich

Rüffel
Schwäbisch Hall. Zum wiederholten Male bekam die seit Jahrhunderten von der Stadt Schwäbisch Hall verwaltete Stiftung des Hospitals zum Heiligen Geist einen Rüffel vom Rechnungsprüfungsamt. Die Gelder wurden zwar haushalts- kassen- und rechnungsmäßig richtig verwaltet. Doch das Vermögen der Stiftung an Wäldern, Grundstücken und Häusern, grob geschätzt rund 150 Mio Mark, ist nirgendwo genau beziffert. Auch Verwaltungskosten zwischen Stadt und Stiftung sind teilweise ungenau abgegrenzt. Eine überörtliche Prüfung durch die Gemeindeprüfungsanstalt, die die Jahresrechnungen bis einschließlich 1994 untersucht ist trotz eines vorläufigen Prüfungsberichtes im Mai 1996 immer noch nicht abgeschlossen. Rund 20 Mio Mark umfasst der jährliche Etat der Hospitalstiftung.

Dauer-Ausnahme
Wackershofen. Das Hohenloher Freilandmuseum in Wackershofen hat jetzt eine Dauer-Ausnahmegenehmigung für den Sonntagsverkauf erhalten. Das Museum bietet in einem im Stil der Jahrhundertwende eingerichteten Kolonialwarenladen neben Literatur auch Süßigkeiten, Blechspielzeug, Textilien und Hausrat an. Außerdem gibt es jeweils an den Wochenenden frisch in den Backhäusern des Museums gebackenes Bauernbrot. Das Museumsbrot hat sich mittlerweile zum begehrtesten Artikel unter den Besuchern entwickelt. Die Landesregierung muß der im Gemeinderat der Stadt beschlossene Verordnung allerdings noch bestätigen.

Von Nebenbuhlerin niedergestochen
Künzelsau. Eine 30jährige Frau aus einer kleinen Gemeinde im Hohenlohischen hat jetzt die vermeintliche 32jährige Freundin ihres Ehemannes niedergestochen. Nachdem sie von dem Verhältnis erfahren hatte, rastete die Frau aus, ging zur Wohnung der 32jährigen und begann, als diese arglos ihre Wohnungstüre öffnete, einen lautstarken Streit mit der Frau. Im Verlauf der Auseinandersetzung stach die 30jährige heftig mit einem Messer auf ihre Kontrahentin ein. Die schwerverletzte Frau konnte noch aus eigene Kraft den Notarzt alarmieren. Sie wurde ins Kranknehaus gebracht. Die zunächst flüchtoge Messerstecherin ist von der Kripo mittlerweile ermittelt und zur Vernehmung vorläufig festgenommen.

Renovierung
Schwäbisch hall. Sechs Mehrfamilienhäuser auf dem Gelände der ehemaligen US-Kaserne Dolan Barracks in Schwäbisch Hall Hessental sollen jetzt für über 9 Mio Mark renoviert werden. In den ehemaligen Offizierswohnungen werden die Dachgeschosse, die Treppenhäuser und Außenfassaden erneuert, werden Haus- und Versorgungsanschlüsse neu installiert und die Bodenbeläge werden erneuert. dabei, so die Untersuchung des planenden Architekten müssen auch PVC-haltige Altbeläge entsorgt werden. Probleme mit polycyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen in Parkettklebern, wie sie in ehemaligen US-Wohnungen in Crailsheim aufgetreten sind, erwartet die Haller Grundstücks- und Wohnbaugesellschaft nicht.

Zuviel Geld?
Schwäbisch Hall. Understatement unterstellt wurde der Haller Stadtverwaltung im Gemeinderat, als sie in einem Zwischenbericht vor dem Gemeinderat von einem voraussichtlich ausgeglichenen Jahresergebnis 1998 sprach. Tatsächlich wird der Jahresetat 98 voraussichtlich mit einem Überschuß von 31 Mio Mark abschließen. Die im Haushaltsplan noch ausgewiesene negative Zuführungsrate von 9,7 Mio aus dem Vermögens- in den Verwaltungshaushalt wird es nicht geben und auch die eingeplanten Kredite von 12 Mio Mark mußten bislang noch nicht aufgenommen werden. Ursache: Trotz wegfall der Gewerbekapitalsteuer liegt das gegenwärtige Veranlagungssoll der Haller Gewerbebetriebe, insbesondere der Bausparkasse Schwäbisch Hall bei 189 statt 102 Mio Mark, also um 87 Mio Mark höher. Nur etwa 40 Prozent davon dürfte die Stadt Hall behalten, der Rest wird als Umlagen an Land und Kreis abgeführt. Die Umlagen entfallen allerdings für dieses Jahr, sollte die Stadt die üblichen Vorauszahlungen, wie 1996 schon einmal, nicht abrufen sondern gegen Zins bei der BSH parken. Bis zum Erlaß eines endgültigen Steuerbescheides durch das Finanzamt verdiente die Stadt Hall so 3,4 Mio Mark an Zinsen.

Name Schwabenküche bleibt
Sulzdorf/Heilbronn. Der Name Schwabenküche des in Konkurs gegangenen Sulzdorfer Küchenherstellers Schaffitzel wird bleiben. Der Heilbronner Küchenhändler Fred Berger hat jetzt das Sulzdorfer Küchenstudio übernommen und will es unter altem Namen weiterführen. Mit übernommen hat Berger auch das alte Berater-Team, und auch Service und Kundendienst für Besitzer älterer Schwabenküchen sollen weitergeführt werden. Im September soll das Schwabenküchenstudio wiedereröffnet werden.

Enteignung?
Untermünkheim/Schwäbisch Hall. Seit Jahren wollen die Gemeinden Untermünkheim und Schwäbisch Hall einen Radweg zwischen ihren Kommunen bauen. Die Pläne liegen seit Jahren in Schubladen, können aber nicht verwirklicht werden, weil sich die Rinderzüchter mit ihrer Zuchtstation Lindenhof bei Obermünkheim dagegen wehren. Möglicherweise droht ihnen nu eine Enteignung für ein kleines Stück Land, das die Züchtervereinigung bisher nicht bereit ist, für den Radweg herzugeben. Die für Außenstehende hermetisch abgesperrte Anlage Lindenhof fürchtet die Einschleppung von Krankheitserregern und andere negative Einflüsse auf ihre direkt am geplanten Radweg befindlichen Rinderweiden.

32 Mio für Ausbau
Schwäbisch Hall. Am ersten Ferientag beginnen die Bauarbeiten zum Ausbau des Schwäbisch Haller Schulzentrums Ost offiziell. Vor arbeiten für das 32 Mio Mark Projekt laufen bereits. Die Schulgebäude bekommen ein weiteres Stockwerk, die Aula wird erweitert und eine zusätzliche Turnhalle wird gebaut. Im nächste und im übernächsten Schuljahr werden sich Beeinträchtigungen durch Baulärm nicht vermeiden lassen. Insgesamt erhält die Schule elf Klassenzimmer und vier Fachräume zusätzlich.

Preis für Bürkert
Ingelfingen. Einen Preis für die Weiterentwicklung von Bildungssystemen der Wirtschaft hat die Otto-Wolff-von-Amerongen-Stiftung gemeinsam mit dem Deutschen Industrie- und Handelstag DIHT ausgeschrieben. Für 1998 ging der Preis an die Deutsch- Britische Industrie- und Handelskammer in London für ein einjähriges Fortbildungsangebot an junge Bank- und Industriekaufleute. Außerdem wurden 16 deutsche Firmen ausgezeichnet. Eine davon war die Firma Bürkert aus Ingelfingen. Dort hatten die Beschäftigen auf einen bestimmten Anteil an Lohnerhöhungen verzichtet, um zusätzlich Ausbildungsplätze in der Firma zu schaffen..

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Freitag 31.7.1998

Brennende Fahrzeuge und zwei Tote
Satteldorf. Zwei Lastzüge und ein Pkw brannten gestern abend auf der A6 bei Satteldorf. Ein mit Ziegeln beladener Lastzug war ungebremst in einen Stau gefahren und hatte eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Im ersten gerammten Fahrzeug, besetzt mit einer fünfköpfigen türkischen Familie starb eine 28jährige Frau, die anderen vier Insassen wurden scher verletzt. Im zweiten vom Lastzug gerammten Auto wurde der Fahrer getötet. Danach riß der Ziegellaster einem Silozug den Tank auf der gesamten Länge auf. Beide Laster gerieten in Brand. Doch der Zieglaster raste weiter, stieß gegen drei weitere Pkw und schließlkich gegen ein niederländisches Wohnmobil. Die Insassen, eine Frau mit drei Kindern, eines davon schwer verletzt irrten unter Schock über die Auobahn. Die zur Bergung notwendige Sperrung der Autobahn dauerte bis in die heutigen Morgenstunden. 128 Feuerwehrleute und Rettungskräfte waren im Einsatz. Der Schaden wird auf rund 560 Tsd Mark geschätzt. Der Führerschein des ebenfalls verletzten Unglücksfahrers wurde an Ort und Stelle beschlagnahmt. Erstmals kam bei deisem Unfall die kürzlich im Hohenlohischen gegründete Notfallseelsorge zum Einsatz.

Windhose
Künzelsau. Bäume wurden entwurzelt, Gartenstühle flogen 20 Meter durch die Luft, Hausdächer abgedeckt, Autosbeschädigt. Innerhalb von sekunden richtete eine Windhose gestern in Künzelsau Schäden in Höhe von mehreren 100 Tsd Mark an. Innerhalb von weniger als einer Minute war der Spuk vorbei. Von Südwesten kommend war die metereologisch "Klein-Trombe" genannte Windhose quer durch die Künzelsauer Innenstadt und den halben Galgenberg hinaufgerast, wo sie sich genauso schnell, wie sie sich gebildet hatte, wieder auflöste. Sie hinterließ eine 30 Meter breite Schneise der Verwüstung. Das in unseren Breiten ungewöhnliche Naturereignis enstand aufgrund großer, aber kleinräumiger Temperaturunterschiede, so der Deutsche Wetterdienst in Stuttgart.

Tod auf der Autobahn
Crailsheim/Öhringen. Auf dem Nachhauseweg verunglückte jetzt ein 34jähriger Mann aus Öhringen. Er war auf der A6 in der Nähe von Crailsheim mit hoher Geschwindigkeit ungebremst von hinten auf den Auflieger eines niederländischen Sattelzuges gefahren. Während der Sattelzug auf der Standspur anhielt drehte sich der Pkw des Öhringers um die eigene Achse und blieb unbeleuchtet liegen. Ein zweiter Lkw mit Anhänger prallte auf. Dabei schleuderte der Pkw auf die Überholspur.Ein nachfolgender Kleinlaster prallte als Dritter auf den Pkw des Öhringers. Der junge Autogahrer war vermutlich schon nach dem ersten Aufprall tot. Sachschaden entstand in Höhe 160 Tsd Mark.

Neue Rettungswache
Schwäbisch Hall. Zwei Rettungstransporter, zwei Krankentransporter und ein Notarztwagen: das ist die Ausstattung der DRK-Rettungswache Schwäbisch Hall. Besetzt sind Fahrzeuge und Rettungswache mit 13 Rettungsanitätern und zwölf Zivilidienstleistenden im Schichtdienst rund um die Uhr. Die Notärzte stellt das Haller Diakoniekrankenhaus. Für sie alle wird derzeit unterhalb des Diakoniekrankenhauses in der Haller Auwiesenstraße eine völlig neue Rettungswache gebaut. Das 1,2 Mio Mark teure Projekt wird im Frühjahr fertiggestellt. Die Rettungsleitstelle aber wird beim alten Domizil an der Steinbacher Straße bleiben, ebenso die DRK-Verwaltung und die Sozialen Dienste. Notwendig geworden war der Neubau aus Platzgründen. Das DRK will seine Sozialen Dienste an der Steinbacher Straße ausbauen. Außerdem war die verkehrliche Situation an der Steinbacher Straße ungenügend. Die DRK Ausfahrt mündet dort direkt in den Verkehrsknoten am Bahnhof.

Regenüberlaufbecken
Hessental. Das rasante Wachstum des Schwäbisch Haller Teilortes Hessental hat immer mehr Bodenversiegelung durch Straßen und bebaute Grundstücke zur Folge. Und dies bewirkt einen höheren Abfluß an Regenwasser, was jetzt in Hessental ein drittes Regenüberlaufbecken notwendig macht. Die Stadt wird es mit einem Fassungsvermögen von 1800 Kubikmetern für rund 3,2 Mio Mark am Grauwiesenbach oberhalb der Kläranlage bauen. Finanziert wird es durch außerplanmäßige 800 Tsd Mark im Jahr 1998 und insgesamt 2,4 Mio Mark verteilt auf die Haushalte 1999 und 2000.

Flugplatz auch Testgelände
Hessental. Der Flugplatz von Schwäbisch Hall-Hessental wird immer wieder auch von Auto-Renn-Teams stundenweise als Testgelände gemietet. So testete vergangene Woche das Mercedes-Werksteam seine GT-Renner, was wegen Lärmbeschwerden von Anwohnern sogar die Polizei auf den Plan rief. Vorgestern war das Neuensteiner Renn-Team Wolf auf dem Platz um seine Fahrzeuge für das nächste Flugplatzrennen der Deutschen Tourenwagen Challenge-Meisterschaft am 7. August im Siegerland abzustimmen. Und gestern kam das Augsburger Opel-Team Holzer mit seinen 310-PS-Vectras, die am Wochenende bei der Super-Tourenwagen-Meisterschaft in Wunstorf von den Fahrern Alzen und Burgstaller gesteuert werden. Die Häufung solcher Tests in der vergangenen Woche kam durch die Belegung des Hockenheimrings mit der Formel1 zustande, die am Sonntag dort den Großen Preis von Deutschland ausfährt.

Neuer Vorstand
Schwäbisch Hall. Der Haller Stadtjugendring hat nach zweijähriger Suche endlich einen neuen Vorstand. Sieben Jahre lang hatte den Vorsitz der einstige Juso und heutige PDS-Bundestagskandidat Jochen Dürr inne, die letzten beiden Jahre allerdings nur noch kommisarisch. Mehrmals stand der Stadtjugendring Schwäbisch Hall in dieser Zeit kurz vor dem Aus, da sich unter den 18 Mitgliedsorganisationen niemand fand, der die Vorstandsarbeit übernehmen wollte. Einzig und allein die Verteilung der jährlichen 20 Tsd Mark Zuschuß aus der Stadtkasse hielt die Vereinigung noch zusammen. Die Junge Union stellt nun den Vorsitzenden Michael Zügel sowie mit Christian Zeidan den Schriftführer. 2. Vorsitzende wurde Sylvia Bertsch von den städtischen Jugendhäusern und als Kassier fungiert Michael Kriegbaum von der DLRG-Jugend. Im rollierenden System soll nun alle Jahre ein anderer Verband den Vorsitzenden stellen, so schreibt es die neue Satzung des SJR vor. Viele glauben allerdings, daß das System nicht funktionieren wird und das Schicksal des neuen Vorstandes schon vorprogrammiert ist. Er wird möglicherweise keine Nachfolger finden.

Verkehrsmessung ohne Folgen
Crailsheim. Ohne Folgen für Autofahrer werden die Geschwindigkeitsmessungen bleiben, die jetzt die Crailsheimer Verkehrswacht mit ihrem neuen Mess-System durchführt. Die Anlage wird vorwiegend in Wohngebieten eingesetzt werden. Sie zeigt auf einer großen Tafel herannahenden Autofahrern jeweils an, wie schnell sie fahren. Erfahrungen mit gleichartigen Geräten an anderen Orten zeigen, daß die Autofahrer darauf reagieren und langsamer fahren. Die neue Crailsheimer Anlage wurde jetzt vor dem Kindergarten im Wohngebiet Roter Buck eingeweiht.

Kein neues Logo
Blaufelden. Die Gemeinde Blaufelden wird keine neues Logo und kein neues Erscheinungsbild auf Briefbögen, Broschüren und anderen amtlichen Schriftstücken bekommen. Der Gemeinderat lehnte es jetzt ab, das Projekt weiter zu verfolgen, obwohl bereits mehr als 1000 Mark für Entwürfe ausgegeben wurden. Der Sämann aus dem Wappen genüge vollauf, so die Räte. Besondere Logos für Gemeinden seien eher eine Mode-Erscheinung, und man müsse nicht alle Trends mitgemacht haben.

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Extra 1:

Keine Unterkunft in Künzelsau
Unglücklicher Bürgermeister
Gemeinderat lehnt Bauvoranfrage für Asylbewerber-Unterkunft ab

Künzelsau. Das Gesetz zwingt den bislang weitgehend verschonten Hohenlohekreis nun Hunderte von Plätzen für mögliche Zuweisungen von Asylbewerbern zu schaffen. Im benachbarten Landkreis Schwäbisch Hall gibt es mehr als "zumutbar", nämlich rund 900 in zwei Sammelunterkünften. Doch das Landratsamt hat Schwierigkeiten, Plätze zu finden. Und was gefunden wird, ist so teuer zu mieten, daß sich ein Neubau lohnen würde. Doch geradeaus über die Straße beim Rat der städtischen Verwaltung ist man solchen Vorstellungen überhaupt nicht grün. Nicht, wenn in Künzelsau gebaut werden soll.

Dabei hatte die Stadt vor acht Jahren, als Asylbewerber noch in ihre Zuständigkeit fielen, just auf dem selben Grundstück, das der Landkreis jetzt vorschlägt, selbst noch eine Unterkunft bauen wollen. Aber in Künzelsau hat sich viel geändert. Auch die Meinung manches Gemeinderates. Da gab es manch (un)bedachte Äußerung von Räten im Ausschuß, als über das Thema beraten wurde: über Asylanten selbst, über ihre Anfälligkeit für Straftaten und über die "hohe Politik", die einem kleinen Landstädtchen wie Künzelsau sowas antue. Bürgermeister Volker Lenz fühlte sich gar nicht wohl, als da mancher Rat sich den Kropf leerte. "Die Schmerzgrenze ist jetzt erreicht", sagte er. Und Grünen-Gemeinderat Martin Braun war gar geschockt über die Gesinnung und Uneinsichtigkeit seiner Ratskollegen.. "Da war ich echt platt". Eine Mehrheit der Stadträte - und auch darüber ist Bürgermeister Lenz alles andere als glücklich - will der hohen Politik auf Bundesebene einen Denkzettel verpassen. Der Antrag des Landratsamtes auf Bau eines Asylbewerberheimes in der Künzelsauer Schillerstraße wird abgelehnt. "Wir haben im Wohnbauschwerpunkt Taläcker noch sehr viel Integrationsarbeit zu leisten", meinte FDP-Rat Gerhard Heinrich. "Jetzt auch noch Asylbewerber, das mag ich nicht einsehen." Andere halten den Standort Künzelsau für völlig falsch. Wenn sie Taläcker sagen klingt das wie im Volksmund: "Russenbuckel". Und wenn sie von Integration sprechen, klingt das wie "Anpassen, Maul halten". Der Landrat versteht zwar nicht, warum man sich in Künzelsau so schwer tut, aber auf dem Bauplatz Schillerstraße will er nicht beharren. Es gebe ja in den Taläckern noch jede Menege freien Wohnraum. Er sieht sich in Zugzwang und muß bis Herbst die Unterkünfte gegenüber dem Land nachweisen. Für die Räte ist mit solchem Ansinnen aber das Maß voll. Asylbewerber in der Trabantenstadt mit eh schon übergroßem Anteil an Rußlanddeutschen, das, so FDP-Heinrich, "halte ich für verantwortungslos." Und bei Fritz Scholl von der CDU klingts so: "Wir dürfen die Flüchtlinge da oben nicht ausgrenzen". Aber eine Sammelunterkunft, wie vom Landratsamt vorgeschlagen, am Rande der Innenstadt?: Nein!! Baurechtlich, so Bürgremeister Volker Lenz ist die Ablehnung nicht begründ- und damit kaum haltbar. In strittigen Bausachen entscheidet normalerweise das Baurechtsamt, üblicherweise das Landratsamt. In der Stadt Künzelsau aber ist die Stadt selbst zuständig, die Verwaltung, wohlgemerkt und nicht die Räte. Doch Bürgermeister Lenz hofft dennoch auf Einsicht. "Das ist kein schönes Thema, aber es wird in der nächsten Ratssitzung wieder Thema werden." Niemand reißt sich um eine Asylbewerber-Unterkunft und deshalb glaubt Gemeinderat Gerhard Heinrich auch: "Jeder hat das Gleiche gedacht, nur ich hab´s geäußert." Und sein Fraktionschef Emil Jäger gibt ihm indirekt Recht: "Ich bin im Grunde auch dagegen, aber wir werden das so nicht verhindern können." Stimmt. Im Prinzip können das nach unbegündbarer Ablehnung der Gemeinderäte der Bürgermeister und der Landrat in einem Telefongespräch klären. Wie gesagt im Streitfall ist die Baurechtsverwaltung zuständig, ob nun die von der Stadt oder vom Landratsamt.

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