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| Aktuell Extra-News Archiv | |
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| Samstag 1.5.1999 |
Auch zweiter Streiktag optimal
Schwäbisch Hall. Auch der zweite Streiktag bei der Bausparkasse Schwäbisch
Hall ist nach Angaben der Streikleitung optimal verlaufen Nach Gewerkschaftsangaben
nur 500, nach Angaben des Unternehmens 750 Beschäftigte haben an beiden
Tagen gearbeitet. Der große Rest der Belegschaft war im Ausstand, hatte
Urlaub oder nutzte sein Gleitzeitkonto für ein verlängertes 1.-Mai-Wochenende.
Bis 13 Uhr gestern wurde im Streiklokal im Haller Neubausaal an die gewerkschaftlich
organisierten BSH-Beschäftigten Streikgeld ausbezahlt. Da sich auf Arbeitnehmerseite
jedoch keinerlei Bewegung zeigte, wird nicht ausgeschlosen, daß auch nächste
Woche zu einem Streiktag aufgerufen wird. Am 6. Mai soll es in Frankfurt zu
einer bundesweiten Großkundgebung kommen, zu der auch aus Schwäbisch
Hall mehrere Hundert Bankenmitarbeiter fahren werden, das Gros davon aus der
Bausparkasse. Wie von Seiten des Unternehmens verlautete, war und wäre
man micht abgeneigt, eine betriebliche Lösung, sprich einen Haustarifvertrag
abzuschließen. Dem aber hat insbesondere die HBV nicht zugestimmt, um
die Gewerkschafts- bzw. Streikfront insgesamt nicht zu schwächen. Immerhin
ist die BSH das aus gewerkschaftlicher Sicht mit 42 Prozent bestorganisierte
Unternehmen in ganz Deutschland.
Murrbahn kommt in Verkehrswegeplan
Schwäbisch Hall. Bei der Überarbeitung des Bundesverkehrswegeplanes
wird die Murrbahn miteinbezogen. Dies versprach jetzt Bundesverkehrsminister
Müntefering in einem Antwortschreiben auf die Anfrage der Abgeordneten
Hermann Bachmaier (MdB) und Dr. Walter Müller (MdL). Die Murrbahn werde
durch das Bedarfsplan-Vorhaben der sogenannten Franken-Sachsen Magistrale Karlsruhe
über Stuttgart und Nürnberg nach Leipzig und Dresden an Bedeutung
gewinnen. Zum anderen, so Müntefering, werden natürlich auch die Finanzierbarkeit
und die Folgekosten eine Rolle spielen. Die Abgeordneten sehen dies als einen
ersten Schritt in die richtige Richtung. Die Attraktivität der Bahn zu
steigern, das aber, so Müntefering in seinem Schreiben weiter, sei allein
Aufgabe des Bahn AG. Darauf werde die Bundesregierung als Haupteigner der Bahn
im Sinn der Stärkung von Eigenständigkeit des Unternehmens keinen
Einfluss nehmen
DGB-Maikundgebung
Crailsheim. Unter dem Motto "Neues Handeln. Für unser Land" ruft
der DGB in Hohenlohe heute am ersten Mai zur Kundgebung nach Crailsheim. Die
Veranstaltung auf dem Marktplatz beginnt um 10.30 Uhr. Der DGB fordert die Arbeitgeberverbände
auf, "neues Handeln für unser Land nicht länger durch Drohgebärden
und Verweigerung zu blockieren." Auch Wirtschaftsinteressen hätten
sich in das Gemeinwohl einzuordnen. Die so der Haller DGB Vorsitzende Günter
Volz, gelte insbesondere für Unternehmer auf Kreis- und Regionsebene. Tarifflucht
und Willkürakte bei der Entlohnungspolitik würden vom DGB und seinen
Einzelgewerkschaften mehr den je bekämpft. gesellschaftliche Veränderung
und Modernisierung müsse allen zu gute kommen und dürfe nicht für
Teile der Gesellschaft Nachteile bringen. Deshalb stehe die Bekämpfung
der Massenarbeitslosigkeit auch ganz oben auf der Liste und bleibe zentrales
Thema der Gewerkschaften.
Naturpark
Welzheim. Nur wer Natur versteht wird sich auch für sie einsetzen. Dies
ist einer der Grundsätze des Naturparkvereines Schwäbisch-Fränkischer
Wald, der gestern seine Initiative "Naturpark-Erlebnis" startete.
In über 40 Veranstaltungen unterschiedlichster Art soll auf die Naturschönheit
der heimischen Landschaft hingewiesen werden. Daneben locken auch kulturelle,
sportliche und kulinarische Angebote, den Naturpark Schwäbisch-Fränkischer
Wald zu erkunden und zu erleben. Neben dem Naturerlebnis weist der Verein auch
auf die Notwendigkeit hin, diese Landschaft zu bewirtschaften, damit sie erhalten
werden kann.So wirbt der Verein auch um Verständnis für die Wald-
und Forstwirtschaft und weist auf den Beitrag der Landwirtschaft bei Pflege
und Erhalt der Kulturlandschaft hin. Mit dem Einkauf bei Direktvermarkter könne
darüber hinaus ein wertvoller Beitrag zum Fortbestand der Landwirtschaft
und damit der Landschaft geleistet werden.
Schlaglochminister
Schwäbisch Hall. Als "Verwalter der Schlaglöcher" bezeichnet
der Schwäbisch Haller Landtagsabgeordnete Dr Walter Müller seinen
Namensvetter und Verkehrsminister des Landes Ulrich Müller. MdL Müller
reagiert damit auf das Ergebnis der Plenarsitzung vom Donnerstag, bei der die
SPD mit ihrem Antrag nach mehr Geld für den Straßenbau im Land scheiterte.
Der Bedarf für die dringendsten Straßenbau- und Unterhaltungsmaßnahmen
lägen bei 250 Mio Mark. Im Landesetat stünden nach den jüngsten
Kürzungen der Landesregierung aber nur noch 140 Mio Mark. Dies seien nur
noch 40 Prozent der Mittel, die bis zum Jahr 92 jährlich zur Verfügung
standen. Die Sparaktion des Landes im Straßenbau schade darüber hinaus
auch der Konjunktur. Die Bauwirtschaft habe keine Aufträge, zahle mithin
auch keine Steuern, die dann in den Folgejahren ebenfalls fehlen werden und
der fehlen wiederum als Begründung für weitere Streichungen herhalten
müsste.
GHK Abschluß
Oberrot/Korntal-Münchingen. Weit über 1000 Beschäftigte, vor
allem beim größten Sägebetrieb Deutschland, den Oberroter Holzwerken
Klenk, aber auch in zahlreichen anderen Holz und Kunststoff verarbeitenden Betrieben
vor allem im Limpurger Land sind von dem Verhandlungsergebnis betroffen, das
ihre Gewerkschaft jetzt nach zähen Verhandlungen in Korntal-Münchingen
erzielen konnte. 3,0 Prozent bei eine Laufzeit von zwölf Monaten, dazu
eine Einmal-Zahlung von 200 Mark, dieses Ergebnis nahm die Tarifkommisssion
gestern abend an. Damit, so GHK-Bezirksleitzer Karl Hasenohr komme man fast
an das Ergebnis der Metallindustrie heran, denn im Volumen seien dies rund 3,5
Prozent. Gefordert hatte die GHK 6,8 Prozent mehr Lohn und Gehalt. Der Kompromiss
könne nicht begeistern, sei aber akzeptabel so der Bezirksvorsitzende.
Mai-Hocketse und American Football
Schwäbisch Hall. Die Schwäbisch Hall Unicorns wollen heute in ihrem
Spiel gegen die Straubing Spiders weitere zwei Punkte holen auf ihrem Weg nach
oben. Die Haller Zweitligisten haben sich den Titelgewinn auf die Fahnen geschrieben.
Das heutige Spiel beginnt im Hagenbach Stadion um 17 Uhr. Parallel, zuvor und
danach gibt es am Rande des Stadions eine richtige schwäbische Mai-Hocketse.
Insbesondere Maiwanderer in Gruppen wollen die Unicorns ansprechen, doch das
Stadion zu ihrem Wanderziel zu machen. So werden unter den ankommenden Gruppen,
die sich bis spätestens 17.30 Uhr beim Stadioneingang melden, ein Spanferkel,
ein 20-Liter-Fass Bier und ein Grill-Paket für zehn Personen verlost.
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Saisonstart mit Gottesdienst
Schwäbisch Hall. Malerisch beginnt alljährlich die Motorrad-Saison
in Schwäbisch Hall. Wie in jedem Jahr versammeln sich auch heute die Biker
nicht nur aus Hall sondern auch aus der weiteren Umgebung zu einem Gottesdienst
zum Start der Motorradsaison. Der Treff der schweren Maschinen vor der mittelalterlichen
Fassade des Haller Marktplatzes ist mittlerweile so etwas wie ein Geheimtip
unter den Zweiradfahrern. Motorradpfarrer Georg Eberhard und Polizeihauptkommisar
Hubert Rothe vom Haller Verkehrsdienst haben sich diesmal das Getriebe als Gleichnis
gewählt, wollen in ihrer Predigt darauf aufmerksam machen, daß es
auch im Straßenverkehr wichtig ist, daß ein Rädchen ins andere
greift, damit niemand auf der Strecke bleibt. Wie in jedem Jahr ist auch heute
nach dem um 11 Uhr vor der Michaelskirche beginnenden Gottesdienst eine gemeinsame
Ausfahrt mit den Bikern von der Motorradstaffel der Haller Polizeidirektion
geplant.
Sponsoren-Rallye
Untermünkheim-Kupfer. Zum zweiten Mal hat die evangelische Kirchengemeinde
Untermünkheim-öbrigshausen zu einer Sponsoren-Rallye für Radfahrer
eingeladen. Auf drei unterschiedlich schwierigen Strecken geht es rund um den
kleinen Ort Kupfer. Start ist beim dortigen Obsthof. Von 12 bis 15.30 Uhr kann
gestartet werden. Man sucht sich einen Sponsor, macht mit diesem einen Geldbetrag
pro gefahrenem Kilometer aus und strampelt los. Das so erfahrene Geld wird der
Kirchengemeinde für das mittlerweile zwar gebaute aber noch nicht finanzierte
Gemeindehaus gespendet. Vor zwei Jahren gabe es bereits einmal eine solche Sponsoren
Rallye. Damals kamen 18.000 Mark zusammen. Auch Prominente haben für heute
zugesagt zu radeln, so der Neuensteiner FDP-Bundestagsabgeordnete Ulrich Heinrich,
der Schwäbisch Haller noch Dekan und bald Heilbronner Prälat Paul
Dieterich, der Chef des Haller Diakonie-Krankenhauses Pfarrer Frank O. July
sowie eine gewisse Sandra Kratz...(?) Wer sich dahinter verbirgt: Nun bis vor
ein paar Jahren noch hieß die Dame Sandra Schuhmacher. Sie war 1984 bei
den Olympischen Spielen in Los Angeles Bronze-Medaillen-Gewinnerin im Straßenradrennen.
Haller Landkreis schließt sich an
Schwäbisch Hall. Der Landkreis Schwäbisch Hall schließt sich
der Forderung des Landkreistages an, sofort die Kostenerstattungen des Landes
an die Landkreise für die Unterbringung von Bürgerkriegsflüchtlingen
den Gegebenheiten anzupassen. Die Landkreise fürchten, daß sie auf
den Kosten für nicht als Kontingent-Flüchtlinge eingereiste Kosovo-Albaner
selbst aufbringen müssen. Außerdem laufen die Verträge für
die Kontingent-Flüchtlinge nach sechs Monaten aus. Danach könnten
die Flüchtlinge aber möglicherweise das Land nicht verlassen, da sie
weder in ein Kriegsgebiet abgeschoben werden können noch in ein anderes
als ihr möglicherweise serbisch besetztes Heimatland. Nach sechs Monaten
Schutz und Unterbringung in staatlichen Sammelunterkünften aber werden
wiederum die Landkreise für die Unterbringung und Unterhalt der Flüchtlinge
zuständig. Befürchtet werden Kosten in Millionenhöhe, die dadurch
auf die schon überlasteten Sozialhaushalte der Landkreise zukommen könnten.
deshalb die Forderung nach einer Erweiterung der Kostenerstattung. Diese aber
wird von Baden-Württembergs Innenminister Thomas Schäuble kategorisch
abgelehnt.
Bechtle kommt
Untermünkheim. Das EDV Systemhaus Bechtle, Gaildorf/Heilbronn hat im künftigen
Gewerbegebiet Übrigshausen direkt am Autobahnzubringer B19 drei Hektar
Land gekauft. Bechtle will dort im nächsten Jahr mit dem Bau eines Logistikzentrums
beginnen. In einem ersten Bauchschnitt sollen zunächst 10.000 Quadratmeter
überbaut werden. Der Gemeinderat von Untermünkheim hat dem Vorhaben
in seiner jüngsten Sitzung zugestimmt, nachdem das Projekt schon vor Wochen
nichtöffentlich vorberaten worden war. Weder über den Kaufpreis des
Geländes noch über die Kosten des künftigen Logistikzentrum oder
die Zahl der neugeschaffenen Arbeitsplätze gibt es bislang Angaben.
IHK machte Anfang
Schwäbisch Hall. Die IHK-Außenstelle Schwäbisch Hall hat vergangenen
Donnerstag an ihrem alten Domizil im Haller Technologiezentrum die Koffer gepackt.Die
IHK macht damit den Anfang unter all den Wirtschafts-Behörden, die jetzt
in den Haller Solpark umziehen. Die IHK wird ab morgen im neuen Haller Haus
der Wirtschaft, der ehemaligen Kommandantur der Dolan Barracks , im Solpark
zu finden sein. Folgen werden die Handwerkskammer, das Technologiezentrum selbst
sowie die Wirtschafts-Fördergesellschaft des Landkreises. Die Gesellschaften
werben nicht nur kräftig für Existenzgründung, sie unterstützen
auch die jungen Selbständigen. Den Umzugs-Auftrag der Behörden bekam
ein gerade gegründetes Unternehmen aus Ilshofen-Eckartshausen.
Wieder Sonntagskonzerte
Seit heute gibt es wieder Sonntagskonzerte in Musikmuschel von Schwäbisch
Hall. Gestern schon um 14 Uhr gab es einen kleinen Vorgeschmack mit den Squaredancers
vom Club der Sweathearts. Heute ab 11 Uhr spielen zunächst der kleine Siedershof
und anschließend Stadtkapelle unter Leitung von Armin Scheibeck Die Reihe
der Sonntagskonzerte geht bis zum 26.September. Das Repertoire reicht vom Fanfarenzug
bis zur Rockband.
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Gegner deklassiert
Schwäbisch Hall. Ihre Gegner, die Aufsteiger der Straubing Spiders haben
die Schwäbisch Hall Unicorns am Samstag mit einem 60:0 Sieg geradezu deklassiert.
In dem American Football Zweitliga Spiel im Haller Hagenbach-Stadion stellten
die Bayern die körperlich zwar stärkere Mannschaft, doch konnten sie
diesen Vorteil nicht gewinnbringend einsetzen. Nach der 39:0-Führung im
dritten Viertel setzte der Haller Headcoach Siegfried Gehrke weitgehend nur
noch die Haller zweite Besetzung ein, um auch diesen Spielern Spielpraxis zu
verschaffen. Doch auch gegen die zweite Garnitur konnten die Straubing Spiders
keinen einzigen Punkt gewinnen. Mit ihrem Sieg sind die Schwäbisch Hall
Unicorns ihrem Ziel, nach dieser Saison in die erste Liga aufzusteigen ein Stückchen
nähergekommen. Sie stehen nach dem verpatzten Auftakt im ersten Spiel und
mit einem Spiel Rückstand nun auf Platz drei der Tabelle, die von den nach
wie vor ungeschlagenen Franken Knights aus Rothenburg angeführt wird.
Freispruch angefochten
Crailsheim/Schwäbisch Hall. Der Freispruch für den 64jährigen
Fahrer eines Schwäbisch Haller Unglücksbusses, in dem vor anderthalb
Jahren auf der Autobahn A7 bei Neu Ulm zwei Frauen aus Crailsheim starben, ist
angefochten worden. Die Urteilsanfechtung kam vom Oberstaatsanwalt Joachim Wolf.
Dieser hatte sich nach eigenen Worten überhaupt nicht die Mühe gemacht,
die komplizierten Ausführungen der Sachverständigen zu verstehen.
Für ihn sei der Fall klar: der Busfahrer habe nur "langsamer fahren
müssen, als er die Spurrillen erkannte und das Unglück wäre vorhersehbar
und vermeidbar gewesen." Die Richter und Schöffen allerdings sahen
ein unglückliches Zusammenwirken von konstruktiven Mängeln, möglichem
'Ausfall' einer Steuerungselektronik und Sorglosigkeit, zumindest aber mangelnde
Kommunikation bei Herstellern wie Busunternehmen, für dessen Ergebnis man
nicht das schwächste Glied in der Kette, den Busfahrer bestrafen könne.
Mittlerweile teilten auch die Vertreter der Nebenkläger mit, daß
sie das Freichspruchs-Urteil anfechten werden.
Neustrukturierung
Schwäbisch Hall. Die Druckerei Schwend in Schwäbisch Hall Hessental
fährt ihre Druckleistung zurück und läßt sich nicht länger
auf einen Preiskampf geprägten Wettbewerb um auflagenstarke Beilagen ein.
Konsequenz aus der unternehmerischen Entscheidung: Schwend muß 19 Mitarbeiter
aus em Druckbereich entlassen. Vom Betriebsrat vorgelegte Schritte, zur Vermeidung
der Kündgungen seien in einem tarifgebundenen Betrieb nicht realisierbar,
so die Geschäftsführung. Die Tarifbindung bei Schwend hatten gewerkschaftlich
organisierte Drucker erst vor zwei Jahren mit einem Streik durchgesetzt.
Alt Hall gegen Textilkaufhaus
Schwäbisch Hall. Der Verein Alt Hall ist mehrheitlich gegen ein Textilkaufhaus
im Gebäude des historischen Gasthauses 'Drei König' in der Haller
Altstadt. Bei der Hauptversammlung des Vereins Alt Hall war die Diskussion um
den Erhalt des Gasthauses zentrales Thema. "Neben der immer stärker
werdenden ausländischen Gastronomie brauchen wir eine Gaststätte althällischen
Zuschnitts." Viele Mitglieder wollten den Erhalt der weithin bekannten
und traditionsreichen Gaststätte mit echtem Haller Flair, während
Stadtverwaltung und Gemeinderat - die bislang vergeblich nach einem geeigneten
Gasthaus-Pächter Ausschau gehalten haben - die Ansiedlung eines Modefachgeschäftes
favorisieren. Zweiter Vorsitzender und Stadtrat Wolfgang Denz (CDU) widersprach
der These, daß es kaum noch hällische Gaststätten in der Stadt
gebe. Er warnte davor, nur aus falsch verstandener Nostalgie den 'Dreikönig'
in einen Zuschußbetrieb zu verwandeln. Dies sei auch ungerecht gegenüber
anderen Gaststätten, die ohne solche Zuschüsse überleben müssten.
Auch OB Hermann-Josef Pelgrim verteidigte die Tendenz zum Kaufhaus. Nicht nur
die Gastronomie habe Tradition in Hall, sondern auch Handel und Wandel.
28.000 bei Sponsoren-Rallye
Untermünkheim. 157 Radler ließen sich gestern auf drei unterschiedlich
langen Rundkursen jeden Kilometer bezahlen, den sie zurücklegten. Schon
Tage vor der gestrigen Rallye hatten sie sich Sponsoren gesucht, die Beträge
zwischen 30 Pfennigen und 10 Mark je gefahrenen Kilometer bereit waren zu geben.
28.000 Mark kamen so als Spenden für die Finanzierung des neuen Untermünkheimer
Gemeindehauses zusammen. 3282,50 DM war der größte eingefahrene Einzelbetrag,
der Fahrer hatte sich 44 Kleinsponsoren besorgt. 108 Kilometer war die längste
zurückgelegte Strecke. Die jüngsten Teilnehmer waren drei, die älteste
Teilnehmerin war 68 Jahre alt.
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Parken gebührenfrei
Künzelsau. Parken ist im Mai in der Künzelsauer Innenstadt selbst
an Parkuhren gebührenfrei. Mit diesem Versuch wollen Verwaltung und Einzelhandel
definitiv nachweisen, ob und wie sich Parkgebühren auf das Einkaufsverhalten
der Kundschaft auswirken. Der Einzelhandel, so wurde bei den Verhandlungen mit
der Künzelsauer Werbegemeinschaft deutlich, erhofft sich positive Veränderungen.
Die Stadtverwaltung ist skeptisch. Die Plätze mit Parkscheinautomaten auf
dem Parkplatz Wertwiesen sowie die Rathaus-Tiefgarage sind in den Versuch nicht
mit einbezogen. Dort müssen weiterhin Gebühren entrichtet werden.
Tödlicher Unfall
Schwäbisch Hall. Tödliche Verletzungen zog sich gestern kurz vor halb
neun ein 28jähriger Zimmermann zu. Beim Umbau des Haller Hauptpostgebäudes
in eine Erweiterung der Kreissparkasse war er bei Dachdeckerarbeiten acht Meter
tief abgestürzt. Wie Hermann Schüttler, Sprecher Schwäbisch Haller
Polizeidirektion sagte, geschah das Unglück, als der Mann ein Paket Dachziegel
aus dem Lastenaufzug hievte. Die Polizei ermittle nun, ob an der Bausstelle
eventuell Absicherungsvorschriften verletzt wurden.
Ökomesse mit Gründerforum
Schwäbisch Hall. Zum fünften Mal findet die Schwäbisch Haller
Ökomesse am kommenden Wochenende statt. 135 Aussteller vom Möbelschreiner
über Textil und Kosmetik bis zu Naturkost werden ihre Produkte und Produktionsweisen
zeigen. Erfreut zeigte sich Organisator Matthias Schwarz, daß etwa die
Hälfte der Aussteller auf der Messe neu ist. Dies steigere die Attraktivität
für die Besucher. Etwa ein Drittel aller Aussteller mit Betrieben im Alter
von weniger als fünf Jahren gilt als Existenzgründer. Sie werden in
diesem Jahr vom Landesgewerbeamt mit Standgeld-Zuschüssen gefördert.
Außerdem veranstaltet das Landesgewerbeamt ein Existenzgründer-Forum
während der Messe, mit zahlreichen Vorträgen und Beispielen erfolgreicher
Existenzgründung im Bereich des ökologischen Wirtschaftens. Diese
Bereich gilt mit einer Wachstumsrate von mehr als 25 Prozent als überaus
attraktiv und erfolgreich. Die Haller Ökomesse wird am kommenden Freitag
gegen 14.30 Uhr von Halle OB Hermann-Josef Pelgrim eröffnet.
Gesetzesänderung bringt Vorteile
Landkreis Schwäbisch Hall. Das neue Gesetz zum kommunalen Finanzausgleich,
das im Landtag vergangene Woche mit großer Mehrheit verabschiedet wurde,
bringt dem Landkreis Schwäbisch hall konkrete Vorteile. Durch neue Regelungen
im Soziallastenausgleich und bei der Einwohnergewichtung werde der Haller Landkreis
in den Jahren 2000 bis 2002 um jeweils 550.000 Mark höhere Zuweisungen
als zunächst vorgesehen erhalten. Insgesamt würden alle Änderungen
im Ausgleichsgesetz für seinen Heimatwahlkreis Schwäbisch Hall etwa
sieben Millionen Mark mehr bewirken, so der Finanzexperte der CDU Landtagsfraktion
Ernst Keitel aus Rot am See.
Orientierungsfahrt rund um Ilshofen
Ilshofen. Den wenigsten dürfte bekannt sein, daß es diesen Club überhaupt
gibt. Doch der Deutsche Damen Automobil Club DDAC veranstaltet am kommenden
Wochenende eine Orientierungsfahrt durch Hohenlohe. Aus ganz Deutschland werden
dazu rund 180 Mitglieds-Frauen erwartet. Zum einen begeben sich die Damen vom
zentral gelegenen Tagungsort Parkhotel Ilshofen aus auf die mehrstündige
Orientierungsfahrt zum andern gibt es am Samstag ein reines Geschicklichkeitsturnier
auf dem großen Parkplatz der Firma Bausch & Ströbel, gleich in
Nachbarschaft des Hotels. Veranstalter ist der Landesverband Württemberg
des DDAC.
In Bundesliga-Aufstiegsrunde
Crailsheim. Zuhause ungeschlagen beendeten die Crailsheimer Fußballfrauen
ihre Spielsaison in der Frauenfußball-Oberliga. Das letzte Spiel gegen
den TSV Ludwigsburg endete 1:1 unentschieden. Den Frauen vom TSV Crailsheim
brachte dieses Spielergebnis aber auch den erstmals errungenen Titel eines baden-württembergischen
Meisters. Schon am 13. Mai starten die Crailsheimer Damen in die Bundesliga-Aufstiegsrunde.
In der Frauenfußball-Bundesliga haben die Crailsheimerinnen schon einmal
gespielt, konnten sich aber nur eine Saison lang halten.
Schlamm nach Thüringen
Gaildorf. Schlamm aus der Gaildorfer Kläranlage wird ab dem Jahr 2000 nach
Thüringen gekarrt, dort kompostiert und für Rekultivierungsmaßnahmen
verwendet. Zwölf Angebote waren auf die Ausschreibung des Gemeinderates
hin eingegangen. Die Preisspanne der Angebote lag zwischen 127.000 Mark und
180.000 Mark pro Jahr.Die Räte gaben den Auftrag an den billigsten Bieter,
eine Entsorgungsfirma aus dem Rems-Murr-Kreis, die bisher schon im Haller Kreisgebiet
tätig ist. Pro Woche wird mit drei Container-Ladungen Klärschlamm
zu jeweils 10 Kubikmeter gerechnet, die aus der Gaildorfer Kläranlage abtransportiert
werden müssen. Vorausgesetzt wird ein Feststoffgehalt des Schlamms von
25 bis 32 Prozent. Eine Besonderheit des Vertrages: Ab dem Tor der Kläranlage
geschieht die Entsorgung voll auf Risiko der Firma. Bürgermeister Er sei
froh über die neue Regelung, die für die Stadt wesentlich günstiger
sei als bisher, so Bürgermeister Kurt Engel. Die Stadt spart mit dem neuen
Vertrag bis zu 50.000 Mark gegenüber den bisherigen Entsorgungswegen. Aufbereitet
wird der Gaildorfer Schlamm künftig in einer Kompostanlage, die zu 50 Prozent
dem Land Thüringen gehört.
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Leistungsmißbrauch angestiegen
Schwäbisch Hall. In mehr als 80 von 325 kontrollierten Hohenloher Betrieben
wurden 1998 illegal Beschäftigte Arbeitnehmer entdeckt: Ausländer
ohne Arbeitsgenehmigung, arbeitslos Gemeldete, die dennoch arbeiteten. Bußgelder
von über 125.000 Mark wurden im vergangenen Jahr verhängt. Wie Heinz
Müller, Sprecher des zuständigen Haller Arbeitsamtes sagte, werde
man die Kontrollen in diesem Jahr noch intensivieren. Zum einen gebe es immer
wieder Hinweise auf illegale Beschäftigungen, zum anderen habe man ein
Abgleichsystem mit den Sozialversicherern, dessen Netz sehr engmaschig sei.
Kaum jemand könne da durchschlüpfen, gleichzeitig Arbeitsamts- oder
Sozialleistungen erhalten und mehr als gelegentlich mal 'ne Stunde arbeiten.
Das Arbeitsamt wies in diesem Zusammenhang noch einmal eindringlich darauf hin,
daß auch geringfügige Beschäftigungen anzeigepflichtig sind.
Bei nicht Einhalten der Vorschriften werden regelmäßig Ordnungswidrigkeitsverfahren
mit Bußgeldern bis zu 10.000 Mark eingeleitet. Bei schwerwiegenden Verstössen
wurden von der Staatsanwaltschaft auch schon Gefängnisstrafen zur Bewährung
und Strafbefehle mit Tagessätzen bis zu 100 Mark bei Gericht beantragt.
Sickerwasserbehandlung
Schwäbisch Hall. Unter anderem um das Dauerthema Sickerwasserbehandlung
ging es gestern nachmittag in der Sitzung des Schwäbisch Haller Kreistags-Ausschusses
Umwelt und Technik. Beraten wurde über die Planung eines rund 500.000 Mark
teuren unterirdisches Speicherbeckens, mit dessen Bau noch in diesem Sommer
begonnen werden soll. In weiteren Beratungspunkten befasste sich der Ausschuß
mit Bedarfsprüfungen, Planungen und Arbeitsvergaben für Ausbauten
von Kreisstraßen.
Neue Ortsmitte
Gründelhardt. Neben dem Rathaus der Flächengemeinde Frankenhardt soll
in Gründelhardt ein neue Dorfplatz entstehen. Erzielt wird der Dorfplatzeffekt
durch einen Gebäudekomplex aus zwei Häusern, die ein freies Areal
umschließen. Dort sollen Arztpaxen, Büros, und Wohnungen, ein Bürgersaal,
die Raiffeisenbank und ein Laden untergebracht werden. Und damit der Platz nicht
von Autos zugestellt wird, soll auch eine Tiefgarage gebaut werden, in der 20
Fahrzeuge Platz finden. Rund drei Millionen Mark wird das Projekt kosten, das
jetzt bei einer Bürgerversammlung in der Gemeinde vorgestellt und sehr
wohlwollend aufgenommen wurde.
Besuch nach über 50 Jahren
Gerabronn. Am 2. Juli 1945 gab es beim Beladen eines amerikanischen Militärfahrzeuges
in Gerabronn eine riesige Explosion, der 22 Soldaten und zwei Gerabronner Bürger
zum Opfer fielen. Einige Häuser, die den Krieg nahezu unbeschadet überstanden
hatten, wurden dabei dem Erdboden gleich gemacht. Der gerabronner Verleger und
Autor Rolf Wankmüller veröffentliche vor Kurzem ein Buch zu dieser
Geschichte. Einen der Überlebenden von damals, James F. Widener, nahm dieses
Buch zum Anlaß, noch einmal Gerabronn zu besuchen. Ein Bericht dazu wird
heute Abend im Dritten Fernsehprogramm ausgestrahlt.
Erlebnisurlaub
Hohenlohe. Erd- und Umweltgeschichten stehen auf dem Reiseplan der 15 Journalisten,
die auf Einladung der Tourismusverbandes Baden-Württemberg seit gestern
Hohenlohe und die Schwäbische Alb bereisen. Zuständig für den
Themenschwerpunkt Umwelt war gestern Hohenlohe mit seinen direkt vermarktenden
Bauern, mit Ferien auf dem Bauernhof und zahlreichen landwirtschaftlichen Attraktionen
wie etwa den Weideschweinen der Schwäbisch Hällischen Rasse in Wolpertshausen
oder einem zünftigen Abend im Vesperstüble auf dem Hof Badmann in
Ilshofen-Altenberg. Hohenlohe mit seinen zahlreichen Radwanderwegen und dem
landwirtschaftlichen Charakter hat ein für an sanftem Tourismus interessierte
Individualtouristen ein attraktives Angebot. Ein ideales Gebiet für Großstädter,
um Stress abzubauen, so die einhellige Meinung der Reisejournalisten nach eine
nachmittäglichen Kurzwanderung durch's Hohenloher Land.
Bleibt die Aktie vorläufig?
Weißbach am Kocher. Bleibt die Aktie der Hornschuch AG aus Weißbach
am Kocher vorläufig doch auf dem Börsenzettel? Die Decora Industries
aus Fort Edward NY, seit anderthalb Jahren Haupteigner der Hornschuch AG hatten
den Weggang von der Börse zwar angekündigt. Doch die Amerikaner besitzen
derzeit lediglich 90 Prozent des Aktienkapitals. Sie hatten zwar angeboten alle
Aktien zum (derzeit auch aktuellen) Kurs von 57 Euro zu übernehmen, doch
die Frist bis zum 8. März war verstrichen. ohne daß das Ziel erreicht
worden wäre. Um in eigener Entscheidung die Aktie vom Kurszettel zu nehmen
bräuchte die Gesellschaft nach deutschem Aktienrecht aber mindestens 95
Prozent der Anteile. Hornschuch hatte im vergangenen Jahr aufgrund stockender
Inlandsnachfrage und ausgebliebener Exporte nach Russland mit 192 Mio Mark weniger
Umsatz als vorhergeplant erzielt. Durch billigere Rohstoffe und Umsatzzuwächse
in den USA konnten aber dennoch Gewinner realisiert werden. Eine Dividende hat
Hornschuch letztmals im Jahr 1991 bezahlt.
Schaubühne Hohenlohe gescheitert?
Forchtenberg. Die Schaubühne Hohenlohe, ein Theaterprojekt des vom TV-Dauerbrenner
Marienhof und den Burgfestspielen Jagsthausen her bekannten Schausspielers Wolfgang
Wolter scheint gescheitert. Seit seine Produktionsleiterin und Inhaberin der
Theaterräume in Forchtenberg Anita Ehrmann im Streit ihren Job hinschmiss
und für weitere Projekte Miete für die Räume verlangte, haben
weder sie noch die Schauspiel-"Schüler" etwas von Wolter gehört.
Auch in seiner Münchner Wohnung ist Wolter nicht anzutreffen. Nach dem
überwältigenden Erfolg seiner Produktion "Sophie Scholl"
hatte der "nicht einfach zu handhabende" Schauspieler und Regisseur
mit "Hexenreigen" eine neues Projekt in Angriff genommen, das aber
über ein erstes Casting nicht hinausgekommen ist.
Weihnacht läßt grüßen
Öhringen. Die Stadt Öhringen will weg vom üblichen Weihnachtsmarkt,
der in den letzten Jahren nicht mehr in ausreichendem Maße angenommen
bloßen Verkaufsrummel zu Weihnachten. Neues Konzept: Öhringen soll
sich zu Weihnachten in eine Märchenstadt verwandeln. In den Innenstadtstraßen
sollen animierte Märchenszenen aufgebaut werden, auf dem Marktplatz wird
ein Märchenwald entstehen und eine Märchen-Bimmelbahn soll in der
Innenstadt verkehren. Einige Verpflegungs- und Verkaufsstände sowie an
den Wochenenden verschiedene Aktionen rund um die Märchenwelt sollen das
Programm abrunden. So haben es Gemeinderat und Werbegemeinschaft vorberaten
und beschlossen. Rund 50.000 Mark will die Stadt dafür ausgeben.
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Eröffnung Weygang Museum
Öhringen. Die Stadt Öhringen und die "August und Thekla Weygang
Stiftung" feiern am Wochenende die Wiedereröffnung des Weygangmuseums.
Attraktionen am Sonntag, dem Tag der offenen Tür, sind eine römische
Ausstellung und Vorführungen des Zinngießers Gerhard Weiß.
Dieses Zinn-Museum, so Öhringens OB Jochen K. Kübler, gehört
zu den bundesweiten Einmaligkeiten. "Wir haben hier ein richtiges Kleinod
aufwendig saniert". Der Umbau des Museums hat die Stadt Öhringen 2,4
Mio Mark gekostet, wurde allerdings auch mit Landesmitteln und Mitteln aus der
Stiftung gefördert.
Europatag - Europapreis
Sechs Landespreise und elf Preise auf örtlicher Ebene gab es unter den
Schwäbisch Haller Schülern im 46. Europäischen Wettbewerb. Vergeben
wurden die Preise gestern am Europatag, der an die Gründung des Europäischen
Rates erinnert. OB Hermann-Josef Pelgrim, der durch seine frühere Tätigkeit
in Brüssel ja sehr enge Beziehungen zu Europa hat, überreichte die
Preis im Rathaus. Er wies in seiner kleinen Ansprache auch auf die Beziehungen
Schwäbisch Halls zu Europa hin, auf die fünf Partnerstädte Halls
von Loughborough in England bis Zamosc im Osten Polens. Gerda da zeige sich,
wenn man genau hinschaue, daß es nicht allen Menschen in Europa gleich
gut gehe und man hier noch viel arbeiten müsse. Not in Europa war auch
eines der Themen des Wettbewerbes, dem sich die Klassen 7a und 7d der Realschule
Schenkensee gewidmet haben Die Klassen 10a und 10 b der Leonhard-Kern-Realschule
im Schulzentrum West behandelten in einem Aufsatz das Thema " Meinungsfreiheit
in Europa" und die Aufgabe ein Demonstrationsplakat zum Thema "Recht
auf Arbeit" zu entwerfen.
Europatag - Wahlkampfstart
Schwäbisch Hall. Gleich drei Kandidaten zum Europaparlament stellten sich
am Europatag im FDP-Bezirksbüro in Schwäbisch Hall der Öffentlichkeit
vor: Ingo Bücher kandidiert im Landkreis Schwäbisch Hall. Er ist Vertreter
des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg bei der EU in Brüssel
und in diesem Job Nachfolger des Schwäbisch Haller Oberbürgermeisters
H.J.Pelgrim. Im Hohenlohekreis kandidiert Michael Lippold aus Bretzfeld, der
vor Kurzem erst sein zweites Staatsexamen für das Lehramt an Grund- und
Hauptschulen abgeschlossen hat. Der dritte Kandidat der sich für den Bereich
der Region Heilbronn-Franken vorstellte war der Physiker Prof Dr Georg Bucher
aus Heilbronn. Keiner der Kandidaten rechnet sich bei den derzeitigen Verhältnissen
eine persönlich Chance aus, ins Europaparlament gewählt zu werden.
Aber es sei wichtig. Europapolitik vor Ort mit Personen zu vertreten und der
liberalen Liste Stimmen zuzuführen. Entsprechend werde man auch im Europawahlkampf
innerdeutsche Themen ansprechen. Vieles, was hier an Politik gemacht oder falsch
gemacht werde, habe Auswirkungen auf die europäische Politik. Die CDU wird
am heutigen Donnerstag ihren Auftakt zur Europawahl veranstalten, und zwar in
Tiefenbach, einem Teilort von Crailsheim. Dort steht mit Winfried Menrad ein
gestandener Europaparlamentarier erneut als Kandidat zur Verfügung. Zur
Auftaktveranstaltung als Gastredner kommt auch Prof Dr Hans-Gert Pöttering,
stellvertretender Vorsitzender der CDU/EVP-Fraktion im Europäischen Parlament.
SPD-Kandidatin und Europaparlamentarierin Evelyne Gebhardt startete ihre Wahlkampftour
bereits am 28. April auf dem Haller Marktplatz
10 Jahre Festspiele
Künzelsau. Der Künzelsauer Fotograf Kurt Gesper begleitete zehn Jahre
lang die Burgfestspiele auf Schloss Stetten mit der Kamera. Das Ergebnis dieser
Arbeit ist seit gestern in der Künzelsauer Sparkasse ausgestellt.Im zehnten
Jahr ihres Bestehens geben die Schlossfestspiele 1999 das Stück "Die
Heilige und Ihr Narr. Ein Stück, daß 1991 bereits einmal auf der
Bühne im Burggraben gespielt wurde, das jetzt aber in einer völlig
neuen Überarbeitung durch Autor Wolfgang von Stetten von Regisseur Franz
Bäck inszeniert wird. Außerdem gibt es als Kinderstück die dritte
Folge vom "Räuber Itzenblitz", ebenfalls aus der Feder von Wolfgang
von Stetten. Die Bilder des Künzelsauer Fotografen die bis zum 28. Mai
in der Kundenhalle der Sparkasse Hohenlohekreis zu sehen sind, vermittelt einen
guten Eindruck der Charaktere und Stimmungen des Geschehens im Stettener Burggraben.
Literaturpreis
Künzelsau/Tübingen. Zum sechsten Mal wird heute in Künzelsau
Gaisbach der Würth-Literaturpreis verliehen. Im Rahmen der von Würth
an der Tübinger Universität gesponserten Poetik-Dozentur, schreiben
die jeweiligen Dozenten jeweils einen Schreibwettbewerb zu einem von ihnen frei
gewählten Thema aus. Dozent und Autor Andrzej Szczypiorski stellte das
Thema "Pistole und Würde". Der Preis ist mit 15.000 Mark dotiert
und wird auch in diesem Jahr gesplittet an drei Preisträger vergeben.
Drummer aus der Nähe erleben
Wolpertshausen. Der 'Spitzendrummer' Wolf Simon, der unter anderem für
Klaus Lage, Jennifer Rush, Albert Mangelsdorf und Billy Bang trommelte gastiert
heute Abend ab 20 Uhr bei Music & Light in Wolpertshausen im Landkreis Schwäbisch
Hall. Schon am Nachmittag hält er für Musiker einen Workshop ab, bei
dem es vor allem um das Thema Gehörschutz geht.
Millionen bewilligt
Crailsheim. Das Stuttgarter Regierungspräsidium hat 71 Mio Mark Fördersummen
für kommunalen Straßenbau bewilligt. Allerdings ist es unausweichlich,
daß die Kommunen als Zuschussempfänger ihren Anteil an den Landesmillionen
zunächst zwischen finanzieren. Denn die Mittel des Landes reichen bei weitem
nicht aus, um alle Bedarfsanmeldungen abdecken zu können. Die Quote liegt
derzeit bei lediglich 40 Prozent. Gefördert werden im Regierungsbezirk
Stuttgart insgesamt 311 Straßenbaumaßnahmen Im Landkreis Hall sind
dies die Nordwestumgehung Crailsheim, die neue Bahnunterführung Goethestraße
in Crailsheim, der Seestraßen-Ausbau in Gaildorf und der Bau einer Verbindungsstraße
zwischen zwei Landesstraßen in Schrozberg. Im Hohenlohekreis gingen die
Zuschüsse nach Öhringen für die Beseitigung eines Bahnüberganges
und den Bau der Westtangente sowie nach Künzelsau in den Ausbau der Straße
zwischen den Teilorten Garnberg und Ammrichshausen.
Klostermaler
Künzelsauú Vierzehn Künstler aus Hohenlohe zeigen ab heute eine Auswahl
ihrer Werke im Foyer des Künzelsauer Landratsamts. Die Künstlergruppe
Klostermaler hat sich seit 1996 gebildet, um gemeinsam bei Ausstellungen aufzutreten.
Obwohl keine berufsmäßigen Künstler, sind die Exponate von besonderer
künstlerischer Qualität.Die Ausstellung wird heute um 17.30 Uhr von
Landrat Helmut Jahn eröffnet. Eine Einführung gibt der Schwäbisch
Haller Künstler Johannes Seibt
Storz kommt
Schwäbisch Hall. Der Regisseur und Autor Oliver Storz präsentiert
am Samstag im Haller Kino im Schafstall seinen preisgekrönten Film "Gegen
Ende der Nacht" Storz erhielt bei der diesjährigen Grimme-Preis-Verleihung
fünf Auszeichnungen für diesen Film. Seine Beziehungen zu Schwäbisch
Hall, wo er seine Kindheit verbrachte, erläutert Storz anschließend
in seinem Vortrag "Schwäbisch Hall - Geschichtenheimat und Heimatgeschichten
eines Filmemachers" Oliver Storz, der im April seinen 70. Geburtstag feierte,
gilt als "Fernsehpionier" und "Altmeister des Fernsehspiels"
Film-Spende für Kosovo
Gaildorf. Wer am heutigen Donnerstag ins Kino geht, beteiligt sich auch an der
Aktion "Kino für die Kinder des Kosovo". Von zehn Mark Eintrittsgeld
für den Film "Rush Hour" zahlt beispielsweise der Gaildorfer
Kino-Chef Heiner Langanke zwei Mark auf ein Spendenkonto, das speziell für
Kinder im Kriegsgebiet und in den Flüchtlingslagern eingerichtet wurde.
Die Idee zu dieser bundesweiten Aktion kommt vom Hauptverband Deutscher Filmtheater.
Ihr Ziel: das Flüchlingselend bei den Schwächsten der Gesellschaft
zu lindern. "Angesichts der schlimmen Bilder, die wir täglich im Fernsehen
sehen, ist die Aktion eine sehr gute Sache", so Heiner Langanke.
Qualm über Solpark
Schwäbisch Hall. Dichter Qualm lag am späten Mittwochvormittag über
dem Hessentaler Solpark-Gelände. Die Polizei warnte vorsorglich die Bewohner
und dort arbeitenden Menschen, Türen und Fenster zu schließen. Während
Arbeiten mit dem Schweißbrenner an Trägern des abgerissenen Hangargebäudes
geriet der Bauschutt in Brand. Die Haller Feuerwehr hatte den Brand aber rasch
unter Kontrolle. Sachschaden entstand nicht. Gesundheitsgefahren schließt
die Polizei trotz der starken Rauchentwicklung aus.
15 Kilometer Stau
Hohenlohe. Wegen Unachtsamkeit gab es gestern Nachmittag einen 15 Kilometer
langen Stau auf der Autobahn. Drei leere Sattelzüge fuhren ineineinader.
Der Fahrer eines Sattelzuges aus Künzelsau hatte zu spät bemerkt,
daß der verkehr stockte fuhr auf seinen Vordermnann auf und schob diesen
noch auf einen weiteren Lastzug. Die Fahrer blieben unverletzt. Doch die Bergung
des unfallverursachenden Fahrzeugs gestaltete sich schwierig, da sich weder
Gang noch Bremse an der stark beschädigten Zugmaschine lösen ließen.
Zweieinhalb Stunden war während der spätnachmittäglichen Hauptverkehrszeit
die A6 zwischen Öhringen und Neuenstein nur halbseitig befahrbar.
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Fachtagung
Schwäbisch Hall. `Politik - ohne Frauen fehlt die bessere Hälfte'.
Zu diesem Thema haben die Frauenbeauftragte der Stadt Schwäbisch Hall,
Ursula Hefter Hövelborn und Halls OB Hermann Josef Pelgrim gestern eine
Fachtagung in der Haller Blendstatthalle eröffnet. Anlässlich der
Europawoche 99 wurde diese Fachtagung auch mit Geldern der Europäischen
Union gefördert. Nach einem Einführungsreferat am Vormittag beschäftigten
sich die teilnehmenden Kommunalpolitikerinnen, Kandidatinnen und andere politikinteressierte
Frauen am Nachmittag in Workshops mit verschiedenen Themen wie "EU-Ausländerinnen
in der Kommunalpolitik" "Chancen und Barrieren für Frauen in
der Politik" oder "Wege in die Kommunalpolitik, steinig aber gangbar"
Profi Point eröffnet
Künzelsau/Heilbronn. Am Heilbronner Europaplatz hat gestern der Künzelsauer
Handwerksausrüster Berner einen sogenannten Profi-Point eröffnet.
Damit setzt Berner erstmals sein neues Vertriebskonzept um und ergänzt
seine große Direktvertriebsorganisation um eine Verkaufsniederlassung.
Solche jeweils rund 1000 Quadratmeter Verkaufsfläche umfassenden Profi
Points sollen demnächst in allen Ballungszentren entstehen. Kunden aus
dem Bau- und Kfz-Handwerk können dort ihren Sofortbedarf decken und werden
fachmännisch beraten. Die Profi-Center werden allerdings nur rund 6000
aus dem 25.000 Artikel umfassenden Lieferprogramm von Berner anbieten.
Jugendberufshelfer
Schwäbisch hall/Stuttgart. Das Modell des Schwäbisch Haller Arbeitsamtes
Jugendberufshelfer an den gewerblichen Schulen einzusetzen, soll nach dem Willen
der Landesregierung auf das im ganze Land ausgedehnt werden. Bis zum Jahr 2001
sollen bereits 60 solche Jugendberufshelfer zum Einsatz kommen. Betreut werden,
so Elmar Zeller Leiter der Berufsberatung im Haller Arbeitsamt, vor allem benachteiligte
Jugendliche in sogenannten Berufsvorbereitungsjahren."Die brauchen teilweise
so etwas wie einen Paten, der sie berät, ihnen Nachhilfe gibt, bei der
Bewerbung um einen Ausbildungsplatz behilflich ist und sogar direkt die Unternehmen
anspricht und zum Bewerbungsgespräch mitgeht. Viele gehandicapte Jugendliche
haben sonst oft nicht einmal die Chance zu einem Bewerbungsgespräch vorgelassen
zu werden. Die vier Jugendberufshelfer im Landkreis Hall haben es zumindest
in den vergangenen vier Jahren geschafft, daß alle Absolventen des Berufsvorbereitungsjahres
eine Ausbildungsstelle, einen Arbeitsplatz oder einer Weiterbildungsmöglichkeit
gefunden haben.
Ritterturniere und Marktgericht
Schrozberg. Schrozberg feiert am Wochenende seine 750-Jahr-Feier. Die Stadt
wandelt sich aus diesem Anlaß wieder zum mittelalterlichen Städtchen
mit Ritterspielen, einem Marktgericht und natürlich einem bunten Markt
selbst. Gaukler, Wahrsager, Musikgruppen und Marketender werden dort ihr buntes
Treiben zeigen. Auch alte Handwerksberufe werden vorgestellt, Lederpunzer, Färberinnen
oder Fellhändler zeigen, wie sie damals mit den Schrozbergern umgegangen
sind. Selbst die Wirtsleute aus Schrozberg warten am Wochenende mit mittelalterlichen
Genüssen und deftigen Speisen auf.
Spiel-Plätze
Schwäbisch Hall. Die Gebietsgemeinschaft Neckar Hohenlohe Schwäbischer
Wald hat ihre Sommeraktivitäten in einer Broschüre unter dem Titel
"Spiel-Plätze" zusammengefasst. Sie erschließt dem Theater
und Musikfreund die gesamte Palette der Veranstaltungen und Festivals der Ferienregion
zwischen neckar und Jagst, informiert über Konzertreihen, Freilichttheater
und Opern, Jazzfestivals und andere Kultur-Higlights sowie Märkte und Stadtfeste.
Die Broschüre ist erhältlich bei der Touristikgemeinschaft Neckar-Hohenlohe-Schwäbischer
Wald oder im Internet abrufbar (http://www.schwaebischhall.com/tg/index.html)
Eröffnung Ökomesse
Schwäbisch Hall. Zum fünften mal öffnet heute Nachmittag ab 14:30
die Ökomesse Schwäbisch hall ihre Pforten. 130 Aussteller aus den
Bereichen Wohnen, Bauen, Energie, Textil, Kosmetik, Naturkost und erstmal auch
Sanfter Tourismus stellen sich und ihre Produkte dem Publikum vor. Knapp die
Hälfte der Aussteller ist erstmals auf der Haller Öko, sodaß
auch für Stamm-Besucher die alljährliche Messe reizvoll bleibt. Verbunden
mit der Messe ist in diesem Jahr ein vom Landesgewerbeamt mitgetragenes Existenzgründerforum
. Ergänzt wird die Ökomesse von zahlreichen Zusatzveranstaltungen,
Vorträgen, Musik und einer Modenschau. Zehn- bis fünfzehn Tausend
Besucher werden bis Sonntag abend auf dem Messegelände Kocherwiesen in
Schwäbisch Hall Steinbach erwartet. Zur Messe gibt es am Sonntag ein kostenloses
Bus-Shuttle.
20 auf der `interpack`
Crailsheim/Schwäbisch Hall. Zwanzig Firmen aus dem Bereich der Verpackungstechnik
aus dem Landkreis Schwäbisch hall stellen auf der 'interpack 99 in Düsseldorf
aus, die gestern begonnen hat. Die zwanzig sind nur ein verschwindend kleiner
Teil unter den 2500 Ausstellern der Weltmesse für Verpackung. Aber es sind
durchweg Spitzenunternehmen der Branche, die in ihren Segmenten zu den Weltmarktführern
gehören. In Anlehnung an die Computerbranche nennt man das Hohenloher Gebiet
rund um Hall und Crailsheim in der Branche auch schon das `packaging valley`,
weil es nirgendwo auf der Welt eine derartige Massierung von Unternehmen der
Verpackungsmaschinenbranche gibt, wie zwischen Hall und Crailsheim.
Bauernland im Internet
Hohenlohe. Der Verein Bauernland Hohenlohe wird sich demnächst im Internet
präsentieren. Der Verein der Direktvermarkter sieht im Internet Marktchancen.
gerade für Direktvermarkter sei es ein ideales Instrument , die Höfe
und die Produkte auch einem Publikum vorzustellen, das sonst nie einen Bauernhof
direkt zu Gesicht bekommen würde. Der vor drei Jahren gegründete Verein
hat derzeit 40 Mitglieder, deren Produktpalette von Wein Obst Gemüse über
Fleisch Eier und Milch bis zu kunsthandwerklichen Produkten und Bastelutensilien
reicht, so vielfältig eben, wie die Landwirtschaft in Hohenlohe selbst.
Die Angebote der Direktvermarkter sollen über das Internet in einer Art
Katalog zusammengefasst werden. beliefert werden die Verbraucher aber nicht
zentral sondern von den Anbietern direkt.
Multi-Verkehrsvergehen
Crailsheim. Erst überholte ein 44jähriger Autofahrer auf der Autobahn
rechts drängte den Überholten dabei nach links ab, dann fuhr er wenig
später in der Nähe von Crailsheim gegen die Leitplanken. Da das Auto
dabei fahruntüchtig beschädigt wurde, Ließ der Fahrer das Auto
einfach stehen, nahm seinen Hund - einen scharfen Dobermann - und floh mit diesem
querfeldein. Wenig später aber wurde der unfallflüchtige Verkehrsrowdie
im Crailsheimer Teilort Tiefenbach gestellt. Der Hund kam in Gewahrsam, der
Fahrer zur Vernehmung aufs Polizeirevier. Der Grund für seine Flucht war
schnell klar. Der Mann besitzt keinen Führerschein und hatte erhebliche
Promille, wie die Blutuntersuchung ergab. Außerdem gehörte ihm das
Auto überhaupt nicht. Dessen Halter sitzt derzeit in Untersuchungshaft.
Nächtlicher Hunger führte zu Festnahme
Schwäbisch Hall. Von der Autobahn fuhren sie bei Kupferzell, weil sie Hunger
hatten und nach einem Imbißstand suchten, der noch offen hatte. Am Ortseingang
von Schwäbisch Hall aber kamen die Insassen in eine Polizeikontrolle. Sie
versuchten zwar noch durch eine Seitenstraße zu entkommen, wurden aber
rasch gestellt. Der Fahrer, ein 20jähriger aus dem Hohenlohekreis versuchte
zu fliehen. Die Mitfahrer, eine 19jährige aus Straubing und zwei 19 und
24 Jahre alte Männer aus dem Hohenlohekreis wurden beim Aussteigen dabei
erwischt, wie sie eine gläserne Haschischpfeife unter dem Auto verstecken
wollten. Bei dem Quartett wurden eine Plastiktüte mit 50 Tabletten Ecstasy
sowie einige in Stanniol gehüllte Bruchstücke Haschisch gefunden.
Nach Art der Verpackung geht die Polizei davon aus, daß es sich um Verkaufsware
handelte. Alle vier Fahrzeuginsassen wurden vorläufig festgenommen. Fahrer
und ein Mitfahrer waren bereits einschlägig polizeibekannt
TC Alk kickt
Ingelfingen. Der Vereinsnahme TC Alk sagt es schon: es handelt sich um eine
Vereinigung von Tresensportlern. Doch schon zum 10. Mal in Folge veranstalten
sie ein Fußballturnier für Freizeitmannschaften. Das Kleinfeldturnier
für Damen- wie Herrenmannschaften wird am Kommenden Wochenende am Ingelfinger
Sportplatz stattfinden. Doch Sport ist nicht alles. Im Festzelt treten heute
Abend die Gruppe "Curley Sue" und am Samstag und Sonntag jeweils die
Gruppe F.U.C.K. auf. Im Festzelt gibt es auch ein Preisausschreiben mit einer
dreitägigen Busreise nach Paris als erstem Preis.
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Arbeitslosigkeit zurückgegangen
Hohenlohe. Nur noch 5,5 Prozent beträgt die Arbeitslosigkeit in Hohenlohe.
Das sind 1,2 Prozentpunkt weniger als der Landesdurchschnitt. Arbeitsamtschef
Eberhard Bauer freute sich gestern zwar über diesen Wert, merkte aber an,
daß ein Großteil des Rückganges doch saisonbedingt zustande
gekommen sei. Besonders erfreut zeigte er sich aber über den großen
Rückgang bei der Jugendarbeitslosigkeit. Gegenüber dem April des Vorjahres
nahm die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren um 20,3, die der Arbeitslosen
unter 20 Jahren sogar um 26,2 Prozent ab. Dies ist zum teil auch ein Erfolg
des vor kurzem in Gang gesetzten Bundesprogrammes zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit,
wodurch die Arbeitsämter einiges an Geldmittel für Fort- und Weiterbildung
einsetzen konnten. Doch auch die saisonale Vermittlung Jugendlicher habe natürlich
eine Rolle gespielt, so Bauer. Was das Sonderprogramm der Bundesregierung tatsächlich
leiste, werde sich erst in fünf bis acht Wochen zeigen, wenn die Jugendlichen,
die derzeit noch in Ausblidungskursen stecken auch tatsächlich auf den
Arbeitsmarkt drängen.
Existenzgründerforum
Schwäbisch Hall. Es gibt nichts Besseres, als Erfahrungen direkt auszutauschen
mit den Leuten, die eine bestimmte Erfahrung gerade gemacht haben. So Der Vizepräsident
Dr Friedrich Bullinger, der heute auf der Haller Ökomesse das Existenzgründerforum
mit betreut, das die Macher der fünften Haller Öko organisiert haben.
Warum nicht die Gelegenheit einer solchen Messe nutzen, überlegten sich
die Initiatoren. Etwa ein Drittel aller Aussteller gelten mit ihren Betrieb,
die nicht älter als fünf Jahre sind, noch als Existenzgründer.
Sie wurden selbst vom Landesgewerbeamt mit Zuschüssen zu den Standmieten
gefördert. Quasi als Gegenleistung berichten sie von ihren Erfahrungen
der Existenzgründung im nicht ganz einfachen Markt ökologischen Wirtschaftens.
Diese Wirtschaftsbereich expandiert rasch. Etwa vier Prozent aller Betriebe
rechnen sich heute zur ökologisch orientierten Branche.
Erstaunlicher Erfolg
Schwäbisch Hall. Über 80.000 Mark für die Kosovo-Opfer erbrachte
ein Spendenaufruf, den der Schwäbisch Haller Dekan Paul Dietrich in der
Osternacht als Brief in seiner Kirche, der St. Michaelskirche in Schwäbisch
Hall verteilte. Fünf Wochen sind seither vergangen und die Spendenfreudigkeit
scheint nicht abzureisen. Die bislang genau 80.460 Mark setzen sich aus vielen
zumeist kleineren Einzelspenden zusammen, und speisen sich aus Sammlungen Spendenaktionen
der unterschiedlichsten Gruppen aus Schwäbisch hall und Umgebung. Mit dem
Geld werden über das Diakonische Werk und deren Partnerorganisationen in
Albanien und Mazedonien Flüchtlingscamps mit Trink- und Abwasseranlagen
versorgt, medizinische Hilfe gewährt und in mazedonien diejenigen Familien
unterstützt, die trotz eigener Armut Flüchtlinge bei sich aufgenommen
haben. Weitere Spenden sind unter der Kontonummer 5192384 bei der Kreissparkasse
Schwäbisch Hall BLZ 62250030 gerne willkommen.
Unicorns erwarten Sieg
Schwäbisch Hall. Erneut ein Heimspiel im Haller Hagenbachstadion haben
die Zweitliga-Footballer der Schwäbisch Hall Unicorns. Zum Spiel ab 15
Uhr erwarten die Einhörner aus Hall die Rothäute aus Mannheim. Die
Mannheim Redskins liegen derzeit auf dem letzten Tabellenplatz, sind aber unterbewertet,
da ein eigentlich gewonnenes Spiel wegen eines Regelverstoßes nachträglich
als verloren gewertet wurde. Der Haller Headcoach Siegfried Gehrke warnte deshalb
seine Spieler vor Überheblichkeit, damit Mannheim nicht zum Stolperstein
auf dem Weg an die Tabellenspitze wird. Dorthin wollen die Haller nämlich,
die sich für diese Saison den Aufstieg in der erste Liga zum Ziel gesetzt
haben.
Befragung
Wackershofen. Besucher des Hohenloher Freilandmuseums werden bei ihrem besuch
jetzt Anfang Mai möglicherweise befragt über ihre Eindrücke und
über ihre Wünsche zum Museumsprogramm. Diese Befragung findet jeweils
im Herbst und im Frühjahr an allen sieben Freilandmuseen des Landes statt.
Die Arbeitsgemeinschaft der baden-württembergischen Freilandmuseen hat
damit das Institut für Soziologie von Professor Hans-Joachim Klein in Karlsruhe
beauftragt. 50.000 Mark lassen sich die Museum de jährlich zweimalige Umfrage
kosten. Es gibt dazu allerdings auch einen Zuschuss des Landes.
Komplett-Abriss
Crailsheim. Kann man Gebäude stehen lassen oder wird das zu teuer,weil
man dann den Gebäudewert bezahlen und einen Teil der Abrisskosten wieder
zurückzahlen muss? Diese Frage hatte der Crailsheimer rat am Donnerstagabend
zu entscheiden. Die Räte entschieden sich für den Totalabriss der
McKee-Barracks. Bis zum Jahr 2004 muss das Gelände, auf dem jetzt noch
Asylbewerber im Sammellager des Landes untergebracht sind, platt gemacht sein.
Nach dem Beschluß des Gemeinderates wird die dadurch entstehende Fläche
in drei Abschnitten neu überplant. Sollte das mit den Planungenbeauftragte
Ingenieurbüro zum Schluß kommen, daß noch brauchbare Gebäude
doch erhalten werden können, ohne daß es zu höheren Kosten kommt,
könnte das eine oder andere Haus doch noch erhalten bleiben. Eine Reihe
von Autohäusern aus Crailsheim haben bereits Interesse am Kauf von Gelände
in den ehemaligen McKee Barracks von Crailsheim signalisiert
Tiefgaragen Party
Künzelsau. Tiefgaragen sind nicht nur dazu da, Autos abzustellen. Alle
paar Monate wird in Künzelsau die Tiefgarage unter dem Rathaus auch für
die Jugendlichen freigeräumt, die dort eine Riesen Party feiern. Heute
ab 19.30 Uhr ist es wieder soweit. In der Künzelsauer Tiefgarage startet
die XXL-Fete. Schon zuvor können Interessierte im Jugendzentrum von Künzelsau
an Workshops teilnehmen, etwa zum Thema Styling und Frisuren oder einen Second
Hand Shop mit Sachen beschicken, die sie loswerden wollen. In der Tiefgarage
kann man zunächst noch auf eigenen Inlinern skaten, später tritt die
OASE Break Company auf, ein Eigengewächs aus dem Jugendzentrum. Zur Fete
am Abend spielen und tanzen dann die Rapper der W4C-Band aus Stuttgart.
Miss Schwäbisch Hall
Schwäbisch Hall. Noch nie hat ein Mädchen aus Schwäbisch Hall
den Titel errungen Miss Schwäbisch Hall zu werden. Doch heute Abend, bei
der Veranstaltung der Miss Germany Corporation haben die Hallerinnen erneut
die Chance diesen Zustand zu ändern. Im Atlantis steigt heute Abend die
Wahl zur Miss Schwäbisch Hall. Die Konkurrenz, die die MGC mitbringt ist
allerdings stark. 16 bis 25 dürfen die Mädels sein, die sich zur Wahl
stellen. Als Special Guest kommt auf jeden Fall Miss Germany 1999 Alexandra
Philipps mit nach Schwäbisch Hall. Auch wenn der eigentliche Wettbewerb
erst später am Abend stattfindet. Einlass ist bereits um 20 Uhr
Künstlermarkt
Künzelsau. Zum ersten Mal gibt es an diesem Wochenende in der Künzelsauer
Altstadt einen Künstlermark auf dem Platz hinter dem alten Rathaus. Rund
40 Künstler werden dort ihre Kunstwerke zur Schau stellen aber auch zum
verkauf anbieten: Aquarelle und Grafiken, Arbeiten in Ton, Glas, Filz oder Holz
Seidenmalereien, Silberschmuck oder Musikinstrumente. Wichtiges Kriterium für
die Auswahl der Künstler und Kunsthandwerker war ein Angebot ausschließlich
aus eigener Produktion. Einige der Aussteller werden bei Vorführungen auch
Einblicke in ihre Arbeiten geben. Je nach Wetter werden zwischen 3.000 und 6.000
Besucher erwartet.
Hoher Sachschaden
Schrozberg. Sachschaden von über 80.000 Mark verursachte ein eigentlich
eher harmloser Unfall gestern vormittag auf einer Landstraße bei Schrozberg.
Ein Autofahrer hatte das Blinklicht an einem Traktor wegen eines angehängten
Kunstdüngerstreuers nicht gesehen und überholte, während der
Treckerfahrer vor dem Abbiegen nicht in den Rückspiegel gesehen hatte.
Es kam zum Zusammenstoß. Folge: Totalschaden am PKW in Höhe von 50.000
Mark und Reparaturkosten am Trecker die auf rund 30.000 Mark geschätzt
werden.
American Lifestyle
Gschlachtenbretzingen. Ein Bistro und Freizeit-Entertainment nennen die Betreiber
ihre SPACKS genannte Bar amerikanischen Zuschnitts, die gestern Abend in Gschlachtenbretzingen,
einem Teilort von Michelbach an der Bilz eröffnet wurde. SPACKS steht für
Sports, Snacks und Drinks. Und das ist es genau, was dort angeboten wird. Sportsender
auf mehreren TV-Bildschirmen und einer Großleinwand, dazu Drinks zum Feierabend
und kleine Gerichte. 100 Gäste finden im Bistrobereich Platz, weitere Gäste
beim Billard, Dart oder Tischfußball im Eventbereich, wo auch zwei Kegelbahnen
auf Spieler warten und wo für die Zukunft auch Live-Sport-Events geplant
sind. Hierzu wollen die beiden sportbegeisterten Geschäftsführer auch
Stars aus der Welt des Sports nach Gschlachtenbretzingen holen, zu Vorführungen,
Gesprächen und Autogrammstunden.
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Minister verkauft Brötchen
Schwäbisch Hall. Aus Protest gegen die Änderung des sogenannten 630-Mark-Gesetzes
begibt sich der Wirtschaftsminister des Landes Baden-Württemberg für
einige Stunden selbst in solch ein "Arbeitsverhältnis". In seinem
Heimatwahlkreis Schwäbisch Hall wird er heute von 9 bis 11 Uhr bei einem
Sonntagsbäcker Brötchen verkaufen. Neben Aufmerksamkeit und Sensibilisierung
in der Bevölkerung, schreibt Döring in einer Pressemitteilung, erhoffe
er sich von dieser Aktion doch noch späte Einsicht bei den Verantwortlichen.
"Die Hand an diese Beschäftigungsverhältnisse zu legen, bedeutet
eine erhebliche Schwächung der kleinen und mittleren Betriebe." Flexibilität
gehe verloren, die Schwarzarbeit blühe.
Weiter gegen Kompostwerk
Obersontheim. Die Bürgerinitiative Obersontheim läuft weiter Sturm
gegen das Kompostwerk im einstigen Steinbruch am Heerberg. Der einstige Steinbruchbetreiber
und eine Verwertungsgesellschaft betreiben dort gemeinsam ein Kompostwerk, dessen
wissenschaftliche Begleituntersuchung jetzt finanziell durch die "Deutsche
Bundesstiftung Umwelt" gesichert ist. Die Untersuchung soll Aufschluß
über Gesundheitsrisiken aufgrund möglicher Keimkonzentrationen in
der Atemluft im Umfeld der Anlage ergeben. Die Untersuchung könnte im Juni
starten. Doch schon jetzt, nach wenigen Monaten Betriebszeit gab es 176 Mal
Beschwerden über Geruchsbelästigungen. "Das was vom Kompostwerk
ausgehe, kann nicht mehr mit Anlaufschwierigkeiten begründet werden",
so einer der Beschwerdeführer. Am 19. Mai veranstaltet die Bürgerinitiative
eine "Vor-Ort-Besichtigung" und anschließend einen Diskussionsabend
in der Obersontheimer Schubarthalle.
Der Frühling grüßt
Wackershofen. Das Hohenloher Freilandmuseum und der Arbeitskreis für Trachten
und Brauchtum laden heute zu einem Mundart-Nachmittag ein. Von 14 bis 16 Uhr
wird die aus Forchtenberg im Kochertal stammende Autorin Gudrun Hammel im Steigengasthaus
Mundartgedichte und Gedichte zum Frühling vortragen. Umrahmt wird das Programm
mit dem Frühling gewidmeten Volksliedern und Instrumentalstücken,
dargeboten von der aus dem Hohenlohischen stammenden 'Eichacher Stubenmusik'.
113. Jahresfest
Schwäbisch hall. Zum 113. Mal feiert das Diakoniekrankenhaus heute sein
Jahresfest. In diesem Jahr steht das Fest unter dem Motto Handlungen-Wandlungen.
Man hoffe, so hieß es im Diakoniekrankenhaus beim Empfang am Freitag,
der anlässlich dieses Jahresfestes für Prominenz aus Politik, Wirtschaft
und Gesellschaft stattfand, daß aus dem Motto angesichts der angespannten
Finanzlage des Diakoniewerkes nicht "Irrungen und Wirrungen" werden.
Angesichts noch nicht abgeschossener Reformvorhaben durch das Bundesgesundheitsministerium
bezüglich der Abrechnungsmodalitäten von Krankenhäusern und ihrer
Budgetierung gebe es Rechtsunsicherheiten, die eine sinnvolle Planung kaum möglich
machen. So seien etwa im Etat des im laufenden Jahres noch rund 500.000 Mark
nicht gedeckt, so der seit Januar amtierende neue Krankenhausdirektor Hans-Peter
Maier. Das Haller Diakoniekrankenhaus betreute im vergangenen Jahr rund 22.000
Patienten in 578 'Plan'-Betten. Rund 150 Millionen Mark, so Diak-Chef Pfarrer
Frank O. July, müssen im kommenden Jahrzehnt im Diak in Sanierungsmaßnahmen
investiert worden. Ein Raumprogramm für die Entwicklung der Klinik soll
bis Juni diesen Jahres vorliegen.
Erweiterung oder Neubau
Crailsheim. Das Albert-Schweitzer-Gymnasium in Crailsheim Platz aus allen Nähten.
Doch die Entscheidung, ob Erweiterung oder Neubau eines zweiten Gymnasiums ist
in Crailsheim noch nicht gefallen. Wenn neu gebaut wird, dann wohl im Westen
der Stadt auf dem heute noch bestehenden Kasernenareal der McKee-Barracks. Das
Stuttgarter Schulamt hat bereits grundsätzlich sein Einverständnis
erklärt, denn die Kapazitäten in Crailsheim müssen in jedem Fall
erweitert werden. Bis zum Jahr 2003 denkt Finanzbürgermeister Harald Rilk,
der in Crailsheim auch für das Schulwesen zuständig ist, kann man
im Albert-Schweitzer-Gymnasium noch mit Übergangs- und Notlösungen
zurecht kommen, dann muß entweder die Erneuerung oder der Neubau in Betrieb
gehen.
Stromkauf Hohenlohe
Kirchberg an der Jagst. Mit der Gründung der "Stromkauf Hohenlohe
hat die Energie-Initiative Kirchberg an der Jagst voll ins Schwarze getroffen.
Aufrufe zum Zusammenschluß brachten der Stromkauf bereits eine potentielle
Stromabnahmemenge von nahezu 50 Millionen Kilowattstunden. Die Stromkauf will
über den Einkauf dieser Menge mit verschiedenen Stromlieferanten verhandeln.
Anvisiert wird dabei aber vorwiegend Strom aus regenerativen Energiequellen.
Obwohl dieser Strom am Markt teurer als Strom aus Atomkraft angeboten wird,
erwartet die Stromkauf Hohenlohe ein nicht geringes Einsparpotential. 50 Prozent
dieser Einsparungen werden den Mitgliedern gut geschrieben. Die andere Hälfte
wird zurückgelegt, um weitere Projekte der regenerativen Stromerzeugung,
also aus Windkraft, Sonne, Wasser, Biogas oder Biomasse zu fördern. Auch
eine eigene Windkraftanlage der Energie-Initiative Kirchberg ist im Entstehen.
Die Genehmigung der Stadt Kirchberg liegt bereits vor. Zur Finanzierung fehlen
aber noch rund 40 Gesellschafter. Die Windkraftanlage im Megawatt-Bereich soll
nahe der Autobahn bei Kirchberg entstehen.
Musiklehrer war Pornohändler
Künzelsau/Obersulm. Nach einem Scheingeschäft wurde vergangene Woche
in Stuttgart ein Kinderporno-Händler festgenommen. Der Mann wohnt in Obersulm,
stammt aus dem Hohenlohekreis und war seit einigen Jahren in Künzelsau
als selbständiger Musiklehrer tätig. Mehrmals schon wurde der Mann
polizeibekannt wegen sogenannter Grapschereien. Die letzte Anzeige der Mutter
eines seiner Schüler wurde vor wenigen Wochen von der Staatsanwaltschaft
negativ beschieden. Wegen mangelnden öffentlichen Interesses werde das
verfahren eingestellt. Vor etwa sechs Jahren hatte der Mann bereits einmal vor
dem Künzelsauer Amtsgericht gestanden, auch wegen des Vorwurfes Kinder
begrapscht zu haben. Eine gleichartige Verhandlung in Heilbronn folgte. Beide
blieben damals aber ohne große Folgen für den Mann. Die Polizei hat
jetzt die Wohnung des heute 46jährigen in Obersulm durchsucht und nach
Beobachtungen von Anwohnern kistenweise Videos und dessen Computeranlage beschlagnahmt
und abtranportiert.
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Klage in Verhandlung
Schwäbisch Hall/Stuttgart. Beim Oberlandesgericht in Stuttgart wird heute
über die Normenkontrollklage des Landkreises Schwäbisch Hall verhandelt.
Der Landkreis will gerichtlich feststellen lassen, daß das Gesetz über
den kommunalen Finanzausgleich mit der Verfassung des Landes Baden-Württemberg
nicht vereinbar und damit ungültig ist. Anlass für die Klage ist,
daß weder das Land noch der Bund ausreichende Finanzmittel zur Verfügung
stellen für Aufgaben, die sie den Landkreisen übertragen, wie dies
die Landesverfassung aber vorschreibt. Zudem sei es unzulässig, daß
der Bund im Bereich der Sozial- und Jugendhilfe per Gesetz eine Zuständigkeit
von Gemeinden und Landkreisen festsetze. Nach der im Grundgesetz festgelegten
Kompetenzverteilung zwischen Bund und Ländern sei zu solch einer Zuständigkeitsregelung
allein das Land berechtigt. Für den Landkreis Schwäbisch Hall geht
es bei dieser Normenkontrollklage, die in weiteren Schritten möglicherweise
bis zum Bundesverfassungsgericht geht, auch um einen finanziellen Hintergrund.
Die Haller Kreisräte fordern vom Land rund sechs Millionen Mark zurück,
die sie aufgrund der Sozialhilferegelung bisher für Asylbewerber mehr ausgeben
mussten. als sie vom Land an Zuschüssen bekommen.
Ende der Antragsfrist
Hohenlohe. Heute läuft die Antragsfrist für EU-Ausländer aus,
die an ihrem deutschen Wohnort wählen wollen. Anders als bei den Kommunalwahlen
haben die EU-Ausländer bei der Europawahl dieses Wahlrecht nicht automatisch.
Wer sich bislang aber in seinem Heimatstaat nicht um eine Bescheinigung seines
Wahlrechtes gekümmert hat, hat wenig Chancen, hier in Deutschland noch
zugelassen zu werden. Diese Bescheinigung ist zusammen mit einem Antrag auf
Eintragung ins deutsche Wählerverzeichnis bis 34 Tage vor der Wahl, also
heute, 16 Uhr bei den deutschen Behörden abzugeben. Wie bei den Hohenloher
Wahlämtern zu erfahren war, haben nur sehr sehr wenige EU-Ausländer
bislang von ihrem Recht Gebrauch gemacht. In Öhringen waren es bis zum
Wochenende vier Meldungen von 434 an sich wahlberechtigten EU-Bürgern,
in Künzelsau war es nur einer. Wer heute keinen Antrag mehr abgibt, hat
nur noch die Möglichkeit zur Wahl in sein Heimatland zu fahren. In Schwäbisch
Hall sind 582 und in Crailsheim 290 EU-Bürger theoretisch wahlberechtigt.
Insgesamt leben im Landkreis Hall 2013 EU-Bürger über 18 Jahren, im
Hohenlohekreis etwa 1600.
Geldbuße für "Kleintierzoo"
Hohenlohekreis. Eine Geldbuße von 1200 Mark muß eine ehemalige Gastwirtin
aus dem Hohenlohekreis bezahlen. Diese "Strafe" verhängte jetzt
das Landratsamt, nachdem der WirtschaftsKontrolldienst bei einer Überprüfung
im vergangenen Sommer katastrophale Zustände in der Gaststätte der
32jährigen festgestellt hatte. Auf dem Boden, auf den Oberflächen
von Regale und Tresen und in der Küche, überall fanden die Beamten
Mäusekot. Im total verdreckten Kühlschrank lagerten verdorbene Lebensmittel
neben unverpackter Frischware. Der laufende Betrieb war damals sofort zwangsweise
eingestellt worden. Die 32jährige hat ihren Gaststättenbetrieb mittlerweile
komplett eingestellt.
Mit 16 in Papas Auto
Schwäbisch Hall. Taxifahrer lassen sich im Straßenverkehr nichts
gefallen. Per Funk verständigte ein Taxifahrer in der frühen Sonntag
Nacht die Polizei von einem Beinahe-Unfall mit einem anderen Fahrzeug. Kurze
Zeit später konnt die Polzei das betreffende Auto finden und anhalten.
Am Steuer saß ein 16jähriger, der sich Papas Zweitschlüssel
angeeignet hatte und ohne Wissen der Eltern mit deren Auto unterwegs war. Die
Anzeige wegen Straßenverkehrsgefährdung, Fahrens ohne Führterschein
und unbefugter Ingebrauchnahme eines Fahrzeuges folgt.
Begegnungsfest
Schwäbisch Hall. Ein Begegnungsfest zwischen Aussiedlern und Bürgern
der Stadt Hall bereitet der Rotary Club für den 26. Juni vor. das fest
soll auf dem Gelände des Spätaussiedlerheimes Steinbeisweg stattfinden.
Bislang blieben die Aussiedler bei ihren festen, auch bei noch so großartiger
Vorbereitung und Anstrengung für ein attraktives Programm stets mehr oder
weniger unter sich. Der Rotary Club will diese Mauer unter dem Motto "aufnehmen
statt ausgrenzen" durchbrechen. Mit dazu beitragen soll das gemeinsame
Interesse am Fußball. So wird zum zweiten mal in Hall ein "Baker's
Cup" Streetfußball-Turnier organisiert, das, wie schon beim Begegnungsfest
mit der Türkei im vergangenen Jahr, wieder von der Bäckerei Scholl
gesponsert wird. Den Siegern des Turniers winkt ein Profi-Training beim FC Bayern
München und die Teilnahme am Bundesfinale 2000 in Heilbronn.
Autor zu Gast
Schwäbisch Hall. Mit rund sechs Millionen verkauften Exemplaren ist Rainer
Haak einer der erfolgreichsten Autoren medidativer Geschenkbücher. Auf
Einladung der Familienbildungsstätte Schwäbisch Hall und der Buchhandlung
Eva kommt er heute zu einem Vortragsabend ins Haller Brenzhaus. Der Hamburger
Pfarrer sieht seine Texte als "Champagner für die Seele". Gedanken
und Geschichten, die Mut machen, gut zu sich selber zu sein und das Leben in
seiner Vielfältigkeit anzunehmen. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr
Training für Langzeitarbeitslose
Landkreis Schwäbisch Hall. Das Beschäftigungsunternehmen "Haller
Arbeit" startet heute mit einer zwölfwöchigen Trainingsmaßnahme
im hauswirtschaftlichen Bereich. Das Tochterunternehmen der Erlacher Höhe
Künzelsau betritt mit dieser Bildungsmaßnahme Neuland. Das Angebot
richtet sich vor allem an Frauen, die lange Zeit ohne Arbeit waren. Seit Einrichtung
des sozialen Beschäftigungs-unternehmens vor zwei Jahren haben zahlreiche
Langzeitarbeitslose mit einer auf ein Jahr befristeten Beschäftigung neue
Perspektiven bekommen. "Die Erfahrung hat aber gezeigt, daß für
die Teilnehmer mehr getan werden muss, um sie wieder für den freien Arbeitsmarkt
fit zu machen", so Projektleiterin Doris Krüger über die Hintergründe
zu der neuen Maßnahme. Diese wird aus Mitteln des Arbeitsamts finanziert
und ist mit 20 Teilnehmerinnen bereits überbelegt.
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Kein Geld aber künftige Beteiligung
Landkreis Schwäbisch Hall/Stuttgart. Das Finanzausgleichsgesetz ist in
Teilen unvereinbar mit der Landesverfassung. Dies ergab gestern die mündliche
Verhandlung einer Normenkontrollklage des Landkreises Schwäbisch Hall vor
dem Staatsgerichtshof des Landes. Allerdings gab der Staatsgerichtshof den Kreisräten
keine Handhabe für die Forderung einer 6-Mio-Mark-Nachzahlung an das Land,
weil diese zuwenig Finanzmittel für die Unterbringung von Asylbewerbern
zur Verfügung stellte. "Die Auswirkungen des kommunalen Finanzausgleiches
[...] könnten auch nicht nachträglich durch den Staatsgerichtshof
rückgängig gemacht werden, da der Finanzausgleich [...] integraler
Bestandteil der gesamten Wirtschaft des Landes ist," so das gestrige Urteil.
Bei künftigen Finanzausgleichen aber dürfen die Landkreise und Kommunen
gleichrangig mitentscheiden, so der Staatsgerichtshof. Die Kommunen dürften
in einem solchen Verfahren nicht auf eine rein passive Rolle beschränkt
werden.
Jugendkriminalität steigt
Landkreis Schwäbisch Hall. Vor allem in den größeren Städten
des Landkreises Schwäbisch Hall ist die Jugendkriminalität - wie im
ganzen Land - weiter angestiegen, um rund vier Prozent im vergangenen Jahr.
Rund 32 Prozent aller Tatverdächtigen, so Edgar Seitz, Chef der Haller
Kriminalpolizei, waren jünger als 21 Jahre. Zwei Drittel aller Räuber
im Landkreis und die Hälfte aller Erpresser waren unter 21 und über
40 Prozent all derjenigen, die einen anderen schwer verletzten oder ein Tatwerkzeug
benutzten, waren Jugendliche. Prävention, etwa in gemeinsamen Arbeitskreisen
mit Schulen und Jugendeinrichtungen der Kommunen setzt die Polizei dagegen.
Das hilft aber nur langfristig, so Edgar Seitz. Kurzfristig bewirkt es wohl
sogar einen Anstieg der offiziellen Statistik, da durch die bessere Zusammenarbeit
vieles aus dem Bereich der Dunkelziffer nun polizeibekannt wird.
70sten in Hall gefeiert
Schwäbisch Hall. Der einst jüngste Insasse des Konzentrationslagers
in Schwäbisch Hall-Hessental, Mendel Gutt feierte gestern seinen 70. Geburtstag
in Schwäbisch Hall. Der Initiativkreis KZ-Gedenkstätte hatte für
ihn ein kleines Programm organisiert. So wurde Mendel Gutt auch von Halls OB
Hermann-Josef Pelgrim und den beiden Fraktionsvorsitzenden der SPD, Dieter Vogt
und von AL/GRöNE Günter Hasenfuß im Haller Rathaus empfangen.
Am Nachmittag besuchte Mendel Gutt in Begleitung des katholischen Geistlichen
Giancarlo Aldrighetti den jüdischen Friedhof in Steinbach und die Comburg.
Ein Jahr und vier Monate hatte der in Warschau geborene Mendel Gutt im Hessentaler
Lager zugebracht, nachdem er in Auschwitz an der Rampe "aussortiert"
worden und ins sogenannte "Sterbelager" Vaihingen verbracht worden
war. Von dort hatte er sich freiwillig nach Hessental gemeldet, was ihm wohl
das Leben rettete, denn auch den sogenannten Todesmarsch der Lagerinsassen gegen
Kriegsende 1945 von Hessental Richtung Dachau überlebte er. Nach Kriegsende
zurück in Polen flüchtete er auch von dort, "weil dort die Kommunisten
herrschten", über Tschechien ausgerechnet wieder nach Deutschland.
Zunächst zog er nach Berlin, und seit 1951 lebt er in Mannheim. Daß
er zu den Leuten des Initiativkreises KZ-Gedenkstätte Hessental eine solch
freundschaftlichen Kontakt pflegen könne, so Mendel Gutt, dazu mussten
erst einmal "zwei Generationen vorbeigehen, damit so etwas möglich
war."
Unicorns gefestigt
Schwäbisch Hall. Mit einem 34:7 Erfolg gegen die Mannheim Redskins konnten
die Schwäbisch Hall Unicorns ihren dritten Tabellenplatz in der Zweiten
American Football Bundesliga sichern. Weiter nach oben ging es nicht, da der
Tabellenzweite Marburg Mercenaries gewann und die bisherigen ersten die Rothenburger
Franken Knights verloren. Einzig die Marburg Mercenaries, gegen die die Haller
noch antreten müssen, sind bislang noch ungeschlagen.
Würger im Auto
Kirchberg an der Jagst. Während der Fahrer in einem Waldstück austreten
musste, würgte ein Tramper, den die beiden mitgenommen hatten, plötzlich
den Beifahrer vom Rücksitz aus mit einem Stromkabel. Der 24 jährige
Beifahrer konnte sich befreien, zerrte den Tramper ins Freie, wo ihm dann der
Fahrer zu Hilfe kam. Schließlich gelang es den Autofahrern, mit dem Auto
zu fliehen. den Tramper, den sie bei Crailsheim Roßfeld aufgenommen hatten,
ließen sie im Wald bei Kirchberg zurück. Jetzt sucht diesen Tramper
die Polizei. Während der Fahrt hatte er angegeben, daß er aus Berlin
stamme und einen Kumpel in Crailsheim besucht habe. Der Mann wird beschrieben
als etwa 25 bis 30 Jahre alt, 175 cm groß, kräftige Figur, leichter
Kinnbart, Glatze. Bekleidet war er mit Schwarzer Jacke und schwarzer Hose.
Illegale kommen ins Heim
Landkreis Schwäbisch Hall. 26 Kosovo-Flüchtlinge hat der Landkreis
Schwäbisch Hall bis jetzt "legal" aufgenommen. Sie wurden dem
Landkreis als Kontingentflüchtlinge zugewiesen. Sie sind in der Crailsheimer
Sammelunterkunft untergebracht. Mittlerweile 82 auf eigene Faust eingereiste
"illegale" Kosovo-Flüchtlinge sind der Landkreisverwaltung bekannt,
die bei Bekannten, Verwandten oder in Mietwohnungen untergekommen sind. Zwei
Drittel davon erhalten Leistungen nach dem Asylbewerbergesetz. Damit sie aber
nicht besser gestellt sind als die Kontingent-Flüchtlinge sollen auch sie
jetzt in die Sammelunterkünfte eingewiesen und mit Sachleistungen unterhalten
werden. Rechtlich sind sie den "legalen" Flüchtlingen nicht gleichgestellt.
Während die 26 Kontingentflüchtlinge eine Aufenthaltsbefugnis bekommen
erhalten die 82 "illegalen" lediglich eine Duldung. Sie sind grundsätzlich
ausreisepflichtig und werden in den sicheren Drittstaat zurückgeschoben,
aus dem sie eingereist sind, sofern der Einreiseweg beweisbar ist. Als sichere
Drittländer gelten alle Anrainerstaaten Deutschlands.
Pelgrim Verbraucherschützer
Schwäbisch Hall/Stuttgart. Halls Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim
wurde bereits am 27. April auf Vorschlag der SPD-Landeszentrale als ihr Vertreter
in den Vorstand der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg gewählt.
Gestern konstituierte sich der neugewählte Vorstand. Hermann-Josef Pelgrim
nahm die Wahl an und tritt damit die Nachfolge der Landtagsabgeordneten Birgit
Kipfer an, die 10 Jahre dem Vorstand der Verbraucherzentrale angehört hatte.
Die Vorstandsmitglieder der baden-württembergischen Verbraucherzentrale
arbeiten ehrenamtlich.
Sozialausschuß
Landkreis Hall. Der Sozial- und Kulturausschuß des Schwäbisch Haller
Kreistages tagt heute ab 14.30 Uhr im Obersontheimer Samariterstift zunächst
einmal öffentlich. Auf der Tagesordnung sind Themen wie zum Beispiel die
Beschaffung eines Echokardiographiegerätes für die innere Abteilung
des Kreiskrankenhauses in Crailsheim oder die Einrichtung von Fachklassen für
den neuen Beruf des/r Automobilkaufmannes/frau. Im nichtöffentlichen Teil
der Sitzung geht es unter anderem um die Umgestaltung des Samariterstiftes.
Das Samariterstift hat sein Schloß verkauft und wird neue Gebäude
auf dem Gelände bauen, in denen Wohngruppen vor allem für psychisch
Behinderte entstehen sollen. Im Anschluß an die Sitzung wird der Leiter
des Samariterstiftes Albert Otterstätter den Kreisräten das Samariterstift
in einer Besichtigung näher erklären.
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Heute Kinderfest
Schwäbisch Hall. Traumwelten - mit Feen, Elfen und Zwergen ins Jahr 2000
heißt es heute überall in der Stadt Schwäbisch Hall. das Kinderfest
wird gefeiert. Statt des früheren Festzuges durch die Stadt ziehen die
Grundschüler, begleitet von Abordnungen des kleinen Siedershofes, ab 10
Uhr nach den Gottesdiensten in den Kirchen der Stadt sternförmig über
die verschiedenen Straßen zum Marktplatz. Begrüßt werden die
Kinder dort traditionell vom Oberbürgermeister, der auch das Kommando für
den großen Luftballonstart gibt, wenn wie in jedem Jahr, rund 2000 Luftballons
in den Haller Himmel steigen. Für die ersten 100 Karten, die zurückgeschickt
werden, gibt es als Preise Freikarten für die Kinder-Freilichtspiele und
den "Räuber Hotzenplotz". Plätze und Straßen der Haller
Innenstadt sind dann den ganzen Nachmittag in Kinderhand, wo an vielen Orten
märchenhafte Aktionen statt finden und traumhafte Angebote die Kinderherzen
höherschlagen lassen oder zum Mitmachen auffordern: Zauberexperimente,
Geschicklichkeitsspiele, Verkleidungskisten, die Drachenwelt des Stelzentheaters
oder die Kinderlieder des Straßenmusikanten Hans Spielmann.
Sprengbombe entschärft
Schwäbisch Hall. Eine Sprengbombe aus dem zweiten Weltkrieg wurde gestern
Vormittag gegen 10:30 Uhr im Solpark, dem ehemaligen Kasernengelände von
Schwäbisch Hall-Hessental gefunden. Die als äußerst gefährlich
eingestufte Bombe tauchte trotz vorangegangener Entmunitionierung des Geländes
bei Baggerarbeiten auf. Die Bombe sei zwar nicht allzu groß, hieß
es, habe 'nur` etwa 25 Kilo Sprengkraft, doch die Entschärfung sei keine
Routine, denn der Langzeitzünder sei aktiviert. Polizei und Freiwillige
Feuerwehr wurden alarmiert, das Gelände wurde weiträumig abgesperrt.
Kindergarten, Schule, mehrere Firmen und die Wohnblocks mit insgesamt 300 Menschen
wurden evakuiert. Auch Starts und Landungen auf dem nahegelegenen Geschäftsflugplatz
wurden untersagt. Die Sprengbombe wurde dann gegen 13:20 von Spezialisten des
herbeigerufenen Kampfmittel-Beseitigungsdienstes entschärft Neben den Sprengmeistern
waren 20 Feuerwehrleute der Haller Freiwilligen Feuerwehr und acht Polizeistreifen
im Einsatz.
Wenig Euro-Wähler
Landkreis Hall. Schwäbisch Hall ist, gemessen an den anderen Städten
in Hohenlohe, eine "europäische" Stadt. Zwölf EU-Ausländer
haben sich in die Wählerverzeichnisse eintragen lassen, drei waren es in
Öhringen, jeweils nur einer in Künzelsau und Crailsheim. Gestern ging
die Einschreibungsfrist in die Wählerverzeichnisse zu Ende. Denn automatisch
wählen, wie etwa bei den Kommunalwahlen, dürfen die Auslands-Europäer
bei der Europawahl nicht. Folge eines überholten Wahlgesetzes, so die Hohenloher
Europaabgeordnete Evelyne Gebhardt. "Wir brauchen ein neues Europäisches
Wahlrecht, damit nicht mehr all diese Bescheinigungen und eidesstattlichen Erklärungen
nötig sind." Die erneut kandidierende Europaabgeordnete aus dem Hohenlohekreis
hofft, daß es bis 2004 zur nächsten Europa-Wahl ein einheitliches
Europawahlrecht gibt. Jetzt am 13. Juni werden von den über 3000 EU-Europäern
allein im Hohenlohischen höchstens fünfzig, vielleicht auch sechzig
oder siebzig zur Wahl gehen.
Auftakt mit Timo Würz
Künzelsau. Comiczeichner, Illustrator, Designer, Gestalter auch im öffentlichen
Raum: mit der Austellung des jungen Niedernhaller Künstlers Timo Wuerz
im Künzelsauer Rathausfoyer heute Abend ab 18 Uhr beginnt in Künzelsau
ein großes Veranstaltungswochenende. Unter anderem geben Mitarbeiter des
Rathauses bei Tagen der offenen Tür Einblicke in ihre Arbeit, stellen Schulen
im Rathaus ihre Aktivitäten vor, präsentieren sich eine ganze Reihe
von sozialen Einrichtungen und Organisationen der Stadt. Außerdem feiert
rund um das neue Rathaus die Werbegemeinschaft mit zahlreichen Attraktionen
und Angeboten ihr Maienfest.
Kandidatin vorgestellt
Schwäbisch Hall. Vorgestellt hat sich gestern Abend die Bundestagsabgeordnete
Ute Vogt bei ihren Parteigenossen und anderen Interessierten im Cafe der alten
Brauerei. Die 33jährige Rechtsanwältin bewirbt sich im Juli als Landesvorsitzende
der Baden-Württembergischen SPD und damit als Nachfolgerin von Ulrich Mauerer,
der nicht wieder kandidiert.Ihr Gegenkandidat ist der Landtagsabgeordnete Wolfgang
Drexler aus Esslingen. Als Bundestagsabgeordnete brachte Ute Vogt aber auch
Informationen über die ersten 200 Tage der Bundesregierung mit nach Hall,
die vor allem im Hinblick auf den Kosovo Konflikt und die 630-Mark und Selbständigen-Gesetzgebung
mit unterschiedlichen Bewertungsansätzen diskutiert wurden.
Für Kolumbien
Schwäbisch Hall. Über all dem Elend im Kosovo dürfe man das Elend
in Südamerika nicht vergessen. Die Schwäbisch Haller Hondurashilfe
will nicht nur den Opfern des Hurricanes vom vergangenen Jahr helfen. Jetzt
an Himmelfahrt veranstaltet der Verein in der Steinbacher Gartenschauhalle ein
Benefizkonzert für die Erdbebenopfer in Kolumbien. Drei Gruppen, die Haller
Band "Guilty" mit handmade and unplugged Rock and Blues, die Salsa-
und Merengue-Gruppe "Saoco" sowie die Flamenco-Pop-Gruppe "Bambolea"
spielen ohne Gage, sodaß alle Einnahmen den Erdbebenopfern zugute kommen.
Dies ist auch durch persönliche Kontakte zu den Opfern in Calaca, einem
Vorort der am stärksten betroffenen Stadt Armenia gewährleistet.Das
Konzert das um 14 Uhr beginnt ist , so die Veranstalter sicherlich auch ein
guter Zielpunkt für Vatertagsausflüge, aber auch für die ganze
Familie.
Rotary-District tagte
Kloster Schöntal. Internationales Flair gaben ausländische Gäste
der Rotarier-District-Konferenz in Kloster Schöntal, darunter Gäste
aus den USA aus Frankreich und aus Osteuropa. Drei Studenten stellten sich den
Rotariern vor, eine Slowakin und zwei Ungarn, die mit Spendengeldern des Districtes
in Stuttgart und Tübingen studieren können, außerdem ein deutscher,
der mit einem Rotary-Stipendium in Chicago studiert. Ausgerichtet hatten diese
Konferenz die Mitglieder von Rotary Künzelsau. Symbolisch gab auf der Konferenz
der bisherige District-Governor Joachim Schönermark, ehemaliger Chefarzt
am Öhringer Krankenhaus, das Zepter weiter. Noch bis Ende Juni allerdings
wird er dem District vorstehen. Dann übernimmt Heinz Etzel von Rotary Kircheim/Teck
die Führung.Kirchheim unterhält partnerschaftliche Kontakte in den
Elsaß und die französischen Gästen, die sich nicht hatten nehmen
lassen, beim "Stabwechsel" zum neuen Governor dabei zu sein, vervollständigten
das internationale Flair der Konferenz.
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Bewaffnete Schüler
Schwäbisch Hall. Jeder vierte Schüler ist heutzutage bewaffnet. Dies
ergab eine Stichprobenstudie der Polizei. Bewaffnet, so Edgar Seitz, Chef der
Haller Kripo, muß man allerdings differenziert sehen. Man darf sich nicht
vorstellen, jeder vierte Schüler habe nun eine Pistole oder ein Messer
im Schulranzen. Mitgeführt werden auch andere "Werkzeuge", mit
denen Schüler sich hoffen, wehren zu können, falls sie angegriffen
werden. Und das ist leider nicht auszuschließen. Die Einstellung zu Gewalt
hat sich unter den jungen Leuten gegenüber früher erheblich gewandelt.
Gewalt wird von Schülern gerade gegenüber Gleichaltrigen oder jüngeren
Mitschülern nicht selten als Druckmittel eingesetzt, um bestimmtes Verhalten
zu erzwingen. Das, so Edgar Seitz, geht bis hin zur Erpressung. In einem Fall
in Crailsheim wurde ein 14jähriges Erpressungs-Opfer selbst zum Täter,
weil es Diebstähle beging, um seinen 15jährigen Erpresser bezahlen
zu können. Wichtig sei, so die Haller Polizei bei einer Presseaktion zum
Thema, daß die Zusammenarbeit mit den Erziehern vor Ort funktioniere.
So könne man rasch eingreifen, um solches Verhalten schon im Keim zu ersticken.
Das A und O, so Polizeichef Gerd Bornschein, sei die aufsuchende Jugendarbeit.
Doch eigentlich müssten die Schulen dafür, so die Forderung der Polizei,
Schulsozialarbeiter einstellen können. Das Lehrpersonal könne diese
Arbeit nicht zusätzlich leisten.
Morgen neue Flüchtlinge
Crailsheim. Morgen wird der Landkreis Schwäbisch Hall weitere zehn bis
zwölf Kosovo-Flüchtlinge aufnehmen müssen. Diese gehören
wie die bislang schon in der Crailsheimer Sammelunterkunft eingewiesenen 25
Menschen zu den sogenannten Kontingent-Flüchtlingen, die `legal' im Land
sind und auch eine Aufenthaltsbefungnis bekommen. 82 `illegal' eingereiste Flüchtlinge
sind der zuständigen Behörde im Landratsamt bekannt. Sie sind auf
eigene Faust eingereist. Sie werden lediglich geduldet, bekommen vom Kreis aber
Unterstützung. Jetzt sollen alle weiteren, nicht offiziell einreisten Flüchtlinge
im Landkreis Hall ebenfalls in die Sammelunterkünfte eingewieen werden,
damit sie zumindest versorgungsmäßig den Kontingent-Flüchtlingen
gleichgestellt sind.
"Feta" nicht geschützt
Crailsheim/Brüssel. "Feta" als allgemeine Bezeichnung für
in Salzlake eingelegten Käse ist nicht als Ursprungsbezeichnung für
Schafskäse aus Griechenland schützbar. Dies hat jetzt der Europäische
Gerichtshof entschieden und damit bei anderen "Feta"-Produzenten Erleichterung
ausgelöst. Allein die Milchwerke Crailsheim produzieren täglich 25
Tonnen Feta-Käse aus Kuhmilch. Sie beliefern rund 70 Prozent des deutschen
Marktes.
Brenz-Fest
Schwäbisch Hall. Ein großes Fest findet am heutigen Himmelfahrtstag
in Schwäbisch Hall zu Ehren des großen Reformators Johannes Brenz
statt, dessen 500sten Geburtstag man vor allem in Süddeutschland in diesem
Jahr feiert. Neben Führungen durch die Ausstellung im Hällisch Fränkischen
Museum gibt es im Kräuter- und Gewürzgärtlein des Museums Mittelalter
zum Anfassen. Es werden mit diesen Kräutern auch Speisen nach Rezepten
aus mittelalterlichen Kochbüchern zubereitet und zum Kosten verkauft. Nach
einem Gottesdienst zu Ehren des Reformators, der selbst lange Jahre in der Haller
Michaelskirche predigte, wird man sich auf dem Marktplatz zu Geselligkeit und
gemeinsamem Mitagessen treffen. Die Posaunenchöre der Stadt spielen zur
Unrerhaltung und Erbauung. Und ab 13 Uhr wird ein Glockengießer seine
Kunst an einem kleinen Objekt demonstrieren. Außerdem haben sich einige
Gemeindegruppen zusammengetan, um in einem Quiz zu testen, was die Besucher
wirklich über das Leben des Reformators von Hall gelernt und auch behalten
haben.
Vor Laster ins Seitenaus
Kupferzell. Ein schwerer Unfall ereignete sich gestern Nacht kurz vor 2 Uhr
auf der Autobahn. Ein 19jährige Autofahrer hatte mit hoher Geschwindigkeit
einen Lastwagen überholt. Doch beim Wiedereinscheren vor dem Lkw übersteuerte
der Fahrer wohl sein Fahrzeug. Nahezu ungebremst raste er durch die Büsche
ins Seitenaus und kam in einem angrenzenden Acker erst zum Stehen. Der LkW-Fahrer
hielt an, schaute nach dem Fahrer und verständigte dann Polizei und DRK.
Der schwerverletzte Pkw-Fahrer aus konnte erst geborgen werden, nachdem Notarzt
und Sanitäter seinen Kreislauf stabilisiert hatten. Am Fahrzeug des 19jährigen
Hohenlohers enstand Totalschaden.
Ausflugstip zu Himmelfahrt
Fichtenau-Wildenstein. Holz und Linolschnitte, Bücher und Malbriefe des
Künstlers HAP Grieshaber sind derzeit im Rathaus von Fichtenaus-Wildenstein
zu entdecken und zu betrachten. Gezeigt wird auch ein Video über Leben
und Werk des Holzschnitt-Künstlers, der vor achtzehn Jahren bereits verstorben
ist. Anlaß, die Werke bis zum 24. Mai auszustellen, ist der 90jähige
Geburtstag des Künstlers. Die Gemeindeverwaltung meint, ein Besuch dieser
Ausstellung im Rathaus von Wildenstein sei auch ein lohnendes Ziel für
den Himmelfahrts-Ausflug. Sie wird am Feiertag das Rathaus von 14 bis 17 Uhr
geöffnet halten.
Dampfzug fährt
Gaildorf. Sowohl der Kochrtal- als auch der Murrtal-Express fahren heute an
Himmelfahrt von Gaildorf aus mit Dampfloks. Der Murrtal-Express fährt nach
Backnang und zurück und macht auch an den größeren Orten Station.
Der Kochertal-Express macht bei Bedarf an allen Zwischenbahnhöfen im Kochertal
Halt und verknüpfte so die Rad- und Wanderwege mit der Bahnstrecke. Fahrscheine
der DB und des VVS haben in den Dampfzügen keine Gültigkeit. Fahrkarten
sind nur bei den Schaffnern im Zug erhältlich. Neben der Dampflok 64289
kommt die Dampflok 64419 zum Einsatz. Die Züge bestehen aus historischen
Reisezugwagen der 30er und 50er Jahre. In beiden Zügen ist ein Speisewagen
und ein Packwagen eingestellt, in dem Fahrräder und "Vatertag-Fahrzeuge"
kostenlos transportiert werden.
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Zwei Tage Festen
Künzelsau. Zwei Tage lang werden die Künzelsauer morgen und am Sonntag
ihr traditionelles Maienfest genießen. Auch in diesem Jahr hat die Künzelsauer
Werbegemeinschaft ein attraktives Programm zusammengestellt. Zwischen dem Oberen
Bach und dem Neuen Rathaus wird es allerlei Darbietungen und Aktionen sowie
verlockende kulinarische Angebote geben. Offiziell eröffnet wird das Fest
gegen 11.30 Uhr von Bürgermeister Volker Lenz, der dazu ein Fässchen
Mai-Bock-Bier ansticht. Auch das Künzelsauer Rathaus ist an diesen beiden
Tagen für den Besucherverkehr geöffnet. Die Angestellten der Stadtverwaltung
stellen zum einen sich und ihre Arbeit bei Tagen der offenen Tür dar. Zum
andern hat die Stadtverwaltung die sozialen Einrichtungen in der Stadt eingeladen
sich im Rathaus zu präsentieren und ihre Arbeit dem hoffentlich zahlreich
erscheinenden Publikum zu erklären
World Beat Festival
Kirchberg an der Jagst. Drei Tage lang gibt es von heute an bis Sonntag Weltmusik
beim "Zweiten Yin & Yang World Beat Festival" in Kirchberg an
der Jagst. Im Zelt und auf dem Freigelände beim Autohof Kirchberg spielen
25 Bands mit rund 130 Musikern aus 30 Ländern. Organsiator Marco Marotzke
ist selbst begeistert über die Musikergrößen, die es gelang,
für die drei Tage in die Hohenloher Provinz zu holen. Farafina zum Beispiel,
eine der festen Größen der Welt-Musik, die von Peter Gabriels Label
betreut werden. "Denn die sind wirklich gut". Marshall Whyler ist
eine weitere Größe auf dem Festival: Der wohl weltbeste Didgeridoo-Spieler
bringt noch weitere Größen der Branche mit, "die wir uns sonst
nie hätten leisten können", so Marco Marotzke. Er hofft, das
auch das zweite Yin & Yang Worls Beat Festival zu einem Fest der Begegnung
für alle wird. Als Organisator bittet er aber, obwohl das Festgelände
nahe der Autobahn liegt, nicht mit dem Auto zum Festival zu kommen zumindest
aber Fahrgemeinschaften zu bilden. Von Crailsheim aus hat er für alle drei
Tage sogar einen Bus-Schuttle-Dienst organisiert, der stündlich bis nachts
um zwei das Festgelände anfährt.
Döring nach Kuwait
Schwäbisch Hall. Entdecken bald die Araber das grüne Hohenloher Land
als Urlaubsland? Wirtschaftsminister Dr Walter Döring jedenfalls will bei
seiner Reise nach Kuwait, die er heute antritt auch darauf hinweisen. Denn nach
Arabien fährt der Schwäbisch Haller Walter Döring auch als Präsident
des baden-württembergischen Tourismusverbandes. Insbesondere für die
Bäder und Kurstädte in Baden-Württemberg will der Minister dabei
in Kuwait werben. In Baden-Württemberg könne man Kuren und Urlaub
machen auf höchstem Nieveau. Hauptaugenmerk der Kuwaitreise gilt aber den
materiellen außenwirtschaftlichen Beziehungen des Landes. Immerhin exportiert
Baden-Württmberg jährlich Produkte für rund 200 Mio Mark nach
Kuwait. Das entspricht etwa 20 Prozent des gesamten Deutschen Handels mit dem
Wüstenstaat am Persischen Golf. Dörings Reise, der sich von einem
Expertenteam begleiten läßt, dauert bis zum 17. Mai.
Jetzt online
Braunsbach. Die Kochertalgemeinde Braunsbach ist jetzt online im World Wide
Web des Internet abrufbar. Unter der Adresse www.braunsbach.de kann man sich
alle Informationen über die Gemeinde anklicken: Telefonnummern und Adressen,
Rathaus, Kirchen und öffentlichen Einrichtunegn sowie praktisch alle Firmen,
die sich in Braunsbach angesiedelt haben. Betreut wird das Gesamtkonzept Braunsbach
von der privaten Anbieterfirma KommmOnline, die dafür sorgen will, daß
die Internetseiten der Gemeinde Braunsbach keine tote Hülle sind, auf denen
nach dem Hochladen nie wieder etwas passiert. Besucher sollten - das gilt übrigens
für alle Angebte im Netz - häufiger die Gästebücher für
Kommentar und Einträge nutzen. Nur so bekommen die Anbieter und Betreiber
das notwendige Feed Back, um die Seiten ständig interesssant und aktuell
zu halten.
Glashalle aus Stimpfach
Frankfurt/Stimpfach. Die Verlängerung des alten Flugsteiges A am Frankfurter
Flughafen wird gegenwärtig von der Stimpfacher Fensterbaufirma Schneider
gebaut. Die ganz aus Glaselementen bestehende Erweiterung wird mit zwei rechteckigen
Gebäudekomplexen um 523 Meter verlängert und bekommt zwölf neue
Fluggaststeige. Rund 20.000 Quadratmeter Alumminium Glasfassaden und 200 Quadratmeter
Glas-Alu-Lichtdächer werden gebaut. Rund 800 drei auf neun Meter große
und jeweils über eine Tonne schwere Elemente gehen für dieses Projekt
in Stimpfach in Serienfertigung. Das Geschäft hat ein Volumen von rund
20 Mio Mark. Nach dem Bundeskanzleramt in Berlin hat sich die Firma aus dem
Schwäbisch Haller Landkreis damit innerhalb kürzester Zeit ein zweites
lukratives und öffentlichkeitswirksames Bauvorhaben gesichert.
Neue Fachklasse
Landkreis Schwäbisch Hall. Der Kreistagsausschuss empfahl jetzt einstimmig
die Einrichtung einer Fachklasse für das neue Berufsbild "Automobilkaufmann/frau"
an der Kaufmännischen Schule in Hall. Der Unterricht in der Fachklasse
soll zum Beginn des Schuljahres 1999/2000 aufgenommen werden. Offen steht das
neue Angebot für Schüler aus dem Landkreis Hall wie dem Hohenlohekreis.
Die "Technische Grundbildung" wird dabei in Absprache mit der Gewerblichen
Schule organisiert. Sämtliche Partner des dualen Ausbildungssystems stehen
hinter diesem neuen Ausbildungsberuf. Die Einrichtung der Fachklasse sei auch
eine "willkommene Stärkung" des Schulstandortes, hieß es
bei den Kreisräten.
Outdoor-Station
Künzelsau. In Künzelsau gibt es jetzt für Outdor-Freak eine Kanu,
Skate und Bike Station, die - so die Betreiber - mit einem riesigen Verleihkontingent
ausgestattet ist. Selbst Klassenfahrten und Betriebsausflüge können
ausgestattet werden. Zudem bietet die Station ausgearbeitete Touren und Tagesprogramme
an. Nächste Woche will die Station mit einem großen Opening am Künzelsauer
Campingplatz die Outdoor-Saison 99 einläuten.
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Standhaft trotz Verfolgung
Schwäbisch Hall. Keinen gelben Stern sondern ein lila Dreieck trugen die
von den Nazis verfolgten Zeugen Jehovas auf ihrer KZ-Kleidung. Mit einem gestern
abend beginnenden Veranstaltungs-programm und einer Ausstellung werden Einzelschicksale
und die Verfolgung der Glaubensgruppe in einen Kontext zur Verfolgung anderer
"vergessener" Gruppen gestellt, wie etwa Sinti und Roma. Dies, so
Michael Laumer vom regionalen Infodienst der Zeugen Jehovas, versuche man auch
bei der Vortragsveranstaltung herauszuarbeiten. Insbesondere das 'Warum` sich
Zeugen Jehovas damals gegen Hitler gestellt hatten, ja sogar als eine der ersten
sich sehr massiv gegen die Gleichschaltung wehrten: nicht aus politischen Gründen,
sondern aus Überzeugung. Wie sollte auch eine Gruppe, die sich das Heil
von Gott erwartet, einen Menschen mit "Heil Hitler" grüßen?
Als zweiten Aspekt werden in der Ausstellung auch die anderen verfolgten Gruppen
in den Raum gestellt. Insbesondere die Sinti und Roma oder die Homosexuellen,
die damals ebenso verfolgt wurden. Hierzu hat man auch zur Vortragsreihe Fachreferenten
eingeladen. Heute abend werden die Vorträge auch in russischer Sprache
gehalten, da sich vor allem unter den Aussiedlern aus der ehemaligen Sowjetunion
viele für das Thema interessieren und hinter dem eisernen Vorhang wenig
von der Aufarbeitung der Geschichte des Nazireiches mitbekommen haben. Vor allem
unter den Aussiedlern haben die Zeugen jehovas in den letzten Jahren auch zahlreiche
neuen Glaubensbrüder und -Schwestern gewinnen können.
Kabelwürger war gedungener Mörder
Kirchberg an der Jagst. Der per Polizeifahndung gesuchte Kabelwürger, der
als angeblicher Tramper Anfang der Woche einen 24jährigen vom Rücksitz
des Autos aus mit einem Stromkabel würgte, war ein gedungener Mörder.
Die Ehefrau des Angegriffenen steckte hinter dem Ganzen, so Polizeisprecher
Hans-Ulrich Stuiber. Sie hatte über einen Bekannten in Crailsheim Kontakt
zu dem ebenfalls 24jährigen Täter aus Ostdeutschland aufgenommen und
ihm 14.000 Mark für die Tat angeboten. Ein weiterer Bekannter hatte das
Auto gefahren und den angeblichen Tramper mitgenommen. Zur Tat war der gedungene
Täter geschritten, als der Fahrer des Wagens wie verabredet in einem Waldstück
"mal austreten" musste. Nur seiner heftigen Gegenwehr verdankte der
24jährige Angegriffene, daß der Mordversuch scheiterte. Nachdem die
Polizei Anfang der Woche ein Phantombild des Täters veröffentlicht
hatte, gabe es Hinweise aus der Bevölkerung, die schließlich gestern
zur Festnahme aller vier beteiligten Personen führte.
Kehrer und Schäufele beschädigt
Schwäbisch Hall. Unliebsamen Besuch hatten die beiden Automatenpuppen im
Häuschen auf der Schwäbisch Haller Rittersbrücke. Frau Kehrer
und Frau Schäufele, die beiden sprechenden Kunstautomatenpuppen des Haller
Künstlers Bernhard Deutsch wurden beschädigt, als bislang noch unbekannte
Täter gestern Nacht die Türen zum dem Häuschen eintraten, in
dem "die beiden Damen seit Jahr und Tag wohnen" und Passanten mit
ihren bissigen und hintersinnigen Kommentaren zum Schmunzeln bringen. Abgesehen
hatten es die Täter auf das Kleingeld im Kunstautomaten.
Autoknacker in der Stadt
Schwäbisch Hall. Autoknacker trieben in der Nacht auf Freitag ihr Unwesen
in der Haller Innenstadt. Auf dem Haller Haalplatz schlugen sie bei vier Autos
die Scheiben ein und öffneten die Türen. Doch erbeutet wurden nur
einige Parkmünzen. Auch ein Auto im Froschgraben wurde auf dieselbe Weise
geknackt. Dort schlitzten sie auch noch das Verdeck auf. Der Gesamtschaden an
den Fahrzeugen ist erheblich, kann aber noch nicht beziffert werden.
Etat verabschiedet
Michelbach an der Bilz. Auch die Gemeinde Michelbach hat jetzt endlich ihren
Etat für das laufende Jahr verabschiedet. Er hat ein Volumen von 11,7 Mio
Mark. Rund 8,6 Mio Mark stehen im Verwaltungshaushalt und 3,07 Mio im Vermögenshaushalt.
Ausgeglichen wird der Haushalt mit neuen Schulden von etwas mehr als einer halben
Mio Mark. Nach Abzug von Kreditrückzahlungen verbleibt eine Neuverschuldung
von 182.000 Mark. Zum Jahresende wird dies den Schuldenstand der Gemeinde auf
1425 Mark je Einwohner erhöht haben. Michelbach gehört aber damit
immer noch zu den weniger verschuldeten Gemeinden im Landkreis Hall.
Ehrungen
Künzelsau. Blutspender und erfolgreiche Sportler werden heute um 10 Uhr
im Künzelsauer Rathaus geehrt, das ab 14 Uhr auch für zwei Tage der
offenen Tür für Besucher geöffnet wird. Im großen Sitzungssaal
des Rathauses und im Foyer gibt es zahlreiche Ausstellungen: einmal Kunst von
Timo Wuerz, zum andern stellen sich die Hilfsorganisationen von Künzelsau
vor. Bei einem Rundgang vom Erdgeschoss bis zum Turmzimmer lassen sich auch
die Angestellten und Beamten des Rathauses über die Schulter schauen. Anlaß
für die Tage der offenen Tür ist das Maifest der Werbegemeinschaft,
das rund um das Rathaus und am Oberen Bach stattfindet.
Ausstellung Sühnekreuze
Wackershofen. Sühnekreuze des Crailsheimer Künstlers Gerhard Frank
sind derzeit bei der Scheune am historischen Steigengasthaus im Hohenloher Freilandmuseum
von Wackershofen ausgestellt. Die Frank'schen Bilder bilden einen starken Gegensatz
zur sonnig-unbeschwerten Ausflugsstimmung. Für Gerhard Frank sind die Sühnekreuze
eine weitere Facette seiner Beschäftigung mit der Hohenloher Heimat, die
schon in den "Reihenansichten" die zentrale Rolle spielte. Waren es
bei der Reihern vorwiegend die formalen Aspekte, so treten bei den "Sühnekreuzen"
vor allem historische Zusammenhänge ins Blickfeld. Vom 13. bis zum 18.
Jahrhundert waren Sühnekreuze gebräuchlich. Sie dokumentierten, daß
ein Mörder seine Blutschuld gesühnt hatte. Gefängnisstrafen vor
allem für höhergestellte Personen waren damal nach tödlichen
verlaufenen Streitigkeiten eher die Ausnahme. Da den Kreuzen etwas Unheimliches
anhaftete, machten die Menschen in der Regel einen Bogen um sie - und trugen
damit zum Erhalt der heute noch etwa hundert Kreuze in der Region bei.
Römerturm erneuert
Mainhardt. Mit Spenden von rund 15.000 Mark haben es die Gailsbacher und Mainhardter
Bürger geschafft, ihren alten Römerturm am Limes zu erhalten und wiedererstehen
zu lassen. In widerstandsfähigem Lärchenholz wurde der Turm saniert
und erneuert. Auch die Gemeinde Mainhardt und der Naturpark Schwäbisch-Fränkischer
Wald steuerten Mittel zur Finanzierung bei. An Himmelfahrt wurde der sanierte
Turm mit einem Fest und einem Platzkonzert des Musikvereins Gailsbach wiedereingeweiht.
Kaufhaus der anderen Art
Crailsheim. Die Neue Arbeit auf dem Lande hat in Crailsheim ein Kaufhaus der
anderen Art eröffnet: eine Möbelhalle in der wiederaufgearbeitete
alte Möbel zu äußerst günstigen Preisen angeboten werden.
Vier zuvor langzeitarbeitslose Kräfte konnte fest angestellt werden. Auf
600 Quadratmetern werden von der diakonischen Hilfsorganisation Neue Arbeit
auf dem Lande, die im gesamten Kreisgebiet tätig ist, jetzt komplette Schlafzimmer,
Wohnzimmer, Küchern aber auch Einzelmöbel angeboten. Crailsheims Dekan
Peter Pfitzenmaier und Baubürgermeister Josef Klug gehörten zu den
Ehrengästen der Neueröffnung. Pfitzenmaier betonte, daß man
den Verein bei der Öffentlichkeitsarbeit unterstützen wollen, denn
viele Menschen kannten und kennen den Verein und seinen segensreichen Nutzen
bisher noch nicht.
Spargelschälen zugunsten Krebsverein
Schwäbisch Hall. Drei Spitzenköche, die der Organisation europäischer
Spitzenköche angehören, werden auf dem Haller Marktplatz Spargel schälen.
Hans-Peter Merk, Küchenschef im Hotel Ratskeller und Restaurant Ratskeller,
Uwe Rössler, Sternekoch aus dem Schloß Hotel Vellberg und Josef Wolf
vom ebenfalls ausgezeichneten Flairhotel Wolf und Restaurant Eisenbahn tun dies
natürlich nicht umsonst. Wer seine auf dem Markt gekauften frischen Spargel
geschält mit nach Hause nehmen und sich diese von der Hausfrau nicht gerade
geliebte Arbeit ersparen will, muß einen kleinen Obulus geben. Das so
gesammelte Geld kommt wie im vergangenen jahr bei einer gleichartigen Aktion
dem Haller Kinderkrebsverein zugute.
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Reifen geplatzt: tot
Rothenburg. Tödliche Verletzungen zog sich ein 40jähriger Autofahrer
aus dem Raum Crailsheim zu. Ein Reifenplatzer bei Tempo 200 wurde ihm zum Verhängnis.
Das Unglück passierte auf der Autobahn A7 auf Höhe von Rothenburg.
Als der linke Hinterreifen platzte überschlug sich das Fahrzeug des 40jährigen
nach Zeugenaussagen mehrmals. Für der Mann, der alleine in seinem Wagen
saß, kam jede Hilfe zu spät. Er konnte nur noch tot aus seinem total
demolierten Fahrzeug geborgen werden.
Kochen in alten Bauernküchen
Wackershofen. Zum Kochen in alten Bauernküchen lädt heute das Hohenloher
Freilandmuseum von Wackershofen ein. Mitarbeiterinnen des Museums bereiten heute
ab 11 Uhr nach alten, oft nur mündlich überlieferten Rezepten jahreszeitlich
übliche Gerichte zu: es gibt Grünkernküchle, Gschmorchel und
geriebenen Kartoffelsalat. Über-die-Schulter-Schauen beim Kochen am offenen
Feuer ist ausdrücklich erwünscht. Und kleine Portionen zum Probieren
gibt es für die Besucher natürlich auch.
4000 Mark erspielt
Schwäbisch Hall. Obwohl der Kosovo mit seinen Schreckensmeldungen die Medien
beherrscht, hat die Haller Hondurashilfe dazu aufgerufen, die Opfer in Mittel-
und Südamerika nicht zu vergessen. Dort hat ja nicht nur der Hurrikan "Mitch"
Millionen Opfer gefordert, auch ein Erdbeben in Kolumbien am 25. Januar hatte
verheerende Folgen. Für diese Menschen veranstaltete der Verein am Himmelfahrtstag
ein Benefizkonzert. Drei Bands spielten umsonst, die Stadt Schwäbisch Hall
hatte gratis die Halle zur Verfügung gestellt: doch nur 300 Menschen kamen.
Immerhin brachte dies dennoch rund 4000 Mark in die Kasse. Geld, das direkt
nach Kolumbien geht. Marta Cano, eine der Sprecherinnen der Hondurashilfe, stammt
aus der am schwersten betroffenen Stadt Armenia und verfügt dort über
direkte Kontakte, sodaß die Hilfsgelder des Vereines nicht in dunkle Kanäle
fließen können.
Kurzmeldungen aus der Wirtschaft
Cröffelbach. Generationswechsel bei der Innung Sanitär-Heizung-Klima.
Als neuer Obermeister wurde bei der Versammlung im Cröffelbacher 'Ochsen'
der Sulzdorfer Walter Frank gewählt.
Crailsheim/Blaufelden. Die beiden Autohäuser Linke und Rappold wurden von
der VAG erneut als Sieger im Service-Wettbewerb ausgezeichnet. Beide Firmen
schnitten bei dem jährlich unter 2600 Vertragswerkstätten veranstalteten
Qualitätssicherungswettbewerb mit hervorragenden Leistungen ab und konnten
als Preis den sogenannten "VAG-Oscar" entgegennehmen.
Crailsheim. Einen Wechsel gab es in der Führung der Deutsche Bank-Filiale
Crailsheim. Lucia de Vecchi heißt die neue Leiterin. Sie löst Ulrich
Wild ab, der nach viereinhalb Jahren in Crailsheim zum Leiter des Finanz Centers
der Deutschen Bank in Heilbronn ernannt wurde.
Gaildorf.Einen Sonderstempel, eine Ganzssachenpostkarte und einen Sonderumschlag
herausgebracht hat die Deutsche Post AG zum Jubiläum "600 Jahre Altes
Schloss in Gaildorf". Gestern und heute konnte bzw. kann man diese im Weißen
Saal des Schlosses bei der dort stattfindenden Briefmarkenbörse erwerben.
54 in 7
Schwäbisch Hall. In nur sieben Nächten gelang es einer "Bande"
54 Autos zu knacken. Wie sich schließlich herausstellte, steckten hinter
der vermuteten "Bande" lediglich zwei Jugendliche aus Schwäbisch
Hall. Die geständigen Jugendlichen wurden jetzt vom Jugendschöffengericht
verurteilt. Das Duo, das immer jeweils eines der geknackten Fahrzeuge für
weitere Streifzüge benutzte, war in seiner siebten Nacht am 9. Januar auf
der alten Bundesstaße 14 zwischen Crailsheim und Hall bei einer zufälligen
Polizeikontrolle erwischt worden. Keiner der beiden Autoknacker hatte je einen
Führerschein besessen. Einer bekam jetzt eine Jugendstrafe von zwei Jahren
und acht Monaten, die er auch absitzen muß. Er ist Wiederholungstäter,
da er schon 1995 einmal wegen Autoaufbrüchen verurteilt worden war. Sein
Kumpel kam mit zwei Jahren auf Bewährung glimpflicher davon.
Geschäftsstelle in der Hauptstadt
Weikersheim. Das Studienzentrum Weikersheim, einst unter seinem Vorsitzendenden
Ex-Ministerpräsident Hans Filbinger als rechtslastige Denkfabrik in Verruf
gekommen, verlegt den Sitz seiner Geschäftsstelle in die Bundeshauptstadt
Berlin. Filbingers Nachfolger, der Künzelsauer Bundestagsabgeordnete Dr.
Wolfgang von Stetten gilt in der CDU ebenfalls als "strammer Rechtsausleger".
Er nahm bei der Eröffnung der neuen Geschäftsstelle unweit des Brandenburger
Tores und des Reichstages ("aktueller und historischer geht es nicht",
so von Stetten in seiner Rede), den 85jährigen Ehrenpräsidenten des
Studienzentrums in Schutz. Filbinger sei verleumdet worden -zum Teil durch gefälschte
Dokumente der Stasi. Zur Erinnerung: Filbinger musste in den 70ern seinen Hut
als Ministerpräsident Baden-Württembergs nehmen, als bekannt wurde,
daß er noch wenige Stunden vor Ende des Zweiten Weltkrieges als Marinerichter
Todesurteile gegen desertierte Soldaten gefällt hatte.
70 Töpfer
Sindringen. Zum zwölften Mal gibt es an diesem Wochenende den Töpfermarkt
von Sindringen im Kochertal. International besetzt ist dieser "Kunsthandwerker"-Markt
mit Töpfern aus Frankreich, Belgien, Österreich, den Niederlanden
und natürlich aus Deutschland. Dabei hatten sich mehr als doppelt soviele,
nämlich 165 Keramiker um einen Stand in Sindringen beworben. Neben den
Verkaufsständen gibt es auch Vorführungen, einen Kindertöpferkurs,
Musik von Hans Spielnmann und natürlich Essen und Trinken an den Ständen
der örtlichen Vereine in der Kelter. Auch heute noch ist der Markt von
11 bis 18 Uhr geöffnet.
Weizsäckertag
Öhringen. Das gesamte Hotel Württemberger Hof war am gestrigen Samstag
nur für eine einzige Familie da: für die Familie von Weizsäcker,
die an diesem Wochenende mit rund 100 Teilnehmern ihren Familientag feiert.
Neben Familienmitgliedern aus den USA und aus Frankreich logierten auch Ex Bundespräsident
Richard von Weizsäcker, der Pysiker und Philosoph Carl Friedrich von Weizsäcker
sowie der angesehen Umweltexperte und Bundestagsabgeordnete Ernst Ulrich von
Weizsäcker im vor wenigen Monaten erst wieder eröffneten Hotel. Abgehalten
wurde der rein private Familientag im Blauen Saals des Öhringer Schlosses,
unter anderem mit einem Vortrag von Ernst Ulrich von Weizsäcker über
sein neuestes Buch "Faktor 4". Heute befindet sich die aus Hohenlohe
(von der Bernhardsmühle bei Neuenstein) stammende Familie auf Exkursionstour
zu den Schlössern Waldenburg und Langenburg.
Gaildorfer Kunststück
Gaildorf. Die "Limpurger Hauptstadt" Gaildorf hat ein neues Kunstwerk,
an dem sich die Geister scheiden können. Die Hinterlassenschaft des ersten
offiziellen Stadtmalers hatte nicht einmal ein Jahr im öffentlichen Raum
der Kocherstadt überlebt. Jetzt hat die gegenwärtige Stadtmalerin
Sabine Arnold ihr Kunstwerk, ihr Geschenk an die Stadt für das erhaltene
Stipendium hinterlegt: einen Glaswürfel auf Edelstahl, der gegenüber
dem Alten Schloß plaziert wurde. Im bzw. unterm Glaswürfel die Konterfeis
von 640 Gaildorfern, die von der Künstlerin im Laufe des vergangenen halben
Jahres fotografiert worden waren. Gestern wurde das Kunstwerk von Bürgermeister
Kurt Engel feierlich enthüllt.
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Heute NVH-Beschluss
Hohenlohekreis. Über das künftige Finanzkonzept des Nahverkehres Hohenlohe
hat der Kreistag bei seiner heutigen Sitzung in der Kelter von Bretzfeld-Geddelsbach
zu entscheiden. In Klausur-tagungen hatte sich das Gremium mit der von Jahr
zu Jahr deutlicher werdenden defizitären Lage des öffentlichen Nahverkehres
schon vor einigen Wochen befasst. Fast 4,5 Mio Mark zahlt der Landkreis für
1998 aus eigenen Finanzen an den NVH. Dazu kommen 8,2 Mio Mark aus den Schülerbeförderungen,
die der Landkreis aber durch Zuschüsse des Landes und Einnahmen von den
Eltern wiederbekommt. Durch künftig bessere Betriebsergebnisse und mit
Hilfe des neuen, heute zu beschließenden Finanzkonzeptes erhofft man sich
beim Hohenlohekreis, daß sich der Eigenbetrieb Nahverkehr Hohenlohe künftig
zu 80 Prozent aus seinen eigenen Erträgen finanzieren kann. Das würde
einem jährlichen Zuschuss für den Nahverkehr aus dem Kreisetat von
nicht mehr als vier Mio Mark jährlich entsprechen. Die Kreistagssitzung
beginnt heute um 14.30 Uhr
Umwandlung in AG
Erlangen/Crailsheim. Die Heitec GmbH Erlangen, Software-Systemhaus für
Integrated Technologies und Automatisierungslösungen, wird noch in diesem
Jahr in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Das Unternehmen mit 400 Mitarbeitern
an 14 Standorten in Deutschlang Tschechien und der Slowakei erzielte im vergangenen
Jahr einen Umsatz von rund 50 Mio Mark. Einer der 14 Standorte ist Crailsheim,
ein weiterer in der Region die Stadt Heilbronn.
Lehrschwimmbecken geschlossen
Schwäbisch Hall. Das Lehrschwimmbecken der Schwäbisch Haller Behinderten
Einrichtung Sonnenhof wurde vom Gesundheitsamt geschlossen. Bei Routinekontrollen
waren in den Warmwasserleitungen der Duschen sogenannte Legionellen gefunden
worden, Bakterien, die nach Einatmen (etwa von feinverstäubtem Wasserdampf
aus den Duschen) eine gefährliche Lungenentzündung, die sgenannte
Legionärskrankheit auslösen können. Bei Menschen mit geschwächtem
Immunsystem verläuft diese Krankheit tödlich. Zwar wurden in den vergangenen
zwölf Monaten drei Todesfälle im Sonnenhof bekannt, doch keiner beruhte
auf einer Lungenentzündung. Legionellen vermehren sich besonders gut in
Wasser das um die 50 Grad warm ist. Unter 40 Grad vermehren sie sich nicht,
über 60 Grad sterben die Bakterien ab. Unklar ist, wie die Bakterien ins
Leitungssystem von insgesamt drei Häusern im Sonnenhof kamen.
VGH-Verhandlung vor Ort
Michelfeld. Der Verwaltungsgerichtshof Mannheim, höchstes Verwaltungsgericht
in Baden-Württemberg, tagt morgen vor Ort in der Michelfelder Steinäckerhalle.
Es geht um den Gipsabbau im Naherholungsgebiet Streifleswald. Nach einer Ortsbesichtigung
geht es in mündlicher Verhandlung um die Rechtmäßigkeit eines
Gemeinderatsbeschlusses aus dem Jahr 1986. Damals hatte der Michelfelder Rat
den Gipsabbau abgelehnt. Ein Urteil wird allerdings erst nach Pfingsten erwartet.
Die Entscheidung hat auch Auswirkungen auf zwei weitere Verfahren. Zum einen
klagen die betroffenen Firmen gegen das Land, das den Gemeinderatsbeschluss
vor 13 Jahren als rechtmäßig anerkannte, auf 10 Mio Mark Schadensersatz.
Zum anderen steht noch ein Normenkontrollverfahren aus, bei dem es um die Rechtmäßigkeit
eines Bebauungs- bzw. "Nicht"-Bebauungsplanes geht, mit dem die Gemeinde
ihr Naturerholungsgebiet Streifleswald schützen will.
Im Verkauf immer schwieriger
Schwäbisch Hall. Seine ordentliche Hauptversammlung hält heute der
Schwäbisch Haller Bund der Selbständigen ab. Gastreferent des Abends
im Hotel Hohenlohe ist der Agraringenieur Matthias Schulze, der über unkonventionelle
Wege im Handelsabsatz sprechen wird. Seinen Schwerpunkt legt er dabei auf Direktvermarktung
und Marketingstrategien. Denn der tägliche Kampf im Handel um die Gunst
de Verbrauchers wird immer schwieriger. Motto des Vortrages: Wie erreichen wir
den Konsuzmenten?" Die öffentliche Veranstaltung beginnt um 20 Uhr
Anti-Kriegs-Initiative
Schwäbisch Hall. Rund um ausgetretene Grüne, VVN, PDS und nicht parteilich
gebundene Friedensfreunde hat sich die Initiative "Schluß mit dem
Krieg" in Schwäbisch Hall gebildet. In einer Veranstaltung heute Abend
wollen sie ihre Ablehnung des NATO-Angriffskrieges gegen Serbien weiteren Kreisen
in der Bevölkerung verdeutlichen. Sie laden deshalb alle Kriegsgegner und
Friedensfreunde zu zwei Veranstaltung in den Haller Löwenkeller ein. Heute
Abend ab 20 Uhr referiert Arno Neuber vom Beirat der Informationsstelle Militarisierung
in Tübingen über die "Neue Strategie der NATO im Krieg gegen
Jugoslawien". Dabei geht es unter anderem um die politisch umstrittene
aber von weiten Teilen der europäischen Politik geduldete "Selbstmandatierung"
der NATO. Am kommenden Donnerstag wird es ab 17.30 Uhr eine kleine Kundgebung
auf dem Haller Milchmarkt zur Forderung "Stoppt die Bombardierung - Jetzt
sofort" geben. Dort spricht Werner Pfennig, Bundessprecher der VVN. Zur
Vorbereitung der Kundgebung gibt es am Dienstag ab 20 Uhr ein Treffen im Haller
Dritte-Welt-Laden.
Eugen-Heller-Preis
Gaildorf. Als der Gaildorfer Eugen Heller verfügte, daß aus seiner
Stiftung an die Schulbesten der 7. und 8. Klassen jeweils Preise von 10 Mark
vergeben werden sollten, war das noch viel Geld. Vor kurzem hatte der Gemeinderat
beschlossen, die Preise in Euro auszuzahlen, es aber bei der Zahl zehn zu belassen.
Immerhin eine Aufwertung des Preises um fast 100 Prozent. Bisher gab es beider
Feierstunde zur Preisübergabe taditionell eine Lesung mit einem bekannten
Autoren. Vor Jahren trat dabei schon einmal Günter Grass in Gaildorf auf.
In diesem Jahr hatten sich die Initiatoren etwas anderes einfallen lassen. Statt
einer für die Schüler meist "langweiligen" Lesung hatte
man die "Schwäbisch Sweethearts" eingeladen eine Squaredance-Gruppe,
die mit ihren Vorführungen sogar die Lehrer und Bürgermeister Kurt
Engel zum Tanzen animierte.
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Jahresbericht Diakonie
Schwäbisch Hall. Die Finanzierung diakonischer Aufgaben, insbesondere der
Beratungsstellen wird immer komplizierter und schwieriger. Kostendeckelung bei
exakter Leistungsbeschreibung sei in allen Bereichen, in denen es um Menschen
und Schicksale geht, etwa bei Ehe- und Familienberatung, bei Betreuung und Beratung
psychisch Kranker oder in der Suchthilfe ehe kontraproduktiv, so Wolfgang Engel,
Leiter der Diakonischen Bezirksstelle gestern bei Abgabe des Jahresberichtes
98. Langfristig werde man sich zusätzliche Möglichkeiten der Finanzierung
erschließen müssen. An seiner früheren Wirkungsstätte in
der diakonischen Obdachlosenbetreuung etwa habe man sehr gute Erfahrungen mit
Social Sponsering durch Firmen gemacht. Ähnliches Spenden Marketing könne
die Diakonie auch in den Beratungsbereichen für Drogenabhängige, Psychisch
behinderte, die Ehe- und Familienberatung oder für das Frauenschutzhaus
vorstellen. Man müsse halt dafür werben und Kontakte zur freien Wirtschaft
pflegen, um den einen oder anderen Dienst besser finanziell absichern zu können.
Tourismuskonzept Hohenlohekreis
Hohenlohekreis. Landkreis und Stadt Schwäbisch Hall, das Gebiet Schwäbischer
Wald und Heilbronn versuchen eine Tourismus GmbH zu gründen. Eigentlich
sollte auch der Hohenlohekreis dabei sein. Doch der geht eigene Wege. Man habe
zwar schon bisher mit Schwäbisch Hall auf der Ebene der Fremdenverkehrsgemeinschaften
intensiv zusammengearbeitet, so Hans-Günter Lang, stellvertretender Landrat
im Hohenlohekreis, das wolle man auch weiter tun solange es die Sachebene und
einzelne Projekte betreffe. Doch organisatorisch wolle man im Hohenlohekreis
einen anderen Weg gehen. Die bisherige Fremdenverkehrsgemeinschaft werde künftig
die Tourristikgemeinschaft Hohenlohe sein. "Und die Gemeinden gehen ja
finanziell mit ins Boot, der Landkreis wird sich mit 100.000 Mark einbringen".
Und bei einem Gesamtetat von vierhunderttausend Mark werde man sicherlich einiges
bewegen können für den Hohenlohekreis.
Nahverkehr Finanzierung
Hohenlohekreis. Der Kreistag des Hohenlohekreises wird auf seiner heutigen Sitzung
auch über das neue Finanzierungskonzept seines Eigenbetriebes Öffentlichen
Nahverkehr NVH beraten. Bislang hatte man auf Tariferhöhungen verzichtet,
da sonst der Kreis auch höherer Schülerbeförderungskosten gehabt
hätte. Dieses Defizit will der Landkreis aber künftig ausgleichen.
Kreiskämmerer Dietmar Striffler errechnete einen Zuschußbedarf von
1,5 Mio Mark zusätzlich zu den 20 Prozent Unterdeckung, die der NVH in
seinem Wirtschaftsplan seit jeher hatte. Kein einziger Öffentlicher Nahverkehr
kann sich zu 100 Prozent aus eigenem wirtschaftlichem Aufkommen finanzieren.
Gewinn bei weniger Umsatz
Ingelfingen. Trotz eines Umsatzrückgangens von 1,87 Mio auf 34,96 Mio Mark
hat die Hohenloher bezugs- und Absatzgenossenschaft HOBAG im vergangenen Geschäftsjahr
einen Gewinn von 55.537 Mark aus. Auf Beschluß der Versammlung in Ingelfingen
wurde dieser Betrag in die Rücklagen eingestellt. Auch der Rückgang
der Umsatzentwicklung im landwirtschaftlichen Bedarfshandel spiegle die Situation
in der Landwirtschaft wieder. 12.555 Tonnen Getreide wurde im vergangenen Jahr
von der HOBAG erfasst, 400 Tonnen mehr als im Vorjahr. Geplant ist in diesem
Jahr der Umzug der HOBAG-Verwaltung und Geschäftsleitung von Künzelsau
nach Ingelfingen.
Mit Herzog nach Litauen
Künzelsau. Der CDU Abgeordnete des Bundestagswahlkreises Schwäbisch
Hall-Hohenlohe Dr. Wolfgang von Stetten ist auch Vorsitzender der Deutsch-Baltischen
Parlamentarier-Vereinigung. In dieser Eigenschaft wird der Bundestagsabgeordnete
den Bundespräsidenten Dr Roman Herzog auf seinen beiden letzten Staatsbesuchen
nach Litauen und Lettland begleiten. Von Stetten freut sich, wie er in einer
Mitteilung an die Presse schrieb, dabei dem Bundespräsidenten auch einen
Teil der Projekte zeigen zu können, die er in den vergangenen Jahren mit
unterstützt hat, etwa das Unterstützungsprojekt für die ehemaligen
"Wolfskinder", aus Königsberg zum Ende des Zweiten Weltkrieges
nach Litauen verschleppte und vertriebene Kinder und Jugendliche, heute zwischen
60 und 70 Jahre alte Rentner. Auf dem Besuchsprogramm der heute beginnenden
Reise steht u.a. auch das Haus von Thomas Mann in Nidden.
Ehrungen beim Haller BdS
Schwäbisch Hall. Mit der silbernen Ehrennadel zeichnete gestern Abend der
Bund der Selbständigen zwei verdiente Mitglieder aus. Jeweils für
25 Jahre Mitgliedschaft erhielten die Auszeichnung die beiden ehemaligen Vorsitzenden
Hannes Honold und Dieter Breitner. Hannes Honold war nicht zu seiner Zeit als
Vorsitzender sondern seit seinem Eintritt auch als Stellvertretender Vorsitzender
und in Ausschussämtern ununterbrochen im Vorstand. Er selbst bezeichnete
sich als Fossil des Haller BdS. Dieter Breitner war bis vor wenigen Jahren Vorsitzender
und gilt als Vater des Haller Stadtmarketing, dessen Fortentwicklung in Händen
der Stadtverwaltung er allerdings derzeit als, vorsichtig ausgedrückt,
"eher schwierig" bezeichnete.
Ungebetener Besucher
Michelfeld. Ungebetenen Besuch bekam ein Sportgeschäft im Gewerbegebiet
Kerz. Wie erst jetzt bekannt wurde brachen die Täter mit einem Brecheisen
schon in der Nacht zum vergangenen Freitag die Seitentüre des Gebäudes
auf und drangen in die Verkaufsräume ein. Dort entwendeten die Ganoven
hochwertige Sportschuhe, Tennisanzüge und Sportbekleidung im Gesamtwert
von etwa 30.000 Mark. Wie die Ermittlungen der Polizei ergaben, müssen
die Täter dabei sehr offen agiert haben, parkten etwa ihr Fahrzeug direkt
vor dem Haupteingang des Geschäftes. Vermutlich fiel das Treiben auch deswegen
nicht weiter auf, weil jeder zufällige Passant es für einen normalen
Ladevorgang hielt. Die Kripo Hall sucht weitere Zeugen des Vorfalles.
Vorstandssitzung
Schwäbisch Hall. Der Vorstand des Schwäbisch Haller Kunstvereins tagt
heute Abend in der Hirtenscheuer. das historische Gebäude zwischen Weiler-
und Katharinenvorstadt diente lange Jahre als Feuerwehrmuseum und ist in den
letzten Jahren vom Kunstverein als Ausstellungsraum und Treffpunkt umgestaltet
worden. Auf der Tagesordnug des Vereines stehen die Ausstellungsplanung für
das laufende Jahr, die weitere Ausgestaltung der Räume in der Hirtenscheuer
sowie Planungen für Kunstreisen und Atelierbesuche. Gegenwärtig werden
beim Haller Kunstverein Zeichnungen und Collagen der Karlsruher Künstlerin
Sibylle Schlageter ausgestellt. Die Vorstandssitzung ist öffentlich für
die interessierte Bevölkerung.
Wirtschaft trifft Schüler
Schwäbisch Hall. Sechs Manager namhafter baden-württembergischer Firmen,
darunter die Baussparkasse Schwäbisch Hall oder Hewlett Packard nehmen
sich heute Zeit, um direkt mit Schülern im Schwäbisch Haller Schulzentrum
West zu sprechen. Es ist dies nach einer Startveranstaltung in Stuttgart das
zweite Mal, daß ein solches, vom Wirtschaftsministerium des Landes organisiertes
Treffen stattfindet. Ziel von "Unternehmer an die Schulen" ist es,
Schülerinnen und Schüler frühzeitig mit dem Themenkreis Existenzgründung
vertraut zu machen. Die Manager informieren über Chancen, Risiken und Herausforderungen.
Teilnehmen wird am Projekt in seiner Heimatstadt auch Wirtschaftsminster Dr.
Walter Döring persönlich.
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Staatsanwalt in Bank
Öhringen. Die Staatsanwaltschaft hat Bankgebäude und Privathäuser
von drei ehemaligen Vorstandsmitgliedern der Volksbank Hohenlohe durchsucht.
Hintergrund sind Ermittlungen zu einem Kreditausfall im Zusammenhang mit dem
undurchsichtigen Konkurs eines Waldenburger Schrott- und Entsorgungsunternehmens.
Der Bank soll dabei ein Schaden in zweistelliger Millionenhöhe entstanden
sein. Der Aufsichtsrat der Bank hatte sich relativ schnell nach Bekanntwerden
des Falle im Januar von den Vorstandsmitgliedern getrennt. Ermittelt wird jetzt
gegen den gesamten Vorstand der Bank wie er vor der Fusion der Öhringer
und Künzelsauer mit den Banken in Kupferzell, Gerabronn und Kirchberg bestand.
Nur Vorstandsvorsitzender Manfred Goeke ist vom ursprünglichen Führungsgremium
noch im Amt. Der Bankvorstand tagte gestern ab dem Vormittag und war zunächst
für Statements nicht zu erreichen. Am späten Nachmittag ließ
Vorstandsmitglied Edmund Wahl, Gerabronn dann wissen, er bedauere, daß
auch Vorstandssprecher Manfred Goeke in die Untersuchung der Staatsanwaltschaft
miteinbezogen sei. Er hoffe aber, daß diese aufgrund von Medienberichten
von Amts wegen gestartete Untersuchung nun endlich Klarheit in die Sache bringe
und der Bank die Ruhe, die sie für ihre Geschäfte benötige. Man
habe rechtzeitig Wertberichtigungen veranlasst und sei eine im Kern gesundes
und leistungsfähiges Geldinstitut.
Haus der Wirtschaft im Solpark
Schwäbisch Hall. Kurz nach der Einweihungsfeier wurde erneut eine 50 Kilo-Bombe
gefunden und die Leute mussten das Gelände verlassen, bis sie entschärft
war. Doch die Stadt Schwäbisch Hall denkt, daß noch in diesem Jahr
die ersten neuen Firmen im Konversionsgebiet Solpark ihre Gebäude erstellen
werden. Eingeweiht wurde gestern offiziell das sogenannte Haller Haus der Wirtschaft.
Handwerkskammer, Industrie- und Handelskammer, Steinbeis-Technologiezentrum,
Wirtschaftsförderung des Landkreises, das Amt für Wirtschaft der Stadt,
dazu innovative Firmen und eine private Fachhochschule: alles unter einem Dach.
"Das", so Oberbürgermeister Hermann Josef Pelgrimm, "ist
eine einmalige Kombination und gibt es so wohl nirgends sonst. Das neue Gewerbegebiet
Solpark bietet für alle Investoren und Existenzgründer kurze Wege."
Arbeitsloseninitiativen im Gespräch
Schwäbisch Hall. Alle mit der Betreuung von Arbeitslosen in Hohenlohe befassten
Organisationen trafen sich gestern am späten Nachmittag mit Wirtschaftsminister
Dr. Walter Döring und den FDP-Politikern Ulrich Heinrich und Dr Ulrich
Noll zu einem Gedankenaustausch im Schwäbisch Haller Hotel Kronprinz. Erlacher
Höher, Neue Arbeit auf dem Lande, die Selbsthilfeorganisation Telearbeit
und die Diakonie klagten über die Schwierigkeiten, ihre Hilfen für
Langzeitarbeitslose und solche, die durch jegliche Masche des sozialen Netztes
gerutscht seien, überhaupt noch verlässlich zu finanzieren. Jahr für
Jahr stünden selbst die Helfer vor der Bedrohung, mangels rechtzeitiger
Zusage staatlicher Zuschüsse für die Projekte selbst in die Arbeitslosigkeit
zu rutschen. Zumindest, so Wirtschaftsminister Dr. Walter Döring, gehe
es angesichts der Haushaltslage öffentlicher Kassen für ihn darum,
die Lage der Hilfsorganisationen nicht zu verschlechtern. Zum andern sei es
wichtig, daß die Politik sich engagiere und bei der Wirtschaft für
diese Einrichtrungen werbe. Er als Wirtschaftsminister könne da sicher
das eine oder andere tun.
Unternehmer in der Schule
Schwäbisch Hall. Rund 150 Schüler in Schwäbisch Hall hatten am
gestrigen Schultag Diskussionen mit Unternehmern auf dem Stundenplan. Sechs
baden-württembergische Top-Manager waren ans Erasmus Widmann Gymnasium
gekommen. Vor knapp einem Jahr hatte Wirtschaftsminister Dr. Walter Döring
die Idee bei einer Tagung des Jugendhilfe Kuratoriums im Schwäbisch Haller
Arbeitsamt erstmals öffentlich kundgetan, solche Kontakte zu organisieren.
Döring will mehr Schüler dazu animieren nach Schule und Studium eine
selbständige Existenz aufzubauen. Viel zu wenige fassten einen solchen
Lebensplan ins Auge, so Döring. In Baden-Württemberg gebe es eine
Selbständigenquote von unter 10 Prozent. Er wolle wenigstens erreichen,
daß es 15 Prozent würden. Dazu aber brauche er ihre Unterstützung,
habe er den Unternehmern gesagt. Es reiche nicht, wenn sie an ihn 'hinjammerten',
die Schulen würden zu wenig auf die Selbständigkeit, die Existenzgründung,
das Unternehmertum vorbereiten. Das Ergebis seines Appells sei überwältigend
gewesen. Von 200 angeschriebenen Unternehmern hätten 199 ihre Bereitschafterklärt,
an Schulen zu gehen.
Kein Fehlbetrag im Kreishaushalt
Landkreis Schwäbisch Hall. Auch der 98er-Etat des Landkreises Schwäbisch
Hall schloß ohne den erwarteten Fehlbetrag ab. Die aktuelle Haushaltssituation
mache deutlich, schrieb auch das Regierungspräsidium in seiner Genehmigung
des 99er Etats, daß die andauernden Bemühungen des Landkreises um
eine nachhaltige Konsolidierung stabilisierende Wirkung entfalten. Das Regierungspräsidium
rät dem Landkreis, seine Bemühungen um Ausgabendisziplin fortzuführen.
Der Landkreis hatte seine positiven Jahresabschlüsse allerdings nur erreicht,
nachdem er die Tilgungen für alte Schulden ausgesetzt hat und diese erst
im kommenden Jahr wieder aufnehmen wird.
Trotta im Hohenlohekreis
Künzelsau. Die Fachhochschul-Außenstelle in Künzelsau ist auf
Dauer gesichert. So sieht es zumindest der baden-württembergische Forschungsminister
Klaus von Trotha, der zu einer Europawahlveranstaltung im Kochertal war. Daß
sich so eine Fachhochschule aber auch rechnen muß, zeigen die in der Vergangenheit
immer wieder auftauchende Schließungsgerüchte. Nachdem es nun aber
grünes Licht für die zusätzliche Studienrichtung Sportmanagement
gegeben habe, "sollte damit endgültig Schluß sein", so
von Trotha. Man werde allerdings künftig größere finanzielle
Beiträge der Studierenden und ihrer Eltern erwarten müssen.
Mühlentag im Limpurger Land
Oberrot/Murrhardt. Der 6. Deutschen Mühlentag findet am kommenden Pfingstmontag
statt. Er wird um 10.30 Uhr in der Murrhardter Rümelinsmühle eröffnet.
Zwischen Oberrot und Gschwend sind zahlreiche Mühlen zur Besichtigung frei.
68 sind es insgesamt entlang des Mühlenweges zwischen Mudau im Odenwald
und der Unteren Kapfenhardter Mühle im Nordschwarzwald. Wie der Vorsitzende
des Landesverbands Baden-Württemberg der Deutschen Gesellschaft für
Mühlenkunde und Mühlenerhaltung, Dr. Gerhard Fritz aus Murrhardt,
mitteilt, steht der diesjährige Mühlentag bereits unter dem Vorzeichen
der Jahrestagung 2000. Dann werden erstmals im Südwesten mehrere hundert
Mühlenfachleute aus ganz Deutschland erwartet.
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Textil gewinnt gegen Gasthaus
Schwäbisch Hall. Der Schwäbisch Haller Drei König, Traditionsgasthaus
inmitten der Stadt seit mindestens 300 Jahren, hat gestern verloren. Der Gemeinderat
stimmte nach einer emotional geführten Debatte mit 23 gegen 10 Stimmen
für die Ansiedlung eines Textilkaufhauses in dem historischen Gebäude.
Dabei diskutierte man im Haller Gemeinderat ein weiteres Mal mit verschobenen
Fronten: die SPD geführte Stadtverwaltung mit CDU und FWV gegen GRöNE
und Teile der SPD. Kritisiert wurde ein weiteres Mal heftig die Vorgehensweise
der Stadtverwaltung, die es nicht für notwendig halte, dem Gemeinderat
eine umfassende Vorlage, die auch andere, als die von der Verwaltung selbst
favorisierte Lösung enthalte vorzulegen. Dies, so Grüne Rätin
Andrea Hermann, sei auch eine Form der Manipulation. SPD Fraktionsvorsitzender
Dieter Vogt sah im Gemeinderatsbeschluss eine Richtungsentscheidung über
den Umgang mit der historischen Altstadt. Mit dem kompletten rund acht Mio Mark
teuren Umbau, bei dem nur die Fassade übrigbleibe, gehe ein weiteres Stück
Geschichte unwiederbringlich verloren. Da sei ein kompletter Abriss mit anschließendem
Neubau ehrlicher. Argument der Gegenseite und Kaufhausbefürworter: Für
diese Gaststätte im Innenstadtbereich gebe es keinen Bedarf mehr. Das Gebäude
sei nach Sanierung gastronomisch nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben und
erfordere jährliche Defizitabdeckungen von 300.000 Mark und mehr.
Landesgelder zugesagt
Schwäbisch Hall. Zur Entwicklung im Konversionsgebiet Solpark erwartet
die Schwäbisch Haller Stadtverwaltung weitere Hilfen aus Europa, vom Bund
und vom Land. Insbesondere die Entkontaminierung des des alten Kasernengeländes
Geländes sprengt den bisherigen Zuschußrahmen von zehn Millionen
Mark. Aber auch der Umbau des alten Wehrmachtshangars zur Messehalle und die
dringend erforderliche Anbindung des entstehenden Gewerbegebietes an die Autobahn
sind teurer als vorauszusehen. Wirtschaftsminister Dr. Walter Döring stellte
für das Jahr 2000 einen weiteren Zuschuss des Landes in Höhe von zwei
Millionen Mark in Aussicht. Beantragt hat die Stadt auch Gelder aus einem EU-Programm,
das speziell für die Konversion militärischen Geländes in zivile
Einrichtungen aufgelegt wurde. Hier wird das Wirtschaftsministerium Ende des
Jahres entscheiden - welche der ihm vorgelegten Förderprojekte es befürwortet.
Auch bei diesem Programm sind die Mittel begrenzt und durch gestellte Anträge
schon weit überzeichnet. Mit im Boot beim städtischen Konversionsprojekt
Solpark ist der Landkreis Hall. Er zog mit seiner Wirtschaftsförderungsgesellschaft
ins neue Haus der Wirtschaft. Der Landkreis wird bei seiner Wirtschaftsförderung
von der Kreissparkasse jährlich mit 150.000 Mark unterstützt.
Neues Haus der Diakonie
Crailsheim. 2,9 Mio Mark wird der evangelische Kirchenbezirk Crailsheim für
ein neues Haus der Diakonie auf dem Crailsheimer Kreuzberg aufbringen. Das Gebäude,
so Crailsheims Dekan Peter Pfitzenmaier soll im Juli 2000 bezogen werden. Untergebracht
werden dort die Suchtberatung, die Psychologische Beratungsstelle und eine Sozialstation.
Von der Landeskirche wird der Kirchenbezirk voraussichtlich 800.000 Mark Zuschüsse
zum Bau erhalten.
Kein Bedarf
Gaildorf. Die Gemeinden des Limpurger Landes haben trotz manchen Unmuts über
Entscheidungen des Baurechtsamts im Haller Landratsamt keinen Bedarf an einem
eigenen Amt in Gaildorf. Die Bürgermeister Roland Miola (Fichtenberg) und
Heinrich Krockenberger (Sulzbach-Laufen) haben nach eigenen Angaben mit dem
Haller Amt keine Probleme. "Wir waren mit einigen negativen Entscheidungen
konfrontiert", so Oberrots Bürgermeister Werner Strack, "doch
die wurden ausgeräumt und bei uns gibt es keine Bestrebungen in Richtung
eines eigenen Amtes fürs Limpurger Land. Gaildorfs Bürgermeister Kurt
Engel erklärte, man dürfe die Sache mit einem eigenen Baurechtsamt
nicht ganz aus den Augen verlieren. Aber durch die Änderungen bei den Gebührenordnungen
im Bauwesen wäre von vorneherein klar, daß diese Einnahmen nicht
einmal die entstehenden Kosten decken würden. "Ohne Not werden wir
die Wege zu einem eigenen Baurechtsamt nicht gehen", stellte auch Engel
klar.
Handgranate in Briefkasten: acht Monate
Künzelsau. Acht Monate auf Bewährung bekam ein 22jähriger Bundeswehrsoldat
vor dem Amtsgericht Künzelsau jetzt aufgebrummt. Er hatte einen Droh- und
Beleidigungsbrief samt Handgranate in den Briefkasten eines Richters geworfen,
weil dieser in einem Zivilprozess ein Versäumnisurteil gegen den Angeklagten
erlassen hatte. Was der 22jährige Wehrdienstleistende "halt als Spass"
bezeichnete, hatte eine umfassende Polizeiaktion ausgelöst. "Beim
nächsten Mal wird es Dir die Eier wegfetzen", hatte der Angeklagte
im Handgranatenbrief gedroht und: "Du bist bald tot. Wir von Macht und
Ehre sind ultra rechts. Wir verehren Adolf Hitler und Rudolf Hess". Klar,
daß die Polizei darauf heftig reagierte und auch der Richter meinte "Wer
so einen hirnrissigen Unsinn schreibt, kann ihn auch tun." Bewährung
hielt er für gerade noch machbar. Zudem muß der junge Mann 200 Stunden
gemeinnützige Arbeit leisten.
Schon wieder: Zug gegen Auto
Gaildorf. Schon wieder krachte es zwischen Auto und Triebwagen auf der Nebenbahnstrecke
der Württembergischen Eisenbahngesellschaft von Gaildorf nach Untergröningen
im Kochertal. Es war der fünfte Unfall dieser Art innerhalb eines Jahres.
Ein 60jähriger Autofahrer hatte sowohl das blinkende Rotlicht als auch
das Herannahen des Triebwagens mißachtet bzw. übersehen. Das Auto
wurde nach dem Aufprall 50 Meter weit auf den Gleisen mitgeschleift und die
Gaildorfer Freiwillige Feuerwehr mußte die verkeilten Wagen mit einer
Hydraulikschere trennen. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Es entstand
ein Sachschaden von rund 110.000 Mark
Schulbau wird Rathaus
Bühlerzell. Nachdem die Verwaltung von Bühlerzell im Innerortsbereich
vergeblich nach einem Standort für ein neues Rathaus gesucht hatte, beschloss
jetzt der Gemeinderat, das alte Schulgebäude als Rathaus umzubauen. Die
Verwaltung hatte dies lange Zeit abgelehnt, musste sich nun aber den Realtäten
beugen. Unter vier Architekturbüros will man jetzt einen beschränkten
Wettbewerb durchführen. Ein Planungsauftrag soll noch im Sommer vergeben
werden. Kosten wird der Umbau, mit dem man voraussichtlich im Herbst 2000 beginnen
kann, voraussichtlich 2,7 Mio Mark.
Ägyptischer Auftrag
Crailsheim. Zehntausend Mark Anzahlung in bar, Auftragswert 2,5 Mio Mark. Eine
Gruppe ägyptischer Händler war nach Abschluß der Messe Interpack
vor wenigen Tagen in Crailsheim bei der Firma Groninger aufgetaucht und hatte
die Order für zwei Flaschenabfüllanlagen für die Pharmazie erteilt.
Für die Crailsheimer Verpackungsmaschinenfabrik, die derzeit im benachbarten
Schnelldorf eine Fabrikerweiterung plant, war dieser ungewöhnliche Geschäftsabschluß
sozusagen das Tüpfelchen auf dem i zu einem erfolgreichen Messeauftritt.
Tulpen für Brot
Crailsheim. Eine erfolgreiche Verbindung von Schulunterricht im Fach Biologie
und einer Hilfsaktion brachten jetzt die Schüler einer sechsten Realschulklasse
in Crailsheim zu Ende. Sie hatten seit dem Frühjahr Tulpenzwiebeln nach
Lehrplan gepflanzt, das Wachstum kontrolliert und beschrieben. Nach dem Aufblühen
der Zwiebeln wurden die Tulpen an Bekannte und auf dem freien Markt verkauft.
Fast 600 Mark kamen auf diese Weise zusammen, die jetzt an die Welthungerhilfe
als Spende für ein Projekt Schulfrühstück in der peruanischen
Hauptstadt Lima gingen.
Knochenfunde
Bretzfeld. Beim Bretzfelder Teilort Unterheimbach im Hohenlohekreis haben Spaziergänger
Teile von mehreren menschlichen Skeletten gefunden. Die Knochenfragmente waren
auf einem Acker verteilt. Untersucht werden die Knochenfunde in einem gerichtsmedizinischen
Institut, das den älteren Ursprungs der Knochen bestätigte. Ein Verbrechen
kann nach derzeitigen Ermittlungen weitgehend ausgeschlossen werden. Die Knochen
wurden bei Baggerarbeiten freigelegt und mit der aufgeschütteten Erde auf
dem späteren Fundort verteilt. Möglicherweise ist der Bagger auf eine
unbekannte historische Grabstelle gestossen.
Rauchwolken über Künzelsau
Künzelsau. Für Aufregung sorgte gestern Vormittag ein Feuer auf dem
Gelände des alten Milchwerkes in Künzelsau. Dicke Rauchwolken hingen
über der Stadt. Das Feuer ausgebrochen war, wie schon vor wenigen Tagen
ähnlich im Schwäbisch Haller Konversionsgebiet Solpark bei Abbruch-Schweißarbeiten.
Altes Baumaterial war in Brand geraten. Doch die Feuerwehr, die mit 30 Mann
im Einsatz war, konnte keine Messungen auf Schadstoffe mehr vornehmen. Bei ihrem
Eintreffen waren die Rauchwolken schon zu hoch und lösten sich zudem rasch
auf. Allerdings konnte auch der Wirtschafts-kontrolldienst anschließend
im Löschwasser keinerlei erhöhte Schadstoffkonzentrationen finden.
Man geht davon aus, daß bei dem Brand keine Gefährdung der Künzelsauer
Bevölkerung bestand. Sachschaden entstand keiner, da das brennende Material
sowieso als Abfall abgefahren worden wäre.
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Heute beginnt Siedersfest
Schwäbisch Hall. Mit einer Auftaktveranstaltung, traditionell in einem
der zahlreichen Teilorte Schwäbisch Halls (in diesem Jahr in Eltershofen)
beginnt heute Abend das Kuchen- und Brunnenfest der Haller Sieder. Neues, Modernes
verbindet sich hier alljährlich zu Pfingsten mit überlieferten Traditionen
und lockt von Samstag bis Montag Tausende von Besuchern nach Schwäbisch
Hall. Auch das historische Programm, so Robert Spoden, Tourismuschef in Hall,
wird von den Siedern und ihrem Verein Alt Hall immer wieder ergänzt. So
gibt es neu eine althällische Trinkstube und ein Geschichtenprogramm für
Kinder. Und wie schon im vergangenen Jahr wird auch in diesem Jahr ein Falschspieler
aus der Trinkstube als Delinquent im Gefängniswagen durch die Stadt geführt
und in den Schuldturm eingesperrt.
11 Tonnen Hilfsgüter
Crailsheim. Fernsehberichte waren die Motivation für ein Crailsheimer Unternehmerpaar,
eine Hilfsaktion zu starten. Doch nicht Geld- sondern Sachspenden wollten die
Crailsheimer für Flüchtlinge in Albanien sammeln. Über geschäftliche
Beziehungen, Nachbarn, Freunde, Bekannte und Verwandte kamen schließlich
11,5 Tonnen unterschiedlichste Hilfsgüter im Wert von rund 50.000 Mark
zusammen. Auf 15 Paletten wurden die Hilfsgüter gestern auf den Weg gebracht.
Sie gehen mit einem Transport des Arbeiter-Samariter-Bundes nach Albanien. Insgesamt
beteiligten sich 29 Firmen und sechs Kindergärten an der Aktion
Nicht in unserem Namen
Schwäbisch Hall. Auf rund 150 Personen wuchs die Menge im Lauf der Kundgebung
an, die sich gestern am Haller Milchmarkt gegen den Krieg in Jugoslawien wandte.
Menschen jeglichen Alters sind betroffen über das ungeheure Leid, das anderen
Menschen zugefügt wird, nur weil Politiker einen anderen Politiker bestrafen
wollen, gegen den selbst sie aber nicht vorgehen. In den Medien werde versucht
den Eindruck zu vermitteln, als zerstörten die Bomben nur Sachen, Brücken,
Sendeanlagen Kraftwerke, Panzer. Doch in den Panzern sitzen Menschen, vom Strom
der Kraftwerke hängen Menschenleben ab, bei den Sendeanlagen arbeiten Journalisten
und über die Brücken fuhren Menschen in Bussen und Zügen. Der
Hauptredner der Kundgebung bezeichnete, wie viele andere auch, diesen Krieg
als nach dem deutschen Grundgesetz für verfassungswidrig. Der Artikel 25
des Grundgesetzes verbiete schon die Vorbereitung eines Angriffskrieges. Kriege
beginnen in den Köpfen, so der Redner, und deshalb müsse auch in den
Köpfen vorsorge getroffen werden für den Frieden. "Die Bomben
fallen nicht in unsere Namen..." beginnt ein offener Brief an die Menschen
in Jugoslawien, der ab dem Wochenende im Haller Dritte-Welt-Laden zur Unterschrift
aufliegt. In diesem Brief wird auch die deutsche Regierung aufgefordert, die
Kampfhandlungen einzustellen und die Grenzen für die Opfer dieses Konfliktes
unverzüglich und großzügig zu öffnen.
Gutachten über ÖPNV
Schwäbisch Hall. Für rund 60.000 Mark wird sich der Landkreis Schwäbisch
Hall jetzt ein Gutachten über den Öffentlichen Personen Nahverkehr
im südlichen Landkreis erstellen lassen. Insbesondere geht es hier um den
Erhalt der Nebenbahnstrecke im Kochertal zwischen Gaildorf und Untergröningen.
Senkung der Strompreise
Schwäbisch Hall. Die Stadtwerke Schwäbisch Hall werden ihre Strompreise
zum 1. Juli senken. Dennoch kann die Stromrechnung steigen, denn die zum 1.
April bereits eingeführte Ökosteuer frißt die Einsparungen wieder
auf. Gleichzeitig mit der Senkung der Arbeitspreise werden allerdings auch die
Grundpreise angehoben. So kommt eine durchschnittliche Preissenkung von 5,2
Prozent zustande. Die Ökosteuer verteuert jedes Kilowatt Strom, inklusive
Mehrwertsteuer um 2,32 Pfennige. Andere, vor allem die kleineren Stromlieferanten
in der Region, die von der großen EnBW abhängig sind, haben ihre
neuen Tarifstrukturen noch nicht bekannt gegeben. Sie müssen sich an der
EnBW orientieren, die in diesem Jahr erstmals statt getrennter Tariftabellen
bei Badenwerk und Energieversorgung Schwaben ein gemeinsames Tarifwerk anbieten.
Doch hier sind die Verhandlungen der EnBW mit dem Wirtschaftsministerium noch
nicht abgeschlossen. Dort werden heute die letzten Gespräche geführt
und Mitte nächster Woche die Tarife bekanntgegeben.
Busverkehr blockiert
Schwäbisch Hall. Eine Linie fiel ganz aus, zwei weitere Buslinien des Haller
Stadtverkehrs hatten erhebliche Verspätungen: Ursache. An der Haller Rittersbrücke,
über die ausschließlich Omnibusse fahren dürfen, hatte ein 63jähriger
Mann sein Auto quer vor die Brückenauffahrt geparkt, sodaß in die
Heimbacher Gasse hinein ein Busstau entstand. Doch der Mann weigerte sich ohne
ersichtlichen Grund sein Fahrzeug wegzubewegen, sodaß sich das Busunternehmen
schließlich gezwungen sah, die Polizei zu rufen. Der Mann wurde in vorläufigen
gewahrsam genommen. Wie sich im Verhör herausstellte, hatte der Man eine
Stunde zuvor bereits eine Ähnliche Aktion gestartet, allerdings mit weniger
durchschlagendem "Erfolg". Einen Grund für sein Verhalten wollte
er allerdings auch der Polizei gegenüber nicht nennen.
Hohenloher Volksfest
Blaufelden. Entgegen bisherigen Gepflogenheiten beginnt das Hohenloher Volksfest
in Blaufelden in diesem Jahr bereits am Freitagabend. Festwirt Stefan Adanietz
veranstaltet im Festzelt eine Ballermann-Mega-Party. Offizieller Fassanstich
aber erst am Samstagabend. Erstmals sticht der neue Blaufelder Bürgermeister
Klaus Köger ein Fass an. Höhepunkt und Abschluß des Festes ist
am Dienstag ab 16:30 Uhr die Politisches Kuttelei, zu der man in diesem Jahr
den CDU-Fraktionsvorsitzenden der Landtagsfraktion Günther Oettinger eingeladen
hat. Der große Krämermarkt zum Volksfest wird - in diesem Jahr mit
140 Ständen - am Pfingstsonntagmorgen nach der Kirche eröffnet. Und
in der Festhalle zeigen 42 Aussteller auf einer Messe das neueste aus den Bereichen
Umwelt und Energie.
Neue Flüchtlinge
Crailsheim. Die Anfang der Woche im Land eingetroffenen zusätzlichen Kosovo-Kontingent-Flüchtlinge
werden heute auf verschiedene Sammelunterkünfte im Land verteilt. Acht
der 215 Kosovo-Albaner sind der Sammelunterkunft in Crailsheim zugeteilt. Auch
die Landkreise Main-Tauber und Hohenlohekreis sowie die Stadt Heilbronn müssen
jeweils acht Leute aufnehmen. Dem Landkreis Heilbronn werden 20 Flüchtlinge
zugeteilt. Derzeit sind in der Region 102 Kosovo-Flüchtlinge untergebracht.
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Kritik an Stadtverwaltung
Schwäbisch hall. Eine aktive Zusammenarbeit mit der Stadt sei zur Zeit
kaum möglich, kritisiert der Haller Bund der Selbständigen. Insbesondere
beim Stadtmarketing, das der BdS jahrelang versucht habe anzuschieben, bewege
sich die Stadt überhaupt nicht. Es gebe weder klare Vorstellungen, keine
Satzung, keine konkreten Konzepte, dort weiterzumachen, wo der Prozess Stadtmarketing
mit dem BdS angekommen sei. Eigentlich habe man im Stadtmarketing auf das sogenannte
Gelsenkirchener Modell gesetzt. Doch in der Stadtverwaltung gebe es keine Zeichen
irgendeiner Aktivität in dieser Richtung weiterzumachen. Man sei von der
Stadt enttäuscht, so Vorsitzender Dieter Klenk bei der jüngsten Hauptversammlung
des Haller Bundes der Selbständigen.
Wieder Eberbacher Gassenfest
Eberbach an der Jagst. Wegen Überfüllung und Helferfrust hatte der
Vorstand der Hüttenfreunde Eberbach beschlossen im vergangenen Jahr kein
Gassenfest in Eberbach zu veranstalten. Doch der "Protest" gegen diese
Entscheidung ebbte im Hohenlohischen nicht ab. Das "Hohenloher Woodstock"
mit zuletzt 16.000 Gästen in dem kleinen 400 Einwohnerort an der Jagst
hatte zuletzt zuviele Probleme gemacht und die Helfer hatten soviel Frust, daß
sie nicht weitermachen wollten. In diesem Jahr aber soll es nun doch wieder
weitergehen. Die Organisation des festes soll aber nicht mehr allein auf den
Schultern der Hüttenfreunde lasten. Andere Vereine und Organisationen sollen
mit eigenen Ständen präsent sein und mit ihren Mitgliedern helfen.
Das gassenfest selbst soll seinen Charakter behalten Geplant sind Musik und
Kleinskunst auf fünf Bühnen im Ort. Doch konkret gibt es zur Zeit
noch wenig Informationen. "Es stehen erst etwa 30 Prozent des Programmes",
so Sprecher Hans-Hermann Haßler. Mit dabei sind die Gruppe "Hiss"
und die "Bogus Brothers"
Hochwasserdamm fertig
Niedernhall. Der Hochwasserdamm bei Niedernhall, der künftig Gewerbegebiet
und Altstadt vor einem Jahrhunderthochwasser schützen soll ist fertig.
Zusätzlich zum 700.000-Mark teuren Damm, wovon die Stadt Niedernhall 30
Prozent selbst zu bezahlen hat, wurde in Niedernhall auch eine 500.000 Mark
teure Hochwasserpumpe angeschafft, die auch über Keller und Kanalisation
eindringendes Wasser aus der Stadt fernhalten soll. Ein "gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis"
nannte Bürgermeister Emil Kalmbach die 700.000 Mark bei der "Einweihung"
des Dammes. Immerhin hat das Jahrhunderthochwasser von 1993 in Niedernhall einen
Sachschaden von über 30 Mio Mark verursacht.
Ex BM übernimmt Kirchenkasse
Blaufelden. Der ehemalige Bürgermeister von Blaufelden, Kurt Mündlein,
der in diesem Jahr nach drei Amtsperioden nicht mehr kandidiert hatte, übernahm
jetzt die Kirchenkasse des Bezirkes Blaufelden. Als Kirchenpfleger und Kirchenbezirksrechner
hofft Mündlein mehr Freiraum für sich und seine Familie zu haben.
Sein Vorgänger als Kirchenpfleger, Thomas Siegele wechselte in die erweiterte
Geschäftsführung der Diakoniestation, die vor wenigen Wochen erst
ins neue Gemeindehaus bzw. den Dekanatsanbau umzog.
Kritik an Tourismus
Braunsbach. Heftige Kritik übte jetzt Braunsbachs Bürgermeister Ulrich
Naas an der Entscheidung des Hohenlohekreises, künftig eigene Wege gehen
zu wollen. Alle Ansätze, die man in den vergangenen Jahren entwickelt habe,
so Naas, der bis vor wenigen Monaten Vorsitzender der aufgelösten Fremdenverkehrsgemeinschaft
Schwäbisch Hall war, gingen jetzt kaputt. Man müsse praktisch bei
Null anfangen. Die Entscheidung der 16 Gemeinden des kleinsten Landkreises in
Baden-Württemberg, sich nicht an der geplanten Tourismus GmbH zu beteiligen
und stattdessen mit einem 400.000-Mark-Etat als Touristikgemeinschaft "Flagge
zu zeigen" für Hohenlohe. Ein "eigenes Süppchen" zu
kochen mit dem Zauberwort "Kooperation" als Würze, das bringe
nichts. Kooperation habe es auch bisher schon gegeben, ohne, daß der große
Durchbruch erzielt worden sei. Aus der geplanten Tourismus GmbH auszusteigen
und von Gemeinsamkeit und von "Flagge zeigen zu reden, das ist fast schon
Zynismus pur", so Ulrich Naas. "Aber was soll's. Schließlich
tut's ein Tischwimpelchen auch."
Museumsfest bei Würth
Gaisbach. Das weithin bekannte Museum Würth in Künzelsau-Gaisbach
ruft am Pfingstsonntag wieder zu seinem berühmten Museumsfest. Da am Wochenende
auch das Ende der großen Spanien-Ausstellung ansteht und auf die nächste
Ausstellung mit dem keramischen Werk von Pablo Picasso hingewiesen wird, die
dann ab 5. Juni zu sehen sein wird geht es in diesem Jahr recht spanisch zu,
so Dorothea Druckenmüller vom Museum Würth. Es gibt spanisches Essen,
eine Gypsy-Band spielt und am Nachmittag des Museumsfestes gibt es Straßentheater
mit dem Stück Don Quichote.
Auch Caritas weiter dabei
Schwäbisch Hall. Das Caritas-Zentrum Schwäbisch Hall-Crailsheim und
das Haus der Diakonie weisen in einer gemeinsamen Presseerklärung darauf
hin, daß im Landkreis Hall sowohl Diakonie als auch die Caritas als staatlich
anerkannte Beratungsstellen gemäß Paragraf 219 tätig sind. Im
vergangenen Jahr hatte die Arbeit der Schwangerschaftsberatungsstellen der katholischen
Kirche durch einen Brief des Papstes besondere öffentliche Aufmerksamkeit
erreicht. Anders als viele andere Beratungsstellen im katholischen Bereich ist
die Caritas Schwäbisch Hall-Crailsheim jedoch weiterhin tätig und
versucht gemeinsam mit den Hilfesuchenden Perspektiven zu entwickeln. Sowohl
Diakonie als auch Caritas sind über den Arbeitskreis anerkannter Beratungsstellen
miteinander vernetzt.
Falscher 500er
Schwäbisch hall. Einen falschen 500 Mark Schein bei einer Bank eintauschen
wollte gestern ein 28jähriger in Schwäbisch hall. Wie der Mann gegenüber
der Kriminalpolizei angab, hatte er den Schein von einem Bekannten in Bosnien
bekommen. In dessen Auftrag sollte er die Geldnote wechseln. Die Ermittlungen
dauern noch an.
Suchaktion
Satteldorf. Ein große Suchaktion wurde gestern am Nachmittag gestartet,
als zwei Zeuginnen per Handy meldeten ein gekentertes Kanu mit einem etwa 30
Jahre alten Kanufahrer treibe auf das Wehr bei der Jagstbrücke Neidenfels
zu. 24 Polizeibeamte und drei Helfer des DLRG mit einem Boot suchten die Jagst
ab, konnten aber weder das gemeldet rote Kanu, noch den Mann entdecken. Die
Aktion musste ergebnislos abgebrochen werden. Die Polizei ruft weitere Zeigen
auf, die den Kajakfahrer gesehen haben. Auch der Kajakfahrer selbst sollte sich
bei der Polizei melden, sollte er das sichere Ufer erreicht haben.
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Geld für Gymnasium
Schwäbisch Hall. Die Erweiterung des Gymnasiums St. Michael wird vom Land
mit 3,4 Millionen Mark bezuschusst. Die Bauarbeiten für ein weiteres Stockwerk
auf dem Flachdachgebäude aus den frühen 60ern hatten bereits im Sommer
vergangenen Jahres begonnen. 5,1 Millionen Mark soll die Erweiterung Kosten.
Der Regelzuschuss an die Stadt Hall beträgt zwar nur 1,68 Millionen Mark,
doch weil am Gymnasium viele auswärtige Schüler unterrichtet werden,
steigert sich dieser Betrag auf 3,4 Millinen, so der Wahlkreisabgeordnete Ernst
Keitel, der zum Wochenende berichtete, daß die Stadt mit dieser Maßnahme
ins Schulbauförderprogramm übernommen wurde.
Neun Verse
Eltershofen. Mit einem etwas längern Trinkspruch als noch bei seiner "Premiere"
vor einem Jahr in Bibersfeld eröffnete Halls Oberbürgermeister Hermann
Josef Pelgrim am Freitagabend die Pfingstfesttage. Das Kuchen- und Brunnenfest
der Haller Sieder begann in diesem Jahr im Teilort Eltershofen. 25 Zeilen in
neun Versen mit viel Lokalkolorit gab Pelgrim am Platz vor der Festscheune zum
Besten.
Keine offizielle Verabschiedung
Crailsheim. Die ursprünglich für den 11. Juni geplante offizielle
Verabschiedung des Crailsheimer Oberbürgermeisters Georg Schlenvoigt wird
es nicht geben. Grund sind Unstimmigkeiten über die Größenordnung
eines solchen Festes. Eine Gästeliste Schlenvoigts hatte zwischen 700 und
800 Namen enthalten, was dem Crailsheimer Finanzbürgermeister Harald Rilk
zuviele waren. Bei der Amtseinsetzung von Schlenvoigts Nachfolger Andreas Raab
seien nur 150 Leute geladen, so die Begründung. Nicht dabei: Georg Schlenvoigt.
Der wollte von seiner Liste niemand streichen und verzichtet nun lieber ganz
auf eine Verabschiedung.
Brenzausstellung geht zu Ende
Schwäbisch Hall. Weit über 10.000 Menschen haben die Ausstellung über
den vor 500 Jahren geborenen württembergischen Reformator Johannes Brenz
in Schwäbisch Hall besucht. Führungen im Hällisch-Fränkischen
Museum mussten teilweise im Halbstundentakt angeboten werden. Die Ausstellung
ist noch bis Pfingstmontag zu sehen.
Gefördertes Hotelprojekt
Eschental. Das drei Millionen Mark Projekt Wellness-Hotel Krone in Kupferzell-Eschental
wird wie das Heu-Hotel Dörzbach vom LEADERII-Programm der Europäischen
Union gefördert. Das Programm, das Ende des Jahres ausläuft, fördert
insbesondere Direktmarketing und Tourismus-Projekte im Hohenlohischen. Der Landgasthof
Krone in Eschental wird mit dem neuen Gästehaus und 25 neuen Zimmern auf
drei Etagen zum Wellness-Hotel ausgebaut. Im Gästehaus untergebracht sind
auch ein kleines Schwimmbad mit Gegenstromanlage, Wasserfall, Massagedüsen
und Sprudelbad, sowie Solarium, Dampfbad, Sauna und Fitnessraum. Zum ersten
Spatenstich waren auch der Geschäftsführer der neuen Hohenlohe Touristik,
Andreas Dürr, Hohenlohes stellvertretender Landrat hans-Günter Lang,
der Bürgremeister von Kupferzell Joachim von Wangenheim und als Ehrengast
der Vizepräsident des Landesgewerbeamtes Stuttgart, Friedrich Bullinger
anwesend, um dieses für die Tourismus-Wirtschaft des Landkreises so wichtige
Projekt auf den Weg zu bringen.
Erstes Auswärtsspiel
Schwäbisch Hall/Karlsruhe. Die Schwäbisch Hall Unicorns, Zweitligamannschaft
im American Football mit Ambitionen ganz nach oben, treten heute ihr erstes
Auswärtsspiel an. Gegner sind die Karlsruhe Greifs, die derzeit auf dem
fünften Tabellenplatz, zwei Plätze hinter den Hallern rangieren. Verzichten
müssen die Haller, auf ihren Runningback Benjamin Ehlers, der wegen einer
angeblichen Tätlichkeit im Spiel gegen Mannheim für ein Spiel gesperrt
ist. Spielbeginn heute ist um 16 Uhr.
Bähnle auf Video
Künzelsau. Es soll Leute geben, die immer noch von der Wiederbelebung der
Bahnstrecke Waldenburg Forchtenberg durchs Kochertal träumen. Doch mittlerweile
wurden an der seit mehr als 10 Jahren stillgelegten Trasse mancherorts schon
die Schienen entfernt. Die Bahn hat das Gelände an die einzelnen Gemeinden
veräußert. Und die müssten sich erst mal einigen, bevor man
auch nur einen Gedanken an eine wie auch immer geartete Wiederinbetriebnahme
verwenden sollte. Doch für alle Eisenbahnfreunde gibt es jetzt ein Video,
das die knapp 100jährige Geschichte der Bahn zeigt. Neben historischen
Filmaufnahmen zeigt das Video auch Szenen aus dem Bahnbetrieb der letzten Jahre,
als die Kochertalbahn nur noch bis Künzelsau fuhr. Das Video ist erhältlich
bei der Interessengemeinschaft Kochertalbahn, die nach weiterem Bildmaterial,
Filmsequenzen, Fotos und Dokumenten sucht.
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Weniger Besucher
Schwäbisch Hall. Weniger Besucher als im vergangenen Jahr kamen zum Kuchen-
und Brunnenfest nach Schwäbisch Hall. Gezählt wurden nur knapp 20.000
zahlende und damit deutlich weniger Gäste als im Vorjahr, die der unsicheren
Witterung zum Trotz das historisierende Spektakel der Schwäbisch Haller
Sieder sich zu Gemüte führten. Das Pfingstfest in Hall ist eine Mischung
aus historisch verbürgten Traditionen der Salzsiederszunft und von Zeit
zu Zeit modernisiertem Historienspiel, das von Mitgliedern des Vereines "Alt
Hall" seit etwas mehr als 100 Jahren speziell für den Fremdenverkehr
alljährlich inszeniert wird. Echte Salzsieder gibt es heute in Hall nicht
mehr. Doch ihre Nachkommen beziehen bis heute in unveränderter Höhe
eine Rente, die sie dem damaligen Württembergischen König abgehandelt
hatten, der die Haller Saline im vergangenen Jahrhundert geschlossen hatte.
Künstlicher See
Wolpertshausen. Ein kleiner künstlicher See von 85 Metern Länge und
20 Metern Breite wird noch in diesem Sommer auf der Hohenloher Ebene bei Wolpertshausen
entstehen. Mit einem Fassungsvermögen von 3400 Kubikmetern Wasser soll
der See dem Ausgleich nicht immer gleichmäßiger Bewässerung
eines großgärtnerisch genutzten Geländes, vor allem von Salatfeldern
dienen. Der Folienteich soll über ein Bewässerungs-Pumpennetz aus
dem nahen Bach Schmerach gepeist werden.
Oettinger bei Kuttelei
Blaufelden. Der Stuttgarter CDU-Fraktionsvorsitzende Günther Oettinger
kommt heute am Spätnachmittag nach Blaufelden. Oettinger ist Hauptredner
der politischen Kuttelei, der etwas anderen Abschlußkundgebung des Hohenloher
Volksfestes. Wenn er heute ab 16.30 Uhr in der Versteigerungshalle über
das Thema Landwirtschaft redet, dann muß sich der Fraktionsvorsitzende
allerdings hüten. Hatte der Landespolitiker den Hohenlohern, insbesondere
den Blaufeldern doch einen gewissen Sinn zur Lebensfreude, eine Neigung zu Lust
und Vergnügen attestiert, verbunden mit einem kleinen Zusatz von List und
Verschlagenheit. Gerade diese sprichwörtliche Schlitzöhrigkeit aber
ist es, die für Spannung bei der Blaufelder Kuttelei sorgt. Oettingers
Vorgänger im letzten Jahr übrigens war der Grüne mittlerweile
zum Bundestagsfraktionsvorsitzenden aufgestiegene Rezzo Schlauch.
Neue kommen aus Neuenstein
Künzelsau. Die Pfarrstelle für Erwachsenenbildung in Hohenlohe ist
wieder besetzt: Nachdem Pfarrer Jakob Betz vergangenen August wieder in den
aktiven Gemeindedienst nach Wangen im Allgäu ging, wurde jetzt nach einem
dreiviertel Jahr Vakanz das Ehepaar Ulrike und Gerhard Kern in das neue Amt
eingeführt. Die Pfarrersleute hatten sich zuvor 13 Jahre lang die Pfarrstelle
in Neuenstein geteilt. Jetzt sind sie für rund 160 Kirchengemeinden zwischen
Gaildorf und Blaufelden, Crailsheim und Öhringen in der Erwachsenenbildung
zuständig. Sie werden in dieser Woche ihr Büro in den neugeschaffenen
Räumen in der Künzelsauer Oberamteistraße beziehen.
Neue Stühle
Schwäbisch Hall. Die Freilichtspiele Schwäbisch Hall bekommen neue
Stühle. Ein Jahr vor dem 75jährigen Bestehen schon erhält das
Haller Sommertheater dieses großzügige Geschenk von der in Hall ansässigen
"Recaro Aircraft Seating". Die seit langem gewünschte neue Bestuhlung
wird am 1. Juni von Recaro-Chef Werner Abt und dem Industrie-Designer Hartmut
Schürg an den Intendanten Achim Plato und Oberbürgermeister Hermann
Josef Pelgrim, als Vorsitzendem des Vereines Haller Freilichtspiele übergeben.
Geschwindigkeitskontrollen
Landkreis Schwäbisch Hall. Das Haller Landratsamt hat jetzt die statistischen
Zahlen zu den in seiner Regie durchgeführten Verkehrskontrollen des vergangenen
Jahres veröffentlicht. Geld verdienen läßt sich mit den Geschwindigkeitskontrollen
im Landkreis Hall allerdings kaum. 670 Messungen davon 121 auf freier Strecke
wurden gemacht, und zwar an an 207 verschiedenen Stellen im gesamten Landkreis.
Überprüft wurden dabei 307.085 Fahrzeuge, wovon 11.427 mit Verwarnungs-
oder Bußgeld beanstandet wurden. 68 Mal wurden Fahrverbote verhängt.
Die Gesamteinnahmen betrugen 535.924 Mark. Dem standen ohne die Abschreibungen
der angeschafften Messgeräte Ausgaben von 516.631 Mark gegenüber.
Als im Landkreis Hall 1993 eigene Kontrollen eingeführt wurden, waren noch
rund sechs Prozent der Autofahrer deutlich zu schnell, im Jahr 1998 lag die
Zahl bei 2,8 Prozent. Im April 1999 wurden rund 3,4 Prozent der gemessenen Autofahrer
beanstandet.
Architektenwettbewerb entschieden
Neuenstein. Der Architektenwettbewerb zum neuen Altenheim in Neuenstein ist
entschieden. Der mit 45.000 Mark dotierte Preis ging an den Gaildorfer Architekten
Hans-Christoph Lamparter. An der Ausschreibung der Hohenloher Krankenhaus GmbH
hatten sich 22 Architekten und Architektenteams beteiligt. Die Entwürfe
und Pläne aller 22 eingereichten Arbeiten sind in dieser Woche im Evangelischen
Gemeindehaus Neuenstein tagsüber von 9 bis 16 Uhr zu besichtigen.
Seit Pfingsten täglich
Jagsthausen. "Es lebe die Freiheit" heißt ein Film, der aus
Anlaß des Jubiläums "50 Jahre Burgfestspiele" über
Jagsthausen gedreht wurde. Seit Pfingstsonntag wird er im restaurierten Gewölbekeller
der Jagsthauser Burg als Video-Installation auf drei Leinwänden im Halbstundentakt
gezeigt, täglich von 10 bis 20 Uhr. Gezeigt werden Menschen und Landschaften
im Wandel der Jahreszeiten und natürlich das Theater. Historische Fotos
aus 50 Jahren Burgfestspiele ergänzen Aufnahmen der letzjährigen Götzfestspiele
zum rundum stimmigen Film. Burgfestspielchefin Alexandra Freifrau von Berlichingen
bezeichnete den Film als die zweite Überraschung des Jubiuläumsjahres,
nachdem Anfang Mai bereits vom Bundespräsidenten Roman Herzog höchstpersönlich
eine Buchprojekt vorgestellt wurde. Ein drittes Geheimnis wird noch folgen.
Es soll am 6. Juni von Bildhauer Gunther Stilling gelüftet werden.
Auswärtsspiel gewonnen
Schwäbisch Hall/Karlsruhe. Die Unicorns, American-Football Zweitligisten
aus Schwäbisch Hall, haben am Pfingstsonntag ihr erstes Auswärtsspiel
der Saison bei den Karlsruhe Greifs gewonnen. mit 16:8 nahmen die Schwäbisch
Hall Unicorns wichtige Punkte für ihr Ziel mit nach Hause, in dieser Saison
Tabellensieger zu werden und in die erste Liga aufzusteigen. Ihre Position haben
die Unicorns zwar gefestigt, stehen allerdings nach wie vor auf Platz drei der
Tabelle. Pech für die Unicorns, die schon wegen Verletzungen und einer
Sperre des Runningbacks Benjamin Ehlers geschwächt in die Partie gingen:
nun ist auch noch Quarterback Andreas Weis verletzt und wird wohl für wenigstens
ein Spiel ausfallen. Die nächsten Gegner sind die im Heimspiel als stark
geltenden Tabellen-Vorletzten Allgäu-Comets.
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Verfolgungsjagd
Wolpertshausen. Eine Verfolgungsjagd über die Autobahn und Landstraßen
bei Wolpertshausen im Landkreis Schwäbisch Hall lieferte sich der Fahrer
eines Opel Calibra mit der Polizei. Als er kontrolliert werden sollte, hielt
er zwar kurz an, startete dann aber urplötzlich durch und raste davon.
Als ihn an der Autobahnausfahrt Wolpertshausen eine Streife mit Blaulicht und
quergestelltem Fahrzeug stoppen wollte, rammte der Calibrafahrer das Polizeiauto
und versuchte über die Landesstraße 1037 zu entkommen. Durch den
Unfall jedoch war sein Auto fahruntüchtig geworden. Er kam von der Straße
ab und blieb im Straßengraben liegen. Beim Unfall wurden eine Polizeibeamtin
sowie Beifahrerin und Fahrer im Calibra leicht verletzt. Unklar ist, weshalb
sich der leicht alkoholisierte Fahrer der Kontrolle entziehen wollte. Die Ermittlungen
dauern an.
Mehr Polizeipräsenz
Landkreis Schwäbisch Hall. Vor dem Hintergrund gestiegener Jugendkriminalität
verstärkt die Polizei ihre Präsenz in den Innenstädten. Mit Fußstreifen
werden vor allem die Straßen der Schwäbisch Haller Fußgängerzone
und die Grünanlagen kontrolliert. Auch in Gaildorf und in Crailsheim sollen
Kontrollen und Präsenz verstärkt werden. Unterstützt werden die
Beamten der Polizeireviere dabei von der Einsatzgruppe der Bereitschafts-polizei.
Doch nicht nur auf Kontrollen wird gesetzt. Die Beamten suchen auch das Gespräch
mit denjenigen Personen, die durch ihr Verhalten auffallen und das Sicherheitsgefühl
der Mitbürger beeinträchtigen. So soll verhindert werden, daß
kleine und große Probleme überhaupt erst entstehen.
Mooswiese
Crailsheim. Traditionell von Mittwoch bis Freitag nach Pfingsten findet in Crailsheim
die Mooswiese statt: der größte erhalten gebliebene Krämermarkt
der Stadt. Von ursprünglich sieben Jahrmärkten Crailsheims werden
heute nur noch drei abgehalten, der Martinsmark, der Thomasmarkt und der jüngste,
die Mooswiese. Dieser Markt wurde 1777 in der Ansbacher Zeit der Stadt von Markgraf
Karl Alexander etabliert. Rund 80 Händler aus dem süddeutschen Raum
kommen ab heute zur Mooswiese nach Crailsheim, die mittlerweile jedoch nicht
mehr auf der namensgebenden Wiese vor dem Spital stattfindet, sondern in der
Fußgängerzone zwischen Rathaus und Johanneskirche
Wenig Interesse an Europa
Schwäbisch Hall. Als SPD-Europakandidatin Evelyne Gebhardt vor wenigen
Tagen im Wahlkreis ihrer französischen Kollegin südlich von Paris
war, kamen rund 100 Besucher. Beim Gegenbesuch der einstigen französischen
Ministerin Marie-Noâlle Lienemann gab es im Schwäbisch Haller Hotel
Adler gestern Abend nur wenige Interessenten. Europa findet derzeit kaum statt
in Köpfen der Leute, so Evelyne Gebhardt. Und da sei es auch wenig hilfreich,
wenn Kandidaten, die nie ein Chance haben, ins Parlament nach Straßburg
zu kommen, mit bundespolitischen Themen und Gelbe-Karten-Aktionen von Europa
ablenkten. Kein Wunder, daß diese Wahlen kaum jemand ernst nimmt, wenn
Kandidaten nach dem uralten Motto "Hast Du einen Opa, schick ihn nach Europa"
aufgestellt werden. Das stamme aus Zeiten, als das Europäische Parlament
tatsächlich nur abnicken konnte, was von der Kommisson kam. Doch heute
gestaltet das Parlament Politik selbst. Für Marie-Noâlle Lienemann
und Evelyne Gebhardt hießen die Themen an diesem Abend in Schwäbisch
Hall "Europäische Sozialgesetzgebung" und "lebenswertes
Europa". Wichtig hier nach Einführung des Euro: ein europäisches
Mindestlohn-Niveau und die Vereinheitlichung der Verbrauchssteuern sowie Normen
in der Umweltgesetzgebung. Gewählt wird am 13. Juni, und anders als bei
sonstigen Wahlen schließen die Wahllokale erst um 21 Uhr.
Ab Herbst in Betrieb
Crailsheim. Das neue Hochregallager der Spedition Roll im Konversionsgebiet
McKee-Barracks wird im Herbst in Betrieb gehen. Jetzt wurde am 15-Mio-Projekt
Richtfest gefeiert. Vor zwei Jahren schon hatte die Spedition auf dem Gelände
ihr modernes Logistikzentrum mit einer 3200 Quadratmeter großen Umschlaghalle
bezogen. Unterdessen hat Wirtschaftsminister Dr. Walter Döring über
seine FDP-Fraktion im Landtag einen Antrag einreichen lassen, der ein weiteres
Mal die Möglichkeiten der Bahnanbindung ausloten soll. Die Bahn AG hatte
jedoch erst vor wenigen Monaten ihr Desinteresse an einem von Crailsheim ausgehenden
Kombiverkehr bekundet, obwohl bereits seit Jahren ein privater Umschlagterminal
in Betrieb war. Jetzt will die FDP erreichen, daß auch andere Bahnanbieter
Angebote abgeben können und daß die Bahn AG zumindest die Rahmenbdingungen
schafft, die einen derartigen Güterverkehr ab Crailsheim möglich machen.
10 Jahre Partnerschaft
Bretzfeld. Die Gemeinde Bretzfeld im Hohenlohekreis feiert ihre 10jährige
Partnerschaft mit der ungarischen Stadt Budaörs. 130 Gäste werden
morgen erwartet. An ihrer Spitze Bürgermeister TamÖs Wittinghoff.
Drei Tage lang wird in der Brettachtalhalle gefeiert. Die Gäste reisen
am Sonntag zurück, erwarten dann aber einen Gegenbesuch der Bretzfelder
in Budaörs vom 16. bis 19. September.
Drei Schulen gefördert
Hohenlohekreis. Auch im Hohenlohekreis werden drei Schulen in das Schulbauförderprogramm
des Landes aufgenommen. Nachdem am vergangenen Wochenende bereits die Förderung
des Haller St. Michaelsgymnasiums mit 3,4 Mio Mark bekannt wurde, gibt es jetzt
auch Zahlen für den Hohenlohekreis. Gefördert werden die Realschule
Pfedelbach mit knapp 2,6 Mio Mark, ein Erweiterungsbau des Künzelsauer
Ganerben-Gymnasiums mit 2,1 Mio Mark und die Geschwister-Scholl-Schule des Landkreises
für behinderte Kinder mit 3,3 Mio Mark. Insgesamt fließen so etwas
mehr als acht Millionen in den Hohenlohekreis.
Chinesen im Rathaus
Schwäbisch Hall. Eine fünfköpfige Delegation aus der Chinesischen
Sonderwirtschaftszone TEDA in Tianjin ist heute zu Gesprächen in Schwäbisch
Hall. Die 120 Kilometer von Peking entfernte Sonderwirtschaftszone mit rund
9,3 Mio Einwohnern sucht Kontakte zu Investoren und der exportierenden deutschen
Wirtschaft. Sie möchte sich dabei auch des im Schwäbisch Haller Eppinger
Verlag erscheinenden "Auslandskurier" bedienen, Deutschlands führender
Fachzeitschrift für die Exportwirtschaft. Nach den Gesprächen im Verlag
wird die Delegation auch von Halls Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim
im Schwäbisch Haller Rathaus empfangen.
Eine Stunde gesperrt
Schwäbisch Hall. Eine ganze Stunde lang war gestern die Haller Innenstadt
für jeglichen Fahrzeugverkehr gesperrt. Ein Schaussteller war zwar zum
Pfingstfest in die Stadt gelangt. Doch beim Verlassen der Stadt "verkeilte"
sich der Laster des Fahrgeschäftes gleich zwei Mal zwischen Häusern
der engen Altstadtgassen und musste jeweils mit einem 60 Tonnen-Kran um die
Ecken gehievt werden. Kurzzeitig beeinträchtigt war auch der Linienverkehr
des Haller Stadtbusses.
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Wegen 2 fehlten 20 zu 2000
Landkreis Schwäbisch Hall. Da war ein Autofahrer 2000 Kilometer mit seinem
Pkw samt Anhänger von Riga in Lettland bis fast nach Hause gefahren. Doch
20 Kilometer von seinem Zuhause im Landkreis Schwäbisch Hall entfernt war
die Fahrt zu Ende. Wegen zwei Promille Alkohol im Blut war der Fahrer am Steuer
eingeschlafen. Die ganze Fahrt über hatte der Mann "gebechert",
angeblich um sich auf der zwei Tage langen Strecke wach zu halten. Funktioniert
hat das nicht. Unbeleuchtet stand das Gespann gestern auf dem Standstreifen
der Autobahn A6 unweit der Ausfahrt Wolpertshausen. Der Mann aus Riga wurde
nicht nur von Polizeibeamten geweckt, sie nahmen ihm auch gleich noch seinen
Führerschein ab. Anzeige und Geldstrafe werden folgen.
Einwohnerstatistik
Crailsheim. Die Stadt Crailsheim hat jetzt ihre Einwohnerstatistik für
das vergangene Jahr veröffentlicht. Die Stadt ist gewachsen: um 217 Menschen
auf jetzt 31662 registrierte Einwohner. Die Zunahme resultiert aus Zuzügen
und einem kleinen Geburtenüberschuss von 38 Neugeborenen. Knapp neun Prozent
der Crailsheimer sind Ausländer, davon die meisten, nämlich 39 Prozent
Türken.17 Prozent stammen aus dem ehemaligen Jugoslawien. Darin eingerechnet
sind auch die Flüchtlinge in der Sammelunterkunft McKee-Barracks. Bevölkerunsgreichster
Stadtteil ist das Neubaugebiet Kreuzberg. Fast 6000 Menschen wohnen dort. Ihren
Wohnsitz in der Crailsheimer Innenstadt haben nur noch 4260 Menschen. Kleinster
Crailsheimer Ortsteil ist das Dorf Beuerlsbach im Nordosten der Stadt. Gerade
mal 262 Personen wohnen dort
Fersehteam bei Schweinen
Wolpertshausen. Ein Fernsehteam der ZDF Umweltserie "planet e" dreht
diese Woche in Wolpertshausen bei der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft
einen Film über die schwarz-rosa Schweine der Schwäbisch Hällischen
Rasse, über die Rettung der Schweinerasse vor dem Aussterben, über
ihre Zucht, ihre umwelt- und artgerechte Haltung und über ihren Verzehr.
Was bietet sich da besser an, als das Eurotoques-Kochfest von Europas besten
Köchen, das heute in vielen Gaststätten der gehobenen Klasse zelebriert
wird. Auch in zwei Haller Restaurants wird Schwäbisch Hällisches Schwein
serviert und das Fernsehteam ist natürlich dabei, ab 19 Uhr beim Fünf-Gänge-Menü
im Hotel Hohenlohe.
Kein Bademeister
Langenburg. Überall öffnen die Freibäder. Die Saison hat begonnen
und am kommenden Wochenende soll es laut Wettervorhersage besonders schönes
und heißes Wetter geben. Doch das Freibad von Langenburg bleibt geschlossen.
Dort steht noch das Wasser vom vergangenen Winter im Becken. Nichts hat sich
getan in Sachen Reinigung und Bereitmachen für die kommende Saison. Möglicherweise
fällt in Langenburg die gesamte Saison "ins Wasser". Grund: Die
Gemeinde Langenburg findet keinen Bademeister, der ausgebildet ist und bereit
wäre für eine Sommersaison nach Langenburg zu kommen. Zwar hat man
zwei Aufsichtspersonen für das Becken gefunden , die eine entsprechende
Ausbildung haben, doch sie können nicht mit der Technik des Freibades umgehen.
Und das Risiko, das Freibad ohne Fachpersonal aufzumachen, ist dem Langenburger
Bürgermeister Rüdiger Zibold zu hoch.
Abwasser quer durch Talaue
Langenburg. Nesselbach liegt westlich des Jagsttales auf der Hohenloher Ebene,
Bächlingen liegt im Tal direkt an der Jagst. Beide Orte gehören zur
Stadt Langenburg, östlich des Tales auf einem Bergvorsprung gelegen. Derzeit
werden Gräben quer durchs Tal von einer Seite zur anderen und jeweils die
Talhänge hinauf gezogen. Denn Langenburg, bisher auf eigene Quellen angewiesen,
wird zum einen an die NOW-Wasserversorgung beim Nesselbacher Speicherbehälter
angeschlossen. Zum andern werden künftig die Abwässer von Nesselbach
und Bächlingen Kilometer weit und gut 100 Höhenmeter hinauf auf den
Langenburger Schloßberg gepumpt. Von dort gelangen sie dann zur Langenburger
Kläranlage. Fünf Millionen Mark werden dafür gegenwärtig
verbuddelt. Auf diese Lösung war man gekommen, weil es schwierig war in
der Hochwasser gefährdeten und naturgeschützten Talaue der Jagst einen
Standort für eine Bächlinger Kläranlage zu finden. (ed.: Da darf
nur niemals für längere Zeit der Strom ausfallen )
Gold für Klein-Molkerei
Mäusdorf. Eine der kleinsten selbständigen Molkereien im Land, die
Molkerei Mäusdorf bei Künzelsau hat jetzt für ihre hervorrragenden
Qualitäten bei Sahneprodukten Gold und Silber gewonnen. Dem Wettbewerb
bei der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft DLG hatten sich über 70 Molkereien
aus Deutschland und der Schweiz gestellt. Die Molkerei Mäusdorf ist neben
der Molkerei Tübingen zweiter "großer" Bioland-Produzent
für Milcherzeugnisse im Land.
Gemeinsame Sitzung
Künzelsau. Zu einer gemeinsamen ökumenischen Sitzung trafen sich die
evangelischen und katholischen Kirchengemeinderäte von Künzelsau im
St. Paulus Gemeindezentrum. Im Mittelpunkt des Gespräches stand die Krankenhaus-Seelsorge.
Künftig soll ein aus Mitgliedern beider Konfessionen zusammengesetzter
ökumenischer Besuchsdienst am Künzelsauer Krankenhaus tätig sein.
Ein kleiner Arbeitskreis aus Interessierten wird diesen Besuchsdienst aufbauen.
Weitere bei der Sitzung angesprochene Themen waren die Integration von Spätaussiedlern
und weitere ökumenische Kontakte.
Gewerbefest
Gaildorf-Unterrot. Die Vorbereitungen für das erste Unterroter Gewerbefest
am Samstag laufen auf Hochtouren. 22 Unternehmen aus dem Gaildorfer Teilort
wollen sich vorstellen. Auf die Besucher warten zudem ein großes Rahmenprogramm,
unter anderem mit Miss Germany '99, Alexandra Phillipps. Die Firmen beteiligen
sich mit Ausstellungs- und Verkaufsständen, präsentieren ihr handwerkliches
Können und beteiligen sich aktiv am Rahmenprogramm. Die Unterroter Gewerbetreibenden
sowie zahlreiche Vereine und Organisationen haben großen Aufwand betrieben,
um für Abwechslung und gute Laune zu sorgen. Eröffnet wird das Unterroter
Gewerbefest am Samstag um 13.30 Uhr von Gaildorfs erstem Beigeordneten Hartmut
Lenz.
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Strukturproblem
Schwäbisch Hall. Die Stadt Schwäbisch Hall unterhält als Eigenbetrieb
einen der letzten, wenn nicht den letzten kommunalen Schlachthof in Deutschland.
Verlagerungen eines Großschlächters haben im vergangenen Jahr zu
mehr als fünf Millionen Kilogramm weniger an Schlachtgewicht und damit
erneut zu einem Defizit geführt. Die Einnahmen gingen um 7,5 die Ausgaben
jedoch nur um 3,8 Prozent zurück. Derzeit laufen im Schlachthof Schwäbisch
Hall Untersuchungen zu einem Betriebsoptimierungsgutachten, das von der Uni
Weihenstephan erstellt wird. Außerdem arbeite man an einem Modell für
eine Betreibergesellschaft. Die Stadt Schwäbisch Hall will den Schlachthof
zwar erhalten, darüber besteht auch im Gemeinderat fraktionsübergreifender
Konsens. Doch zu einer Stätte von Dauersubventionierung soll der Haller
Schlachthof nicht werden. Eine Strukturdebatte wurde von mehreren Seiten im
Rat beantragt.
Teufel kommt
Schwäbisch Hall. Sicherlich war Ministerpräsident Erwin Teufel seither
schon mehrmals im Landkreis, 1997 in Crailsheim bei der 50 Jahrfeier zur Städtepartnerschaft
mit Worthington und erst im letzten Jahr hielt er im Festzelt beim Volksfest
eine Rede, doch der letzte richtige Kreisbesuch liegt bereits vier Jahre zurück.
Im Juni kommt "Landesvater" Erwin Teufel nach Schrozberg, um das neue
Jugendzentrum im Güterschippen zu begutachten, danach besucht er Procter
& Gamble, den Pampershersteller in Crailsheim und gegen Abend wird Erwin
Teufel in Schwäbisch Hall erwartet. Dort besichtigt er das neue Gefängnis
und gibt abends im Neubausaal einen Bürgerempfang. Das ganze findet am
Dienstag 22. Juni statt.
BSH auf Rekordkurs
Schwäbisch Hall. Die Bausparkasse Schwäbisch Hall hat in den ersten
vier Monaten soviele Neuverträge verkauft wie noch nie zuvor im ersten
Jahresdrittel. Nicht einmal im bisherigen Rekordjahr 1996. Die Zuwachsraten
liegen sehr deutlich im zweistelligen Prozentbereich, so ein BSH-Sprecher. Gut
vom Publikum angenommen werde auch das sogenannte Drei-Prämien-Paket, das
die BSH gemeinsam mit der Union Investment seit Inkrafttreten der verbesserten
staatlichen Förderung anbietet. Für diese optimale Ausnutzung von
Vermögenswirksamen Leistungen, Wohnungsbauprämie und der neuen Fonds-Sparprämie
reklamiert die Nummer eins unter den privaten Baussparkassen in Deutschland
ebenfalls Marktführerschaft für sich.
Entscheidung über Fusion
Bad Mergentheim/München. Die Securenta Bank AG in München will die
Bad Mergentheimer Partin-Privatbank übernehmen. Die zum Finanzkonzern Göttinger
Gruppe gehörende Securenta hat bereits die Aktienmehrheit der Partin-Bank
erworben. Es gilt daher als sicher, daß heute die Gesellschafterversammlung
der Partin Bank in Bad Mergentheim der Verschmelzung zustimmen wird. Aktionäre
aus dem Kreis der Göttinger Gruppe waren bereits 1997 in die nach eigenen
Angaben größte Privatbank Baden-Württembergs eingetreten. Damals
war die Bank wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten vorübergehend
geschlossen worden. Der damalige Geschäftsführer der Klaus Partin
wurde mittlerweile vom Landgericht Stuttgart zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.
Heute Statisten-Casting
Schwäbisch Hall. Auch in dieser Spielzeit haben spielfreudige Talente Gelegenheit,
als Statisten bei den Haller Freilichtspielen mitzuwirken. Für "Die
Jungfrau von Orleans" und den "Glöckner von Notre-Dame"
werden heute Abend die unterschiedlichsten Rollen besetzt: ländliche Freier
der schönen Schwestern Johannas und heldenhafte Soldaten, charmante Hofdamen
und rauhe Folterknechte, resolute Bürgerinnen und hinterlistige Gauner.
Interessierte treffen sich mit den Regisseuren, Assistenten und Intendant Achim
Plato heute ab 18 Uhr an der Großen Treppe vor St. Michael. Sie sollten
volljährig sein, ihren Terminkalender mitbringen und vor allem - während
der Spielzeit '99 nicht in Urlaub fahren.
Jüdisches Museum
Creglingen. Die Stadt Creglingen bekommt ein jüdisches Museum. Gesponsert
wird es von Arthur Obermayer, einem Amerikaner, dessen Vorfahren aus Creglingen
stammen. Er hat jetzt das Haus seiner Vorfahren gekauft und will dort ein Museum
zur Dokumentation einrichten. Das Haus in der Creglinger Badgasse soll in den
nächsten zwei Jahren zur Gedenkstätte umgewandelt werden. 100.000
Dollar stellt Arthur Obermayer dafür zur Verfügung.
Kajakfahrer gefunden: wohlauf
Satteldorf. Der vor einer Woche auf der Jagst treibend gesichtete Kajakfahrer,
nach dem mehrere Tage ergebnislos gesucht worden war, ist wohlauf.Es handelt
sich um einen Jugendlichen aus einer sozialtherapeutischen Einrichtung, der
zusammen mit einem Betreuer an der Jagst war. Sein Boot war gleich, nachdem
er es zu Wasser gelassen hatte, gekentert. Dies war von den Zeuginnen beobachtet
worden. Noch während sie die Polizei und Rettungskräfte verständigten,
kam dem Jugendlichen der Betreuer vom Ufer aus zu Hilfe. Der 16jährige
und sein Betreuer hatten die Jagst bereits verlassen als Polizei und Rettung
eintrafen. Erst Tage später hatten sie über Umwege von der Suche erfahren
und sich gestern bei der Crailsheimer Polizei gemeldet.
Sturz überlebt
Crailsheim. Einen Sturz aus der zweiten Etage seines Wohnhauses überlebte
gestern ohne nennenswerte Verletzungen ein betrunkener Mann in Crailsheim. Er
hatte in seinem benebelten Zustand die Wohnungstür und die Tür zum
Balkon verwechselt. Auf dem schmalen Balkon übersah er dann das Geländer
und verlor das Gleichgewicht, als er dagegen stieß. Kopfüber stürzte
er daraufhin in die Tiefe. Wie man später im Krankenhaus feststellte, war
dem Mann beim sechs Meter tiefen Sturz ausßer einigen Prekkungen und Abschürfungen
überhaupt nichts passiert.
Postagentur geplündert
Crailsheim. Mehrere tausend Mark fielen einem Langfinger in die Hände,
der am späten Mittwochnachmittag den Kundenandrang in einem Lebensmittelladen
ausnutzte. Als das Personal des kleinen Selbstbedienungsladens auf dem Crailsheimer
Kreuzberg mit Kunden anderweitig beschäftigt war, knackte er die Kasse
der im selben Laden befindlichen Postagentur und räumte das gesamte Bargeld
ab. Die Polizei sucht nun Zeugen, die zwischen 16.15 und 16.30 Uhr verdächtige
Wahrnehmungen gemacht haben, denn der Täter konnte das Geschäft unerkannt
verlassen.
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35 Punkte in Flensburg
Schwäbisch Hall. Beschlagnahmt wurde jetzt das Auto eines Mannes, der zwischen
Schwäbisch Hall und Hessental in eine Verkehrskontrolle geriet. Der 45jährige
durfte nicht mehr weiterfahren und erhält zudem noch eine Anzeige. Er war
munter weiter Auto gefahren, obwohl ihm längst die Fahrerlaubnis entzogen
war. Der 45jährige hatte es nämlich auf sage und schreibe 35 Punkte
auf seinem Flensburger Verkehrssünderkonto gebracht.
Bauern contra Chemiemultis
Hohenlohe. Eine Folge des Anfang der 90er Jahre erlassenen Sortenschutzgesetzes
und verschiedener EU-Richtlininien zum geistigen Eigentum an den Ergebnissen
von Pflanzenzucht und Gentechnik ist, daß Bauern mehr Gebühren bezahlen
sollen. U.a. auch für Saatgut, das sie aus eigenen Ernten gewinnnen aber
ursprünglich von zertifiziertem Saatgut stammt. Dagegen ziehen verschiedene
Bauern zu Felde. Zwei Landwirte aus dem Hohenlohischen bei Schrozberg wurden
jetzt vor die 7. Zivilkammer beim Landgericht Mannheim zitiert, weil sie sich
beharrlich weigern, die sogenannte Nachbaugebühr zu bezahlen und die Fragebögen
einer Saatgut-Treuhand-Gesellschaft zu beantworten. Einen Teilerfolg konnten
die Landwirte bereits erringen: die Treuhandfirma muß einen Sortenschutz-Nachweis
für jede einzelne Firma erbringen, die von ihr vertreten wird. Nächster
Verhandlungstermin ist am 9. Juli. Die Landwirte wollen auf jeden Fall die Verfassungsmäßigkeit
des Sortenschutzgesetzes prüfen lassen.
Rettungswache fertig
Schwäbisch Hall. Die neue Rettungswache des DRK, die auf einem Gelände
unterhalb des Diakoniekrankenhauses gebaut wurde, ist fertiggestellt und hat
vergangene Woche ihren Betrieb aufgenommen. Offiziell eingeweiht wird der Bau
am 19. Juni. Untergebracht sind dort die Sanitäter und die Einsatzfahrzeuge
des Haller DRK. Die Rettungsleitstelle wird an der Steinbacher Straße
beim Haller Bahnhof bleiben und voraussichtlich zum 1. Januar 2000 als integrierte
kreisweite Rettungsleitstelle von Rotem Kreuz und Freiwilliger Feuerwehr ihre
neue Arbeit aufnehmen. Der jetzt neugeschaffen Bau der Rettungswache kostete
1,3 Mio Mark und wurde über Landeszuschüsse und Eigenmittel des Haller
DRK-Kreisverbandes finanziert.
Energietage
Crailsheim. Zwei Tage dreht sich am Wochenende in Crailsheim alles um das Thema
Energie. Die Stadtwerke Crailsheim veranstalten mit 50 Ausstellern und zahlreichen
Sonderveranstaltungen zum zweiten Mal ihr Energietage. Schwerpunkte, so Stadtwerkesprecher
Herbert Gallasch sind Solarenergie und Brennwerttechnik. 50 Aussteller zeigen
auf dem Gelände der Stadtwerke passive und aktive Solaranlagen, Heizkörper
und Anlagen zur Erdgas-Brennwerttechnik, zum wirtschaftlichen Heizen mit Holz,
zeigen Gasherde und kleine Blockheizkraftwerke und Anlagen zur Regenwassernutzung.
Eröffnet werden die Energietage von Dr. Hermann Scheer, dem Umweltexperten
der SPD-Bundestagsfraktion.
Geringere Erträge
Schwäbisch Hall. Obwohl sich die Abschlüsse der Baussparkasse Schwäbisch
Hall bei Neuverträgen auf bislang nie gekannten Höhen bewegen, hat
die Baussparkasse Schwäbisch Hall mit Ertragsproblemen zu kämpfen.
Die Gewerbesteuervorauszahlungen an die Stadt Schwäbisch Hall werden deshalb
nach unten angepasst. Darüber informierte jetzt Baussparkassenvorstand
Dr Alexander Erdland die Verwaltungsspitze der Stadt Schwäbisch Hall. Mindereinnahmen
bei der Gewerbesteuer werden allerdings durch andere steuerrechtliche Neuregelungen
teilweise wieder ausgeglichen. So muß die Baussparkasse Schwäbisch
Hall etwa Gelder aus einem Sicherrungsfonds innerhalb von fünf Jahren versteuern,
was die Mindereinnahmen etwas abmildert.
Kein Gipsabbau
Michelfeld. Die Gemeinde Michelfeld bei Schwäbsich Hall hat im Streit mit
den Gipsfirmen obsiegt. Die Klage der Gipswerke wurde vom Verwaltungsgerichtshof
abgewiesen, eine Revision wurde nicht zugelassen. Die Gipsfirmen hatten die
Rechtmäßigkeit eines Gemeinderatsbeschlusses aus dem Jahr 1986 angezweifelt,
mit dem die Michelfelder einen Gipsabbau im Naherholungsgebiet Streifleswald
ablehnten. Während die Gemeinde Michelfeld und Bürgermeister Reiner
Schickner davon ausgehen, daß nun auch den anderen noch anhängigen
Verfahren in dieser Sache die Grundlage entzogen ist, und sich über das
Urteil des VGH erfreut zeigten, fürchten die Vertreter der Gipsfirmen um
die Rohstoff-Versorgung des Firmenstandortes in Michelbach-Burgbretzingen.
Eigene Läden
Künzelsau. Mit einer neuen Strategie will der Künzelsauer Jeanshersteller
Mustang trotz zurückgehender Umsätze seine Marktstellung sichern.
In den größeren Städten will Mustang künftig mit eigenen
Läden vertreten sein. Ziel ist es, die Innenstädte, die City-Lagen
für den Jeansmarkt zurückzuerobern, denn viele Händler haben
sich auf die Grüne Wiese zurückgezogen und lockten mit Billigangeboten.
Mustang Jeans aber werden nicht billig, sondern bleiben Qualität, die in
den neuen Läden stets aktuell angeboten werde. "Wie an der Frischtheke",
so Mustangsprecherin Johanna Maier. "Was sich nicht verkauft, fliegt raus."
Die eigenen Läden aber sollen, wie man bei Mustang versicherte, keine Konkurrenz
zu den rund 2000 Händlern werden, die Mustang-Produkte verkaufen. Die ersten
Mustangläden werden in Wien, Düsseldorf, Berlin, Frankfurt und Paris
eröffnet.
Wirte-Demo
Schwäbisch Hall. Auch Gastwirte aus Hohenlohe und dem Raum Schwäbisch
Hall sind für Montag zu einer Protestfahrt nach Bonn aufgerufen. Der Hotel-
und Gaststättenverband wendet sich mit der geplanten Großdemonstration
vor allem gegen die Neuregelung der sogenannten 630-Mark-Jobs. Doch für
viele Köche und Gastwirte wie Peter Würz vom Gasthaus Sonne in Schwäbisch
Hall, geht das Geschäft vor. "Ich finde es ja gut, wenn der Verband
eine derartige Demonstration organisiert, aber ich denke, für die meisten
Gastronomen in meiner Größe wird eine Beteiligung kaum möglich
sein. Dazu sind wir zu sehr in unsere Betriebe eingebunden. Uns fehlt schlicht
die Zeit."
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Stromausfall
Schwäbisch Hall. Für rund 90 Minuten waren am Freitag Nachmittag Teile
der Schwäbisch Haller Stadtteile Hessental und Sulzdorf ohne Strom. Kleinere
Auswirkungen dieses Totalausfalles waren auch in der Haller Innenstadt zu spüren,
wo wegen Sekunden kurzer Stromausfälle in zahlreichen Büros plötzlich
ungespeicherte Bildschirminhalte verschwanden oder Computer plötzlich neu
booteten, elektronische ladenkassen aufsprangen oder digitale Uhren statt der
Zeit blinkende Zahlen zeigten. In vielen Fällen war auch das Telefonieren
nicht mehr möglich, da vor allem ISDN-Anlagen auf eine externe Stromversorgung
angewiesen sind. Ausgefallen waren auch die Ampelanlagen entlang der Bühlertalstraße,
die aber kurz vor dem Freitags-Berufsverkehr wieder eingeschaltet werden konnten.
Ursache: Ein Bagger hatte im Gewerbegebite Solpark ein ganzes Bündel von
Erdkabeln erwischt und die Stromleitungen unterbrochen. Die Folgeschäden
sind noch nicht abschätzbar, dürften aber beträchtlich sein.
900 Jahre
Heiligenbronn. Der heute zur Stadt Schrozberg im Kreis Schwäbisch Hall
gehörige Ort Heiligenbronn ist 900 Jhare alt. Gefeiert wird die erste urkundliche
Erwähnung an diesem Wochenende. Zu den Höhepunkten zählt heute
der Festgottesdienst, der vom württembergischen Landesbischof Eberhard
Renz zelebriert wird. Außerdem ist im Dorfgemeinschaftshaus eine Ausstellung
über die `jüngere' Geschichte Heiligenbronns zu sehen. Anläßlich
der Feierlichkeiten ist auch eine 150 seitige Festschrift erstellt worden, die
ebenfalls im Dorfgemeinschaftshaus erhältlich ist.
Heute doch kein Spiel
Schwäbisch Hall/Kempten. Die American-Footballer der Schwäbisch Hall
Unicorns waren nicht allzu enttäuscht, als Mitte der Woche die Nachricht
kam, daß das für heute geplante Spiel gegen die Allgäu Comets
ausfallen muß. Der Platz in Kempten ist wegen des Hochwassers vergangene
Woche nicht bespielbar. Den Hallern kam diese Spielabsage gerade recht, können
sie sich so doch eine Woche länger auf die neue Situation nach dem Ausfall
ihres Quarterbacks Andreas Weis einstellen. Weis' Bänderverletzung am Handgelenk
wurde diese Woche operiert. Er wird wohl für den Rest der Saison ausfallen.
Weniger erfreulich ist allerdings, daß der gesperrte Runningback Benjamin
Ehlers seine Rote-Karte-Sperre nun erst am kommenden Wochenende beim Spiel gegen
die Tabellenführer der Franken Knights aus Rothenburg absitzen kann. Die
Haller Zweitligisten sehen sich in der gegenwärtigen Situation doch ganz
schön unter Druck, ihr Ziel, den Aufstieg in die erste Liga, in dieser
Saison noch zu erreichen.
Keine Personaleinsparung
Landkreis Schwäbisch Hall. Die Unternehmensgruppe "Dienste für
Menschen", die auch im Landkreis Schwäbisch Hall Wohnstifte, Pflegeheime
und eine Rehaklinik betreibt, wird keine Kosteneinsparungen über das Personal
betreiben. Dies geht aus dem jetzt veröffentlichten 98er Geschäftsbericht
der diakonischen Einrichtung hervor. Allerdings ist eine Straffung der Führungsorganisation
geplant. "Wir sparen bei den Häuptlingen, nicht bei den Indianern",
so Geschäftsführer Peter Junker. Auch soll es künftig eine ständige
Wirtschaftlichkeitsprüfung der Einrichtungen geben. Modellhaft liegt eine
solche Prüfung bereits für die Einrichtung in Schwäbisch Hall
vor. Dort hatte das Pflegeheim eine nahezu 100 prozentige Auslastung seiner
Kapazität von 128 Betten, das Wohnstift eine solche von 96,4 Prozent. Auch
die Pflegeheime und Wohnstifte im Haller Lindach und in Vellberg liegen nur
wenige Punkte unter der 100 Prozentmarke. Die AERPA-Rehabilitationsklinik in
Ilshofen ist mit 40 Betten und 13.000 Belegtagen zu 89,1 Prozent ausgelastet.
Bechtle wächst
Gaildorf. Das EDV Systemhaus Bechtle, das vor wenigen Jahren den Sitz seiner
Holding von Heilbronn nach Gaildorf im Landkreis Schwäbisch Hall verlegte,
wächst weiter. Jetzt kaufte der IT-Dienstleister das Systemhaus micronet
GmbH aus Friedrichshafen und setzte damit seine Umsatzprognose für das
laufende Geschäftsjahr von 500 auf 525 Mio Mark herauf. Mit neun System-Häusern
in Baden-Württemberg sowie elf Häusern in anderen Bundesländern
und insgesamt 907 Mitarbeitern gehört Bechtle zu den fünf größten
EDV-Dienstleistern Deutschlands. Ein Börsengang von Bechtle ist zwar geplant,
ein Zeitpunkt dafür steht aber noch nicht fest.
Unterschlagung
Schwäbisch Hall. Dreist ging ein Fahrraddieb in Schwäbisch Hall Hessental
vor. Er zeigte in einem Fahrradgeschäft Interesse für ein goldfarbenes
Wheeler Rad mit 24-Gang-Schaltung. Er vereinbarte eine kurze Probefahrt. Doch
von dieser Probefahrt kam er schlicht und einfach nicht mehr zurück. Sein
altes, weißes Kettler-Rad ließ der Dieb beim Händler stehen.
Wert der Beute: fast 1700 Mark
Bauhandwerker schaffen sonntags
Wackershofen. Bauhandwerker schaffen auch sonntags. Allerdings nur im Museum.
Im Freilandmuseum von Wackershofen zeigen heute Bauhandwerker, wie man früher
Nägel und Beschläge für Fenster und Türen von Hand schmiedete,
wie man das Flechtwerk zwischen den Holzgefachen von Mauern mit Lehm füllte,
wie man Holzverbindungen und Balken herstellte, oder Holzsschindeln oder Verglasungen
von Fenstern oder Walzenmuster auf verputzten Innenwänden... Auch die Sägmühle
des Museums kann aufgrund des guten Wasserstandes im Stauteich mit Wasserkraft
betrieben werden. Der Bauhandwerkertag im Museum beginnt heute um 11 Uhr.
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Euro-Talkrunde
Schwäbisch Hall. Die heute stattfindende Euro-Talkrunde im Schwäbisch
Haller Neubausaal ist die einzige öffentliche Podiumsdiskussion zur Europpawahl
in weitem Umkreis. Da es keine Wahlkreise im herkömmlichen Sinn gibt, wurden
zur Talkrunde die Kandidaten eingeladen, die zu Hohenlohe einen direkten Bezug
und deren Parteien eine reele Chance auf den Einzug ins Europäische Parlament
haben. Die Zeitungsredakteure Rainer Hocher und Hanns-Georg Szczepanek, dazu
der Haller Landrat Ulrich Stückle als Kreisvorsitzender der überparteilichen
Europa-Union diskutieren mit den EU-Parlamentariern Winfried Menrad (CDU) aus
Schwäbisch Hall, Evelyne Gebhardt (SPD) aus Mulfingen sowie dem (wegen
seines Listenplatzes persönlich chancenlosen) Kandidaten Ingo Bücher
(FDP) aus Schwäbisch Hall. Der auf Platz eins der Baden-Württembergischen
Grünen schon sicher im Europa-Parlament geglaubte Wolfgang Reimer aus Gaildorf
sollte ursprünglich ebenfalls aufs Podium. Doch die unberechenbaren Grünen
stellten ihn auf ihrer Bundesversammlung trotz des guten Platzes bei der Landes-Vorauswahl
nicht einmal auf. So fehlt bei dieser Veranstaltung, die heute um 19.30 Uhr
beginnt, die grüne Komponente aus lokaler Sicht.
Heute letzter Krankenhaustag
Rot am See-Brettheim. Mit viel Engagement, mit einem Freundeskreis, der über
200.000 Mark an Spenden sammelte und mit einer Kommune, die erst vor wenigen
Jahren noch 1,3 Mio Mark in die Sanierung steckte, hatte die Bevölkerung
rund um Rot am See versucht ihr kleines Krankenhaus zu retten. Doch die Politik
ging nach dem Rasenmäherprinzip vor und strich dem 20 Betten-Gemeindekrankenhaus
von Rot am See-Brettheim den gleichen Prozentsatz an Betten wie den großen
Krankenhäusern. Zusätzlich sprach die AOK von 60 Prozent Fehlbelegung,
weil im örtlichen Krankenhaus nicht streng nach genormten Pflegezeiten
behandelt wurde. Wenn dort aber eine pflegebedürftige Großmutter
ein paar Tage länger bleiben konnte, weil die "zusammengeschaffte"
pflegende Schwiegertochter noch zur Kur war, dann war dies kein Mißbrauch,
sondern gelebte Mitmenschlichkeit in einem ländlichen Gebiet, wo jeder
noch um die individuellen Nöte und Probleme seines Nächsten weiß.
Doch selbst durch die niedrigsten Pflegesätze im Landkreis ließen
sich Sozialkverwaltung und Kassen nicht umstimmen. Heute schließt das
kleinste Krankenhaus Baden-Württembergs nach 80jähriger Geschichte.
Das Haus soll jetzt in ein privates Pflegeheim umgewandelt werden.
Agenda 21 im Jagsttal
Mulfingen. Der Gemeinderat von Mulfingen an der Jagst hat in seiner jüngsten
Sitzung als einer der ersten kleineren Orte in der Region die Einleitung eines
Agenda 21 Prozesses beschlossen. Ziele und Entwicklungsperspektiven will man
gemeinsam mit den Bürgern in den Bereichen Natur-und Umwelt, Ökonomie
und Arbeitsplätze sowie Lebensqualität und kulturelle Aktivitäten
erarbeiten. Alle interessierten Bürger von Mulfingen und seinen Teilgemeinden
sind aufgerufen sich an der Agenda 21 mit Ideen und Diskussionbeiträgen
zu beteiligen.
Tagesklinik kommt
Schwäbisch Hall. Die seit langem gewünschte und selbst von der Politik
geforderte Tagesklinik für psychisch Behinderte aus dem Raum Schwäbisch
Hall kommt: voraussichtlich zum Jahresende wird sie am Diakoniekrankenhaus ihren
Betrieb aufnehmen können. Die dazu notwendigen Verträge zwischen dem
Diak, dem Zentrum für Psychiatrie in Weinsberg und dem Samariterstift in
Nürtingen seien inzwischen ausgehandelt worden, hieß es dazu beim
Haller Diakonischen Werk. Die Einrichtung soll ihren Platz im sogenannten 'Kleinen
Frauenheim` auf dem Gelände des Diaks erhalten. Dort ist bislang ein Wohnheim
für Krankenschwestern und andere Mitarbeiter untergebracht. Insgesamt sollen
in der Tagesklinik 25 Plätze entstehen. Eine abschließende Zustimmung
des zuständigen Stuttgarter Sozialministeriums fehlt allerdings noch.
Fröschke siegte
Schwäbisch Hall. Der Schwäbisch Haller Langstreckenläufer Werner
Fröschke siegte gestern beim Halbmarathon in Leinfelden. Zum 25sten Mal
war der Schönbuch-Marathon in Leinfelden gestern ausgetragen worden. Bei
den Männern im Halbmarathon errang Werner Fröschke von der Wettkampfgemeinschaft
Leichtathletik (WGL) Schwäbisch Hall den Sieg in 1 Stunde 11 Minuten und
47 Sekunden.